Südwest-Cup Moto-Cross 2017

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Tabellendritter bei den 85ern: Jayson AllesWarndt, 23./24. September, 8. Lauf zum SWC 2017

Finale

Beim achten und letzten Lauf zum SWC 2017 in Warndt waren geniales Spätsommerwetter und top Bedingungen angesagt. Dies lockte auch wieder einige Franzosen, die Strecke im Warndt liegt ja direkt an der Grenze, als Gastfahrer an. Wie immer beim Saisonfinale standen schon ein paar Champions vorher fest, in einigen Klassen mussten nur noch ein paar Pünktchen eingefahren werden, und bei den 50ern entschied wirklich der allerletzte Lauf die Meisterschaft.

50ccm: Paul Müller war im Zeittraining knapp eine Sekunde schneller als Jeremias Ramus, aber entscheidend sind nun mal die Rennen. Ramus hatte in der Meisterschaft nur zwei Punkte Rückstand auf Müller, und konnte mit zwei Laufsiegen noch aus eigener Kraft Champion werden. Im ersten Lauf war Müller besser gestartet und lag auch lange vorn. Er stürzte aber, Ramus zog vorbei und Müller lief mit sechs Sekunden Abstand ins Ziel ein. Damit war klar: Wer den allerletzten Lauf gewinnt, wird Champion. Nach dem Start schien es wieder auf den Laufsieg Müller auszugehen, jedenfalls kam er besser weg, aber Ramus blieb dran. Wahrscheinlich wäre das auch so bis zur Zielflagge geblieben, wenn nicht ein Pulk von überrundeten Fahrern in die Quere gekommen wäre. Ramus stellte sich da etwas cleverer an und kam an Müller vorbei. Dies reichte zum Laufsieg und damit zum Gewinn der Meisterschaft für Ramus. Natürlich war auf der einen Seite die Freude gross, auf der anderen Seite liefen die Tränen. Aber auch Müller geht nicht leer aus, abgesehen von dem Vizetitel: In der teilweise parallel laufenden Rheinland-Pfalz-Saar-Meisterschaft hat er den Titel vor Ramus geholt. Im Trubel um die Meisterschaft gingen die übrigen Plätze etwas unter: Im ersten belegte Gast Leo Diss den dritten Rang, in Lauf zwei war Aleksandr Griaznov auf drei.

65ccm: Der Tabellenerste Marlon Dietrich hatte beruhigende 26 Punkte Vorsprung vor Leon Müller und musste daher nicht alles riskieren. Im Zeittraining lag Lokalmatador Müller klar vorn vor Max-Werner Breuer und Lennox Dessloch. Im ersten Durchgang holte sich Breuer den Holeshot und am Ende den Laufsieg, obwohl Müller zur Mitte des Rennens auch mal knapp vorn war. Dietrich hielt sich raus und rollte auf drei ins Ziel. Damit hatte er nur noch 24 Punkte Vorsprung und durfte sich daher im letzten Lauf keinen Ausfall erlauben, sofern Müller den Lauf gewinnen würde. In diesem lagen Breuer, Dessloch und Müller nach dem Start vorn, Dietrich auf vier. Dessloch kippte in der Zielkurve um, Dietrich rückte auf drei vor und holte sich damit seine erste SWC-Meisterschaft. Mit den beiden Laufsiegen zog Breuer in der Tabelle noch an Dessloch vorbei auf Platz drei.

Zeigte eine starke Leistung in der Prestige: Björn Frank85ccm: In dieser Klasse war schon alles entschieden, Lukas Hofstetter stand drei Jahre nach seinem 65er-Titel schon vorher als neuer Champion der 85er fest. Trotzdem trat er natürlich in Warndt an und machte standesgemäß das Triple: Zeittraining und beide Läufe gingen an ihn. Im ersten ein klarer Start-Ziel-Sieg vor Gast Fabian Kling und Jayson Alles. Der Gast Leon Sievert bremste im Startgetümmel in der ersten Kurve den Motor aus, ging als Letzter ins Rennen und schob sich noch bis auf vier vor. Auch im zweiten war Hofstetter gleich aus der Reichweite der übrigen Teilnehmer. Sievert hatte diesmal keine Startprobleme und holte sich Rang zwei vor Kling, Alles und Keanu Alm.

Prestige: Auch in der Prestige stand mit Tom Oster der Champ schon fest, was aber auch -zumindest für ihn- gut war, da er mit einer Grippe zu Hause bleiben musste. Für die vielen französischen Zuschauer war natürlich der Ex-GP-Fahrer Mike Luxembourger der Star in dieser Klasse. Sie wurden nicht enttäuscht, Luxembourger fuhr im Training klar Bestzeit aller Klassen vor den GästenYann Crnsanski und Jean-Louis Gimmler. In Rennen eins kam er am besten aus dem Startgitter, Björn Frank und Gimmler dahinter. Luxembourger machte gleich richtig Tempo, lediglich Frank konnte annähernd mithalten, Gimmler fiel zurück. Nicolai Neumüller auf vier hatte am Steilhang bergab einen Überschlag nach vorne, kam eine zeitlang nicht unter seinem Motorrad raus und war somit auch raus aus den Podestplätzen. Crnsanski schob sich nach einem mittelmäßigen Start auf drei, aber mit deutlichem Abstand auf Frank. Als niemand mehr irgendeine Positionsveränderung an der Spitze erwartete, gab es dann doch noch spektakuläre Action: Luxembourger war an einem Sprung zu weit nach links gekommen und krachte mit hoher Geschwindigkeit in die Böschung. Fahrer und Maschine trugen keine größeren Schäden davon, aber Frank war natürlich vorbei und holte sich den Laufsieg. Im zweiten fuhr Luxembourger fehlerfrei durch und holte den Lauf- und Tagessieg. Frank belegte jetzt Rang zwei. Crnsanski war in der ersten Runde gestürzt, kam aber erneut wieder bis auf drei nach vorn.

Lutz Gerlach auf der KX500MX2: David Cherkasov war tags zuvor noch in Holzgerlingen bei den Masters, qualifizierte sich aber nicht und kam am Sonntag morgen in den Warndt. Der junge Franzose Bogdan Krajewski, der im SWC schon öfters als Gast gesehen wurde und im Vorjahr noch auf der 85er saß, wollte eigentlich mit seiner125/2T antreten. Da diese aber bereits vor dem ersten Training defekt war, wurde schnell eine 250/4T-Suzuki beschafft, mit der er dann sein erstes Rennen auf einem Viertakter absolvierte. Er kam damit gut zurecht, auch wenn er beim Ankicken deutliche Probleme hatte, und holte sich Platz zwei im Zeittraining hinter Cherkasov. Im ersten Lauf ging der Holeshot an Lucca Zimmermann vor Lukas Kunz und Cherkasov. Nach Runde eins war Cherkasov an der Spitze, Zimmermann verabschiedete sich mit einem Crash in der Zielkurve aus den Topfive. Cherkasov gewann mit deutlichem Abstand, Krajewski holte sich nach einem nicht ganz so guten Start noch Rang zwei mit klarem Vorsprung vor Kunz. Im zweiten war Krajewski zwar nach der ersten Kurve vorn, aber Cherkasov nach einer halben Runde an ihm vorbei und am Ende erneut klar Sieger. Zimmermann kam diesmal fehlerfrei durch und finishte auf drei. Cherkasov holte sich somit den ersten Platz in der Gesamttabelle und die Meisterschaft in der MX2 Jugend. Zimmermann auf Platz zwei der Gesamttabelle ist Meister bei den MX2 Erwachsene, aber das stand ohnehin schon vorher fest.

Cup: Und auch hier war mit Martin Werz der Meister schon gekürt, er war aber natürlich am Start. Die beste Trainingszeit legte der Tabellenzweite Jessy Luxembourger vor, unterstützt von seinen französischen Fans. Den Start zu Lauf eins gewann Werz, Luxembourger war aber gleich dran und vorbei. Bei einem Überrundungsvorgang vergass er die Kupplung zu ziehen und würgte den Motor ab. Werz nutzte dies aus und rückte wieder auf eins vor. Gegen Ende baute Luxembourger stark ab, so daß Warndt-Fahrer Niklas Pleyer noch auf zwei finishte. Im zweiten war Werz lange vorn, Luxembourger hielt diesmal sein Tempo bis zum Schluss und konnte in der letzten Runde noch an Werz vorbei gehen. Pleyer diesmal mit klarem Abstand auf drei.

Senioren: Bei den Senioren stand Lutz Gerlach nach langer Zeit nochmal am Startgitter und brachte etwas Nostalgie ins Spiel. Er trat mit einer betagten KX500 2Takt an, was im Sand von Warndt nicht mal so ungünstig war, das Gerät hatte jedenfalls richtig Power. Dirk Reutebuch war nach Fischbach jetzt erst zum dritten Mal dabei, hatte im Fischbacher Sand aber gezeigt, daß er mit Christian Lehner mithalten kann. Dieser wollte natürlich auch im Warndt zwei Laufsiege einfahren, was aber nicht unbedingt notwendig war, da er uneinholbar vorn lag. Im ersten ging der Laufsieg relativ deutlich an ihn, Reutebuch auf zwei vor Volker Weingart und Gerlach. Auch im zweiten lag Lehner relativ klar vorn, wurde bei einer Überrundung aber etwas aufgehalten, so daß Reutebuch wieder ziemlich nahe kam. In der letzten Runde wollte Lehner dann den Sieg nach Hause rollen, bemerkte aber nicht, daß ihm Reutebuch schon im Nacken saß und wurde überrumpelt. Beim Konterversuch am Steilhang bergab kam er zu Fall, hielt aber den zweiten Platz vor Weingart und Markus Schmidt. Lehner also Champion der Senioren-Klasse. Die Sonderwertung der Oldie-Klasse (Fahrer über 50) geht an Manfred Heider, der in der Gesamttabelle auf Rang drei liegt.

Gesamtergebnis Warndt, 23./24. September 2017
50ccm: 1. Jeremias Ramus, 2. Paul Müller, 3. Aleksandr Griaznov, 4. Henry Bürstlein, 5. Leo Diss-Fenard
65ccm: 1. Max-Werner Breuer, 2. Leon Müller, 3. Marlon Dietrich, 4. Lennox Dessloch, 5. Louis Kirchen
85ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Fabian Kling, 3. Leon Sievert, 4. Jayson Alles, 5. Brice Hukalo
Prestige: 1. Mike Luxembourger, 2. Björn Frank, 3. Yann Crnsanski, 4. Nils Neumüller, 5. Bejamin Traxel
MX2: 1. David Cherkasov, 2. Bogdan Krajewski , 3.Lucca Zimmermann, 4. Lukas Kunz, 5. Tijay Heinen
Cup: 1. Martin Werz, 2. Jessy Luxembourger, 3.Niklas Pleyer, 4. Marius Faas, 5. Johannes Heckeler
Senioren: 1. Dirk Reutebuch, 2. Christian Lehner, 3. Volker Weingart, 4. Markus Schmidt, 5. Lutz Gerlach

Text: Andreas Wack; Bilder: André Imparato


Torgau, 16./17. September, ADAC Bundesendlauf MX

Hurra, ein Pünktchen

#7 Florian Knerr; #46 Keanu AlmHerbstzeit = Endlaufzeit. Auch der ADAC führte wieder seinen Bundesendlauf durch, diesmal beim MSC Pflückuff ganz in der Nähe von Torgau (Sachsen). Jeder ADAC Regionalclub schickte hier seine besten Jugendfahrer hin. Für die Regionalclubs Saarland, Mittelrhein, Pfalz und Nordbaden waren natürlich auch viele Südwestcup-Fahrer am Start. Bei den 50ern Jeremias Ramus für die Pfalz, bei den 65ern Lennox Dessloch und Justin Hale für die Pfalz sowie Dana Schneider und Marius Böhle für Mittelrhein. Aaron Kowatsch war zwar dort, konnte aber mit einer in der Vorwoche beim Training gebrochenen Hand natürlich nicht antreten und schaute halt zu. Die 85er-Fraktion vertraten Keanu Alm für das Saarland, Michael Höchst für die Pfalz, Luca Höltenschmidt, Joyce Jana Juhn und Jakob Kroll für Mittelrhein sowie Fabian Kling (dieses Jahr zwar nicht eingeschrieben, will ihn aber trotzdem erwähnen) für Nordbaden. In der 125er-Klasse (erlaubt nur Zweitakter, Alter bis 18 Jahre) waren Florian Knerr (Saarland) und Damian Schneider (Mittelrhein) am Start. Ich war als Teamchef des Zweimann-Teams Saarland vor Ort. Leon Müller wäre auch gestartet, da aber der Renntransporter auf der Rückreise von Culitzsch einen Motorschaden erlitten hatte, konnte die weite Reise nicht angetreten werden. Bei Jannik Scheller war Papa Scheller beruflich stark eingespannt und erteilte eine Absage. Auch bei den anderen Teams gab es Absagen, über die ich aber nicht berichten kann. Gerne hätte ich auch David Cherkasov für das Saarland dort gesehen, aber Fahrer mit B-Lizenz dürfen an diesem Event leider nicht teilnehmen, schade. Nun aber zu den Rennen. Bei den 50ern wurden zwei Halbfinale gefahren, die jeweils 20 ersten zogen ins Finale ein. Jeremias startete in seinem Halbfinale ganz gut, lag auf 12 und holte sich am Ende einen neunten Platz. Leider war dann im Finale Drama angesagt. Er war im Startcrash dabei und es dauerte elende zwei Runden lang, bis er das Rennen aufnehmen konnte. Mehr als der vorletzte Platz war da natürlich nicht drin, und er musste im Fahrerlager erst mal von Mama psychologisch betreut werden. Bei den 65ern schafften es Justin und Marius nicht ins Finale einzuziehen. Dana hatte einen genialen Start, lag auf vier und beendete ihr Halbfinale auf sieben. Lennox im anderen Halbfinale qualifizierte sich ebenso sicher mit Rang 13. Im Finale war Dana am Start nicht mehr ganz so gut dabei, und kam auf 17 aus der ersten Runde. Lennox startete bescheiden und war so ziemlich letzter. Er kämpfte sich nach vorne, kam kurz vor Schluss auch an Dana ran und vorbei und finishte auf 20. Für die Mannschaftswertung der Pfalz gab es dafür einen Punkt, und dies blieb auch der einzige für Team Pfalz. Keanu hatte in seinem Halbfinale bei den 85ern gleich in der ersten Runde einen Sturz, was ihn natürlich weit zurückwarf. Am Ende reichte es aber doch sicher mit Platz 15 zum Einzug ins Finale, und auch die erste Startreihe war damit noch drin. Auch Luca und Fabian qualifizierten sich für das Finale, für Michael, Jana und Jakob war nach dem Halbfinale Schluss. Im Finale zog Fabian bei der Holeshot-Lotterie das große Los und bekam für seinen super Start ein Schmiermittelpaket von Ipone geschenkt. Nach Runde eins lag er auf vier, am Ende auf 11 und erzielte damit das beste Ergebnis aller SWC-Fahrer. Auch Keanu lag nach Runde eins klasse auf 11, fiel auf 15 zurück, stürzte dann leider wieder in der gleichen tiefsandigen Kurve und nahm auf Platz 25 das Rennen wieder auf. Am Schluss war es Rang 24, ohne Sturz wäre er wahrscheinlich in die Punkte gekommen. Auch das Team Mittelrhein blieb punktelos, da Luca beim Startcrash dabei war und so ziemlich als letzter das Rennen aufnahm. Er arbeitete sich vor bis zu Keanu, legte sich dann aber ab und war am Ende doch nur Letzter. Bei den 125ern waren keine Halbfinale erforderlich, es gab hier zwei Wertungsläufe. Daß Florian in die Punkteränge reinfahren würde, war nicht zu erwarten. Im ersten Durchgang reichte es nur zum letzten Platz, aber er war wenigstens noch halbwegs am Feld dran. Mit Blasen an den Händen stieg er in den zweiten Lauf ein, mit einem Motordefekt musste er aber vorzeitig aufgeben. Damian lag in Lauf eins lange auf 19, nach einem Sturz waren die zwei Punkte mit Platz 25 aber dahin. Im zweiten Lauf, und dem damit allerletzten Lauf des Tages, klappte es dann, mit Platz 19 holte er für das bis dahin noch punktelose Team Mittelrhein wenigstens zwei Pünktchen. Das Saarland blieb leider punktelos und wurde damit in der Mannschaftswertung noch nicht einmal erwähnt...


Culitzsch, 2./3. September, Monster Energy Crossfinals

Hals- und Beinbruch

Den Hals hat sich gottseidank keiner der Südwestcup-Teilnehmer bei den Crossfinals gebrochen, das Bein leider schon. Aber der Reihe nach: Heftige Regenfälle am Mittwoch und Donnerstag erforderten schwere Geräte, um die Teilnehmer, oder besser gesagt deren Fahrzeuge, ins Fahrerlager in die eingeteilten Zonen reinzuziehen. Die SWC-Teilnehmer standen so mehr oder minder gut zusammen mit Ausnahme von Andreas Rolinger, der mit Bernd Lutz in der Händlermeile stand. Die restlichen Cracks des SWC waren Marlon Dietrich und Leon Müller bei den 65ern, Lukas Hofstetter und Jamie Heinen bei den 85ern, Lucca Zimmermann und David Cherkasov in der MX2 und Tom Oster und Andreas in der MX1. Am Samstag ging es nach zwei freien Trainings in das Zeittraining. Leon bei den 65ern lag die Strecke wohl ganz gut, jedenfalls holte er sich Platz 19 und war über sechs Sekunden schneller als Marlon auf Platz 31. Lukas war erwartungsgemäß bei den 85ern der schnellere und platzierte sich auf 19. Auch Jamie war mit Position 27 noch gut dabei. In der MX2 zeigte David erneut, daß Zeittraining nicht sein Ding ist. Er braucht reale Gegner, und nicht die Uhr. Jedenfalls war klar, daß er im Rennen wohl besser abschneiden würde als Rang 22 wie im Zeittraining. Man muss aber auch klar konstatieren, daß gerade in der MX2 und MX1 die Leistungsdichte extrem war. Hätte er nur noch irgendwo zwei Sekunden gefunden, wäre er auf sieben vorgerückt. Lucca war gerade einmal eine Sekunde langsamer, aber damit schon einige Plätze weiter hinten, in dem Fall Platz 28. Tom war im Zeitraining anfangs gut dabei, rutschte nach und nach zurück, haute dann gegen Ende noch mal eine richtig gute Runde raus und wurde mit Rang acht belohnt. Für Andreas war erwartungsgemäß natürlich nicht so viel drin, mit Platz 34 liess er aber auch noch ein paar Konkurrenten hinter sich. Als einziger Fahrer für das American Final am Samstagabend war somit Tom qualifiziert. Qualifiziert waren die jeweils ersten Zehn des Zeittrainings aus MX2 und MX1. Beim American Final wird immer nur eine Runde gefahren, die letzen vier fliegen raus. Beim nächsten Lauf sind es dann nur noch sechzehn, und wieder scheiden die letzen vier aus. Ab dann scheiden nur noch zwei pro Runde aus, am Schluss standen sich Elias Stapel vom DJMV (MX2) und der einheimische Danny Neubauer (MX1) von der Sachsen-Meisterschaft gegenüber. Danny gewann den Start und holte sich knapp den Sieg. Tom lag nach dem Start zum ersten Rennen ganz gut, crashte aber, kam als Letzter ins Ziel und war somit raus. Der Sonntag startete mit einem warm-up. Im letzten warm-up in der MX1 kam Andreas plötzlich nicht mehr am Ziel vorbei. Es stellte sich heraus, daß er bei einem Sprung wohl etwas zu weit nach links gekommen war, mit dem Vorderrad weg gerutscht und gestürzt war. Nach Aussage von Marius Faas, der den Sturz live gesehen hatte, war das eigentlich vollkommen unspektakulär. Er erwartete, daß Andreas einfach aufsteht und weiter fährt. Leider ging das aber nicht, er wurde von den Sanitätern abtransportiert. Diagnose: Schien- und Wadenbeinbruch. Das drückte natürlich etwas die Stimmung, für die Mannschaftswertung war das aber noch nicht das Ende, da von den 16 Resultaten (8 Fahrer jeweils zwei Rennen) drei als Streichergebnis genommen wurden. Im ersten Lauf der 65er war Leon gut weg gekommen, hielt sich gut und war am Ende auf 16. Marlon hatte einen schwächeren Start, konnte aber noch ein paar Plätze gut machen und finishte auf 22. Im zweiten lief's etwas schlechter. Leon hatte keinen guten Start, hatte wohl irgendwo auch noch einen Sturz und beendete den Lauf auf 27. Auch Marlon war nun etwas schwächer und holte sich Rang 25. Gesamtsieger dieser Klasse wurde übrigens Aaron Kowatsch, der ja auch in den SWC eingeschrieben ist, hier aber für den Hessen-Thüringen-Cup startete. Für Lukas bei den 85ern war es ein guter Tag. Im ersten Lauf gut gestartet war er am Ende 14. Im zweiten konnte er noch einen drauf legen und holte sich Platz 12. Für Jamie war der erste Lauf mit Rang 30 für den zweiten noch ausbaufähig, dort holte er sich Platz 24. Mit unseren Jugendfahrern lagen wir somit gut im Mittelfeld aller Serien. In der MX2 ruhten natürlich die größten Hoffnungen auf David. Mit dem Zweitakter kam er am Start nicht ganz so gut weg, lag aber irgendwo unter den ersten 15. Mit Einsatz und Kampfgeist kassierte er einen nach dem anderen ein und holte sich einen super fünften Platz. Natürlich war er damit von den vier Hufo-Fahrern der schnellste. Im zweiten hatte er einen ähnlichen Start, kam aber nicht mehr ganz so weit nach vorne, da wohl auch nach den zwei langen Tagen die Kraft etwas nachliess. Rang neun war aber trotzdem ein klasse Ergebnis. Lucca zeigte zwei solide Rennen ohne große Fehler mit den Plätzen 32 und 28, der schlechtere erste Lauf wurde somit auch das dritte Streichergebnis neben den zwei Nullnummern von Andreas. Tom war mit seiner 250/4T in der MX1 Einzelkämpfer, für mich war jedenfalls nicht ersichtlich, ob noch jemand auf einer 250er (natürlich außer den drei Zweitakt-Fahrern...) ausgerückt war. Im ersten lief's für Tom mit Platz 15 ganz gut, der zweite war noch besser. Nach dem Start war er auf acht ziemlich weit vorne, konnte diesen Platz aber nicht halten und fiel bis auf 15 zurück. Aufgrund diverser Stürze und Ausfälle war es am Ende dann aber doch Platz 12. Wie dicht das Teilnehmerfeld zusammen lag, mag folgendes verdeutlichen: Toms beste Rundenzeit in Lauf eins war besser als die von Mike-Adrian Braun, der dann den zweiten Lauf gewann. Oder auch, daß Danny Neubauer im zweiten Lauf zweiter wurde, im ersten aber nur auf Platz 16 hinter Tom ins Ziel kam. In der Summe reichten dann alle Ergebnisse zu einem elften Platz in der Mannschaftswertung, und damit zu einer Verbesserung um zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Finals 2018 werden daher die Nummern 101 bis 108 auf den SWC-Maschinen zu sehen sein. Mannschaftssieger wurde die Hessen-Thüringen Meisterschaft, die mit Aaron Kowatsch und Nico Müller zwei aktuelle oder ehemalige Südwestcupler aufbot. Und ganz zum Schluss darf eines natürlich nicht fehlen: ich wünsche Andreas eine gute Genesung !

Das Team vlnr: Andreas Rolinger, David Cherkasov, Tom Oster, Lucca Zimmermann, Leon Müller, Andreas Wack, Marlon Dietrich, Lukas Hofstetter, Jamie Heinen


Der neue Meister in der Prestige: Tom OsterEttringen, 20. August, 7. Lauf zum SWC 2017

Endspurt

Beim vorletzten Lauf in Ettringen konnten sich schon einige Fahrer vorzeitig die Meisterschaft sichern. Bei für einen Augusttag doch kühlen Temperaturen, Ettringen liegt nun mal in der Eifel, aber ansonsten optimalen Bedingungen wurde das komplette SWC-Programm an nur einem Tag durchgezogen. Da gegen Ende der Saison doch einige Teilnehmer nicht mehr antreten, ist dies möglich unter Zusammenlegung der Trainings von Prestige und MX2 sowie nicht erforderlichen Hoffnungsläufen in der Cup-Klasse.

50ccm: Der Zweikampf zwischen Paul Müller und Jeremias Ramus geht in die nächste Runde. Im Zeittraining war Müller der schnellste, Ramus aber nur sechs Zenhtel dahinter. Im ersten Lauf erwischte Ramus den besseren Start und konnte Müller auf der doch sehr kurzen 50er-Strecke (Rundenzeiten unter 30 Sekunden) elf Runden hinter sich halten. Im Zuge von einer der vielen Überrundungen hatte Müller dann die Chance vorbei zu gehen, setzte sich auch gleich ein wenig ab und gewann den Lauf. Der Gast Henry Bürstlein auf drei war nur einmal von beiden überrundet, Lars Dönig und Aleksandr Griaznov auf vier und fünf gleich zweimal. Auch im zweiten holte sich Ramus den Holeshot, Müller war aber dran. Bei einer Attacke auf Ramus rutschte Müller in der Zielkurve weg und hatte in der verbleibenden Laufzeit keine Chance mehr an Ramus ran zu kommen. Tagessieg somit für Ramus, der Zweipunkteabstand zwischen den beiden bleibt, es kommt zum Showdown der beiden in Warndt.

65ccm: Das Zeittraining entschied Leon Müller für sich vor Max-Werner Breuer und Lennox Dessloch. Tabellenführer Marlon Dietrich musste sich mit der doch sehr speziellen Strecke in Ettringen erst mal anfreunden und erreichte nur Rang sechs. Dies sah in den Läufen dann aber anders aus. Breuer lag im ersten Lauf nach der ersten Kurve vorn vor Dietrich und Müller. Breuer und Dietrich setzten sich von Müller ab, der mit mysteriösen Motoraussetzern noch weiter auf fünf zurückfiel. Im Waschbrett zeigte Dietrich die bessere Technik und konnte dort an Breuer vorbei auf eins vorrücken. Rang drei und vier gingen mit deutlichem Abstand an Dessloch und Dana Schneider. Der zweite Lauf war fast ein Klon des ersten: Breuer am Anfang vorn, Dietrich kam näher ran und zog im Waschbrett vorbei. Müller auf drei hatte schon wieder Probleme und so ergab sich auf den ersten fünf Plätzen der gleiche Einlauf wie zuvor mit fast den gleichen Zeiten.

Der neue Meister der Cup-Klasse: Martin Werz85ccm: Der Tabellenzweite Marlon Schmidt verletzte sich schon im freien Training und reiste wieder ab. Die Bestzeit im Zeittraining ging so an Lukas Hofstetter vor Dauergast Fabian Kling und Jayson Alles. Im ersten Durchgang kam Hofstetter am besten weg und holte sich einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Luca Höltenschmidt lag am Anfang noch auf zwei, wurde aber auf fünf durchgereicht. Vorbei zogen noch Alles, Jamie Heinen und Kling. Im zweiten dann vorne das gleiche: Hofstetter gleich weg und damit Lauf- und Taggessieg sowie uneinholbar vorn die SWC-Meisterschaft. Alles kämpfte sich an Heinen vorbei auf zwei, Höltenschmidt diesmal auf vier, da Kling in der Startrunde im Waschbrett crashte, erstmal dem Feld hinterher fahren musste und auf acht finishte. Fünfter in diesem Lauf wurde Keanu Alm, der im ersten Durchgang nach einem Sturz in Runde eins nur bis auf 12 vor rückte.

Prestige: Im gemischten Zeittraining -Prestige und MX2 absolvierten ein gemeinsames Zeittraining, die Läufe fanden aber separat statt- war Prestige-Fahrer Tom Oster der schnellste. Björn Frank fand trotz Knieproblemen wieder zu alter Stärke zurück und holte sich Platz zwei vor dem besten MX2-Fahrer Tim Scholtes. Den Holeshot in Lauf eins holte sich aber Nils Neumüller vor Andreas Rolinger und Frank. Nach Runde eins waren dann Frank und Oster die ersten Verfolger, Neumüller konnte sich aber ein wenig absetzen. Nach zwei Runden war Oster dann an Frank vorbei, kämpfte sich bis kurz vor Laufende an Neumüller ran und überholte ihn noch. Einlauf also Oster knapp vor Neumüller, Frank doch deutlich abgeschlagen auf drei. Im zweiten startete Frank noch besser und kam als Erster aus der ersten Kurve, gefolgt von Daniel Casoli, Neumüller und Rolinger. Nach Runde eins hatte sich das Feld dann sortiert: Frank vor Neumüller und Oster. Dieses Trio blieb bis zum letzten Renndrittel dicht zusammen und distanzierte das restliche Feld. Oster überholte Neumüller im Waschbrett, Neumüller mit nachlassender Kraft musste abreissen lassen. Oster kam an Frank nicht mehr ran, Frank somit Laufsieger und Oster Tagessieger. Da der Tabellenzweite Mike Luxembourger wegen Urlaub nicht am Start war, hat sich Oster damit schon vorzeitig den Meistertitel gesichert.

Noch ist Thomas Gros an Christian Lehner dran (Senioren)MX2: Die beste Qualizeit fuhr Tim Scholtes vor David Cherkasov und dem Tabellenführer Lucca Zimmermann. Diese drei lagen auch in genau dieser Reihenfolge nach Runde eins vorn. Zimmermann fiel etwas zurück, Cherkasov kam an Scholtes vorbei. Scholtes wollte kontern und wurde in einer harten Aktion von Cherkasov gegen die Streckenbegrenzung gedrängt, inklusive Sturz und Rückfall auf sechs. Scholtes kam zwar wieder bis auf zwei vor, Cherkasov war aber weg. Zimmermann beendete den Lauf mit deutlichem Abstand auf drei vor Fynn Schwab. Im zweiten Durchgang lag nach Ablauf der ersten Runde Zimmermann in Führung, gefolgt von Cherkasov und Schwab. Cherkasov ging zügig an Zimmermann vorbei, der anschliessend aber auch rausfahren musste aufgrund eines platten Hinterrads. Scholtes war diesmal nicht ganz so gut weg gekommen, holte sich aber erneut sicher den zweiten Platz vor Schwab. Trotz des Ausfalls hat sich Zimmermann damit den Titel des MX2-Erwachsenenmeisters gesichert, Cherkasov und Scholtes werden ja in der MX2-Jugend gewertet. In der gemischten Gesamttabelle ist Cherkasov jetzt aber an Zimmermann vorbei an die Tabellenspitze gerückt.

Cup: Im Training gab es keine Überraschungen: Tabellenführer Martin Werz fuhr die Bestzeit vor Sandro Luca Sauer, Marius Faas und Jessy Luxembourger. Faas startete als Bester in den ersten Lauf, hielt diesen Platz noch zwei Runden und wurde dann von Werz am Steilsprung übersprungen und an der Spitze abgelöst. Auch Sauer, Luxembourger und Tim Berger zogen noch an Faas vorbei. Mit jeweils deutlichen Abständen dieser vier zueinander verlief das restliche Rennen relativ unspektakulär, bis Berger seinen vierten Platz mit einem abgewürgten Motor verschenkte und Daniel Kiefer noch knapp vor Faas finishte. Auch in Lauf zwei waren die gleichen Helden vorne zu finden. Faas gewann erneut den Start, dahinter Werz, Luxembourger und Sauer. Luxembourger überholte Faas und Werz gleich in der zweiten Runde im Waschbrett, aber es fehlte ihm irgendwie die Luft, um dieses Tempo bis zum Ende zu gehen. Jedenfalls kam Werz wieder ran, vorbei und holte sich mit klarem Vorsprung den Laufsieg. Sauer kam gegen Ende auch noch an Luxembourger ran, aber nicht mehr vorbei. Faas diesmal auf vier, aber ganz knapp vor Jannis Wahl, der sich von elf kontinuierlich nach vorne gekämpft hatte. Mit den beiden Laufsiegen hat sich Werz die Meisterschaft schon vorzeitig gesichert.

Senioren: Diese Klasse war relativ schwach besetzt. Tabellenführer Christian Lehner musste als halbwegs ebenbürtigen Konkurrenten nur Thomas Gros fürchten, der auf seiner Heimbahn natürlich ein gute Leistung zeigte und in beiden Läufen noch relativ dicht an Lehner dran war. Mittlerweile ist auch keine Überraschung mehr, daß Elmar Näckel zu Hause eine Top-Leistung ablieferte und sich zweimal, allerdings mit klarem Abstand auf Lehner und Gros, auf Platz drei wieder fand. Auch bei den Senioren ist die Sache entschieden, Lehner ist der neue Seniorenmeister in der Saison 2017.

Gesamtergebnis Ettringen, 20. August 2017
50ccm: 1. Jeremias Ramus, 2. Paul Müller, 3. Henry Bürstlein, 4. Aleksandr Griaznov, 5. Lars Dönig
65ccm: 1. Marlon Dietrich, 2. Max-Werner Breuer, 3. Lennox Dessloch, 4. Dana Schneider, 5. Leon Müller
85ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Jayson Alles, 3. Jamie Heinen, 4. Luca Höltenschmidt, 5. Fabian Kling
Prestige: 1. Tom Oster, 2. Björn Frank, 3. Nils Neumüller, 4. Markus Schneider, 5. Andreas Rolinger
MX2: 1. David Cherkasov, 2. Tim Scholtes, 3. Fynn Schwab, 4. Malik Quint, 5. Leon Gehlen
Cup: 1. Martin Werz, 2. Jessy Luxembourger, 3. Sandro Luca Sauer, 4. Marius Faas, 5. Daniel Kiefer
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Thomas Gros, 3. Elmar Näckel, 4. Markus Schmidt, 5. Manfred Heider

Text: Andreas Wack; Bilder: André Imparato


Jeremias Ramus vor Paul Müller (50ccm)Walldorf, 7./8. Juli, 6. Lauf zum SWC 2017

Heisse Phase

Mit Walldorf geht der Südwestcup in die heisse Phase. Nach der Absage von Moseltal verbleiben nach Walldorf nur noch zwei Rennen, um die Meister zu ermitteln. Heiss war es auch am gesamten Wochenende mit Temperaturen über 30°C. Dank der gut funktionierenden Bewässerungsanlage und dem sandigen Untergrund war Staub aber kein Thema. Am Samstag starteten die Kinder- und Jugendklassen, die MX2 und die Senioren, am Sonntag die Cup und Prestige.

50ccm: Lag Paul Müller im Zeittraining noch zwei Sekunden vor Jeremias Ramus, so sah es in den Rennen anders aus. Im ersten Lauf erwischte Ramus den besseren Start, Müller direkt dahinter. Auf der Startgeraden schien Müller etwas schneller, im Infield stellte Ramus den Abstand wieder her. Müller war zwar immer dran, hatte aber keine Chance auf einen Angriff. Weit abgeschlagen konnte Gastfahrer Leo Diss in der vorletzten Runde noch Aleksandr Griaznov auf Rang vier verdrängen. Im zweiten schien es für Müller besser zu laufen, er holte sich den holeshot und lag zwei Runden in Führung. Bei einer Überrundung crashte er und fiel auf vier zurück. Am Ende reichte es zwar zu Platz zwei, Ramus war aber weg. Rang drei ging jetzt an Griaznov, ganz knapp vor Diss. Mit dem Tagessieg rückt Ramus in der Tabelle nun wieder bis auf zwei Punkte an Müller ran.

65ccm: Das Trainingsergebnis lautete Lennox Dessloch vor Marlon Dietrich, Leon Müller und Max-Werner Breuer. Im ersten Lauf rasselten Müller und Breuer gleich in der Startkurve aneinander, Müller war jedoch wieder flott auf dem Bike und nach Ablauf der ersten Runde schon wieder auf drei vorgefahren. Breuer benötigte deutlich länger und kam als Letzter aus Runde eins. Derweil hatten sich Dessloch und Dietrich an der Spitze schon abgesetzt. Dessloch setzte sich leicht ab, gegen Mitte kam Dietrich aber wieder ran und ging in der letzten Runde an Dessloch vorbei. Müller blieb mit klarem Abstand auf drei, für Breuer reichte es nur noch zu Platz neun. Auch Lauf zwei war nach gleichem Muster gestrickt: Dessloch immer knapp vor Dietrich, Müller mit Abstand auf drei. Wieder konnte Dietrich bei einem Überrundungsvorgang in der vorletzten Runde clever zuschlagen und holte sich somit beide Laufsiege. Breuer beendete den Lauf diesmal entsprechend seiner Trainingsplatzierung auf vier.

Sieger bei den 65ern: Marlon Dietrich85ccm: Marlon Schmidt, Lukas Hofstetter und Fabian Kling, dieses Jahr nicht in den SWC eingeschrieben, auf seiner Heimstrecke, lagen im Zeittraining innerhalb fünf Zehntel und versprachen Spannung bei den Läufen. Jamie Heinen belegte mit drei Sekunden Rückstand den vierten Platz. Dies spiegelte sich auch in den Läufen wider. Kling in Lauf eins mit bestem Start vor Schmidt und Hofstetter nutzte den Heimvorteil und konnte sich sogar ein klein wenig von diesen beiden absetzen. Heinen war nicht so gut weggekommen und belegte Rang fünf, war aber schon überrundet. Lediglich Luca Schmidthäusler auf vier mit fast einer Runde Abstand blieb dies erspart. Hofstetter war zwar immer nah dran an Schmidt, hoffte aber vergeblich auf einen kleinen Fehler oder Ausrutscher. Im zweiten Durchgang das gleiche Bild, die Karten jedoch neu gemischt. Diesmal setzte sich Hofstetter von Kling und Schmidt ab, und Schmidt wartete vergeblich auf eine kleine Unachtsamkeit von Kling. Heinen mit fast einer Runde Rückstand auf vier vor dem überrundeten Jayson Alles. Der Tagessieg ging mit 1/2 an Kling vor Hofstetter (3/1) und Schmidt (2/3).

Prestige: Natürlich ging die schnellste Trainingsrunde an Mike Luxembourger, aber local hero Damon Goldschmidt lag auf zwei gar nicht so weit abgeschlagen vor Tom Oster und einem weiteren Walldorfer, Nils Hagen. Beim Start zu Lauf eins kam Ludwig Säger wie häufig am besten weg, gefolgt von Hagen, Goldschmidt und Luxembourger. Nach Runde eins war Hagen an Säger vorbei, nach Runde vier hatte Luxembourger sowohl Säger als auch Goldschmidt einkassiert und machte sich auf die Verfolgung von Hagen. Zur Mitte des Laufes war er an Hagen dran und auch bald vorbei, musste das Spielchen nach einem Crash aber wieder von vorn beginnen. Am Ende lag er dann doch deutlich vorn, und Hagen mit nachlassender Kondition musste in der letzten Runde auch noch Oster vorbei ziehen lassen. Säger hielt Platz vier, Goldschmidt fiel nach einem Sturz noch enttäuscht auf acht zurück. Im zweiten Lauf war Luxembourger schlecht gestartet, aus der relativ kurzen Startrunde kamen Hagen, Oster, Andreas Rolinger und Goldschmidt als Führende. Hagen und Oster setzten sich ab. Luxembourger fuhr am Limit, lag nach Runde fünf auf drei, kam in Runde sieben an beide ran und überholte beide innerhalb einer halben Runde. Er pushte weiterhin, und der irgendwann unvermeidliche Fehler kam im Infield in einer spurrilligen Spitzkehre, in der er einfach umkippte. Bis die Maschine wieder lief, war er wieder auf drei. Beim darauf folgen Angriff auf Hagen, Oster war zwischenzeitlich an ihm vorbei, crashte Luxembourger erneut, hatte noch einen weiteren Steher und verwaltete am Schluss den dritten Platz vor Goldschmidt nach Hause.

Tips von Papa an Mike LuxembourgerMX2: David Cherkasov fuhr erwartungsgemäß die schnellste Runde im Training, lag aber nur sechs Zehntel vor dem Walldorfer Lucca Zimmermann. Tim Scholtes war verletzungsbedingt nicht am Start, ebenso Marco Stumpf. Zimmermann gelang der holeshot, aber es gab einen Massencrash in der Startkurve, an dem das restliche Feld wegen der kurzen Walldorfer Startrunde nach etwa 15 Sekunden wieder vorbeikam. In einer etwas unübersichtlichen Gelb-Situation gab Cherkasov auf Höhe der Crashpiloten etwas früher Gas als Zimmermann, zog an ihm vorbei und holte sich mit klarem Vorsprung den Laufsieg. Dies blieb aber nicht so: Die Sportkommissare sahen hier eine Missachtung der Flaggensignale und setzten Cherkasov drei Plätze zurück. Laufsieger dann damit Zimmermann vor Lukas Kunz und dem Gast Pascal Jungmann, der bei dem Massencrash beteiligt war und eine famose Aufholjagd zeigte. Im zweiten dann der erwartete Start-Ziel-Sieg für Cherkasov mit klarem Abstand vor Zimmermann und Jungmann, Platz vier für Kunz.

Cup: Trotz der begrenzten Streckenkapazität in Walldorf war kein Hoffnungslauf erforderlich, die Klasse war aber bis auf den letzten Platz besetzt. Das Zeittraining dominierten die üblichen Verdächtigen mit Martin Werz, Jessy Luxembourger und Alexander Breininger. Diese drei hatten auch den besten Start, jedoch in der Reihenfolge Breininger, Werz, Luxembourger. Werz machte Druck und schob sich in Runde vier an Breininger vorbei. Das war auch die letzte Chance für ihn, da in der darauffolgenden Runde das Rennen wegen Artzeinsatz auf der Strecke abgebrochen wurde. Luxembourger belegte Rang drei. Der relativ kurze Lauf wurde nicht wiederholt, jedoch nur halbe Punktzahl vergeben. Breininger holte sich auch in Lauf zwei den holeshot, diesmal aber folgten der Sandhausener Timo Lang und dann Luxembourger, Werz auf fünf. Wie zu erwarten, pushte Werz erneut, war auch schon am führenden Breininger dran, stürzte und fiel auf vier zurück. Auch Lang hatte sich zwischenzeitlich verabschiedet und Luxembourger war auf eins vorgerückt. Er sollte diesen Lauf aber auch nicht gewinnen, auch er crashte und verlor einige Plätze. Am Ende reichte es dann doch für Werz, und der Zieleinlauf war wie im Lauf zuvor Werz, Breininger, Luxembourger.

Senioren: Der Tabellenerste Christian Lehner zeigte die schnellste Trainingsrunde. Zweiter wurde KMP-Chef Alex Karg, der aber in der Prestige eingeschrieben ist und daher keine SWC-Punkte erhielt. Da die Senioren am Samstag dran waren, hatte er so Zeit, sich am Sonntag seinen Teamfahrern in der Prestige und Cup zu widmen. Der Gast Thomas Weinehl kam als erster aus der Startrunde zu Lauf eins, gefolgt von Karg, Thomas Gros und Lehner. Lehner marschierte nach vorn, und war ab Runde fünf vorne zu finden. Er konnte sich etwas von Karg, der an Weinehl vorbei gezogen war, absetzen, am Ende kam Karg aber wieder dicht auf. In der letzten Kurve vor dem Ziel wurde Lehner von einem Überrundeten aufgehalten, Karg schlüpfte durch und holte sich so hauchdünn den Laufsieg. Für einen kurzen Moment brannten bei Lehner alle Sicherungen durch, er warf seine Brille wutentbrannt ins Gebüsch und wollte den Überrundeten zur Rede stellen. Er beruhigte sich zwar schnell wieder und entschuldigte sich auch bei dem Betroffenen, da aber die ganze Aktion direkt vor den Augen der Sportkommissare ablief, wurde er wegen unsportlichem Verhalten fünf Plätze nach hinten versetzt. Im zweiten Lauf war er etwas cleverer, sparte Kräfte und liess Karg und den Gast Uwe Filsinger davon ziehen, da diese ja ohnehin keine Punkte in der SWC-Senioren-Wertung erhielten.

Gesamtergebnis Walldorf, 8./9. Juli 2017
50ccm: 1. Jeremias Ramus, 2. Paul Müller, 3. Aleksandr Griaznov, 4. Leo Diss-Fenard, 5. Marc Castor
65ccm: 1. Marlon Dietrich, 2. Lennox Dessloch, 3. Leon Müller, 4. Frederik Metz, 5. Max-Werner Breuer
85ccm: 1. Fabian Kling, 2. Lukas Hofstetter, 3. Marlon Schmidt, 4. Jamie Heinen, 5. Luca Schidthäusler
Prestige: 1. Tom Oster, 2. Mike Luxembourger, 3.Nils Hagen, 4 Björn Frank, 5. Ludwig Säger
MX2: 1. Lucca Zimmermann, 2. David Cherkasov, 3. Pascal Jungmann, 4. Lukas Kunz, 4. Yann Spaniol
Cup: 1. Martin Werz, 2. Alexander Breininger, 3. Jessy Luxembourger, 4. Damien Portha, 5. Patrick Geiger
Senioren: 1. Alexander Karg, 2. Uwe Filsinger, 3. Armin Schoffit, 4. Christian Lehner, 5. Matthias Lang

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide, Stefan Abel


Niederwürzbach, 5. Juni, 5. Lauf zum SWC 2017

Typisch

Leider war mal wieder das typische Pfingstwetter in Niederwürzbach zu Gast. Ergiebige Regenfälle in der Nacht zu Pfingstsonntag in Verbindung mit dem undurchlässigen Lehmboden liessen einen Start der 50er und 65er-Klasse am Sonntag nicht zu. Weitere Klassen waren an diesem Tag aber auch nicht geplant. Da es am Sonntag trocken blieb und am Nachmittag die Sonne wieder raus kam, war die Strecke am Montag für die "Grossen" wieder befahrbar. Natürlich war es am frühen Morgen noch schlammig, und einige Fahrer zogen es vor, das freie Training aus der Beobachterposition zu absolvieren. Nach etwas Streckenkosmetik mit der Raupe waren am Nachmittag zu den Rennen die Bedingungen sehr gut.

85ccm: Im Zeittraining waren wie erwartet Marlon Schmidt und Lukas Hofstetter die schnellsten und hatten einen deutlichen Abstand auf Jayson Alles und Fabian Kling. Im ersten Lauf waren Schmidt und Hofstetter gut gestartet und lagen gleich vorn. Schmidt konnte sich ein paar Meter absetzen, am Ende kam Hofstetter aber wieder ganz dicht ran und kreuzte nur vier Zehntel hinter Schmidt die Ziellinie. Alles befand sich in der dritten Runde, nachdem er Kling passiert hatte, kurzfristig auf drei. Nach einem Sturz war die gute Position dahin, am Ende reichte es noch zu Rang fünf hinter Kling. Den dritten Platz belegte der Luxemburger Jamie Heinen, der von sechs kommend Keanu Alm, Kling und Alles überholte. Im zweiten Durchgang das gleiche Bild: Schmidt und Hofstetter gleich wieder vorn, die Verfolger weit abgeschlagen. Diesmal waren es im Ziel gar nur noch zwei Zehntel Abstand. Schmidt machte keinen Fehler, und trotz des geringen Abstands war Hofstetter nicht wirklich in der Position um eine Attacke zu reiten. Auf den weiteren Plätzen dann Kling vor Heinen und Alles.

Prestige: Die Klasse war zahlenmäßig doch etwas dürftig besetzt, wurde aber durch den Start von Lars Reuther aufgewertet. Reuther war lange verletzt und nutzte die Gelegenheit, um etwas Praxis zu sammeln vor seinem nächsten Masters-Event. Als A-Lizenzler wurde er jedoch aus der Tageswertung ausgeschlossen. Schnellster im Zeittraining war Mike Luxembourger vor Reuther und Tom Oster. Reuther gewann den Start zu Lauf eins, blieb zwei Runden vorn, riskierte nichts und liess dann Luxembourger davon ziehen. Der nachfolgende Pilot Marco Stumpf verlor nach und nach Plätze an Lutz Beste, Nicolai Neumüller und Oster und finishte in der Statistik als Fünfter. Im zweiten Durchgang zog etwas überraschend Altmeister Ludwig Säger den Holeshot, nach Ablauf der ersten Runde hatte Luxembourger an der Spitze aber schon einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Reuther auf drei rutschte in der Startkurve weg und verlor viele Plätze. Der Tabellenzweite Beste lag nach Runde eins auf fünf und wollte sich natürlich nach vorne verbessern. Im Doppelhang erwischte er am Limit fahrend eine schlechte Spur und crashte. Die nachfolgenden Nicolas Schummer und Eric Tabouraing konnten nicht mehr ausweichen, lagen ebenfalls und gaben beide das Rennen auf. Säger hielt sich bis Runde sechs auf zwei, Oster war aber schon in Schlagdistanz als auch Säger ein Fehler passierte. Im Doppelhang kam er ins Straucheln, rutschte mit beiden Füssen von den Rasten und verklemmte seinen rechten Fuss in der Schwinge. Bis er oben angehalten und seinen Stiefel wieder befreit hatte, waren Oster und Nils Neumüller an ihm vorbei. Neumüller kassierte Oster noch ein, die Zielreihenfolge daher Luxembourger vor Nils Neumüller, Oster und Säger.

MX2: Trainingsbester war nicht Seriensieger David Cherkasov, sondern ein stark fahrender Tim Scholtes. Dies versprach Spannung für die Läufe, und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Scholtes erwischte in Lauf eins den besseren Start als Cherkasov, aber beide waren, man möchte fast sagen natürlich, gleich vorn und setzten sich auch schnell vom Dritten Lukas Kunz ab. In der sechsten Runde war es soweit, und Cherkasov quetschte sich irgendwo an Scholtes vorbei. Wer gedacht hatte, daß Cherkasov jetzt den Platz nach Hause verwaltet, irrte sich. Scholtes blieb dran und kam im Gewusel von Überrundungen wieder vorbei. Natürlich wollte nun Cherkasov dran bleiben und Überrundungen schnellst möglich erledigen, kollidierte dabei aber mit einem überrundeten Fahrer. Er verlor zwar keinen Platz, aber Scholtes war nun weg und holte sich den Laufsieg. Im letzten Renndrittel sicherte sich Tabellenführer Lucca Zimmermann noch Platz drei vor Kunz. In Lauf zwei das gleiche: Scholtes nach dem Start vor Cherkasov und beide in ihrer eigenen Liga. In einer harten, aber noch fairen Aktion kurz vor dem Zieltable presste sich Cherkasov an Scholtes vorbei. Scholtes hatte nicht mehr die Power dran zu bleiben, der Lauf und damit Gesamtsieg ging an Cherkasov. In der letzten Runde schnappte sich Marco Stumpf noch Lucca Zimmermann und damit Rang drei in diesem Lauf.

Cup: Wie immer die zahlenmäßig stärkste Klasse, mit 38 Teilnehmern waren aber keine Ausscheidungen erforderlich. Da im Zeitplan etwas Luft war, wurde das Zeittraining dennoch in zwei Gruppen durchgeführt. Der Tabellenerste Martin Werz kam am besten aus dem Startgitter weg und konnte auch gleich einen Abstand herausfahren, da die Verfolger Marius Faas und Sandro Luca Sauer im Hang vor dem Zieltable gleich in der ersten Runde kollidierten. Levent Sen nutzte dies aus, verbesserte sich auf zwei und blieb dort auch bis Rennende. Für Sauer reichte es noch zu Platz drei vor Jessy Luxembourger. Diese beiden starteten in Durchgang zwei am besten, Werz nach Runde eins nur auf acht. Werz macht Platz um Platz gut und schnappte sich kurz vor dem Ziel noch Luxembourger, der Laufsieg ging aber an Sauer. Für Sen blieb diesmal Rang vier.

Senioren: Auch die Senioren waren, wie die Prestige, zahlenmäßig deutlich schwächer besetzt als üblich. Unter den Nichtteilnehmern auch der Tabellenerste Christian Lehner, der aber trotzdem seine Führung behält sowie der Tabellenzweite Thomas Gros. Trainingsbestzeit fuhr Markus Schmidt vor Michael Trojahn und dem Gast Uwe Filsinger. Dieser holte sich den Holeshot, Schmidt direkt dahinter. Schmidt und auch Trojahn zogen an Filsinger vorbei, Platz vier erreichte Christian Lehmann. Im zweiten Lauf das gleiche Bild: Filsinger nach dem Start vorn vor Schmidt und Trojahn. Wieder überholten diese beiden Filsinger. Trojahn machte Druck auf Schmidt, überholte ihn kurz vor der Ziellinie und siegte mit drei Zehntel Vorsprung. Rang vier ging diesmal an Volker Weingart.

Gesamtergebnis Niederwürzbach, 6. Juni 2017
85ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Lukas Hofstetter, 3. Fabian Kling, 4. Jamie Heinen, 5. Jayson Alles
Prestige: 1. Mike Luxembourger, 2. Tom Oster, 3. Nils Neumüller, 4. Ludwig Säger, 5. André Stumpf
MX2: 1. David Cherkasov, 2. Tim Scholtes, 3. Lucca Zimmermann, 4. Marco Stumpf, 5. Lukas Kunz
Cup: 1. Martin Werz, 2. Sandro Luca Sauer, 3. Levent Sen, 4. Jessy Luxembourger, 5. Alexander Breininger
Senioren: 1. Michael Trojahn, 2. Markus Schmidt, 3. Uwe Filsinger, 4. Christian Lehmann, 5. Volker Weingart

Text: Andreas Wack; Bilder: leider keine


Sieger der Prestige-Klasse: Lutz BesteFrankenthal, 20./21. Mai, 4. Lauf zum SWC 2017

Fahr mal quer

In Frankenthal wurde mal wieder das Streckenlayout massiv umgekrempelt. Speziell die Vorstartzone, die Helferzone sowie der Start und die Startgerade wurden stark verändert, so daß der Start nun quer zur alten Startgeraden verläuft. Die Änderungen hatten auch zum Ziel, den Zuschauerbereich deutlicher vom Helferbereich abzugrenzen. Insgesamt haben sich die Änderungen bewährt, auch wenn im Bereich Zufahrt zur Helferbox am Sonntag noch nachgebessert werden musste. Wettertechnisch gesehen hatte man Glück: Starke Regenfälle am Freitag setzten zwar das Fahrerlager unter Wasser, Sonnenschein und milde Temperaturen sorgten aber am Samstag für eine Top-Strecke, am Sonntag musste schon wieder bewässert werden.

50ccm: Die Schlappe von Fischbach sollte sich für Paul Müller auf dem Hartboden von Frankenthal nicht wiederholen. Das Zeittraining beendete er mit deutlicher Bestzeit vor Jeremias Ramus und dem Dauergast Leo Diss. Im ersten Lauf holte sich die Startrakete Aleksandr Griaznov auf seiner Heimbahn den vom AMC Frankenthal ausgelobten Holeshotpokal und hielt sich tapfer eine Runde lang vor Müller. Ramus war nicht sonderlich gut weg gekommen und hatte auf die beiden einen deutlichen Abstand. Müller zog dann in Runde zwei vorbei, setzte sich von Griaznov ab und gewann den Lauf unbedrängt. Ramus konnte zwar auf Griaznov aufschliessen, jener fuhr aber die Kampflinie und Ramus kam einfach nicht vorbei. Im zweiten Durchgang war Müller der schnellste Starter, dahinter Griaznov und Ramus, diesmal besser dabei. Er konnte jetzt auch Griaznov schon in der ersten Runde passieren, er und Müller zogen davon. Für einen Angriff auf Müller reichte es zwar nicht wirklich, am Ende hatte Ramus aber nur eine Sekunde Rückstand. Klar abgeschlagen Griaznov Dritter vor Leo Diss und Lars Dönig.

David Cherkasov (MX2)65ccm: Gleich die fünf Trainingsbesten innerhalb einer Sekunde versprachen spannende Läufe mit vielen Positionswechseln. Lauf eins: Am besten weg kam Lennox Dessloch, dahinter Max-Werner Breuer. Nach Runde eins war Dessloch noch vorn, direkt dahinter Marlon Dietrich, Dana Schneider und Leon Müller. Dietrich kam schnell an Dessloch vorbei, vergrößerte den Vorsprung und beendete den Lauf als Sieger. Müller lag lange auf vier, schnappte sich in der vorletzten Runde Schneider und quasi auf der Ziellinie noch Dessloch mit einem Zehntel Vorsprung. Einlauf also Dietrich vor Müller, Dessloch, Schneider und Breuer. Im zweiten Durchgang lag Müller nach der ersten Runde vorn. Dessloch dahinter kam ran und auch kurzfristig vorbei, fiel aber nach einem kleinen Fehler auf drei zurück. Derweil heftete sich Dietrich an das Hinterrad von Müller, beobachtete ihn eine zeitlang und schlug dann in der letzten Runde zu.

85ccm: Der Gastfahrer Malik Schoch setzte im Zeittraining die Bestmarke vor Marlon Schmidt und Lukas Hofstetter. Beim Start zu Lauf eins waren diese drei auch gleich vorne, Schoch konnte sich aber von Schmidt und Hofstetter absetzen. Beim Anbremsen der Zielkurve in Runde sieben rutschte Schmidt das Vorderrrad weg und er übergab Platz zwei an Hofstetter. Er kam auch nicht mehr ran, Ergebnis mit klaren Abständen also Schoch vor Hofstetter und Schmidt. Um den vierten Platz wurde hart gefightet mit dem besseren Ende für Jayson Alles, Jamie Heinen fiel nach einem Crash noch einen Platz weiter zurück hinter Maurice Dorschner. Nachdem sich die Staubwolke in der Startkurve nach dem Start zu Lauf zwei gelichtet hatte, war zu erkennen, daß Schmidt leider lag und den Lauf von hinten aufrollen musste. Vorne waren erneut Schoch und Hofstetter und lieferten sich einen engen Zweikampf. Anfangs lag Schoch vorn, dann leistete Hofstetter zwei Runden lang Führungsarbeit, am Ende setzte sich Schoch aber durch. Schmidt kam noch vor bis auf vier hinter Dorschner.

Prestige: Die Königsklasse des SWC war diesmal garniert mit schnellen Gästen: Mario König vom DJMV, dem Ex-SWC-Fahrer Nico Müller und dem Ex-Supermoto-Piloten Nico Ioannidis. Zeitschnellster war dennoch knapp Mike Luxembourger. Der Holeshotpokal ging aber an André Stumpf. Er konnte sich auch noch zwei Runden vorne halten, dann ging's ab nach unten bis auf Platz 12. Müller blieb bis Mitte des Laufes vorne, Lutz Beste kam aber immer näher und quetschte sich in der Spitzkehre nach dem großen Table innen vorbei. Luxembourger hatte keinen guten Start erwischt, machte auch den ein oder anderen kleinen Fehler und beendete den Lauf auf Platz drei mit drei Sekunden Abstand zu Müller. König und Ioannidis liefen mit klarem Abstand auf vier und fünf ein. Nils Neumüller war im zweiten Lauf der schnellste Starter, verlor auch nicht allzuviele Plätze und finishte auf vier. Luxembourger musste nach der Startrunde noch an Neumüller, König, Ioannidis und Beste vorbei, war aber nach Runde drei vorne. Beste konnte zwar mitziehen, zu einem wirklichen Angriff reichte es nicht. Man konnte fast den Eindruck gewinnen, daß Luxembourger jetzt nicht meht tat als notwendig, und damit auch die kleinen Unkonzentriertheiten aus Lauf eins vergessen liess. Christian Nolle hatte mit einer verlorenen Achsmutter Pech und damit ein DNF, in der Tabelle verlor er seinen zweiten Platz an Beste.

Gur´tes WErgebnis auf seiner Heimstrecke: Jörg Marschner (Senioren)MX2: Auch in der MX2 waren mit Paul Nuoffer und Robin Staiger schnelle Gäste gemeldet. Etwas überraschend fuhr aber Tim Scholtes die beste gezeitete Runde, David Cherkasov nur auf drei hinter Lucca Zimmermann. Nuoffer erwischte den besten Start, Cherkasov war aber mit dabei und nach Runde zwei vorn. Staiger und Scholtes lieferten sich dahinter ein enges Duell. In der Zielkuve nach Ablauf der vorletzten Runde quetschte sich Scholtes innen durch und verteidigte diesen Platz bis zur Zielflagge. Im zweiten ging der Holeshot an Malik Quint, nach einem Crash in Runde zwei fiel er aber sehr weit zurück. Cherkasov ging in Führung, Scholtes schon mit etwas Abstand jetzt gleich auf zwei, kam aber an Cherkasov nicht ran. Lucca Zimmermann profitierte von einem Sturz von Marco Stumpf und erbte dessen dritte Position. Stumpf kämpte sich in der letzten Runde wieder an Staiger vorbei auf Rang vier.

Cup: Auch In Frankenthal waren keine Ausscheidungen erforderlich, die Klasse war aber natürlich bis auf den letzten Platz besetzt. Im Zeittraining fuhr Alexander Breininger Bestzeit, als einzigster unter zwei Minuten, vor Sandro Luca Sauer und Jessy Luxembourger, dem "kleinen" Bruder von Mike. Er hatte auch den besten Start, in Runde zwei zog aber Sauer vorbei und gegen Mitte des Rennens hatte er auch keine Chance mehr gegen Martin Werz. Werz robbte sich an Sauer ran und war in der letzten Runde dran. Sauer ging kurz vor der Ziellinie einen Tick zu früh vom Gas, Werz rauschte von hinten innen rein und holte sich den Laufsieg mit drei Hundertstel Vorsprung. Dahinter deutlich abgeschlagen Luxembourger vor Vitor Manuel Dos Santos Alves und Cedric Kuss. Im zweiten Rennen lagen Luxembourger und Breininger nach der ersten Kurve vorn, Werz war aber mit dabei und nach Ablauf der Startrunde auf zwei. Luxembourger und Werz schenkten sich nichts, wechselten mehrfach die Führung, und nach einem kleinen Fehler von Luxembourger kurz vor Ende schien wohl alles klar für Werz. Der Lauf wurde aber kurz danach wegen eines verunfallten Fahrers abgebrochen, zur Ergebniserstellung wie gehabt die letzte Runde, die alle noch absolviert hatten genommen, und damit war Luxembourger dann doch vorn. Auf Rang drei Daniel Becker.

Senioren: Christian Lehner musste sich diesesmal im Zeittraining nicht mit einem "Phantomgegner" beschäftigen, sondern hatte einen ganz realen Kontrahenten in Jörg Marschner auf seiner Heimstrecke. Marschner kam bis auf sechs Hundertstel an die Zeit von Lehner ran. Den besten Start erwischte der Gast Thomas Weinehl, der danach aber bis auf sechs zurückfiel. Lehner ab Runde zwei dann erwartunsgemäß vorne vor dem Gast Tino Metz. Marschner beendete Lauf eins auf Position drei. In Lauf zwei das gleiche Bild: Wieder lag Weinehl vorn, fiel bis Laufende aber nur auf vier zurück. Die drei ersten Plätze gingen unverändert an Lehner vor Metz und Marschner.

Gesamtergebnis Frankenthal, 20./21. Mai 2017
50ccm: 1. Paul Müller, 2. Jeremias Ramus, 3. Aleksandr Griaznov, 4. Leo Diss, 5. Lars Dönig
65ccm: 1. Marlon Dietrich, 2. Leon Müller, 3. Lennox Dessloch, 4. Dana Schneider, 5. Max-Werner Breuer
85ccm: 1. Malik Schoch, 2. Lukas Hofstetter, 3. Marlon Schmidt, 4. Maurice Dorschner, 5. Jayson Alles
Prestige: 1. Lutz Beste, 2. Mike Luxembourger, 3. Marco König, 4. Nico Müller, 5. Nils Neumüller
MX2: 1. David Cherkasov, 2. Tim Scholtes, 3. Robin Staiger, 4. Lucca Zimmermann, 5. Marco Stumpf
Cup: 1. Martin Werz, 2. Jessy Luxembourger, 3. Daniel Becker, 4. Niklas Pleyer, 5. Vitor Manuel Dos Santos Alves
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Tino Metz, 3. Jörg Marschner, 4. Thomas Weinehl, 5. Michael Trojahn

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Fischbach, 6./7. Mai, 3. Lauf zum SWC 2017

Start Klasse 65ccm (Dessloch 119, Müller 298)Stand der Technik

Ähnlich wie in Hoxberg war auch für Fischbach Regen gemeldet, der aber dann doch sehr gemässigt ausfiel. Am Samstag bei Sonnenschein herrschten beste Bedingungen für die Kinder, Jugendlichen und den DMV-2T-Cup. Zum letzten Rennen des Tages fing es dann an zu tröpfeln, und regnete die Nacht durch. Trotzdem war die Strecke am Sonntag noch gut befahrbar, tagsüber war es zwar grau in grau, aber es regnete nur vereinzelt. Ihre Premiere erlebte die neue, moderne Startanlage auf Stand der Technik mit einzeln nach hinten fallenden Bügeln, die die alte einteilige ersetzt. Die 2T-Cup-Fahrer brachten auch gleich noch ein paar Gäste mit oder einige traten am Sonntag selbst noch mal in den SWC-Klassen als Gäste an.

50ccm: Mit neun Teilnehmern war die Klasse erneut gut besetzt. Die klare Trainingsbestzeit ging an den Gast Rocco Sessler vor Paul Müller und Jeremias Ramus. In Lauf eins ging Sessler gleich in Führung, verfolgt von Ramus. Müller kam nicht gut aus dem Startgitter, kam zwar noch bis auf drei vor, wurde aber von Sessler kurz vor Ende überrundet. Ramus klar auf zwei war der einzige nicht überrundete Fahrer. Im zweiten das gleiche Bild: Sessler gleich vorne, Ramus auf zwei, mittelmäßiger Start von Müller. Er verbesserte sich nach vorne, musste sich nach einem Sturz aber mit Rang drei zufrieden geben. Ramus war in Fischbach stärker als Müller und holte sich erneut Platz zwei ohne Überrundung. Müller wurde wieder von Sessler überrundet.

War nicht der Tag des Dennis Zmija-Kalinowski (liegend)65ccm: Der Führende in der Meisterschaft, Aaron Kowatsch, war nicht am Start. Eine gute Chance also für Lennox Dessloch, Marlon Dietrich oder Leon Müller um den Siegerpokal mit nach Hause zu nehmen. Schon im Zeittraining wurde aber klar, daß ihnen das der Gastfahrer Felix Schwartze mit Trainingsbestzeit nicht einfach machen würde. Im ersten Lauf gewann Dessloch den Start, nach der ersten Runde war aber Schwartze vorne und setzte sich rasch ab. Dessloch hatte einen komfortablen Vorsprung auf Dietrich und Müller, crashte aber in der vierten Runde und belegte so am Ende nur Rang vier hinter Schwartze, Dietrich und Müller. Max-Werner Breuer holte sich den Holeshot zu Lauf zwei, lag aber nach Ablauf der ersten Runde schon hinter Schwartze, Dietrich, Müller und Dessloch. Wie zuvor war Schwartze seinen direkten Verfolgern Dietrich und Müller bald ausser Sichtweite. Für Dessloch blieb an Ende mit deutlichem Abstand zu den Podestplätzen wieder Platz vier.

85ccm: Im Zeittraining lagen die drei ersten, Marlon Schmidt, Lukas Hofstetter und der Gast Leon Sievert, innerhalb von 15 Hundertstel, was Spannung für die beiden Läufe versprach. Im ersten Durchgang waren diese drei in der Reihenfolge Hofstetter, Schmidt und Sievert schnell ausser Sichtweite des übrigen Feldes. Erst bei anstehenden Überrundungen konnte sich Schmidt an Hofstetter vorbei quetschen, vergrößerte dann aber den Vorsprung. Nach einem Sturz von Hofstetter verbesserte sich Sievert von drei auf zwei, Zieleinlauf also Schmidt vor Sievert und Hofstetter. Im zweiten Durchgang dann das gleiche nochmal, jedoch mit dem Unterschied, dass Hofstetter sitzen blieb und Rang zwei vor Sievert holte. In der letzten Runde verbesserte sich Lennart Kölbl auf Rang vier, hatte aber 300 Meter vor dem Ziel einen heftigen Überschlag, der eine ärztliche Versorgung erforderte. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön der Fam. Kölbl an die Ersthelfer und Ärzte für die gute medizinische Betreuung!

Prestige: Nils Hagen kehrt wieder in den SWC zurück und bewies mit Rang vier im Zeittraining, daß er nichts verlernt hat. Auf eins aber klar Mike Luxembourger vor Christian Nolle und Tom Oster. Den holeshot zu Lauf eins holte sich Nolle, nach Ablauf der ersten Runde war Luxembourger aber schon vorn vor dem Lokalmatador Benjamin Traxel und Nolle. Luxembourger zog davon, und auch Traxel konnte sich Nolle vom Leib halten. Nach einem harmlosen Umfaller in einer Spitzkehre brauchte Traxel recht lange, bis er wieder Fahrt aufnahm, am Ende hatte er Position sechs. In der vorletzten Runde sah alles klar nach einem Sieg von Luxembourger aus, bis urplötzlich sein Motorrad streikte. Den Grund möchte ich nicht näher erläutern. Nolle erbte so überraschend die Führung, wurde von Lutz Beste, der miserabel gestartet war, gegen Ende aber massiv bedrängt und hätte ihn fast noch auf der Ziellinie geschnappt. Platz drei ging an Oster. In Lauf zwei war Hagen der beste Starter, konnte sich zwei Runden lang vorne halten, dann zog Luxembourger vorbei und setzte sich klar ab. Traxel konnte sich auf zwei vorkämpfen, und als alles wieder klar auf Sieg Luxembourger stand, crashte er und Traxel war Führender. Luxembourger kam zwar wieder ran, stürzte erneut und blieb so auf zwei. Dritter wie zuvor Oster.

Reutebuch (114, links) und Lehner (14, rechts) im InfightMX2: Gegen David Cherkasov haben die Konkurrenten momentan absolut keine Chance. Trainingsbestzeit und zwei deutliche Laufsiege gehen auf sein Konto.Aber auch Tim Scholtes hat sich, als einer der jüngsten in dieser Klasse, deutlich gesteigert und fuhr zweimal ungefährdet den zweiten Platz ein. Im ersten Lauf war der dritte Platz hart umkämpft von Malik Quint und Marco Stumpf, Quint lag am Ende knapp vorn. Im zweiten lief's für Stumpf noch einen Tick besser. Diesmal finishte er auf drei vor Lucca Zimmermann und Quint.

Cup: Erstmalig waren, auch dank der Streckenkapazität von 40 Fahrern, keine Ausscheidungen erforderlich. Das Zeittraining wurde aber trotzdem in zwei Gruppen durchgeführt, Zeit dafür ist bei einer Zweitagesveranstaltung ja gegeben. Im ersten Rennen kam der Fischbacher Alexander Breininger am besten weg und als Führender aus der ersten Runde. Direkt dahinter Jessy Luxembourger, der sich erst nachträglich nach Hoxberg in den SWC eingeschrieben hat. Er konnte sich in Runde zwei die Führung erobern, gab sie nach einem Sturz ebenso schnell wieder ab, am Ende sprang so Platz vier raus. Der Laufsieg ging an Breininger vor Daniel Becker und Niklas Pleyer. Im zweiten machte Luxembourger die Sache besser, lag lange deutlich vorne, hätte aber auch hier fast den Laufsieg mit einem Crash verspielt. Am Ende reichte es hauchdünn vor Martin Werz. Breininger etwas abgeschlagen auf drei, holte sich damit aber den Gesamtsieg.

Senioren: Bestzeit im Training fuhr der Gast Werner Jung vor Christian Lehner. Es darf aber bezweifelt werden, ob hier alles mit rechten Dingen zuging, da Jung in den Läufen nur im Mittelfeld landete und seine Trainingszeit bei weitem nicht mehr erreichen konnte.Dennoch hatte Lehner im ersten Lauf einen neuen harten Gegner: Dirk Reutebuch ist erstmalig bei den Senioren startberechtigt, war bei den beiden ersten Veranstaltungen wegen Terminüberschneidungen zu anderen Serien aber nicht am Start. Jedenfalls war er nach der ersten Runde vorn, vor Markus Schmidt und Lehner. Schmidt war zügig einkassiert und Reutebuch und Lehner setzten sich ab. Lehner kam zwar auch an Reutebuch vorbei, konnte ihn aber nicht abschütteln und beendete den Lauf knapp als Sieger. Platz drei, mit größerem Abstand, ging an Schmidt. Im zweiten startete Lehner noch etwas besser und war gleich vorn. Reutebuch lag wieder eine zeitlang auf zwei, bis der Gastfahrer Armin Schoffit ihn überholte und auf den dritten Platz verdrängte.

Gesamtergebnis Fischbach, 6./7. Mai 2017
50ccm: 1. Rocco Sessler, 2. Jeremias Ramus, 3. Paul Müller, 4. Aleksandr Griaznov, 5. Leo Diss
65ccm: 1. Felix Schwartze, 2. Marlon Dietrich, 3. Leon Müller, 4. Lennox Dessloch, 5. Max-Werner Breuer
85ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Lukas Hofstetter, 3. Leon Sievert, 4. Jona Katz, 5. Luca Höltenschmidt
Prestige: 1. Christian Nolle, 2. Bejamin Traxel, 3. Tom Oster, 4. Lutz Beste, 5. Nils Hagen
MX2: 1. David Cherkasov, 2. Tim Scholtes, 3. Marco Stumpf, 4. Malik Quint, 5. Lucca Zimmermann
Cup: 1. Alexander Breininger, 2. Jessy Luxembourger, 3. Niklas Pleyer, 4. Daniel Becker, 5. Martin Werz
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Dirk Reutebuch, 3. Armin Schoffit, 4. Thomas Gros, 5. Markus Schmidt

Text: Andreas Wack; Bilder: Stefan Abel


Winningen, 29./30. April, 2. Lauf zum SWC 2017

Jeremias Ramus (50ccm)Sieben auf einen Streich

Schönes Frühlingswetter und gute Bedingungen erwartete die Teilnehmer bei der Zweitagesveranstaltung in Winningen. Das Bewässern der Strecke beherrschte das Team um Sportleiter Klaus Mölich richtig gut: nicht glatt gewässert, aber dennoch wenig Staubentwicklung. Am Samstag waren die Kinder, die MX2 und eine Gästeklasse dran, am Sonntag die Prestige, Cup und Senioren.

50ccm: Wie in Hoxberg waren auch hier wieder zehn Teilnehmer am Start. Die Trainingsbestzeit holte sich Paul Müller vor dem Gast Oliver Jüngling und Jeremias Ramus. Die Freude über den Holeshot in Lauf eins währte bei Aleksandr Griaznov nicht lange, in der zweiten Kurve lag er schon auf dem Boden. Nach Ablauf der ersten Runde lautete die Reihenfolge Ramus vor Jüngling und Müller. Müller überholte beide und holte sich den Laufsieg knapp vor Ramus, Jüngling etwas weiter abgeschlagen. Für Griaznov ging es noch mal vor bis auf fünf. Im zweiten das gleiche Bild: Holeshot für Griaznov, und dann der Crash in der zweiten Kurve. Vorne derweil Ramus vor Müller und Jüngling. Müller stürzte, verlor einige Plätze, arbeitete sich wieder auf zwei vor, aber Ramus war weg. Der Tagessieg ging so an Ramus vor Müller und Jüngling.

65ccm: Über fünf Sekunden Vorsprung im Zeittraining von Aaron Kowatsch auf Lennox Dessloch und Marlon Dietrich liessen schon ahnen, daß die Laufsiege keine sonderlich spannende Angelegenheit werden würden. Im ersten Lauf holte sich Max-Werner Breuer den Holeshot vor Dessloch und Kowatsch, nach der ersten Runde war Kowatsch aber schon vorn und siegte mit einer halben Minute Vorsprung auf Dessloch. Rang drei mit ebenso deutlichem Abstand auf Dessloch ging an Leon Müller. Im zweiten Durchgang holte sich Kowatsch den Holeshot vor Ben-Lukas Bremser und Dessloch und auch klar den Laufsieg. Dessloch auf zwei musste schon in Runde zwei mit einem Defekt aufgeben. Dietrich hatte einen mässigen Start, rückte am Ende aber noch bis auf zwei vor. Den dritten Platz belegte Bremser.

Lukas Hofstetter (Klasse 85ccm)85ccm: Marlon Schmidt und Jayson Alles versuchten sich auf den ADAC Masters in Jauer. Damit war schon fast klar, daß Lukas Hofstetter hier das Maß aller Dinge sein würde. Diesem Anspruch wurde er gerecht, er holte sich die Trainingsbestzeit und auch klar beide Läufe. Im ersten Durchgang hatten sich die ersten vier schon nach der ersten Kurve in der Zielreihenfolge einsortiert: Hofstetter vor Jamie Heinen, Lennart Kölbl und dem Lokalmatador Luca Höltenschmidt. Im zweiten kam Höltenschmidt etwas besser weg, lag nach Runde eins auf Rang zwei und hielt diesen Platz bis zur Zielflagge. Heinen jetzt auf drei und Kölbl, der nur mittelmäßig gestartet war, konnte sich noch von acht auf vier verbessern.

Prestige: Der Auftaktsieger von Hoxberg, Mike Luxembourger, zog es vor, lieber bei seinem Heimrennen in Bitche (F) beim Championnat d'Alsace Lorraine mitzumachen. Tom Oster war in Jauer, qualifizierte sich nicht, und kam über Nacht zum Sonntag wieder zurück zu seinem Heimrennen. Im Zeittraining holte er sich die Pole Position vor Lutz Beste, der in Hoxberg etwas Pech hatte, und Ramon Jäckle und anschliessend auch gleich den Holeshot im ersten Lauf, gefolgt von Beste und Eric Tabouraing. Beste machte Druck auf Oster, kam beim Angriff in der zweiten Runde aber zu Fall und befand sich somit am Ende des Feldes. Oster holte sich so unbedrängt den Laufsieg vor Dennis Zmija-Kalinowski und Tabouraing. Beste schob sich mit schnellster Rennrunde wieder bis auf vier vor. Auch im zweiten Lauf waren Oster und Beste gleich vorne und konnten sich von Zmija-Kalinowski, Denny Hector und Tabouraing absetzen. Diesmal kam Beste problemlos vorbei und setzte sich auch deutlich von Oster ab, der nun doch schon etwas müde war. Um den dritten Platz wurde es am Schluss noch mal ganz eng zwischen Zmija-Kalinowski und Christian Nolle. Beim Angriff von Nolle verhakten sich die beiden, Zmija-Kalinowski kam aber schneller wieder weg und beendete den Lauf auf drei vor Nolle. Tabouraing lag in Runde zwei auf fünf, musste aber das Rennen mit einem Maschinendefekt aufgeben.

MX2: Last but not least waren auch Tim Scholtes und der amtierende MX2-Champ, David Cherkasov, bei den Masters zu finden. Auf Grund einer Neuregelung, die Zweitaktfahrer bevorzugt, qualifizierte sich Cherkasov trotz Platz 31 im LCQ dennoch für die beiden Wertungsläufe und konnte daher nicht in Winningen starten. Für die MX2-Fahrer stellte Winningen der Auftakt dar, da diese Klasse in Hoxberg nicht durchgeführt wurde. Bestzeit im Training fuhr Malik Quint vor Lucca Zimmermann und Jonas Lensch. Im ersten Lauf kamen Zimmermann und Lensch am besten weg, mit etwas Abstand dahinter dann ein Siebenerpulk mit Lukas Kunz, Max Ernst Grigo, Carmen Allinger, Nick Hofstettter, Loris Zimmermann, Malik Quint und Yann Spaniol. Dieser Pulk blieb bis Runde 13 dicht zusammen, bis Kunz in der Kurve vor dem kleinen Table (vor der Überquerung der Startgeraden) etwas strauchelte, Allinger ihre Chance witterte und links vorbeiziehen wollte. Auf dem Table kam es dann zur Berührung zwischen den beiden und beide stürzten den Abhang runter. Die nachfolgenden Fahrer hatten keinerlei Chance auszuweichen, so daß insgesamt sieben Fahrer auf der Strecke lagen. Das Rennen wurde natürlich abgebrochen. Am Sonntag konnte Entwarnung gegeben werden, keiner der Crashpiloten hatte sich ernsthaft verletzt. Grigo, Quint und Spaniol waren in Lauf zwei nicht mehr dabei, Allinger trat mit einem geprellten Handgelenk an. Der Startsieg ging wieder an Lucca Zimmermann, dahinter Allinger und Hofstetter. An dieser Reihenfolge änderte sich bis zur Zielflagge nichts mehr.

Lucca Zimmermann (Klasse MX2)Cup: In der Cup waren auf Grund der großen Starterzahl und der geringen Streckenkapazität zwei Trainingsgruppen und eine direkte Qualifizierung über das Zeittraining erforderlich. Wer es nicht direkt schaffte, konnte in einem Hoffnungslauf noch einen der vier letzten Startplätze ergattern. Im ersten Lauf lagen Levent Sen, Sandro Luca Sauer und Sebastian Bodtländer nach der ersten Kurve vorn. Sen und Sauer setzten sich von Bodtländer ab. Sauer pushte, fand aber keinen Weg an Sen vorbei. Im Zuge von Überrundungen kurz vor Rennende mogelte er sich dann doch vorbei und holte den Laufsieg. Bodtländer hielt Platz drei knapp vor Marius Faas. Im zweiten Rennen holte sich Sauer den Holeshot und den zweiten Sieg, Sen belegte erneut Rang zwei vor Vitor Manuel Dos Santos Alves und Martin Werz. Bodtländer musste mit plattem Vorderrad frühzeitig aufgeben.

Senioren: Christian Lehner wurde im Zeittraining von Jörg Lesmeister zu Höchstleistungen angetrieben. Lesmeister, der sonst im letzten Drittel zu finden ist, hatte unbeabsichtigt abgekürzt und damit eine Bestzeit erzielt, die aber im Bereich des Machbaren von Lehner lag. Bis die Phantomzeit von Lesmeister aus dem Zeitnahmecomputer gestrichen war und Lehner auch nicht wusste, wer diese Fabelzeit innehatte, machte er sich schon Sorgen um seine Chancen auf den Tagessieg. Den holte er sich dann aber doch, obwohl in Durchgang eins nicht alles glatt lief. Nach einem Zusammenstoß mit Markus Schmidt fiel er von drei auf zehn zurück, am Ende reichte es aber doch noch zu Platz zwei ganz knapp hinter Johannes Steinel und vor Michael Trojahn. Im zweiten war er dann gleich vorne und blieb das auch bis Rennende, wenngleich er in Thomas Gros einen hartnäckigen Verfolger hatte. Auf Platz drei erneut Trojahn.

Gesamtergebnis Winningen, 29./30. April 2017
50ccm: 1. Jeremias Ramus, 2. Paul Müller, 3. Oliver Jüngling 4. Daniel Ferger, 5. Aleksandr Griaznov
65ccm: 1. Aaron Kowatsch, 2. Leon Müller, 3. Max-Werner Breuer, 4. Dana Schneider, 5. Louis Kirchen
85ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Jamie Heinen, 3. Luca Höltenschmidt, 4. Lennart Kölbl, 5. Keanu Alm
Prestige: 1. Tom Oster, 2. Lutz Beste, 3. Dennis Zmija-Kalinowski, 4. Christian Nolle, 5. Andreas Rolinger
MX2: 1. Lucca Zimmermann, 2. Carmen Allinger, 3. Jonas Lensch, 4. Nick Hofstetter, 5. Lukas Kunz
Cup: 1. Sandro Luca Sauer, 2. Levent Sen, 3. Martin Werz, 4. Vitor Manuel Dos Santos Alves, 5. Dylan Antunes
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Michael Trojahn, 3. Thomas Gros, 4. Jacek Kalinowski, 5. Jörg Marschner

Text: Andreas Wack; Bilder: André Imparato


Hoxberg, 17. April, 1. Lauf zum SWC 2017

Aaron Kowatsch, Sieger der Klasse 65ccmGlück gehabt

Den Auftakt zum SWC 2017 veranstaltete wie fast immer der ZC Hoxberg beim traditionellen Ostermontagscross. Während anderswo Rennen wegen Dauerregen abgesagt wurden und im Sauerland 10 Zentimeter Schnee fielen, herrschte in Hoxberg bei kühlen Temperaturen morgens leichter Nieselregen, am Nachmittag kam sogar die Sonne raus. Zumindest am Ende war so eine optimale Bodenbeschaffenheit gegeben, auch wenn die Strecke, wie bei Sandpisten halt normal, doch ziemlich zerbombt war. Da beim Saisonauftakt natürlich alle Fahrer auf ihren ersten Einsatz heiß sind, der ZC aus Genehmigungsgründen aber nur eine Eintagesverantaltung durchführen kann, musste eine Klasse gestrichen werden. Dieses Jahr waren die MX2er mal dran und mussten zusehen. Allerdings waren in der Prestige noch ein paar Startplätze frei, die von einigen MX2-Fahrern besetzt wurden.

50ccm: Fünf eingeschriebene und fünf Gastfahrer bildeten ein ordentliches Starterfeld. Im ersten Durchgang kam Gast Daniel Ferger am besten weg, dicht verfolgt von Paul Müller. Beide setzten sich deutlich vom restlichen Feld ab, Müller blieb zwar immer dicht an Ferger dran, konnte aber nicht wirklich attackieren. Im zweiten drehte Müller den Spiess um, lag drei Runden in Front, Ferger zog aber dann vorbei. Gesamtdritter wurde Jeremias Ramus vor Patrick Ferger.

Marlon Schmidt, Sieger der Klasse 85ccm65ccm: Der Vorjahreschamp Jayson Alles und der Vize Jonas Dessloch sind in die 85er-Klasse aufgestiegen, also die Chance für Leon Müller, Lennox Dessloch und Marvin Dietrich zum nachrücken. Aber da ist ja auch noch Aaron Kowatsch, der letztes Jahr pausiert und dies zum Training mit der 65er genutzt hatte. Zeitschnellster im Training war Müller vor Dietrich und Kowatsch. In den beiden Rennen sah es dann etwas anders aus: Kowatsch holte sich beide mal den Startsieg und auch den Laufsieg, mit deutlichem Vorsprung auf Dietrich. Dessloch und Müller teilten sich die Plätze drei und vier punktgleich, aufgrund des besseren zweiten Laufes belegte Müller Gesamtrang drei.

85ccm: Nach seinem Titelgewinn 2013 bei den 65ern und drei Lehrjahren in dieser Klasse dürfte Marlon Schmidt dieses Jahr als Topfavorit gelten. Im Zeittraining holte er sich klar die Pole, und auch beide Läufe entschied er klar für sich. Im ersten leistete Lukas Hofstetter noch zwei Runden Führungsarbeit, im zweiten lag Schmidt gleich vorn. Einen guten Einstand in diese Klasse gab Jayson Alles mit den Laufplätzen sieben und vier.

Prestige: Die Klasse war bis zum letzten Platz besetzt, garniert mit ein paar Top-MX2-Fahrern. Mike Luxembourger ist wieder eingeschrieben, will die komplette Saison durchfahren und darf somit als größter Titelkandidat angesehen werden. Im ersten Durchgang zuckten ein paar Fahrer zu früh und blieben in der Startanlage hängen: David Cherkasov, Tom Oster und Björn Frank waren dabei. MX2-Meister Cherkasov hatte seine 125er am schnellsten wieder in Gang und zeigte auf seiner Heimstrecke eine grandiose Vorstellung. Am Ende hatte er auf zwei liegend nur noch 15 Sekunden Rückstand auf Luxembourger, Rang drei ging an Christian Nolle. Im zweiten Durchgang starteten alle regulär. Cherkasov gelang das Kunststück, im Feld der Prestige mit überwiegend 450ern, sich auf seiner 125er direkt hinter den Startsieger Jan Kallfelz einzureihen. Cherkasov und Luxembourger waren recht schnell an Kallfelz vorbei und machten die Sache unter sich aus. Luxembourger ging in Runde drei an Cherkasov vorbei, am Ende lag er drei Sekunden vorne. Rang drei ging wieder an Nolle.

Cup: Im Zeittraining machte der erstmalig in den SWC eingeschriebene Luxemburger Jean Lux mit deutlicher Bestzeit auf sich aufmerksam. Den ersten Durchgang holte er sich mit einem Start-Ziel-Sieg, auch wenn der Hoxberger Johannes Heckeler und ein weiterer Luxemburger, Serge Reis, nur knapp danach die Ziellinie kreuzten. Zum Tagessieg reichte es für Lux aber nicht, da er im zweiten nach einem Sturz das Rennen beendete. Hier siegte der Walldorfer Martin Werz, Heckeler holte sich erneut Rang zwei und damit den Tagessieg. Rang drei ging erneut an Reis.

Senioren: Christian Lehner nimmt erneut Anlauf auf seinen ersten Senioren-Titel. Letztes Jahr hatte er die Meisterschaft aufgrund einer Verletzung und dem daraus bedingten Auslassen von zwei Veranstaltungen knapp verpasst. In Hoxberg holte er sich schon mal die ersten 50 Punkte ab und ist damit Tabellenführer. Der Vorjahresmeister Lutz Gerlach nahm die beiden Trainings zwar mit, verzichtete aber auf die beiden Läufe, da es ihm zu kühl und zu nass war. Verständlich, hat doch Gerlach schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Gesamtplatz zwei ging an Thomas Gros vor Endurofahrer Johannes Steinel.

Gesamtergebnis Hoxberg, 17. April 2017
50ccm: 1. Daniel Ferger, 2. Paul Müller, 3. Jeremias Ramus, 4. Patrick Ferger, 5. Leo Diss
65ccm: 1. Aaron Kowatsch, 2. Marlon Dietrich, 3. Leon Müller, 4. Lennox Dessloch, 5. Max-Werner Breuer
85ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Lukas Hofstetter, 3. Fabian Kling, 4. Luca Höltenschmidt, 5. Jayson Alles
Prestige: 1. Mike Luxembourger, 2. David Cherkasov, 3. Christian Nolle, 4. Domenico Felici, 5. Nicolai Neumüller
Cup: 1. Johannes Heckeler, 2. Martin Werz, 3. Serge Reis, 4. Niklas Pleyer, 5. Vitor Manuel Dos Santos Alves
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Thomas Gros, 3. Johannes Steinel, 4. Markus Schmidt, 5. Michael Trojahn

Text: Andreas Wack; Bilder: André Imparato


Saisonrückblick

Auch im Südwest-Cup ist in dieser Saison die letzte Zielflagge geschwenkt, die Meister ermittelt worden. Zeit also, um die Saison in einem Resumée zu betrachten. Die Anzahl der Einschreibungen war leicht rückläufig, ca. 220 Teilnehmer wollten die neue Saison mit neun Veranstaltungen in Angriff nehmen. Den Auftakt machte wie so oft der ZC Hoxberg am Ostermontag, vier Wochen später ging es Schlag auf Schlag weiter mit Winningen, Fischbach, Frankenthal und Niederwürzbach. Im Sommer folgten dann die Rennen in Walldorf und Ettringen, den Abschluss im September bildeten Hennweiler und Warndt. Der MGSC Moseltal (Klüsserath) hat sich dem SWC neu angeschlossen, führte aber noch kein Rennen durch.

50ccm: Mit Jeremias Ramus, der noch Mitte der Saison einstieg, waren es erfreuliche sieben Teilnehmer in der Klasse der jüngsten. Der Moseltal-Fahrer Louis Kirchen war der dominierende Fahrer, er siegte in fast allen Läufen. Lediglich im tiefen Fischbacher Sand gelang es Paul Müller, die beiden Laufsiege zu holen. Die Meisterschaft geht aber klar an Kirchen vor Aleksandr Griaznov. Müller beendet die Saison auf drei, bedingt durch sein Fehlen in Walldorf und einem Ausfall in N'würzbach muss er Griaznov den Vortritt lassen.

65ccm: Im Vergleich zu den Vorjahren war die Klasse mit 13 Teilnehmern nicht mehr ganz so stark besetzt. Wie bei den 50ern gab es einen Fahrer, der sich nur selbst schlagen konnte: Jayson Alles. Er holte sich souverän alle Laufsiege und auch klar den Meistertitel, war aber dennoch nicht für die Crossfinals qualifiziert. Bedingt durch eine Terminüberschneidung mit einer EM-Veranstaltung in den Niederlanden war er in Frankenthal nicht am Start und belegte zum Stichtag der Nominierung knapp hinter Jonas Dessloch und Marlon Dietrich nur Rang drei. Jonas Dessloch beendet die Saison auf Platz zwei vor seinem jüngeren Bruder Lennox. Dietrich fiel durch einen Komplettausfall in Hennweiler noch auf Rang fünf zurück.

85ccm: Mit 24 Teilnehmern war die Klasse ordentlich besetzt, und auch hier dominierte ein Fahrer: Leandro Lüdi. Der starke Schweizer siegte zu Beginn der Saison in allen Läufen, allerdings waren Loris Zimmermann, Lukas Hofstetter und auch Marlon Schmidt oft dicht dran. Der Meisterkranz geht aber dennoch nicht an Lüdi, da er in Walldorf letztmalig startete. Grund ist ein Schüleraustauschprogramm, bei dem er die einmalige Chance eines einjährigen Aufenthalts in den USA erhielt. Die Meisterschaft geht so an Zimmermann vor Hofstetter und der starken jungen Dame Lisa Michels. Verletzungsbedingt konnte Schmidt an vielen Läufen nicht teilnehmen und beendet die Saison auf Rang neun.

MX2: Diese Klasse wurde wieder altersoffen ausgeschrieben, dennoch waren es eher die Jugendlichen bis 18, die am Ende ganz vorne lagen. Am Anfang schien die Meisterschaft offen: David Cherkasov, Jan-Thore Kaulbach, Nico Stepan und Paul Nuoffer kämpften um die Podestplätze. Cherkasov steigerte sich im Verlauf der Saison deutlich und war zum Saisonende nicht mehr zu schlagen. Allerdings lichteten sich auch die Reihen der Verfolger: Kaulbach war verletzungsbedingt in vielen Läufen nicht am Start, Stepan zog es Mitte der Saison beruflich für drei Jahre in die USA und auch Nuoffer war nach Frankenthal nicht mehr angetreten. Die Meisterschaft geht so klar an Cherkasov vor Lukas Kunz und Nick Hofstetter. Der jüngste Teilnehmer, Tim Scholtes auf vier, hatte zu oft Bodenkontakt und Ausfälle. Cherkasov zeigte sich auch überregional stark, er erreichte Rang drei beim ADAC-Bundesendlauf.

Prestige: Die Klasse der besten und schnellsten Fahrer hatte dieses Jahr 34 Teilnehmer angelockt, unter anderen auch den letztjährigen MX2-Champ Tom Oster. Wie die MX2 schien auch die Prestige anfangs ziemlich offen. Da aber potentielle Siegfahrer wie René Kühn (Materialschäden, Verletzung), Markus Class (stieg wieder in die Supermoto-DM ein) und Nicolai Neumüller nur sporadisch antraten und Jan Hoffmann nach der verpassten Crossfinals-Quali in den letzten Läufen nicht mehr antrat, entwickelte sich das Ganze zu einem Zweikampf zwischen Björn Frank und Oster auf der 250/4T. Letztendlich setzte sich Frank dann mit 42 Punkten Vorsprung durch. Der Tabellendritte Jan Kallfelz hat zwar den Speed um ganz vorne zu fahren, kann diesen aber nicht über die gesamte Distanz halten und verliert gegen Laufende immer wieder die entscheidenden Plätze.

Cup: Wie immer die zahlenmäßig am stärksten besetzte Klasse mit 56 Fahrern. Eine Titelverteidigung ist nicht möglich, da die schnellsten Cup-Fahrer ja aufsteigen müssen. Mike Kreuzer startete in Hoxberg etwas verhalten mit Rang 13, legte dann aber mit einer in der Cup-Klasse selten vorkommenden Konstanz in den nächsten vier Rennen mit ersten und zweiten Plätzen den Grundstock für die Meisterschaft. Der Tabellenzweite Aymeric Burlett holte sich in Frankenthal und auf seiner Heimstrecke in Warndt den Tagessieg. Pascal Wagner auf drei hätte sich vielleicht noch weiter vorne platzieren können, war aber in Frankenthal und Ettringen nicht am Start. Sicher ist jedoch, daß er wohl von allen Cup-Fahrern die weiteste Anreise hatte, es hat in beruflich nach Lörrach verschlagen.

Senioren: In der 30 Fahrer starken Klasse sah es nach einem Durchmarsch von Christian Lehner aus: Maximale Punktzahl bei den ersten drei Läufen. Dann holte ihn eine Verletzung bei einem freien Training aus dem Titelkampf raus, er musste Niederwürzbach und Walldorf auslassen. Am Ende war er zwar wieder sehr dicht an Lutz Gerlach und Volker Weingart dran, aber eben nur Dritter. Der Titel des Oldie-Champs (Fahrer über 50) geht an Gerlach vor Stefan Berger, Alexander Hahn und Andreas Wack. Weingart holte sich den Senioren-Titel vor Lehner, Jürgen Hüther und Dirk Freudendahl.

Ausblick auf 2017: Wichtigste Neuerung ist, daß in der nächsten Saison das Nenngeld wieder bar vor Ort bezahlt wird, und nicht vorher überwiesen werden muss. Die Klasseneinteilung bleibt unverändert, ebenso die Nenngebühren. Leider musste die Einschreibegebühr auf 40 Euro angepasst werden. Wahrscheinlich wird in Klüsserath erstmalig ein Lauf zum SWC stattfinden und auch Reil will wieder einen Lauf durchführen.

Text: Andreas Wack


Grevenbroich, 1./2. Oktober 2016, ADAC Bundesendlauf

Sandkasten

Der diesjährige Bundesendlauf wurde vom ADAC an den MSC Grevenbroich vergeben. Die Teilnehmer erwartete dort eine tiefsandige Piste, die aber den Vorteil hatte, daß die Strecke selbst nach heftigem Regen in der Nacht von Samstag auf Sonntag keinesfalls schlammig, sondern auch dann noch wirklich super gut zu fahren war. Auch vom Südwest-Cup waren viele Teilnehmer angetreten, die hier aber für ihren jeweiligen ADAC Regionalclub starteten, d.h. für den ADAC Saarland, den ADAC Pfalz, den ADAC Mittelrhein und auch noch ADAC Nordbaden. Für's Saarland waren Paul Müller (50ccm), Leon Müller (65ccm), Marlon Schmidt, Keanu Alm (beide 85ccm), David Cherkasov und Tim Kaske (beide 125ccm) am Start. Für die Pfalz: Aleksandr Griaznov (50ccm), Jonas Dessloch, Lennox Dessloch, Marlon Dietrich, Michael Höchst (alle 65ccm), Lukas Hofstetter, Loris Zimmermann, Maksim Griaznov, Luca Schmidthäusler, Maurice Dorschner (alle 85ccm) und Nick Hofstetter (125ccm). Für Mittelrhein: Luca Höltenschmidt (85ccm) und Tim Scholtes (125ccm). Und noch für Nordbaden: Fabian Kling (85ccm). Da ich als Teambetreuer des ADAC Saarland vor Ort war, habe ich meine Aufmerksamkeit natürlich hauptsächlich auf die Team Saarland-Fahrer gelegt. Man möge mir daher nachsehen, wenn ich bei den anderen Fahrern nicht so im Detail berichten kann.
50ccm: Paul Müller kam in dem tiefen Sand nicht richtig zurecht. Im freien Training war die Kette zu stramm gespannt, so daß er dort nur eine Runde fahren konnte. Allerdings gab es dafür keine Zeit, da man schon eine komplette Runde fahren musste, bevor man zum ersten Mal über die Zielschleife überquerte. Im Zeittraining beklagte er einen sporadisch hängenden Gasschieber und wollte aufgeben. Auf Zureden fuhr er dann irgendwie zwei gezeitete Runden, um wenigstens für das Halbfinale qualifiziert zu sein. Danach wurde an der Maschine alles mögliche untersucht und getauscht, und nach einer durchgeschlafenen Nacht hatte der Paul dann wieder richtig Lust am Sonntagmorgen im warm-up zu fahren. Im Halbfinale waren 23 Teilnehmer, die ersten 20 kamen weiter. Hartes Brot für Paul. Er fuhr sein Rennen zu Ende, zwei fielen aus und einer lag hinter ihm, das war leider Aleksandr. Damit war er als 20. im Finale, steigerte sich, fuhr auch seine persönlich schnellste Runde des ganzen Wochenendes (und hatte nur einen Sturz :) ), konnte immerhin drei Fahrer hinter sich halten und belegte Rang 36. Ich möchte erwähnen, daß Paul und Aleksandr mit die jüngsten im Feld waren.
65 ccm: Leon Müller kam im Sand super gut zurecht und lag in allen Trainings im vorderen Mittelfeld. In seinem Halbfinale sorgte er für einen kleinen Schreck, er kam als allerletzter mit Verspätung aus der Startkurve raus. O-Ton Leon: " Ich bin einem hinten drauf gefahren". Da auch hier nur 22 Fahrer antraten (wie gehabt, 20 kamen weiter), war das aber kein Problem, er erreichte noch Platz 10. Lennox im gleichen Halbfinale hatte Pech und Glück: nach einem Sturz wollte die Maschine nicht mehr anspringen. So stand er neben der Strecke und war leicht verzeifelt. Irgendwann erbarmte sich einer der Streckenposten und brachte den Motor wieder zum Laufen. Lennox wurde als Letzter gewertet, da aber zwei ausfielen reichte das zu Platz 20. Für das Finale waren somit alle SWC-Fahrer qualifiziert. Leon hatte jetzt einen genialen Start und lag nach Runde eins auf sieben. Es war zwar klar, daß er noch ein paar Plätze abgeben würde, aber am Ende war es Rang 11 und er war damit auch bester der SWC-Fahrer. Jonas und Lennox auf 19 und 20, Marlon auf 35 und Michael DNS.
85ccm: Auch Marlon Schmidt kann Sand. In seiner Zeittrainingsgruppe holte er sich Rang vier und war mit seiner Zeit noch einen Hauch von drei Hundertstel schneller als Loris Zimmermann in der anderen Gruppe, der damit ebenfalls Platz vier hatte. Diese Klasse war am stärksten besetzt, hier waren dann 26 Teilnehmer in den beiden Halbfinals. Alle SWC-Fahrer qualifizierten sich für's Finale, bis auf Keanu, der mit einem Motorschaden im Halbfinale nach einer Runde rausfahren musste. Marlon startete in seinem Halbfinale auf sieben und kämpfte sich auf vier vor. Loris im anderen Halbfinale auf drei. Im Finale lag Loris lange auf fünf, am Ende war er Siebter. Marlon war am Start etwas dahinter, so etwa Platz 10, arbeitete sich auf sieben vor, nach einem Sturz in der Startkurve fiel er zurück und beendete den Lauf auf 11.
125ccm: Aus saarländischer Sicht natürlich das Highlight. Nachdem David Cherkasov schon bei den Crossfinals gezeigt hatte, daß er deutschlandweit vorne mitfahren kann, war natürlich vom Teammanager insgeheim eine Podiumsplatzierung erhofft. Im freien Training auf 13, im Zeittraining auf sieben, deckte er noch nicht alle Karten auf. Da hier nur 33 Fahrer gemeldet waren, wurden keine Halbfinals sondern zwei Wertungsläufe gefahren. Im morgendlichen Warm-up war er der schnellste und erstmalig unter 2:10 Minuten. In Lauf eins kam er gut weg, nach den beiden ersten Kurven etwa auf sechs machte er schon in der ersten Runde richtig Druck und lag schon recht schnell auf drei. Nach einem Sturz in der Startkurve verlor er ein paar Plätze, es ging aber wieder auf drei nach vorne. Am Ende war er dicht an den beiden Führenden Jan Horst und Daniel Wewers dran, ein Angriff war aber nicht mehr möglich. Im zweiten Lauf das gleiche: jetzt noch etwas besser gestartet gleich auf vier, nach Runde eins auf drei und dran an den ebenfalls wieder führenden Jan Horst und Daniel Wewers. Dieser Dreierpack setzte sich deutlich vom Feld ab, Wewers konnte kurzfristig an Horst vorbei, Horst konterte und war wieder vorn. David machte keinen Fehler, blieb immer dran, konnte aber auch nicht wirklich angreifen. Die beste Rundenzeit dieser drei lag alle innerhalb von drei Zehntel, der Sieger Jan Horst hatte sogar die schlechteste Bestzeit dieser drei. Vielleicht hätte David den Lauf gewonnen, wenn er nach dem Start vor den beiden platziert gewesen wäre. Somit erreichte David in der Tageswertung den dritten Platz. Vielleicht auch besser so, der Sieger Jan Horst hat zwar einen 3.000-Euro-Gutschein erhalten zum Erwerb einer Husqvarna FC250, muss aber nächstes Jahr eine B-Lizenz ziehen und im Youngster-Cup starten. Nick belegte Rang 18 und 15. Tim Scholtes im ersten auf 15, musste dann aber für Lauf zwei wegen Motorschaden eine Maschine von einem befreundeten Fahrer ausleihen. Mit der Leihmaschine erreichte er Platz 21. Für Tim Kaske aus der Cup-Klasse war natürlich klar, daß er hier nichts verreissen würde. Er hatte aber seinen Spaß mal an einer hochkarätigen Veranstaltung teilnehmen zu dürfen.
In der Team-Wertung war das Team Saarland mit Rang sieben gut platziert, und damit, ganz wichtig, auch vor den "Pälzern" auf elf :)

Alle Ergebnisse gibt es hier: http://www.camp-company.de/html/ergebnisse.html

Text und Bild: Andreas Wack


vlnr: Christian Lehner, Lisa Oster (bestaussehendste Schildträgerin!), Andreas Wack, Marlon Dietrich, Tom Oster, Jonas Dessloch, Lukas Kunz, Björn Frank, Loris Zimmermann, David Cherkasov, Lukas HofstetterKaltenholzhausen, 27./28. August, Monster Energy Crossfinals

Hitzig

Bei hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 35°-Marke ging es bei den Crossfinals auch auf der Strecke hitzig zu. Speziell in der Startkurve wurden etwas weiter außen fahrende Fahrer gerne mal als Anlieger benutzt. Als running gag kann man Franziskus Wünsche sehen, der im ersten Lauf der MX1 schlecht weggekommen war und nun in jeder Runde in der Startkurve einen der Konkurrenten aufschnupfte. Da 20 Serien eingeladen waren, stellten sich in jeder Klasse 40 Fahrer hinter dem Startgitter auf. Nun aber zu unseren Jungs: Bei den 65ern war der jetzige Tabellenführer Jayson Alles nicht qualifiziert, da er zum Nominierungs-Stichtag wegen seiner Nichtteilnahme in Frankenthal noch auf Platz drei zu finden war. Den SWC vertraten so Marlon Dietrich und Jonas Dessloch. Für Marlon in seiner ersten Rennsaison, aber auch für Jonas war abzusehen, daß sie nicht ganz vorne mithalten können. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten belegten sie im Zeittraining die Plätze 29 (Marlon) und 34 (Jonas). Im ersten Lauf kam Jonas etwas besser aus dem Startgitter und lag nach Runde eins auf 25, Marlon auf 31. Marlon kam etwas besser zurecht, überholte noch ein paar Konkurrenten und auch Jonas, und finishte auf 28. Jonas beendete den Lauf auf 32. Beim zweiten Lauf war ein guter Start entscheidend: Das Rennen wurde nach etwa sechs Minuten abgebrochen und nicht mehr neu gestartet. Da auch die 65er die komplette, recht lange Strecke befuhren und zum Zeitpunkt des Abbruchs die Runde genommen werden musste, die alle noch absolviert hatten, ergab sich, daß für die Ergebniserstellung die erste (!) Runde zugrunde gelegt werden musste. Auch hier war Jonas etwas besser weg gekommen und lag auf 28, Marlon auf 31. Bei den 85ern hießen die Vertreter des SWC Loris Zimmermann und Lukas Hofstetter. Auch hier war der Tabellenführer Leandro Lüdi nicht am Start, da er wegen eines Schüleraustauschs längere Zeit in den USA weilt. Loris hatte ein richtig gutes Zeittraining und holte sich den fünften Startplatz, Lukas beendete das Zeittraining auf Rang 19. Im ersten Lauf war Loris beim Start nicht ganz vorn dabei und kam als 20. aus der Startrunde zurück. Er konnte sich in dem dichten Feld auch nicht mehr so weit nach vorne arbeiten und finishte auf 15. Lukas startete als 30., kam aber noch bis an Loris heran und belegte Rang 16. Der zweite Lauf war leider eine Nullnummer: David im ersten Lauf extrem starkLukas hatte schon recht früh einen Plattfuss und musste aufgeben. Loris lag bis kurz vor Ende auf Rang 20 und verbog sich in der drittletzten Runde den Schalthebel an einem Reifenstapel. Irgendwie schaffte er es trotzdem ins Ziel, zwar nur noch auf 34, jedenfalls aber besser als ein DNF. Bei der Abrechnung des Mannschaftsergebnisses war sein Einsatz aber dann doch nicht nötig, es war eines der drei Streichresultate. In der MX2 waren David Cherkasov und Lukas Kunz qualifiziert. David belegte im Zeittraining Rang 16, Lukas 31. Bei beiden war aber klar, daß sie im Rennen zulegen können. In Lauf eins kam David mit seiner 125er (insgesamt waren drei 125er am Start, der Rest 250/4T) super aus dem Startgitter raus, lag gleich mit vorn und konnte seinen fünften Platz bis ins Ziel halten, klasse gemacht David! Ein Opfer der Hitze: Björn FrankAber auch Lukas enttäuschte keineswegs und holte sich mit Rang 19 eine deutlich bessere Platzierung als im Training. In den zweiten Lauf ging David natürlich hoch motiviert, vielleicht etwas übermotiviert. Nach einem mittelmäßigen Start versuchte er auf der frisch gewässerten Strecke gleich in der ersten Runde ein paar Plätze gut zu machen, was aber leider in einigen Drehern endete. Zudem hatte er auch noch Pech mit vor ihm gestürzten Fahrern, was natürlich gerade in der Startrunde in einem so dichten Feld gleich richtig viele Plätze nach hinten bedeutet. Jedenfalls kam er nur auf 38 aus der ersten Runde zurück, kämpfte sich mit dem Messer zwischen den Zähnen und vollem Körpereinsatz in der besagten Startkurve auf 30 vor, hatte dann aber einen weiteren Sturz und musste sich erneut vorkämpfen. Daß es am Ende noch zu 22 reichte lag auch daran, daß noch einige Konkurrenten ausfielen. Natürlich waren ihm Frust und Enttäuschung im Fahrerlager dann anzusehen, aber solche Erfahrungen prägen eine junge Motorsportkarriere. Lukas fuhr ein solides Rennen und wurde am Ende noch knapp von David überholt, Lukas also auf 23. Bleibt noch die MX1: Hier waren Björn Frank und Tom Oster mit der 250/4T am Start. Die Quali beendete Tom auf 16. Björn kam mit der Strecke nicht so richtig zurecht und belegte Rang 29. Im ersten Lauf kam Björn mit der 450er Power auf der langen Startgeraden besser weg als Tom und kreuzte als 22. nach der ersten Runde die Ziellinie, Tom auf 27. Björn verliessen im Schlussdrittel die Kräfte, er fiel noch ein paar Plätze zurück und belegte Rang 26. Tom ackerte sich mit vollem Einsatz nach vorne, konnte auch an Björn vorbei ziehen und wurde mit Rang 20 belohnt. Im zweiten lief's für beide am Start noch besser, Tom und Björn kamen gemeinsam auf 16 und 17 aus der Startrunde zurück. Wieder konnte sich Tom gut in Szene setzen und seinen speed konstant über das Rennen halten, während viele andere der Hitze Tribut zollten und am Ende doch arg nachliessen. Leider war da auch Björn dabei, am Ende lag er deutlich hinter Tom, der einen guten 13. Platz holte, für Björn endete der Lauf als 23. In der Endabrechnung reichte es so mit Einbezug von drei Streichresultaten zu einem 13. Mannschaftsplatz. Ohne den Ausfall der 85er in Lauf zwei wäre Platz 10 oder 11 drin gewesen, aber diese hypothetischen Betrachtungen nutzen nicht wirklich was. Auch andere hatten Pech, speziell dem aus meiner Sicht hoch gehandelten DAMCV klebte quasi die Sch... an den Stiefeln, ein Platz 14 zeigt sicherlich nicht die wahre Stärke dieser Serie. Mannschaftssieger wurden zum dritten Mal in Folge die Jungs aus Mecklenburg-Vorpommern, Gratulation!

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide
Weitere Bilder auf www.rowe-sportfoto.de


Abgang für Paul Müller (50ccm)Niederwürzbach, 15./16. Mai, 5. Lauf zum SWC 2016

Halbzeit

Kaum zu glauben, aber mit der Veranstaltung in Niederwürzbach sind schon mehr als die Hälfte der Rennen der diesjährigen SWC-Saison absolviert. Sintflutartige Regenfälle am Freitag setzten die Strecke unter Wasser. Am Pfingstsamstag hatten die Helfer um Vorstand Michael Scheller daher alle Hände voll zu tun. Die Strecke war daher zu den Renntagen zwar noch etwas schlammig und es fuhren sich viele Spurrillen raus, dennoch war die Strecke aber gut befahrbar und die Rennen liefen regulär ab. Als zusätzliche Klasse wurde ein Lauf zum DMV Ladies-Cup durchgeführt.

50ccm: Da gerade die kleinsten mit den Bedingungen Probleme hatten, wurden erst mal die 85er und 65er auf die Strecke geschickt, um diese "trocken" zu fahren. Leider fanden nur vier Teilnehmer den Weg nach NW. Im ersten Lauf kam der Tabellenzweite Paul Müller nur ein paar Meter weit. Er hatte an seiner Automatik-KTM zu abrupt Gas gegeben und überschlug sich nach hinten. Der Lauf fand ohne ihn statt, er wurde derweil von den Sanitätern verarztet und wohl auch getröstet. Mit großem Abstand gewann Louis Kirchen vor Gast Tim Du-Sartz und Aleksandr Griaznov. Im zweiten war Müller wieder dabei, machte diesmal beim Start alles richtig und benndete den Lauf hinter Kirchen und Du-Sartz auf drei, Griaznov auf vier.

65ccm: Jayson Alles dominierte wie erwartet das Zeittraining, aber 13 Sekunden Vorsprung auf die Dessloch-Brüder sind eine Ansage. Im ersten Durchgang lag Alles gleich klar vorn und siegte souverän. Leon Müller verlor seine zweite Position in Runde drei nach einem Sturz an Jonas und Lennox Dessloch. Kurz vor Laufende überholte ihn auch noch Marlon Dietrich. Im zweiten das gleiche noch mal: Alles vorn, und in Runde zwei crashte Müller auf zwei liegend erneut. Dietrich konnte dieses mal beide Dessloch-Brüder überholen und holte sich Platz zwei, Müller am Ende auf fünf.

Wenn er mitfährt, gewinnt er: Jayson Alles (65ccm)85ccm: Loris Zimmermann kam im Training am besten zurecht und holte sich die Pole Position vor dem Tabellenführer Leandro Lüdi und Marlon Schmidt. Zimmermann und Lüdi erwischten auch den besten Start im Lauf eins, gefolgt von Lukas Hofstetter. Diese drei bildeten das ganze Rennen ein enges Führungstrio, am Ende setzte sich Lüdi knapp vor Zimmermann und Hofstetter durch. Mit größerem Abstand lief Tijay Heinen auf vier ins Ziel. Schmidt kam nach einem Sturz in Runde zwei noch auf fünf ins Ziel. Im zweiten setzte sich Lüdi gleich an der Spitze etwas ab, dahinter wurde es um Platz zwei ganz eng: Schmidt, Zimmermann, Hofstetter und Lisa Michels finishten in genau dieser Reihenfolge alle innerhalb von zwei Sekunden.

Prestige: Da Schwester Selina im Ladies-Cup mitmachte, meldete sich Moritz Schittenhelm als Gast an. Er gewann nicht unerwartet klar beide Läufe, wurde aber wegen seiner A-Lizenz für die Tageswertung nicht berücksichtigt. René Kühn musste wegen einem Getriebeschaden in Fischbach aussetzen, war jetzt aber mit repariertem Material wieder dabei und belegte hinter Schittenhelm den zweiten Platz im Zeittraining, dahinter Tom Oster und Jan Kallfelz. Ludwig Säger und Jan Hoffmann kamen in Durchgang eins als beste SWC-Fahrer aus dem Startgitter, selbstredend war aber Schittenhelm gleich ganz vorn. Säger verlor seine Position schon kurz nach Beginn durch einen harmlosen Umfaller in der Spitzkehre nach der Startgeraden. Der Tabellenerste Björn Frank kam sukzessive näher an den nun zweiten Hoffmann ran und ging auch vorbei. Möglicherweise hatte er seine Kräfte falsch eingeteilt, jedenfalls kam Hoffmann am Ende wieder ran und vorbei, und auch Kühn kassierte Frank noch ein. Einlauf also Schittenhelm, Hoffmann, Kühn, Frank. Auch im zweiten war Schittenhelm direkt klar vorn, dahinter der Viererpack Hoffmann, Kühn, Oster und Frank. Oster hatte die größten Reserven und setzte sich vom Rest ab. Kühn crashte in der drittletzten Runde und war raus. Wie zuvor zeigte Hoffmann ein starkes Finish, ging an Frank vorbei auf drei und holte sich erstmalig in dieser Saison den Tagessieg.

Lutz Gerlach vor Volker Weingart (Senioren)MX2: Der jüngste MX2-Fahrer,Tim Scholtes, er wird erst im Dezember 14, war im Training der Schnellste vor Nick Hofstetter und Chrissi Roberts. Roberts holte sich den Startsieg im ersten Rennen, fiel aber nach einem Sturz in Runde zwei deutlich zurück. Scholtes lag nun in Führung, aber Tabellenführer David Cherkasov kam immer näher und war dann an Scholtes vorbei. Auch Scholtes crashte, musste noch zu einem Brillenwechsel in die Box, lag danach nur auf sieben, kämpfte sich aber bis Rennende wieder auf zwei vor. Dahinter Lukas Kunz und Hofstetter. Im zweiten startete Cherkasov besser und war gleich vorn, gefolgt von Kunz und Scholtes. Cherkasov und Kunz fuhren sicher und fehlerfrei ihr Rennen auf Position eins und zwei zu Ende, Scholtes hatte erneut Bodenkontakt und wie zuvor kurzfristig Rang sieben inne. Auch diesmal ging's wieder nach vorne, am Ende war's dann Rang drei vor Hofstetter und Yann Spaniol. Der Tabellenzweite Nico Stepan wird nicht mehr antreten, er konnte eine berufliche Chance nutzen um für drei Jahre in die USA zu gehen. Er wird sicher aber auch dort crossen.

Cup: Wenigstens in dieser Klasse war volle Hütte angesagt, es musste ein Ausscheidungsrennen für die vier letzten Startplätze in den Wertungsläufen durchgeführt werden. Mike Kreuzer legte im ersten Rennen einen Start-Ziel-Sieg hin. Anfangs noch dicht verfolgt von dem Luxemburger Dylan Antunes hatte er am Ende vier Sekunden Vorsprung. Antunes rette sich ganz knapp vor Aymeric Burlett auf zwei ins Ziel. Im zweiten lag der Schweizer Gastfahrer Yoshua Surer lange ziemich deutlich vorn, kam beim Überrunden am Bergaufstück des Steilhangs jedoch zu Fall und verlor einige Plätze. Da er, nachdem er sich in der Helferzone wieder sortiert hatte, aber das kurze Steilstück vor dem Ziel ausliess, und damit für alle ersichtlich abgekürzt hatte, wurde er um weitere fünf Plätze strafversetzt und als Neunter gewertet. Der Laufsieg ging so an Pascal Wagner. Kreuzer war mittelmässig gestartet, aber beendete den Lauf doch noch auf zwei.

Senioren: Auch auf Grund der vielen Verletzten war die Senioren-Klasse mit 13 Startern doch recht dürftig besetzt. Im Zeittraining setzte Lutz Gerlach die Bestmarke, vor Alexander Hahn und Dirk Freudendahl. Gerlach lag im ersten Lauf nach der Startrunde vorn, jedoch dicht verfolgt von Volker Weingart. Gegen Rennmitte drückte sich Weingart an Gerlach vorbei und holte sich knapp den Laufsieg. Rang drei ging an Hahn, der Jürgen Hüther auf den vierten Platz verdrängte. Im zweiten drehte Gerlach den Spiess um und holte sich den Laufsieg knapp vor Weingart, der zuvor Hahn und Hüther überholt hatte.

Gesamtergebnis Niederwürzbach, 15./16. Mai 2016
50ccm: 1. Louis Kirchen, 2. Tim Du-Sartz, 3. Aleksandr Griaznov, 4. Paul Müller
65ccm: 1. Jayson Alles, 2. Jonas Dessloch, 3. Marlon Dietrich, 4. Lennox Dessloch, 5. Leon Müller
85ccm: 1. Leandro Lüdi, 2. Loris Zimmermann, 3. Marlon Schmidt, 4. Lukas Hofstetter, 5. Tijay Heinen
Prestige: 1. Jan Hoffmann, 2. Tom Oster, 3. Björn Frank, 4. Jan Kallfelz, 5. Ramon Jäckle
Cup: 1. Mike Kreuzer, 2. Pascal Wagner, 3. Dylan Antunes, 4. Justin Britten, 5. Aymeric Burlett
Senioren: 1. Lutz Gerlach, 2. Volker Weingart, 3. Alexander Hahn, 4. Jürgen Hüther, 5. Frank Masanek
MX2: 1. David Cherkasov, 2. Lukas Kunz, 3. Tim Scholtes, 4. Nick Hofstetter, 5. Yann Spaniol

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide, Stefan Abel


Die Prestige musste wegen Abbruch MX2 warten....Fischbach, 7./8. Mai, 4. Lauf zum SWC 2016

Sandkasten

Nach den zwei Hartstrecken in Winningen und Frankenthal ging es zum vierten Lauf des SWC mal wieder in den Fischbacher Sandkasten. Die Strecke war von den Mannen rund um Sportleiter Lutz Gerlach bestens präpariert worden. Trotz Trockenheit in der Woche zuvor war die Strecke richtig gut durchfeuchtet worden, Staubentwicklung war an beiden Tagen kein Thema. Gegen Ende der Veranstaltung war die Bahn, wie bei Sand üblich, total "zerbombt" und stellte hohe Anforderungen an die Kondition der Fahrer. Wie in der Woche zuvor in Frankenthal waren am Samstag auch wieder die Jungs vom 2T-Cup dabei.

50ccm: Gastfahrer Max-Werner Breuer überzeugte auch in Fischbach und holte sich knapp die Trainingsbestzeit vor Paul Müller. Louis Kirchen auf Rang drei war mit fünf Sekunden Rückstand schon deutlicher distanziert. Müller kam zwar als Erster aus der Startkurve, stürzte aber schon in der Startrunde des ersten Rennens und musste das Feld von hinten aufrollen. Am Ende reichte es noch zu Rang zwei, der Laufsieg ging aber mit klarem Vorsprung an Breuer. Kirchen beendete den Lauf als Dritter. Auch im zweiten Durchgang legte Müller den besten Start hin, aber wie zuvor nahm Breuer schon in der Startrunde die Führung an sich und holte sich ungefährdet den Lauf- und Gesamtsieg. Platz drei ging erneut an Kirchen.

65ccm: Jayson Alles hatte in Frankenthal wegen einem EM-Lauf ausgesetzt, will sich jetzt aber wieder verstärkt dem SWC widmen. Das Training dominierte er mit über sechs Sekunden Vorsprung auf die fast zeitgleichen Jonas Dessloch und Leon Müller. In Durchgang eins startete Dessloch am besten, Alles lag bei der ersten Zieldurchfahrt aber schon vorne. Aufgrund eines abgerutschten Unterdruckschlauchs funktionierte die Auslass-Steuerung am Motorrad von Dessloch nicht mehr, mit stumpfen Waffen kämpfte er sich noch auf Rang sechs ins Ziel. Müller lag so anfangs auf zwei, fiel aber noch hinter Gastfahrer Fynn Schäfer sowie den jüngeren Dessloch, Lennox, zurück. Zieleinlauf also: Alles vor Schäfer, Lennox Dessloch und Müller. Auch im zweiten ging Alles gleich an die Spitze und setzte sich von Jonas Dessloch und Müller ab. Auch dieses Mal hatte Jonas Pech: Nach einem Sturz reichte es wieder nur zu Rang fünf. Der jüngere Bruder Lennox machte es besser und finishte auf zwei ganz knapp vor Marlon Dietrich.

Letzter Auftritt von Nico Stepan (#3; MX2)85ccm: Loris Zimmermann zauberte die schnellste Trainingsrunde hin, allerdings nur mit dem Hauch einer Zehntel vor dem Tabellenersten Leandro Lüdi. Im ersten Durchgang kam Lüdi mit seiner 4T-Honda am schnellsten aus dem Gatter, aber Marlon Schmidt machte so ab der dritten Runde mächtig Druck, lag sogar einmal kurz vorne, ehe Lüdi wieder in der Startkurve konterte. Das geht nicht immer gut, und so fiel Schmidt nach einem Sturz auf den dritten Rang zurück. Auf zwei nun Zimmermann, zwar nur ein paar Sekunden dahinter, er kam aber nicht wirklich an Lüdi heran. Schmidt war am Ende wieder knapp an Zimmermann dran, blieb aber auf drei. Im zweiten lag Schmidt beim Start ganz vorne, aber Lüdi hatte sich nach einer halben Runde wieder an die Spitze geschoben und setzte sich von ihm ab. Schmidt crashte erneut in der dritten Runde und fiel auf sieben zurück. Erster Verfolger, aber mit respektablem Abstand zu Lüdi, war nun Gastfahrer Leon Sievert. Zimmermann verschenkte durch einen Sturz in der letzten Runde Platz drei noch an Schmidt, der sich wieder nach vorne gearbeitet hatte. Zieleinlauf also Lüdi vor Sievert, Schmidt, Lukas Hofstetter und Tijay Heinen.

Prestige: Im Zeittraining ging's supereng zu, gleich vier Fahrer lagen innerhalb drei Zehntel an der Spitze: Nils Neumüller vor Tom Oster, Christian Nolle und Björn Frank. Im ersten Lauf zeigte Altmeister Ludwig Säger, daß er das Starten nicht verlernt hat und holte sich den Holeshot. Es dauerte eine Runde, dann war Frank vorbei und er blieb auch bis zum Zieleinlauf ungefährdet vorn. Nils Neumüller schob sich innerhalb der drei ersten Runden von sechs auf zwei vor, musste aber mit harten Unterarmen Mitte des Rennens rausfahren. Aber da gibt es ja auch noch den "großen" Bruder Nicolai, der von sieben kommend die zweite Postion einnahm, und das blieb so bis ins Ziel. Ebenfalls von weiter hintend kommend konnte Jan Hoffmann noch mal ein passables Ergebnis einfahren und knapp vor Nolle auf drei finishen. Auch der zweite Lauf ging klar an Frank: Von Anfang an vorne kam er am besten mit der total zerlöcherten Strecke zurecht und hatte am Ende eine halbe Minute Vorsprung auf Jan Kallfelz. Nils Neumüller musste an guter Position liegend wieder wegen Armpump kurz in die Helferbox, fuhr diesmal aber das Rennen auf acht zu Ende. Bruder Nicolai holte sich Rang drei vor Tom Oster. Hoffmann hatte Maschinenprobleme, musste längere Zeit stehen und beendete den Lauf außerhalb der Punkteränge.

Start 1. Lauf SeniorenMX2: Jan-Thore Kaulbach kam im Training am besten zurecht und holte sich die Pole Position vor Nico Stepan. Christian "Schuschu" Schaum trat nach langer SWC-Abstinenz mal wieder an, und erreichte Rang drei. Den Start zum ersten Lauf gewann aber Philipp Grave, der anfangs noch mit ein paar schenllen Runden vorne blieb, dann aber nach und nach durchgereicht wurde. Kaulbach ging an die Spitze und hielt konstant einen kleinen Vorsprung auf seine nächsten Verfolger, den Tabellenersten David Cherkasov sowie Gast Robin Lang. Nach einem Sturz von Lucca Zimmermann brach die Rennleitung den Lauf ab. Ich wünsche Lucca gute Genesung! Als Ergebnis wurde die Runde vor dem Abbruch genommen: Kaulbach vor Cherkasov, Lang, Schaum und Lukas Kunz. Der zweite Durchgang verlief deutlich anders. Jetzt gewann Kunz den Start und blieb bis zum Ende vorn. Grave war erneut gut gestartet, musst aber einige Positionen abgeben. Kaulbach wurde von Lang von der zweiten Position verdrängt, für Cherkasov blieb Rang vier.

Cup: Wegen der hohen Teilnehmerzahl wurde das Zeittraining in zwei Gruppen abgehalten, die schnellsten Zeiten legten die Fischbacher Pascal Wagner und Alexander Breininger hin. Die Rennleitung entschied sich dann doch gegen den Last Chance-Lauf und liess alle 42 Teilnehmer an beiden Läufen teilnehmen. Im ersten Lauf ging ein Start-Ziel-Sieg an den Tabellenführer Mike Kreuzer, mit fast einer halben Minute Vorsprung auf Niklas Pleyer und Wagner. Auch im zweiten liess Kreuzer nichts anbrennen und distanzierte erneut alle Verfolger. Diese hiessen nun Maurice Becker und erneut Wagner.

Senioren: Christian Lehner, der bis Fischbach alle Läufe gewonnen hatte, hat sich beim Training auf seiner Heimstrecke an Christi Himmelfahrt übel verletzt und wird wohl, falls überhaupt, erst im Spätsommer wieder eingreifen können. Auch hier wünsche ich eine gute Besserung! Volker Weingart als ausgewiesener Sandspezialist war in beiden Läufen von Anfang an vorn und siegte in beiden Läufen. Johannes Steinel belegte im ersten Lauf Platz zwei vor Alexander Hahn. Im zweiten Lauf räumten sich gleich in der Startrunde die beiden Enduro-Fahrer und Clubkameraden vom MC Hassloch, Steinel und Markus Schmidt gegenseitig ab. Für Schmidt war damit Ende, Steinel erreichte noch vier hinter Weingart, Lutz Gerlach und Jürgen Hüther.

Gesamtergebnis Fischbach, 7./8. Mai 2016
50ccm: 1. Max-Werner Breuer, 2. Paul Mueller, 3. Louis Kirchen, 4. Kevin Maass, 5. Tim Du-Sartz
65ccm: 1. Jayson Alles, 2. Lennox Dessloch, 3. Fynn Schäfer, 4. Marlon Dietrich, 5. Leon Müller
85ccm: 1. Leandro Lüdi, 2. Leon Sievert, 3. Marlon Schmidt, 4. Lukas Hofstetter, 5. Tijay Heinen
Prestige: 1.Björn Frank, 2. Nicolai Neumüller, 3. Jan Kallfelz, 4. Tom Oster, 5. Christian Nolle
Cup: 1. Mike Kreuzer, 2. Pascal Wagner, 3. Maurice Becker, 4. Niklas Pleyer, 5. Bruno Barbosa
Senioren: 1. Volker Weingart, 2. Lutz Gerlach, 3. Johannes Steinel, 4. Alexander Hahn, 5. Jürgen Hüther
MX2: 1. Jan-Thore Kaulbach, 2. Robin Lang, 3. Lukas Kunz, 4. David Cherkasov, 5. Christian Schaum

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Frankenthal, 30. April/1. Mai, 3. Lauf zum SWC 2016

Schlag auf Schlag...

...geht es im Südwest-Cup weiter. Gleich vier Rennen an vier aufeinander folgenden Wochenenden stellen eine große Herausforderung an die Fitness der Fahrer. Frankenthal war Nummer zwei in dieser Reihe. Am Samstag startete die Jugend des SWC und der DMV Ladies Cup. Nach einer ziemlich verregneten Nacht stellten sich nur wenige Piloten des SWC dem freien Training, die Jungs vom DMV 2T-Cup waren zahlreicher vertreten, da viele die Strecke erst mal kennen lernen mussten. Ein kräftiger Wind und Sonnenschein sorgten dafür, daß die Strecke schon zur Mittagszeit wieder trocken war und es bei den Rennen schon wieder leicht staubte, also optimale Verhältnisse für geniales Racing.

50ccm: Der Gastfahrer Max-Werner Breuer war im Zeittraining deutlich der schnellste. Auch im ersten Lauf setzte er sich gleich deutlich von Louis Kirchen und Paul Müller ab und schien den Lauf ungefährdet zu gewinnen. Bei einem Überrundungsmanöver stürzte er aber und es dauerte recht lange bis er wieder in Fahrt kam. Kirchen und Müller waren vorbei, und es kam zum Showdown in der letzten Runde: alle drei kamen innerhalb einer Sekunde ins Ziel. Kirchen und Müller konnten sich noch ganz knapp vor Breuer behaupten. Im zweiten machte Breuer dann alles richtig und siegte klar vor Kirchen und Müller, der Tagessieg ging aber an Kirchen.

65ccm: Der Tabellenerste und amtierende Champion Jayson Alles war nicht am Start, Chance also für die anderen, Punkte gut zu machen. Das Zeittraining ging aber erst mal hauchdünn an den Gast Felix Schwartze vor Leon Müller und Marlon Dietrich. Den besten Start zum ersten Lauf erwischte Justin Roll, der beim Zeittraining nur im Mittelfeld gelandet war. Schwartze war dann recht schnell an der Spitze, gefolgt von Müller. Müller stürzte und brauchte lange, bis er wieder eingreifen konnt. Derweil war Jonas Desssloch auf zwei vorgefahren. Der Zieleinlauf blieb dann Schwartze vor Dessloch und Roll. Auch in Durchgang zwei lag Roll nach der ersten Kurve vorn, Schwartze zog aber wieder vorbei. Diesmal konnte Roll seinen zweiten Platz vor Müller und Dietrich verteidigen.

85ccm: Der amtierende Meister Leandro Lüdi kam in beiden Läufen super vom Startgitter weg und holte sich vollkommen ungefährdet beide Laufsiege. Spannender ging es um die weiteren Plätze zu: Im ersten Lauf ging Rang zwei noch unbedrängt an Loris Zimmermann vor Marlon Schmidt und Lisa Michels. Im zweiten war der zweite Platz ein enger Dreikampf von Schmidt, Zimmermann und Lukas Hofstetter. Zimmermann kippte in Runde sieben in der Kurve nach dem Ziel um und war raus, hielt aber noch Platz vier vor Michels. Schmidt hielt knapp Platz zwei vor Hofstetter.

Prestige: Auf seiner Heimbahn liess sich Markus Class die Pole Position nicht nehmen. Er hatte mit Gast Nico Krackl aber einen harten Gegner im Nacken. Dies spiegelte sich in beiden Läufen wieder: Class holte sich souverän beide Laufsiege, aber Krackl war jedesmal nicht allzu weit dahinter. Alle übrigen spielten für den Laufsieg keine Rolle. Im ersten sah Ludwig Säger schon wie der sichere dritte aus, crashte aber noch in der letzten Runde und finishte auf neun. Tom Oster profitierte davon und sah als Dritter die Zielflagge. Andere kamen aber erst gar nicht so weit: Der Startcrash war mit René Kühn, Jan Hoffmann, Björn Frank und Nicolai Neumüller hochkarätig besetzt. Im zweiten ging der Holeshot an Nils Neumüller, gefolgt von Jan Kallfelz und Hoffmann. Schon nach Runde eins lagen Class und Krackl aber vorn. Kallfelz wurde in der zweiten Runde von Nicolai Neumüller überholt, konnte aber den vierten Platz über die gesamte Distanz halten. Zieleinlauf also: Class vor Krackl, Nicolai Neumüller, Kallfelz und Oster.

MX2: Die schnellste Zeittrainingsrunde lieferte Nico Stepan ab, knapp vor Christopher Robert. Den Holeshot zum ersten Lauf holte sich aber Lukas Kunz vor David Cherkasov. Kunz setzte sich ab und war nah dran am Laufsieg, nach einem kleinen Fehler war Cherkasov aber dran und in der drittletzten Runde dann auch vorbei. Paul Nuoffer sicherte sich klar den dritten Platz, Tim Scholtes rettete sich hauchdünn vor Robert auf den vierten Platz. Auch im zweiten Durchgang sah es lange klar nach einem Sieg aus, diemal aber für Robert. Auch er machte in der Schlussphase Fehler und wieder war Cherkasov am Ende ganz vorn. Spannend ging es um den dritten Platz zu: Kunz und Stepan wechselten zweimal die Positionen, nach einem weiteren Fehler von Kunz blieb dann Stepan bis zur Zielflagge vorn, und damit auf Rang drei.

Cup: Erstmals in dieser Saison war kein Hoffnungslauf nötig, alle genannten Fahrer durften an den beiden Wertungsläufen teilnehmen. Trainingsbester war Mike Kreuzer, der auch im ersten Lauf nach Startsieger Dylan Antunes aus der ersten Kurve kam. Antunes wurde nach und nach durchgereicht, hatte aber auch mit einem Handicap zu kämpfen: Die Startvorrichtung an der Gabel hatte sich eingehängt und löste sich nicht mehr. Kreuzer lag lange vorn, der Hoxberger Johannes Heckeler lange auf zwei, den Sieg holte sich am Ende aber Aymeric Burlett. Von Position neun kommend schnappte er sich Runde für Runde einen Konkurrenten nach dem anderen. Im zweiten startete Burlett besser, war nach Runde zwei an der Spitze, setzte sich ab und holte sich souverän seinen zweiten Lauf- und damit auch Tagessieg. Kreuzer war mit Rang zwei ebenfalls wieder gut dabei, Rang drei ging an Maurice Becker.

Senioren: Wirklich spannend geht es bei den Senioren nicht zu. Christian Lehner hat momentan einen Lauf und holte sich in Frankenthal Laufsieg Nummer vier und fünf ab. In beiden Rennen am nächsten dran war Lutz Gerlach, der damit auch in der Tabelle auf Rang zwei liegt und damit als bester Oldie gewertet wird. Auch der dritte Platz ging zweimal an den gleichen Fahrer: Ralf Lüttger. Der zweite Lauf wurde aufgrund eines Crashs von Elmar Näckel und der damit erforderlichen medizinischen Betreuung auf der Strecke abgebrochen. Er hat sich allerdings dann doch nicht so schwer verletzt und wird bei den weiteren Rennen wieder angreifen können.

Gesamtergebnis Frankenthal, 30. April/1. Mai 2016
50ccm: 1. Louis Kirchen, 2. Max-Werner Breuer, 3. Paul Mueller, 4. Aleksandr Griaznov, 5. Marius Böhle
65ccm: 1. Felix Schwartze, 2. Justin Roll, 3. Jonas Dessloch, 4. Marlon Dietrich, 5. Michael Höchst
85ccm: 1. Leandro Lüdi, 2. Marlon Schmidt, 3. Loris Zimmermann, 4. Lukas Hofstetter, 5. Lisa Michels
Prestige: 1. Markus Class, 2. Nico Krackl, 3. Jan Kallfelz, 4. Tom Oster, 5. Dennis Zmija-Kalinowski
Cup: 1. Aymeric Burlett, 2. Mike Kreuzer, 3. Maurice Becker, 4. Johannes Heckeler, 5. Dylan Antunes
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Lutz Gerlach, 3. Ralf Lüttger, 4. Ralf Oster, 5. Markus Schmidt
MX2: 1. David Cherkasov, 2. Lukas Kunz, 3. Christopher Robert, 4. Nico Stepan, 5. Lucca Zimmermann

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Hoxberg, 28. März, 1. Lauf zum SWC 2016

Erster Laufsieg für Marius Faas (Cup)Halber Auftakt

Mit dem traditionellen Ostermontagstermin ging der SWC 2016 in die erste Runde. Leider war das Osterwetter nicht so toll, heftige Regenfälle in den Tagen zuvor sorgten für eine dicke Schlammpackung. Da es am Renntag zumindest am Vormittag noch nicht regnete, konnten die Trainings und der erste Wertungslauf unter regulären Bedingungen ausgetragen werden. Vor dem zweiten Lauf der 85er setze dann der vorhergesagte heftige Regen ein. Um keine weiteren Verletzungen auf der schwer befahrbaren Piste zu riskieren, strich die Rennleitung die zweiten Läufe. Wie immer war diese Entscheidung nicht ganz unumstritten, aber die Mehrheit der Fahrer dürfte diese Entscheidung begrüßt haben. Da bei der Eintages-Veranstaltung in Hoxberg nicht alle Klassen starten konnten, mussten dieses Jahr die 50er und 65er außen vor bleiben. In Anbetracht der Wetterlage und des Streckenzustandes wäre ein Start dieser Klassen aber ohnehin nicht möglich gewesen.

85ccm: Der 65er-Champion der Saison 2013, Marlon Schmidt, kommt nach seinen beiden Lehrjahren jetzt auch in der 85er-Klasse super zurecht, jedenfalls holte er sich die Trainingsbestzeit vor Gastfahrer Paul Bloy, Loris Zimmermann und Lisa Michels. Der Holeshot des ersten Laufes ging aber an Maurice Dorschner, der leider schon in der ersten Runde in einem Schlammloch stecken blieb und sich verletzte, gute Besserung! Nach der ersten Runde lag Bloy vorne, setzte sich vom restlichen Feld ab und gewann mit klarem Vorsprung von 38 Sekunden vor dem amtierenden 85er-Champ, Leandro Lüdi. Schmidt lag nach der ersten Runde auf vier, konnte an Michels vorbei ziehen und sah schon wie der sichere Drittplatzierte aus, fiel aber nach einem Sturz in der allerletzten Runde noch auf sieben zurück.

Sieger in der Prestige: Björn FrankPrestige: In der Prestige-Klasse wird es dieses Jahr einen neuen Meister geben, da Mike Luxembourger nicht mehr am Start ist. Mit Jan Hoffmann, dem Supermoto-Rückkehrer Markus Class und Jan Kallfelz sind drei schnelle Piloten (wieder) neu dabei. Diese dürften am Ende mit den Etablierten Björn Frank, René Kühn und Ludwig Säger wohl die Meisterschaft ausmachen. Aber auch den amtierenden MX2-Champ Tom Oster, der in die Prestige gewechselt ist, sowie Dennis Zmija-Kalinowski, als Vizechamp der MX2 jetzt ebenfalls in der Prestige, sollte man auf der Rechnung haben. Bleiben noch der Vorjahresdritte, Ramon Jäckle, der beruflich bedingt nicht antreten konnte und die beiden Neumüller-Brüder, die ebenfalls nicht am Start waren und das Fazit: Diese Klasse ist dieses Jahr heiß umkämpft und wird uns super spannende Rennaction liefern. Im Zeittraining lag Hoffmann eine zeitlang vorne, ehe Kühn in seiner letzten Runde die Bestzeit markierte und die Pole Position holte. Im einzigen Lauf erwischte Kallfelz den besten Start und brannte in den ersten paar Runden ein Feuerwerk ab, verlor dann aber etwas die Kraft und Hoffmann und Kühn kamen näher. Kühn ging zuerst an Hoffmann vorbei, wobei aber sofort ersichtlich wurde, warum dieser wenig Gegenwehr leistete: mit plattem Hinterrad musste er den Lauf vorzeitig beenden. Eine Runde später war Kühn auch an Kallfelz vorbei, musste aber auch dem schweren Boden Tribut zollen und mit harten Unterarmen das Tempo etwas zurück schrauben. Konsequenz war ein erneuter Führungswechsel: Björn Frank lag nun vorne, und das blieb dann auch so bis zur Zielflagge. Kühn kam gegen Ende noch mal näher ran und hatte im Ziel nur noch drei Sekunden Rückstand. Mit einem unterirdisch schlechten Start versaute sich Markus Class alle Chancen und musste das Feld von hinten aufrollen. Am Ende reichte es zu Rang drei mit nur noch zwei Sekunden Abstand zu Kühn, aber die beste Rennrunde ging klar an ihn. Mit deutlichem Abstand auf Rang vier dann Säger vor Kallfelz und Oster.

Mit etwas Glück auf zwei in der MX2: David CherkasovMX2: Die Altersbeschränkung in dieser Klasse wurde für diese Saison aufgehoben, dennoch sind es eher die jüngeren Piloten, die diese Klasse bevölkern. In dieser Klasse konnten auch Gastfahrer zugelassen werden, es war auch der Gast Domenico Felici, der die Trainingsbestzeit markierte. Die zweitbeste Runde absolvierte Nico Stepan, der sich als Saisonziel die Teilnahme an den Crossfinals ausgegeben hat. Vielversprechend auch der dritte Platz für den 85er-Aufsteiger Christopher Robert vor zwei weiteren Gastfahrern, den Stumpf-Brüdern André und Marco. Im Wertungslauf kam Stepan als bester aus dem Startgitter, lag ziemlich lang ziemlich klar vorne, baute am Schluss aber ab. Beim Überholmanöver in der letzten Runde von Marco Stumpf, der von Anfang an auf Position zwei zu finden war, kam Stepan zu Fall, so daß er noch einen weiteren Platz an den Hoxberger David Cherkasov abgeben musste. Gut gestartet war auch ein weiterer 85er Umsteiger, Tim Scholtes, Vizechamp 2015. Er dürfte wohl der jüngste Fahrer in dieser Klasse sein, da er erst 13 Jahre alt ist. In aussichtsreicher Position musste er mit technischem Defekt das Rennen beenden. Rang vier ging an André Stumpf vor dem Polesetter Felici, der nach einem Crash nicht ganz vorne eingreifen konnte.

Cup: Um es mit Forrest Gump -leicht abgewandelt- zu beschreiben: diese Klasse ist wie eine Pralinenschachtel, man weiss nie, wer gewinnt. Die ersten sieben des Vorjahres mussten ja die Klasse wechseln, also die Chance für die anderen jetzt nachzurücken. In den letzten Jahren hatten teilweise vollkommen neue Fahrer im SWC vorne mitspielen können, in diesem Jahr scheinen aber wohl die bekannten Fahrer die Meisterschaft zu gewinnen. Wegen der hohen Teilnehmerzahl musste ein Ausscheidungsrennen gefahren werden, bei dem die vier letzten Startplätze für den Wertungslauf vergeben wurden. In den beiden Zeittrainingsgruppen waren Maurice Becker und der Hoxberger Steffen Gondolff die schnellsten. Den besten Start zum einzigen Wertungslauf erwischte eine weiterer Hoxberger, Marius Faas. Faas baute seinen Vorsprung aus und holte sich seinen ersten Laufsieg. Justin Britten war kurzfristig mal an Faas dran, hatte am Ende aber 18 Sekunden Abstand auf Platz zwei. Niklas Pleyer mit der schnellsten Rennrunde lag zwar auch mal kurzfristig vor seinem Vereinskollegen Britten auf zwei, nach einem Crash sah er als dritter die Zielflagge. Das Podium vervollständigten der Luxemburger Pit Lampert und Stefan Reiter.

Senioren: Die Senioren-Klasse war leider nur sehr dünn besetzt. Lediglich 14 AH-Fahrer nahmen den Kampf um Ruhm und Punkte auf. Als Meisterschaftsfavorit kann der Saarlouiser Christian Lehner angesehen werden. Letztes Jahr schon mit sehr vielen Laufsiegen versehen, hatte er die Meisterschaft aufgrund von diversen Ausfällen nicht erringen können. Im Zeittraining fuhr er die deutlich schnellste Runde vor dem amtierenden Champ Lutz Gerlach, dahinter ein weiterer Becker Racing-Fahrer mit Volker Weingart. Im Rennen spiegelte sich das wider: Lehner zog vorne unbeirrt seine Bahnen und hatte am Ende 45 Sekunden Vorsprung auf Gerlach. Weingart folgte Gerlach wie ein Schatten, startete aber keinen Angriff auf seinen Teamchef und beendete den Lauf auf drei. Jacek Kalinowski bestätigte mal wieder seinen Ruf als Crash-Pilot: Auf drei liegend stürzte er in der zweiten Runde, fiel auf sieben zurück und holte am Ende Rang vier.

Gesamtergebnis Hoxberg, 28. März 2016
85ccm: 1. Paul Bloy, 2. Leandro Lüdi, 3. Loris Zimmermann, 4. Lisa Michels, 5. Noah Scholzen
Prestige: 1. Björn Frank, 2. René Kühn, 3. Markus Class, 4. Ludwig Säger, 5. Jan Kallfelz
Cup: 1. Marius Faas, 2. Justin Britten, 3. Niklas Pleyer, 4. Pit Lampert, 5. Stefan Reiter
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Lutz Gerlach, 3. Volker Weingart, 4, Jacek Kalinowski, 5. Manfred Heider
MX2: 1. Marco Stumpf, 2. David Cherkasov, 3. Nico Stepan, 4. André Stumpf, 5. Domenico Felici

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Hennweiler, 5./6. September, 8. Lauf zum SWC 2015

Neuer Champion bei den 85ern: Lendro LüdiHerbstlich

Mit dem vorletzten Lauf in Hennweiler befindet sich der SWC schon im Herbst der Saison 2015. Angepasst war auch das Wetter: Bei kühlen Temperaturen und einem kalten Wind waren ein geheiztes Wohnmobil oder ein geheizter Wohnwagen eine sehr schöne Sache. Leichte Regenfälle am Samstag sorgten am gesamten Wochenende für ideale Bedingungen: die Strecke bot viel Grip, eine Staubentwicklung war nicht vorhanden.

50ccm: Dank vieler Gastfahrer, insgesamt standen sieben Fahrer am Startgatter, fühlten sich die beiden SWC-Fahrer endlich mal nicht einsam auf der Strecke. Es war dann auch der Gast Aaron Kowatsch, der beide Läufe relativ deutlich vor Kevin Bento Mendes gewann. Der zweite SWC-Teilnehmer Anton Ronneburger musste sich zweimal hinter Marius Böhle und Kevin Maass einreihen und belegte so Gesamtrang 5. Bento Mendes liegt nun uneinholbar vorn und hat den Meistertitel bereits vor dem letzten Lauf in Warndt sicher.

65ccm: Jayson Alles siegte in beiden Läufen knapp vor Jamie Heinen, im ersten musste er Heinen noch überholen, im zweiten lag er gleich vorn. Alles hat damit ein großes Punktepolster in der Tabelle, ist aber mit dem Titelgewinn nicht sicher durch. Theoretisch kann ihn der Tabellenzweite Luca Höltenschmidt, der sich in beiden Läufen hinter den beiden einsortierte, noch abfangen. Jeweils den vierten und fünften Platz belegten Fabian Kling und Luca Schmidthäusler.

Auch in der Prestige ein neuer Meister: Mike Luxembourger85ccm: Mit dem Franzosen Bogdan Krajewski hatten die SWC-Cracks einen harten Gegner. Zwar konnten Lukas Kunz, der tags zuvor in Gaildorf leider die Quali zum Junior-Cup nicht geschafft hatte, und Tim Scholtes im Zeittraining den Franzosen noch schlagen, in den Rennen lief es aber anders. Im ersten Lauf bog Scholtes als Erster in die erste Kurve ein, nach der zweiten Runde war Krajewski dran und überholte Scholtes gegen Rennmitte. Scholtes blieb noch eine Weile dran, musste am Ende Krajewski aber davon ziehen lassen. Kunz war nicht gut gestartet, holte sich aber sicher Rang drei vor Leandro Lüdi und Nick Hofstetter. Im zweiten Durchgang ging Krajewski gleich in Führung -lediglich Scholtes konnte annähernd folgen- und holte sich souverän den Gesamtsieg. Dritter diesmal Lüdi vor Kunz.

MX2: Im Fight um die Meisterschaft konnte Dennis Zmija-Kalinowski keinen Punkt auf Tom Oster gut machen, der Abstand bleibt bei acht Punkten. Lauf eins beendete Oster auf dem zweiten Platz, Zmija-Kalinowski erreichte trotz Plattfuss ab Mitte des Rennens mit starker Leistung Platz drei. Im zweiten Durchgang dann Zmija-Kalinowski auf zwei, gefolgt von Oster. Beide konnten an diesem Tag aber die Laufsiege von Jean-Luc Tille nicht verhindern: Im ersten knapp vor Oster, im zweiten hauchdünn vor Zmija-Kalinowski. Nico Müller war nicht am Start, er versuchte sich in Gaildorf im Youngster-Cup.

Bei den den Senioren ein neuer, aber auich alter Champion: Lutz GerlachCup: Mit Marco Linares Verruga, einem der vielen Luxemburger Portugiesen, tauchte gegen Ende der Saison noch ein neues Gesicht in der Cup-Klasse auf. Im Zeittraining holte er sich Rang zwei hinter Max Ernst Grigo. Den ersten Lauf beendete er ebenfalls auf Rang zwei knapp vor Nico Kluge, der Sieg ging aber an Andreas Jung. Im zweiten Lauf kämpfte sich Kluge von fünf auf eins nach vorne und holte somit den Tagessieg. Linares Verruga wie zuvor auf zwei. Jung erreichte nach mittelmäßigem Start noch Rang vier hinter Candido Braijo Daporta.

Prestige: Der für Luxemburg startende Belgier Kevin Banckaert war bisher nur zum Saisonauftakt in Hoxberg am Start, zeigte aber auch schon dort, daß er mit dem Tabellenführer Mike Luxembourger mithalten kann. Im Zeittraining waren die beiden eine Klasse für sich, Luxembourger konnte knapp vor ihm die Pole Position einfahren. Im ersten Lauf hatte Banckaert Pech und Glück: nach einem Startsturz nahm er als allerletzter abgeschlagen das Rennen auf, das jedoch wegen medizinischer Behandlung von Ramon Jäckle (Steinschlag ins Gesicht) abgebrochen wurde. Beim Neustart machte Banckaert dann alles richtig, lag gleich vorne und beendete den Lauf als Erster. Luxembourger war schlecht gestartet, musste sich aus dem Mittelfeld nach vorne schieben, kam zwar noch auf zwei, konnte aber Banckaert nicht gefährden. Rang drei für Ludwig Säger. Im zweiten Durchgang Banckaert gleich vorn, Luxembourger aber diesmal gleich dran. Bis Rennmitte hielt Luxembourger den Abstand zu Banckaert konstant, orientierte sich dann aber eher nach hinten um den zweiten Platz vor Säger zu sichern.

Senioren: Mann des Tages war Christian Lehner: Im Zeittraining Erster und beide Laufsiege auf sein Konto. Trotz der guten Vorstellung kann er wegen diverser Ausfälle den Titel nicht mehr holen, diesen hat Lutz Gerlach sicher. Gerlach sicherte sich mit einem siebten und zweiten Platz die noch notwendigen Punkte und ist uneinholbar vor dem letzten Lauf im Warndt neuer SWC-Meister bei den Senioren. In Durchgang eins belegte Rheinland-Pfalz-Saar-Fahrer Ilka Schütz Rang zwei vor Thomas Pfeil und Ingo Hinzmann. Im zweiten bekam Pfeil vom Vordermann ein paar dicke Steine auf die Brust, musste Tempo rausnehmen und schlich nur auf 12 ins Ziel. Schütz wurde als Dritter abgewinkt.

Gesamtergebnis Hennweiler, 5./6. September 2015
50ccm: 1. Aaron Kowatsch, 2. Kevin Bento Mendes, 3. Marius Boehle, 4. Kevin Maass, 5. Anton Ronneburger
65ccm: 1 Jayson Alles, 2. Jamie Heinen, 3. Luca Höltenschmidt, 4. Fabian Kling, 5. Luca Schmidthäusler
85ccm 1. Bogdan Krajewski, 2. Tim Scholtes, 3. Leandro Lüdi, 4. Lukas Kunz, 5. Nick Hofstetter
MX2: 1. Jean-Luc Tille, 2. Dennis Zmija-Kalinowski, 3. Tom Oster, 4. David Cherkasov, 5. Lucca Zimmermann
Cup: 1. Nico Kluge, 2. Marco Linares Verruga, 3. Andreas Jung, 4. Candido Braijo Daporta, 5. Sascha Mayer
Prestige: 1. Kevin Banckaert, 2. Mike Luxembourger, 3. Ludwig Säger, 4. Merlin Dietzel, 5. Nicolas Schummer
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Ilka Schütz, 3. Lutz Gerlach, 4. Ingo Hinzmann, 5. Michael Spengler

Text: Andreas Wack, Bilder: André Imparato


Mühlhausen, 29./30. August, Monster Energy Crossfinals

Ich konnte leider bei den Crossfinals nicht persönlich anwesend sein, da sich leider ein schon lange vorher geplanter Urlaub nicht verschieben liess. Dankenswerter Weise hat sich Lutz Gerlach sowohl um die Fahrervorstellung gekümmert als auch den nachfolgenden Bericht verfasst.

Saugudd

Nach einer für einige doch zähen Anreise zum Freitag und einer sehr sehr lauten Nacht ging es am Samstag mit freien und Zeittrainings für die Südwest-Cup-Fahrer doch recht gut in den Wettbewerb. Jayson (Alles) auf 18, Jamie (Heinen) 21ter, Tim (Scholtes) Siebter, Leandro (Lüdi) Elfter, Dennis (Zmija-Kalinowski) auf 29, Nico (Müller) Dritter, Ludwig (Säger) auf 31 und Mike (Luxembourger) auf Platz zwei mit zwei Tausendstel Rückstand auf den Polesetter Steffen Simon. Nico und Mike waren damit für die Halfpro American Finals qualifiziert. Nico nutzte dies für zwei gute Starttrainings und Mike kam bis in Race 6 (von 8 bzw. 9, Race Nr. 7 mit Wiederholung wegen zwei stehen gebliebenen Startgattern), wo er dann mit Sturz ausschied. Am Abend dann die Teamvorstellung im Festzelt (sehr sehr laut wegen den Kettensägen-Jungs, welche nochmals mit Auspuffrohren aufgerüstet hatten). Auch diese Nacht war wieder sehr sehr laut, da dieses Event nicht nur im Zelt sehr lange laut ist, sondern weil auch die Leute von Halfpro eine Mega-Musikanlage in ihrem Truck dabei hatten. Auch kurzzeitiges Ziehen des Steckers half hier nur für kurze Zeit. Und morgens um sechs gab es dann auch gleich wieder den ersten Test von diesen A.... löschern!

Der Sonntag begann mit den Warm Up's der vier Klassen. Dann gab es die Fahrervorstellung auf der Strecke und nun ging es gleich mit den 65ern ins Racing. Jayson erwischte als Dritter einen super Start, doch weil die Strecke nicht richtig abgesperrt war, bogen einige gleich nach links in die Strecke und etwa zwei Drittel nach rechts in die richtige Startrunde ein, Rennabruch mit Neustart war die Folge. Jayson nun sogar auf zwei, aber anschliesend auch gleich der Sturz, weil er den ersten angreifen wollte. DNF und Kontrolle beim Sani. Lediglich Beinprellungen, weil er ja auch gleich noch überrollt wurde. Jamie war im Massensturz dabei und fuhr sich schon auf Platz 20 vor, doch nach nochmaligen Sturz wurde er leider nur 35ter. Jetzt ging es mit den 85er-Jungs weiter. Holeshot für unsere Schweizer Rakete Leandro Lüdi und nach einem super Race auf 3 ins Ziel, Tim ackerte sich nach schlechten Start auf 13 nach vorne. Klasse MX2 geht ins Race: Nico sofort vorne dabei, wartet was der Elias Stapel macht und überholt ihn dann auch schon recht früh. Nun hatte er den starken Kevin Winkle im Nacken: nach einigen Angriffen lies er den Jung durch und fuhr sicher auf zwei ins Ziel. Dennis kann sich von ca. 35 auf 26 vorkämpfen. MX1 geht auf die Strecke: Mike mit einem guten Start so etwa auf 8 macht gleich ein paar Plätze auf vier vor und muss am Schluss vom Rennen noch Christof Erne durchlassen. Ludwig mit schlechten Start so um Platz 30, ein paar Plätze gutgemacht, dann Sturz und DNF. Pause mit Bewässerung und schon eine gute Stunde Zeitverzug.

Race 2 von den 65er Kids: Glück und Pech und dann doch ein gutes Ergebniss von beiden. Jayson zunächst vorn dabei, dann ein Sturz. Jamie arbeitet sich derweil von hinten nach vorne durch. Am Schluss werden sie 13ter und 14ter, super! Nun die 85er: Leandro wieder mit gutem Start zunächst noch auf drei und Tim wieder weit hinten. Kurz vor Rennende gab es wegen Verletzten, die versorgt weden mussten, einen Rennabruch. Für uns die Plätze 12 und 19. MX2 Start: Nico wieder super gut auf drei dabei, doch nach zwei Runden Rennabbruch. Neustart und Nico wieder gut auf fünf dabei. Für Dennis lief es wieder nicht gut und er musste nach 15 min wegen Ölverlust am Motordeckel aufgeben. Nico holte sich in der letzten Runde noch Platz vier und damit den Gesamtsieg, geil! MX1 Start: Auch hier wieder Abbruch. Neustart und Mike stürzt schon auf der Startgeraden, geht als letzter ins Race. Ludwig gut auf Platz 20 und wird am Ende 25ter. Mike kämpft sich, so wie wir ihn kennen bis auf Platz 13 vor. Unser Team wird Gesamt-Sechster! Trotz aller Widrigkeiten ein Wahnsinns-Ergebnis, saugudd! Jungs, ihr seid super gefahren und habt immer gekämpft! Und damit unser bestes Team-Ergebnis seit 2007!!

Text: Lutz Gerlach

Auch die Rheinland-Pfalz-Saar-Meisterschaft war mit einem Team angetreten, das aber komplett aus Fahrern bestand, die auch im SWC eingeschrieben sind. Auch diese Jungs sollen nicht unerwähnt bleiben, hier hat Geli Oster einen kleinen Bericht zusammengeschrieben. Hier findet ihr den Bericht von Geli.

 

 


Walldorf, 11./12. Juli, 7. Lauf zum Südwest-Cup 2015

Walldorf ist immer eine Reise wert ...

Die tolle Infrastruktur mit Imbiss, Duschen und Stromversorgung, ein ebenes Fahrerlager und kurze Wege zur Strecke, die übrigens top präpariert war, liessen die Veranstaltung rundum gelingen!

Leider gingen in der 50er-Klasse auch hier wieder nur drei Fahrer an den Start, wobei die eingeschriebenen SWC-Fahrer bis auf Anton Ronneburger durch Abwesendheit glänzten und durch zwei "neue" Namen ersetzt wurden. Im ersten Lauf konnte Domenic Gruß den Sieg einfahren, ihm folgten Aaron Kowatsch und Ronneburger. Gruß trat im zweiten Durchgang nicht mehr an und so machten Kowatsch und Ronneburger das Ding unter sich aus. Auch diesmal lag Kowatsch vor Ronneburger und sicherte sich so den Tagessieg.
1. Aaron Kowatsch, 2. Anton Ronneburger, 3. Domenic Gruß

Der Walldorfer Fabian Kling zeigte im Zeittraining der 65er dem Fahrerfeld, wo es lang geht und konnte mit zwei Sekunden Vorsprung die schnellste Runde in den Sand ziehen. Der Holeshot im ersten Lauf ging auch an Kling, ihm folgten dicht beieinander Jayson Alles, Luca Höltenschmidt und Jamie Heinen. Kling unterlag dem Fluch des Heimrennens und stürzte in der dritten Runde, Alles konnte die Führung übernehmen. Kurz vor Schluß ging auch Höltenschmidt zu Boden und Heinen nutze die Gelegenheit um auf die zweite Position vorzufahren. Schmidthäusler schob sich auf die vier vor und für Kling blieb, mal wieder, nur der fünfte Platz. Im zweiten Rennen lief es besser für Kling, hinter Heinen, der seinen ersten Sieg einfahren konnte, lag er auf dem zweiten Rang gefolgt von Höltenschmidt und Schmidthäusler. Alles, der mit dem "Red Number Plate" antrat, stürzte und konnte nur noch auf fünf einlaufen.
1. Jamie Heinen, 2. Jayson Alles, 3. Luca Höltenschmidt, 4. Fabian Kling, 5. Luca Schmidthäusler

Mit 22 Startern in der 85er-Klasse war das Startgatter voll, es musste sogar aus der zweiten Reihe gestartet werden. Dieses Problem hatte Christopher Robert nicht, als Trainingsschnellster hatte er freie Platzwahl. Leandro Lüdi, Robert und der Umsteiger Lukas Hofstetter waren die schnellsten beim Start zum ersten Durchgang. Lüdi konnte bis zur neunten Runde führen, dann nahm Robert die Zügel in die Hand. Lukas Hofstetter schaffte es hinter Gastfahrer Pascal Jungmann und Tim Scholtes auf den fünften Rang. Der Walldorfer Jean-Pierre Kammerer schaffte es auf den 13.Rang. Wieder war es Lüdi, der im zweiten Rennlauf das Feld anführte und dieses Mal wurde er gegen Ende des Rennens von Jungmann abgelöst. Nick Hofstetter konnte sich auf den dritten Platz vorkämpfen, ihm folgten Robert, der wegen einem Startcrash erstmal aufholen musste, und Lukas Kunz. Der Gesamtsieg ging an KMP-Gastfahrer Jungmann, Marlon Schmidt holte sich einen hervorragenden fünften Platz und die beiden Mädels im Fahrerfeld beeindruckten mit dem neunten (Chelsea Schmidt) und 16. Platz (Gastfahrerin Lisa Michels).
1. Pascal Jungmann, 2. Leandro Lüdi, 3. Christopher Robert, 4 .Nick Hofstetter, 5. Marlon Schmidt

Walldorf schickte mit Damon Goldschmidt nur einen Fahrer in der MX2-Klasse ins Rennen. Er konnte im Zeittraining mit der fünfschnellsten Zeit zeigen, daß er sich auf seiner Heimstrecke sehr wohl auskennt. Gastfahrer André Stumpf war es dann, der mit einem astreinen Start-Ziel-Sieg im ersten Lauf vor Dennis Zmija-Kalinowski und Goldschmidt seine Können beweisen konnte. David Cherkasov überzeugte mit einem starken fünften Rang. André Stumpf, Marco Stumpf und Zmija-Kalinowski holten sich die ersten drei Plätze im zweiten Rennen. MX2-Neuling Fynn Schwab, im Ettringer Rennen noch das Schlußlicht, konnte einen sehr starken 11. Rang einfahren. Zmija-Kalinowski konnte sich mit seinen beiden ersten Plätzen in der SWC Wertung auf den zweiten Platz der Gesamtwertung vorschieben.
1. André Stumpf, 2. Dennis Zmija-Kalinowski, 3. Marco Stumpf, 4. Slimane Müller, 5. Denny Hector

Mit Dennis Griethe und Heiko Spengler stellten sich zwei Walldorfer Fahrer in der Cup-Klasse der Herausforderung des Heimrennens. Im Zeittraining aber legten die drei üblichen Verdächtigen erstmal was vor. Tomas Pravda, Max Ernst Grigo und Andy Jung fuhren die schnellsten Runden und waren somit die ersten am Startgatter. Der Holeshot ging an Jung, Pravda konnte aber recht schnell die Führung übernehmen und auch behalten. Grigo und Joao Barreto Costa folgten und für Jung blieb der vierte Platz. Pravda, Grigo und Nico Kluge waren die schnellsten im zweiten Durchgang, wobei Pravda mit wirklich großem Vorsprung das Rennen für sich entscheiden konnte. Griethe konnte auf seiner Hausstrecke auf dem neunten Platz das Rennen beenden. Im Mittelfeld kämpften Sebastian Bodtländer, Cedric Kuss und Sascha Meyer um jeden Zentimeter, wobei Bodtländer auf 12 kam und die beiden anderen hinter sich lassen konnte.
1. Tomas Pravda, 2. Max Ernst Grigo, 3. Joao Barreto Costa, 4. Nico Kluge, 5. Andreas Jung

Das Maß aller Dinge in der Prestige-Klasse blieb auch in diesem Wettkampf Mike Luxembourger. Wie schon in der Rennen zuvor ging das Triple an ihn, weder im Zeittraining noch in den Rennen konnte ein Fahrer seinen Sieg gefährden. Christian Nolle und Ramon Jäckle, der sich vom fünften Platz aus an Ludwig Säger und Nicolas Schummer vorbei arbeitete, folgten dem Franzosen. Schummer kämpfte ab der zweiten Hälfte des Rennens mit Eric Tabouraing, der am Schluß noch Benny Traxel vorbei ziehen lassen musste.Der Walldorfer KMP-Chef Alex Karg hatte viel zu tun um Merlin Dietzel auf Abstand zu halten, aber als Karg sich beim Überrunden etwas zu lange aufhielt nutze Dietzel die Gelegenheit zum überholen und konnte auch gleich ordentlich Abstand zwischen sich und Karg bringen. Gleicher Startablauf im zweiten Durchgang, Nolle holt den Holeshot, aber Luxembourger übernimmt kurz darauf die Führung und gewinnt das Ding recht locker. Björn Frank konnte seinen dritten Platz bis zum Schluß halten. Traxel und Tabouraing fighteten wieder um die Plätze vier und fünf, wobei Tabouraing sich seine Kräfte wohl besser aufgeteilt hatte, er konnte vor Traxel und Jäckle auf den vierten Platz fahren. Auch im Mittelfeld nichts Neues: Karg, Dietzel und Schummer im heissen Kampf aus dem Dietzel auf dem neunten Platz am besten rauskam.
1. Mike Luxembourger, 2. Christian Nolle, 3. Björn Frank, 4. Ramon Jäckle, 5. Eric Tabouraing

Ralf Lüttger liess bei den Senioren auf seiner Heimstrecke nichts anbrennen. Der Lüttec-Chef konnte nicht nur im Zeittraining überzeugen, er holte sich auch beide Start-Ziel-Siege mit großem Vorsprung. Lutz Gerlach und Michael Spengler konnten auf dem zweiten und dritten Platz einlaufen, gefolgt von Thomas Pfeil und Alexander Hahn. Ebenfalls auf ihrer Heimstrecke unterwegs war Manuela Flörchinger, sie konnte als 16. noch vor Matthias Klein und Andreas Wack den ersten Durchgang beenden .Gnau so unspektakulär verlief der zweite Rennlauf Lüttger wieder vorneweg, ihm folgten Christian Lehner und Thomas Pfeil. Der Walldorfer Ingo Hinzmann konnte sich auf den vierten Platz vorarbeiten, ihm folgte Lutz Gerlach ins Ziel. Für Flörchinger lief es auch besser als im ersten Durchgang. Sie konnte sich um zwei Plätze verbessern und wurde 14.
1. Ralf Lüttger, 2. Thomas Pfeil, 3. Lutz Gerlach, 4. Christian Lehner, 5. Michael Spengler

Der Südwestcup verabschiedet sich nun in die wohlverdiente Sommerpause. Viele von Euch, vor allem wohl die Jugendfahrer, werden an verschiedenen Trainingslagern teilnehmen. Diesbezüglich hat sich ganz schön was getan in den letzten Jahren. Immer mehr Vereine bieten den Fahrern/innen die Möglichkeit ein paar Tage in Folge, meist unter professioneller Anleitung von ausgebildeten Trainern, ihr fahrerisches Können zu verbessern. Das verbessert nicht nur eueren Fahrstil, es stärkt auch den Zusammenhalt zwischen den vemeintlichen "Gegnern". Bei Interesse schaut auf der Homepage der jeweiligen Vereine nach den Terminen und dem Anmeldeschluß. Bei all dem Trainieren vergesst aber bitte nicht den Sommer, die Ferien und/oder den Urlaub zu geniessen! Ich hoffe, wir sehen uns alle gesund und munter im September in Hennweiler wieder! Den Teilnehmern der Monster Energy Cross Finals wünsche ich viel Glück - haut rein Jungs!

Text:Tanja Dorschner


Ettringen, 21. Juni, 6. Lauf zum Südwest-Cup 2015

Start 85ccmSchräglage beim Tanz auf dem Vulkan ...

Ein neues Fahrerlager sollte es den Teilnehmern des sechsten Rennen um den Süwestcup wohl etwas leichter machen ihre Gespanne für das Wochenende in der Vulkaneifel abzustellen. Leider blieb es nur bei dem Versuch, denn diejenigen, die noch einen Platz im ausgewiesenen Fahrerlager bekamen, mussten ihren Wohnwagen oft abenteuerlich unterbauen. Viele, die später am Abend kamen, fanden erst gar keinen Platz mehr und mussten sich am Rande eines Feldweges eine Bleibe suchen. Das gute Wetter und der gut ausgearbeitete Zeitplan machten das aber wieder wett, alles in allem also eine gelungene Veranstaltung! Eines noch vorneweg: Es gab ein paar Unfälle, bei denen die Fahrer per Krankenwagen oder auch Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurden. Meinen Informationen nach geht es den Jungs aber gut, es waren wohl "nur" starke Prellungen, die sie erlitten hatten.

50ccm: Diese Klasse ist dieses Jahr leider etwas unterbesetzt, ganze drei Fahrer gingen hier an den Start. Wie schon in den letzten Rennen konnte Kevin Bento Mendes am Ende des Tages ganz oben auf dem Podest seinen Pokal in Empfang nehmen. Marius Boehle folgte auf der zwei und Kevin Maass belegte den dritten Rang. Etwas Verwirrung gab es beim Zieleinlauf: Die Transponderschleife liegt hinter einer Kurve, die Jungs fuhren nach der Zielflagge gerade aus und liessen so die Schleife aus, aber die Zeitnahme hatte alles im Blick und konnte die Fahrer in der richtigen Reihenfolge notieren.
1. Kevin Bento Mendes  2. Marius Boehle  3. Kevin Maass

65ccm: In dieser Klasse konnte sich Jayson Alles im Zeittraining schon ein wenig vom Verfolgerfeld absetzen, ihm folgten der Luxemburger Jamie Heinen und Fabian Kling, so auch der Zieleinlauf im ersten Durchgang. Den Startsieg holte sich Luca Höltenschmidt, aber Alles konnte recht schnell die Führung übernehmen. Heinen arbeitete sich vom sechsten Platz aus nach vorne, vor allem in den Whoops konnte er viel Zeit gut machen und an Kling und Höltenschmidt vorbeiziehen. Ähnlich der zweite Rennlauf, Höltenschmidt als Startsieger, aber Alles und Heinen zogen gleich vorbei, Luca Schmidthäusler gelang es auf den vierten Rang zu fahren, Kling kam über den fünften Platz nicht hinaus.
1. Jayson Alles 2. Jamie Heinen  3. Luca Höltenschmidt 4. Fabian Kling 5. Luca Schmidthäusler

Andreas Jung (Cup)85ccm: Bereits im Zeittraining zeigte Christopher Robert, daß er hier heute die volle Punktzahl mitnehmen möchte und legte gut zwei Sekunden Vorsprung auf Tim Scholtes und Lukas Kunz hin. Leandro Lüdi, Ben Merg und Nick Hofstetter kamen beim ersten Lauf am besten vom Gatter weg, aber Robert übernahm schnell die Spitzenposition und gab sie auch nicht mehr ab. Merg konnte sich recht lange in den Top 5 halten, bis er dann gegen Ende des Rennens auf den siebten Platz abrutschte. Ein plattes Hinterrad bremste Hofstetter aus, auf dem dritten Platz liegend musste er das Rennen ganz langsam und im Stehen zu Ende fahren und konnte nur noch die Punkte für Platz 12 mitnehmen. Robert, Merg und Damian Schneider führten im zweiten Rennen das Fahrerfeld in die erste Runde, wobei es Schneider am Schluß auf den fünften Platz schaffte und Merg wieder auf dem siebten Rang einlief. Besser lief es für Nick Hofstetter, mit frischer Luft im Hinterrad konnte er auf den vierten Platz fahren. Hart aber fair wurde um die Plätze im Mittelfeld gekämpft. Julian Recktenwald, Maurice Dorschner und Tijay Heinen schenkten sich nichts. Als Recktenwald sich in einer engen Kurve selbst ausbremste, nutzten die beiden anderen die Gelegenheit und fuhren vorbei, wobei sich Heinen auch gleich noch Dorschner mit schnappte.
1. Christopher Robert 2. Tim Scholtes 3. Lukas Kunz 4. Leandro Lüdi 5. Damian Schneider

Cup: Sandro Luca Sauer vor Tomas Pravda und Max Ernst Grigo auf der drei, so die Reihenfolge im Zeittraining der Cup-Klasse, die mit 33 Fahrern richtig gut besetzt war. Den Start zum ersten Rennen konnte Andreas Jung für sich entscheiden, aber Pravda übernahm noch in der ersten Runde die Spitze und führte bis zum Zieleinlauf. Grigo konnte sich von acht auf zwei vorkämpfen, auf dem dritten Platz folgte Joao Barreto Costa vor Sandro Luca Sauer. Gleicher Zieleinlauf auch im zweiten Durchgang. In der Tabelle konnte sich Grigo nun mit 10 Punkten Vorsprung etwas an der Spitze absetzen.
1. Tomas Pravda 2. Max Ernst Grigo 3. Joao Barreto Costa 4. Sandro Luca Sauer 5. Candido Braijo Daporta

Start PrestigeMX2: Das Zeittraining bestritt die MX2 Jugend zusammen mit der Prestige, hier konnte sich der MX2-Fahrer Nico Müller knapp vor den Führenden der Prestige-Klasse, Mike Luxembourger setzen. Gastfahrer Felix Hoffmann, Nils Neumüller und Tom Oster folgten. Im Rennen startete dann jede Klasse für sich. Justin Schnur war es, der das Feld die ersten beiden Runden anführte, bevor Nico Müller die Zügel in die Hand nahm und auch nicht mehr abgab. In Runde sechs konnten auch noch Oster und Dennis Zmija-Kalinowski an Schnur vorbei ziehen. MX2-Neuling David Cherkasov hielt sich auf dem sehr guten fünften Platz. Den zweiten Lauf führte Denny Hector an, bis sich Müller wieder an die Spitzenposition schob und dort auch blieb. Oster konnte sich nach einem schwachen Start auf die zwei vorkämpfen. Kalinowski dritter, Schnur und Hector auf dem vierten und fünften Platz. Fynn Schwab, der während der Saison von der 85er in die MX2 wechselte, belegte zwar den letzten Platz, man konnte aber deutlich erkennen, wie wohl er sich auf dem großen Motorrad fühlt und daß der Wechsel inmitten der Saison die richtige Entscheidung war.
1. Nico Müller  2. Tom Oster  3. Dennis Zmija-Kalinowski 4. Justin Schnur  5. Denny Hector

Prestige: Mike Luxembourger hat bisher jedes Rennen, bei dem er im SWC angetreten ist, gewonnen und genau so war es auch in Ettringen. Gastfahrer Raths und Luxembourger wechselten sich immer mal an der Spitze ab, wobei Luxembourger am Schluß die Nase vorne hatte. Ramon Jäckle, der ein starkes erstes Rennen fuhr, konnte den dritten Platz erreichen. Merlin Dietzel hatte einen schlechten Start erwischt, konnte sich aber noch von dem 10. Platz auf fünf vorkämpfen und blieb somit hinter Ludwig Säger, der nach seinem Startsieg auf dem vierten Platz einlaufen konnte. Nicolas Schummer kam im zweiten Durchgang am besten weg, ,musste aber schon in der ersten Runde Luxembourger die Führung überlassen. Für Schummer endete das Rennen auf Platz vier, dazwischen kämpften sich Neumüller auf zwei und Säger auf den dritten Platz, Dietzel wieder auf dem fünften Rang und Jäckle etwas enttäuschend auf der sieben.
1. Mike Luxembourger 2. Ludwig Säger  3. Nils Neumüller  4. Ramon Jäckle  5. Merlin Dietzel

Senioren: Bei den Senioren legte Michael Spengler im Zeittraining die beste Rundenzeit hin, gefolgt von Siegfried Klein und dem Tabellenführer Lutz Gerlach. Im ersten Rennlauf gab es ein munteres Wechselspiel an der Spitze, Thomas Pfeil konnte den Start gewinnen, wurde nach zwei Runden von Siegfried Klein abgelöst, der wiederum in Runde sechs die Führung an den späteren Gewinner Michael Spengler abgeben musste. Thomas Gros und Lutz Gerlach konnten auf dem zweiten und dritten Platz beenden. Für Holeshot-Sieger Pfeil reichte es nur zum sechsten Rang. Bis zur fünften Runde wechselten sich Spengler und Pfeil mit der Führungsarbeit im zweiten Lauf ab, und auch hier hatte sich Spengler am Schluss die 25 Punkte gesichert. Gewohnt routiniert fuhr Gerlach auf den zweiten Platz, ihm folgten Klein und Lehner.
1. Michael Spengler  2. Lutz Gerlach  3. Thomas Gros  4. Siegfried Klein  5. Christian Lehner

Text: Tanja Dorschner, Bilder: André Imparato


Frankenthal, 16./17. Mai, 4. Lauf zum Südwest-Cup 2015

Erfolgreicher Umstieg in die MX2: Tom OsterNahezu perfekt...

...beschreibt wohl am besten das Rennwochenende in Frankenthal. Die Strecke war richtig gut vorbereitet, das Wetter cross-optimal, die Organisation stimmte und es gab, gestiftet von Eddy Koenen, Teamchef vom MX Team Koenen, die heiß begehrten "Holeshot"-Pokale. Alles im allem eine gelungene Veranstaltung!

50ccm: Immerhin 5 Fahrer gingen in der 50ccm-Klasse an das Startgatter. Der AMC Frankenthal konnte mit Lewin Ringer einen Gastfahrer aus den eigenen Reihen ins Rennen schicken. Er war auch der einzigste, der Kevin Bento Mendes Sieg hätte gefährden können. Der Luxemburger war wieder einmal nicht zu schlagen und entschied beide Läufe für sich, gefolgt von Ringer und Anton Ronneburger, einem weiteren Gastfahrer. Marius Boehle, für die RLP-Saar Meisterschaft eingeschrieben, belegte vor Kevin Maass den vierten Platz.

65ccm: Der Holeshot zum ersten Lauf ging ganz klar an Jamie Heinen, er konnte das Feld auch vier Runden lang anführen, legte sich dann aber im Anlieger und fiel auf den dritten Platz zurück. Jayson Alles, für Frankenthal startend, nutzte die Gunst der Stunde und übernahm die Führung, gefolgt von Luca Höltenschmidt, der aber auch mal Bodenkontakt hatte, so daß Heinen wieder ganz nah ran kam. Heinen legte sich aber in der letzten Runde kurz vor dem Ziel nochmal hin, der Motor wolllte anschliessend einfach nicht anspringen. So konnten Fabian Kling auf drei und Mika Ullrich auf vier vorrücken. Der Frankenthaler Luca Schmidthäusler beendete den Lauf auf dem fünften Platz. Startsieger des zweiten Laufes war Höltenschmidt, er konnte bis zur sechsten Runde die Führung behaupten, musste dann aber Alles Platz machen. Heinen kam ungefährdet auf drei, gefolgt von Kling, an dessen Hinterrad sich Schmidthäusler gehängt hatte. Dana Schneider, das einzigste Mädel in der Runde, erreichte den elften Gesamtplatz.

Start Cup-Klasse: 199 Jung, 55 Kluge, 23 Barreto Costa85ccm: In dem mit 24 Fahrern gut bestückten Feld gingen gleich sieben Frankenthaler auf ihrer Heimstrecke auf Punktejagd. Als Favoriten galten aber im Vorfeld schon Christopher Robert und Lukas Kunz. Robert ging das freie Training wohl ein wenig übermotiviert an, stürzte schon in der ersten Runde und musste mit Rückenproblemen die Rennen als Zuschauer verfolgen. Das Zeittraining konnte Kunz für sich verbuchen, gefolgt von Tim Scholtes und dem Frankenthaler Nick Hofstetter. Mit einem klaren Start-Ziel Sieg beendete Kunz den ersten Lauf, gefolgt von Nick Hofstetter und dem Frankenthaler Gastfahrer Paul Nuoffer. Leandro Lüdi und Marlon Schmitt kamen auf vier und fünf. Noah Berens musste Mitte des Rennens auf dem vierten Platz liegend wegen Luftmangel im Hinterrad dieses vorzeitig beenden. Mit Lukas Hofstetter auf sechs, Ben Merg auf dem elften und Maurice Dorschner auf Platz zwölf konnten noch drei Frankenthaler auf ihrer Heimstrecke punkten. Das zweite Rennen ging wiederum am Kunz, diesmal folgte ihm Scholtes und Nick Hofstetter kam auf Platz drei. Marlon Schmitt, kurzfristig auf drei liegend, konnte auf fünf beenden.Von den beiden Mädels im Feld konnte sich Chelsea Schmidt auf Platz 14 behaupten, Gastfahrerin Lisa Michels kam auf Platz 16.

Cup: Im Zeittraining legte Tomas Pravda mit gut fünf Sekunden Vorsprung auf Andreas Jung die Messlatte schon mal sehr hoch. Der erste Durchgang ging nur bis Runde vier, dann wurde das Rennen abgebrochen, ein Fahrer war gestürzt und lag an einer nicht einfach einzusehenden Stelle auf der Strecke. Sieger des recht kurzen ersten Laufes war Jung, ihm folgte Nico Kluge. Dritter wurde Yvan Thilmany. Jung konnte auch den Start zum zweiten Rennen gewinnen und lag bis zur siebten Runde vorn, musste dann aber die Führung Kluge überlassen, der sich vom fünften Rang aus nach vorne gearbeitet hatte. Joao Barreto Costa belegte nach einem kurzen Ausflug auf zwei am Ende den dritten Platz.

Marschiert stramm in Richtung Tabellenspitze: Christian Lehner (Senioren)MX2: Nico Müller und Tom Oster gaben im Zeittraining den Ton an und, wie nicht anders zu erwarten, holte sich der Frankenthaler Müller ungefährdet beide Laufsiege. Im ersten Durchgang musste sich Oster gegen David Cherkasov und Nico Stepan durchsetzen, dabei konnte Dennis Zmija-Kalinowski beinahe unbemerkt auf den dritten Platz vorfahren. Wegen eines Sturzes in der zwölften Minute kam es zum Rennabbruch und somit war auch dieser Lauf vorzeitig beendet. Im zweiten Lauf fuhr Müller wieder allen davon. Hinter ihm kämpfte Oster dieses mal mit Jan-Thore Kaulbach, konnte sich aber durchsetzen und wurde Zweiter, Kaulbach musste mit Rang drei zufrieden sein. Kalinowski und Justin Schnur fuhren um den vierten Platz, wobei der Frankenthaler Schnur am Ende zwar hinter Kalinowski blieb, aber dennoch sein bestes Saisonergebnis einfahren konnte.

Prestige: Der Gastgeber schickte mit Markus Class, Nico Krackl und Felix Hoffmann gleich drei richtig starke Gastfahrer ins Rennen, aber trotzdem konnte Mike Luxembourger im Zeittraining die schnellste Runde einfahren. Während des freien Trainings eckte Ramon Jäckle an Krackl an und stürzte wohl so unglücklich, daß der Rennarzt ihm von einem Start abriet. Den Holeshot im ersten Lauf holte sich Hoffmann, er musste aber recht schnell die Führung an Krackl abgeben. In der dritten Runde ging dann Class ganz nach vorne und beendete das Rennen auch als Erster. Luxembourger und Krackl fuhren auf zwei und drei, gefolgt von Hoffmann und Nils Neumüller. Mit Merlin Dietzel auf dem neunten Platz kam ein weiterer Frankenthaler in die Top 10. Der zweite Lauf wurde während der ersten Runde schon abgebrochen, Class war gestürzt und lag an einer gefährlichen Stelle. Unverletzt konnte er aber zum Neustart wieder ans Startgatter gehen. Startsieger im "zweiten" zweiten Durchgang war Krackl, ihn holte sich aber Luxembourger recht schnell und gab die Führung dann auch nicht mehr aus der Hand. Class auf zwei und Krackl auf Platz drei. Neumüller konnte sich gegen Hoffmann behaupten und fuhr auf einen sehr guten vierten Platz.

Senioren: Die "jungen Wilden" waren diesmal die Senioren. Bereits im freien Training stürzte Uli Hell so schwer, daß er mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Das gleiche im Zeittraining, der Frankenthaler Shane Thomas legte sich hin und brach sich den Oberschenkel gleich dreimal. Christian Lehner vor Thomas Pfeil und Gerard Schummer, so die Reihenfolge im Zeittraining. Den Holeshot in Durchgang eins konnte sich aber Michael Spengler sichern. In der dritten Runde dann der Führungswechsel, Lehner übernahm und siegte, gefolgt von Spengler und Pfeil. Lutz Gerlach behauptete sich auf dem vierten Platz, ihm folgte Ilka Schütz. Gleicher Zieleinlauf im zweiten: Lehner vor Spengler und Pfeil, Gerlach wiederum auf der vier, diesmal folgte ihm aber Johannes Steinel.

Gesamtergebnis Frankenthal, 16./17. Mai 2015
50ccm: 1. Kevin Bento Mendes, 2. Lewin Ringer, 3. Anton Ronneburger, 4. Marius Boehle, 5. Kevin Maass
65ccm: 1 Jayson Alles, 2. Luca Höltenschmidt, 3. Fabian Kling, 4. Luca Schmidthäusler, 5. Mika Ulrich
85ccm 1. Lukas Kunz, 2. Nick Hofstetter, 3. Leandro Lüdi, 4. Paul Nuoffer, 5. Tim Scholtes
MX2: 1. Nico Müller, 2. Tom Oster, 3. Jan-Thore Kaulbach, 4. Dennis Zmija-Kalinowski, 5. Marvin Haase
Cup: 1. Andreas Jung, 2. Nico Kluge, 3. Yvan Thilmany, 4. Joao Barreto Costa, 5. Max Ernst Grigo
Prestige: 1. Mike Luxembourger, 2. Markus Class, 3. Nico Krackl, 4. Nils Neumüller, 5. Felix Hoffmann
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Michael Spengler, 3. Thomas Pfeil, 4. Lutz Gerlach, 5. Ilka Schütz

Text: Tanja Dorschner, Bilder: Ronald Westheide


Fischbach, 2./3. Mai, 3. Lauf zum Südwest-Cup 2015

Nick Hofstetter (85ccm)Enduro-Wetter

Ohne Regenschirm und Gummistiefel sollte man an diesem ersten Mai-Wochenende wohl nicht nach Fischbach reisen. Am Samstag war die Strecke trotz des Regens in den Tagen davor noch recht gut befahrbar, am Sonntag mussten nach weiteren nächtlichen Regenfällen und am Nachmittag erneut einsetzendem Regen die zweiten Läufe gestrichen werden. Bei den 50ern hatten sich leider nur zwei Fahrer angemeldet, die Klasse wurde daher nicht durchgeführt, was aber angesichts der Bedingungen ohnehin nicht machbar gewesen wäre.

65ccm: Der MSC Fischbach hatte mit den Dessloch-Brüdern, Felix Lesmeister und Michael Höchst gleich vier Fahrer ins Rennen geschickt, von denen sich Lennox und Jonas Dessloch beim Zeittraining in den Top Ten platzierten. Die schnellste Rundenzeit konnte Luca Höltenschmidt mit ca. einer Sekunde Vorsprung vor Jamie Heinen und Jayson Alles einfahren. Den Holeshot im ersten Durchgang holte sich Alles, er führte das 13 Fahrer starke Feld auch bis zur sechsten Runde an, stürzte dann aber und Luca Höltenschmidt nutzte die Gelegenheit und fuhr als Erster durchs Ziel. Jamie Heinen fühlte sich in dem tiefen Sand sichtlich wohl, er fuhr mit dem zweiten Platz sein bisher bestes Ergebnis ein. Für Alles blieb der dritte Platz, dahinter kämpften sich Luca Schmidthäusler und Fabian Kling ins Ziel. Beim zweiten Rennen blieb Alles auf dem Moped sitzen und fuhr so einen klaren Start-Ziel Sieg ein. Höltenschmidt folgte ungefährdet auf dem zweiten Platz, Rang drei belegte Heinen vor Kling, wobei es diesem erst in der letzten Runde gelang Luca Schmidthäusler auf den fünften Platz zu verdrängen. Für den Fischbacher Michael Höchst blieb ein starker sechster Platz.

Start 85er85ccm: Mit dem Schweizer Leandro Lüdi hat Fischbach in der 85-er Klasse ein ganz heißes Eisen im Rennen. Er konnte im Zeittraining nur knapp eine Sekunde hinter Nick Hofstetter die zweitschnellste Runde fahren, gefolgt von Lukas Hofstetter. Tijay Heinen -das Bockholtz-Rennen der MUL vom Freitag noch in den Knochen- fuhr auf den vierten. 22 Fahrer gingen in den ersten Lauf und Lüdi konnte vom Start weg das Feld anführen. Nick Hofstetter, Lennart Meurer und Tijay Heinen wechselten sich auf der zweiten Position immer mal wieder ab, bis Hofstetter am Schluß die Nase vorne hatte. In dem doch sehr chaotischen Rennverlauf -ständig stürzte jemand und die gelben Flaggen hatten praktisch Dauereinsatz- konnte sich Tim Scholtes auf den dritten Platz vorschieben, gefolgt von Heinen und Meurer. Chelsea Schmidt behauptete sich zwischen all den Jungs auf dem sechsten Platz. Leider nur eine Stunde Pause zwischen den Rennen lies den Fahrern kaum Zeit zum Durchschnaufen und die Väter mussten eventuelle Säuberungs- und Reparaturarbeiten im Schnellverfahren erledigen und hoffen, daß alles hält! Disziplinierter und wesentlich ruhiger ging es dann im zweiten Rennen zu, kaum noch Stürze, die Streckenposten konnten mal durchschnaufen. Auf der nun schon sehr mitgenommenen Strecke zeigte Lüdi sein ganzes Können und siegte mit fast 20 Sekunden Vorsprung auf Tim Scholtes, der sich vom neunten Platz aus vorarbeiten konnte. Den dritten Rang belegte mit einer beeindruckenden Leistung Chelsea Schmidt. Marlon Schmidts Motorradwechsel scheint Früchte zu tragen, er ist seit neuestem auf einer KTM unterwegs und konnte die Punkte für den vierten Platz einfahren.

MX2: Nico Müller startete an diesem Tag in Jauer im Youngster-Cup, daher war die Bahn frei für einen neuen Laufsieger. Slimane Müller, letztes Jahr noch in der Cup-Klasse, hat sich bestens in dieser stärkeren Klasse etabliert und absolvierte im Zeittraining die schnellste Runde. Knapp dahinter der 85er-Aufsteiger Tom Oster vor Dennis Zmija-Kalinowski. Im einzigen Lauf des Tages kam Oster am besten vom Startgatter weg, verfolgt von Gastfahrer Jonathan Gass und Müller. Bereits nach der ersten Runde bog Müller in die Helferbox ab zwecks Brillenwechsel und verlor dadurch natürlich einige Plätze. Oster setzte sich deutlich von Gass ab, auch ein Sturz im "Karussell" war nicht weiter tragisch, er holte sich sicher den Laufsieg. Gass lag lange auf zwei mit gutem Vorsprung, aber am Ende verliessen ihn auf der nassen, tiefsandigen Piste wohl die Kräfte. In der letzen Runde schob sich ein Viererpack zusammen, Jean-Luc Tille und auch Yannick Scheurer quetschten sich an Gass und dem bis dahin Dritten Zmija-Kalinowski vorbei und beendeten den Lauf auf den Positionen zwei und drei.

Vorbildliche Fahrhaltung, demonstriert von Maurice Dorschner :)Cup: Im Zeittraining machten die Fischbacher Fahrer schon klar, daß sie sich auf ihrer Heimstrecke nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Nico Kluge, Alexander Breininger und Manuel Leidner belegten die Plätze eins, zwei und vier, dazwischen der Luxemburger Yvan Thilmany. Der Tabellenerste Tomas Pravda auf dem E-Bike kam nicht wie gewohnt zurecht und beendete das Training auf dem sechsten Rang. Der Holeshot im einzigen Lauf ging an Breininger vor Kluge. Pravda war auch gut dabei, musste aber schon in der ersten Runde in die Box abbiegen. Im Zweierpack dicht zusammen marschierten Breininger und Kluge dem restlichen Feld davon, auch dem auf drei liegenden Leidner. Im letzten Renndrittel ging Kluge dann an Breininger vorbei und holte sich sicher den Laufsieg. Das Podest war somit fest in Fischbacher Hand: Kluge vor Breininger und Leidner, auf vier Thilmany und auf fünf noch ein Fischbacher mit Candido Braijo Daporta.

Prestige: Mike Luxembourger war, nachdem er Winningen ausgelassen hatte, wieder dabei und holte sich erwartungsgemäß die Bestzeit im Training. Nils Neumüller und Eric Tabouraing kamen auf dem tiefen Geläuf auch gut zurecht, belegten Position zwei und drei, allerdings mit klarem Abstand zu Luxembourger. Ludwig Säger spielte im einzigen Lauf seine ganze Routine aus und kam als Erster aus der ersten Kurve raus, dahinter Neumüller und Luxembourger. Säger hielt sich eine Runde lang vorne, musste dann aber Luxembourger, Neumüller und auch den Fischbacher Benjamin Traxel vorbei ziehen lassen. Luxembourger baute wie erwartet seine Führung aus, ist aber auch nicht unfehlbar und legte sich in der letzten Runde hin, was aber nichts am deutlichen Sieg änderte. Neumüller schien den zweiten Platz sicher zu haben. Ein notwendiger Brillentausch kostete ihn aber zwei Plätze, Traxel und Tabouraing schlüpften in dieser Zeit durch. Für Winningen-Sieger Ramon Jäckle reichte es im tiefen Fischbacher Sand nur zu Rang fünf vor Säger.

Senioren: Enduro-Fahrer sind die widerlichen äußeren Bedingungen wohl gewohnt, und so belegten Johannes Steinel und Markus Schmidt die Plätze eins und drei im Zeittraining. Dazwischen Christian Lehner, der nach seiner Nullnummer in Hoxberg in der Tabelle kräftig nach oben marschiert. Der Tabellenzweite Thomas Pfeil kam aufgrund einer die Woche zuvor in Winningen zugezogenen Verletzung im Training nicht über den 13. Platz hinaus und verzichtete auf den Start im einzigen Rennen. Zur Freude der Zuschauer war auch in dieser Klasse nach der ersten Kurve in Fischbacher Fahrer, in Form des Sportleizters Lutz Gerlach in Front. Lehner war ebenfalls gut weg gekommen, wollte aber mit aller Gewalt schon in der ersten Kurve innen an Gerlach vorbei. Solche Aktionen sind häufig nicht von Erfolg gekrönt, Lehner rutschte über das Vorderrad weg und nahm als Letzter das Rennen in Angriff. Trotzdem war er nach Ablauf der ersten Runde schon wieder auf sechs zu finden, einen Platz vor dem mäßig gestarteten Steinel. Dieser fand in der zweiten Runde einen Weg an Lehner vorbei und beide machten sich auf den Weg nach vorn in Richtung Gerlach und seinem Verfolger Schmidt. Ein Crash im "Karussell" warf Schmidt kurzfristig auf den achten Rang zurück, am Ende reichte es für Platz vier. Steinel und Lehner schnappten sich den Führenden Gerlach, auch der Fischbacher Uli Hell war an ihm vorbei. Als Brillenträger bei diesen Bedingungen aber extrem gehandicapt verlor er mit Sichtproblemen seine zweitweise beste Position der Saison und fiel noch auf sieben zurück.

Gesamtergebnis Fischbach 2./3. Mai 2015
65ccm: 1 .Luca Höltenschmidt, 2. Jayson Alles, 3. Jamie Heinen, 4. Fabian Kling, 5. Luca Schmidthäusler
85ccm 1. Leandro Lüdi, 2. Tim Scholtes, 3. Nick Hofstetter, 4. Chelsea Schmidt, 5. Tijay Heinen
MX2: 1. Tom Oster, 2. Jean-Luc Tille, 3. Yannick Scheurer, 4. Jonathan Gass, 5. Dennis Zmija-Kalinowski
Cup: 1. Nico Kluge, 2. Alexander Breininger, 3. Manuel Leidner, 4. Yvan Thilmany, 5. Candido Braijo Daporta
Prestige: 1. Mike Luxembourger, 2. Benjamin Traxel, 3. Eric Tabouraing, 4. Nils Neumüller, 5. Ramon Jäckle
Senioren: 1. Johannes Steinel, 2. Christian Lehner, 3. Lutz Gerlach, 4. Markus Schmidt, 5. Ingo Hinzmann

Text: Tanja Dorschner (65ccm, 85ccm), Andreas Wack (MX2, Cup, Prestige, Senioren), Bilder: André Imparato, Ronald Westheide


Winningen, 25./26. April, 2. Lauf zum Südwest-Cup 2015

Jayson Alles Überrundet Lennox Dessloch (65ccm)Viele Steine auf dem Weg ins Ziel ...

Beste Wetterverhältnisse und eine gut präparierte, wenn auch sehr steinige Strecke zogen fast 160 Fahrer/innen nach Winningen. Zum ersten Mal in dieser Saison durften auch die Kleinen zeigen, was sie so draufhaben.

50ccm: Leider waren hier nur 4 Fahrer am Start und so war Kevin Bento Mendes der Mann des Tages. Im Zeittraining sowie in beiden Rennläufen führte er das Feld an. Dahinter kamen Kevin Maas, Louis Kirchen und Emilio Scherbarth ins Ziel.

65ccm: Mit Luca Höltenschmidt und Jayson Alles gingen zwei eingeschriebene DM-Fahrer an den Start und gerade Luca galt auf seiner Heimstrecke als Favorit. Im Zeittraining hatte er auch noch die Nase vorne, aber Jayson konnte beide Läufe für sich entscheiden. Dahinter kämpften Fabian Kling und Jamie Heinen um die bessere Platzierung, wobei am Tagesende dann Fabian auf dem dritten Platz stand und Jamie sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben musste. Sein bisher bestes Ergebnis erzielte Luca Schmidthäusler, der Frankenthaler konnte den fünften Gesamtplatz mit nach Hause nehmen. Umsteigerin Dana Schneider konnte sich auf ihrer Heimstrecke recht gut gegen die Jungs behaupten und belegte Platz 10.

Platz 6 in der 85er-Klasse: Noah Berens85ccm: Ein glatter 3:0 Sieg für Christopher Robert! Im Zeittraining schon schnellster konnte Chrissi auch beide Läufe für sich entscheiden, wobei er den Sieg im ersten Lauf fast verschenkt hätte. Recht ungestüm wollte er das Mittelfeld-Trio Chelsea Schmidt, Maurice Dorschner und Julian Recktenwald überrunden und ging dabei zu Boden. Leandro Lüdi fuhr auf Platz zwei und Lukas Kunz, der auch mal Bodenkontakt hatte behauptete sich auf dem dritten Platz gefolgt von dem Winninger Damian Schneider. Im zweiten Durchgang wollte Damian dann doch mal zeigen was er auf seiner Heimstrecke
so drauf hat und fuhr als Zweiter ins Ziel, Lukas Kunz wieder auf den dritten und Leandro auf den vierten Platz. Lukas Hofstetter, der im ersten Lauf einen hervorragenden sechsten Platz belegen konnte, blieb beim Start zum zweiten Lauf am Startgatter stehen, es war wohl die Zündkerze, die nicht mehr wollte. Sein Bruder Nick, im letzten Jahr verletzt und noch nicht lange wieder zurück auf dem Bike, konnte mit einer konstant guten Leistung die Punkte für den siebten Platz mitnehmen.

MX2: Hier ist, wie schon in Hoxberg, Nico Müller das Maß aller Dinge. Der Frankenthaler scheint im Moment nicht aufzuhalten zu sein und fuhr wieder mit großem Vorsprung beide Siege ein. Hinter ihm kämpften die Lokalmatadoren Tom Oster und Jan-Thore Kaulbach um jeden Zentimeter, wobei am Tagesende dann Jan-Thore mit seinem zweiten Platz im zweiten Lauf das bessere Tagesergebnis einfuhr. Tom auf der dritten Position, David Hoffmann auf dem vierten und Yann Spaniol landete auf Rang 5. Umsteiger David Cherkasov belegte mit einer guten Leistung den sechsten Platz. Dennis Zmija-Kalinowski lag im zweiten Rennlauf auf dem vielversprechenden vierten Platz als seinem Hinterrad die Luft ausging. Er fuhr das Rennen trotzdem zu Ende, im Stehen und fast im Rollen wurde er 17.

Merlin Dietzel (Prestige)Cup: Ähnlich wie in der MX2 Klasse gibt es auch bei den "jungen Wilden" schon jetzt einen Favoriten auf den Titel, Tomas Pravda mit seinem E-Bike fuhr hier beide Siege ein. Im ersten Lauf folgten ihm Joao Barreto Costa, Andreas Jung und Max Grigo über die Ziellinie. Der Winninger Maurice Künster, nach längerer Pause dieses Jahr wieder am Start, konnte nach einem Sturz in der zweiten Runde nur noch als 23. ins Ziel fahren. Im zweiten Rennen konnte sich Andreas Jung recht lange hinter Tomas halten, musste dann aber dem Druck der Verfolger nachgeben und beendetet als dritter den Lauf. Vor ihm lag Max Grigo auf zwei und hinter ihm Candido Braijo Daporta auf vier. Zu erwähnen sei noch, daß die ehemalige "Chaos-Klasse" sehr diszipliniert und sportlich fair gefahren ist! Keine größeren Stürze, kein Rennabbruch - weiter so!

Prestige: "Totgesagte leben länger..." Ramon Jäckle hat an diesem Sonntag allen Kritikern zum Trotz gezeigt wo es lang geht! Im Zeittraining schon von niemandem zu stoppen, flog er im ersten Rennlauf seinen Verfolgern Christian Nolle und Eric Tabouraing schier davon. Ludwig Säger kam auf vier und Merlin Dietzel fuhr auf den fünften Platz. Der zweite Durchgang begann ähnlich dem ersten, nur wurde Christian Nolle -auf dem zweiten Platz liegend- durch ein plattes Hinterrad ausgebremst und musste aufgeben. So konnte Ludwig auf den zweiten Platz vorrücken und Eric wiederum seinen dritten Platz wiederholen.

Senioren: "Local Hero" Thomas Pfeil und Christian Lehner gaben im Zeittraining das Tempo an und waren zu Beginn des ersten Laufes, angeführt von Michael Spengler, auch vorne mit dabei. Eingelaufen sind dann aber Johannes Steinel auf eins, Christian Lehner auf zwei gefolgt von Ilka Schütz auf drei. Pfeil hatte Bodenkontakt und war auf den achten Rang abgerutscht. Volker Weingart kam als sechster vom Startgatter weg und konnte zeitweise auf 5 vorfahren, verlor aber beim Überrunden Zeit und auch einen Platz. Sein Teamchef Lutz Gerlach lag auf Platz 11 und lag dann nochmal, und zwar zusammen mit Ilpo
Peltoperä in der Zielkurve. Nix passiert, also rauf auf´s Moped und weiter! Der Winninger Bernd "Hölle" Höltenschmidt konnte den Lauf als 18. beenden. Lutz Gerlach begann das zweite Rennen mit einem Holeshot, konnte die Meute auch in der ersten Runde anführen, bis dann der Fischbacher Christian Lehner die Führung übernahm. Thomas Pfeil konnte sich auf 2 vorschieben, gefolgt von Ilka Schütz und Johannes Steinel. Steinel gelang es dann auch nach drei Runden ganz nach vorne zu kommen gefolgt von Lehner, Schütz und Gerlach. Markus Schmidt fuhr auf Platz 5. Thomas Pfeil musste sich mit dem 7. Platz begnügen.

Gäste: Alex Karg wollte wohl den Gästelauf am Samstag zum Warmfahren für den Sonntag nutzen und fuhr nicht nur im Zeittraining die schnellste Runde, er konnte auch beide Läufe für sich entscheiden, dicht gefolgt allerdings von Phillip Kaiser und Jaques Bouvet. Hendrick Sprenger kam auf vier und Eiken Merkel auf fünf ins Ziel. Silvana Schmidt, im Vorjahr noch in der 85er-Klasse unterwegs, beendete den Tag auf Rang 15.

Gesamtergebnis Winningen 25./26. April 2015
50ccm: 1. Kevin Bento Mendes, 2. Kevin Maas, 3. Louis Kirchen, 4 .Emilio Scherbarth
65ccm: 1 .Jayson Alles, 2. Luca Höltenschmidt, 3. Fabian Kling, 4. Jamie Heinen, 5. Luca Schmidthäusler
85ccm 1 Christopher Robert, 2. Damian Schneider, 3. Lukas Kunz, 4. Leandro Lüdi, 5. Tim Scholtes
MX2: 1. Nico Müller, 2. Jan-Thore Kaulbach, 3. Tom Oster, 4. David Hoffmann, 5. Yann Spaniol
Cup: 1. Tomas Pravda, 2. Max Ernst Grigo, 3. Andreas Jung, 4. Candido Braijo Daporta, 5. Nico Kluge
Prestige: 1. Ramon Jäckle, 2. Ludwig Säger, 3. Eric Tabouraing, 4. Teddy Briot, 5. Daniel Casoli
Senioren: 1. Johannes Steinel, 2. Christian Lehner, 3. Ilka Schütz, 4. Ingo Hinzmann, 5. Lutz Gerlach

Text: Tanja Dorschner, Bilder: André Imparato


Hoxberg, 6. April, 1. Lauf zum Südwest-Cup 2015

Dominator der MX2: Nico MüllerElektrifiziert

Da Hoxberg aus Genehmigungsgründen nur eine Eintagesveranstaltung durchführen kann, mussten dieses Jahr mal die Kleinsten (50ccm und 65ccm) aussetzen. In den restlichen Klassen waren die Starterfelder berstend voll besetzt, in der Cup-Klasse mussten Ausscheidungen gefahren werden.

85ccm: Die beiden ADAC Saarland Husqvarna Junior-Teamfahrer Christopher Robert und Lukas Kunz gaben hier den Ton an. Den Sieg im ersten Lauf holte sich Kunz, aber nur, weil Robert beim Überrunden etwas zu ungestüm vorging, sich hinlegte, seine Führungsposition an Kunz abgab und mit Platz zwei vorlieb nehmen musste. Den dritten Rang belegte Gastfahrer Paul Nuoffer. Im zweiten Lauf lag Kunz nach der ersten Kurve vorn, konnte aber den nach zwei Runden aufgelaufenen Nuoffer nicht halten, und auch Robert zog vorbei. Da Kunz und Robert aber verpflichtend im Junior-Cup starten müssen, könnten aufgrund der Terminüberschneidungen am Ende die in beiden Läufen dahinter Platzierten Lukas Hofstetter, Leandro Lüdi oder Tim Scholtes um den Meisterpokal fighten.

Ziemlich leise: Tomas Pravda auf dem E-BikeMX2: Die Dominanz von Nico Müller in der bis 25 Jahre altersbegrenzten MX2 war schon erdrückend. Speziell im zweiten Lauf auf einer ziemlich zerbombten Piste betrug sein Vorsprung mehr als eine Minute vor dem zweimal Zweitplatzierten Marvin Haase. Da Müller aber auch im Youngster-Cup antritt, ist Haase vorerst mal Topfavorit auf den Titel. Eine starke Leistung zeigte der aus der Cup-Klasse aufgestiegene Slimane Müller in seinem Heimrennen mit den Positionen sechs und drei.

Cup: Hier vollzog sich eine im wahrsten Sinne des Wortes stille Revolution. Der Tscheche Tomas Pravda setzte ein Prototypen-E-Bike ein, das zumindest in dieser Klasse voll konkurrenzfähig ist. Der Prototyp wurde von Josef Iker aufgebaut, Iker startet bei den Senioren. Der Motor stammt von Zero, das Fahrwerk von einer BMW GS450, da hier die Ritzelachse und Schwingenachse identisch sind. Der Motor kann so in die Schwingenachse integriert werden. Die Spitzenleistung beträgt etwa 32 kW, das Drehmoment 125 Nm. Im ersten Lauf ging Pravda auf Rang vier liegend in der vorletzten Runde allmählich der Strom aus, er konnte nur noch auf Platz 17 ins Ziel schleichen. Den Laufsieg holte sich der für die MUL startende Portugiese André Linares Verruga vor Nico Kluge und Pit Lampert. Für den zweiten Lauf wurde die Spitzenleistung des E-Bikes etwas reduziert, die Akku-Kapazitäten reichten diesmal bis zum Ende aus. Sensationell gelang Pravda der Laufsieg knapp vor dem drängenden Spanier Candido Braijo Daporta. Verruga fuhr nach mehreren Crashs auf Platz fünf ins Ziel.

Mike Luxembourger (Klasse Prestige)Prestige: In der Top-Klasse des SWC war ähnlich wie in der MX2 ein Fahrer dominant: Mike Luxembourger. Der Franzose konnte sich vor Jahren schon sporadisch für WM-Läufe qualifizieren, fährt jetzt aber nur noch just for fun auf Clubsportebene. Luxembourger war zwar auch schon letztes Jahr eingeschrieben, jedoch nur vereinzelt angetreten. Dieses Jahr will er die komplette Meisterschaft bestreiten mit Ausnahme der nächsten SWC-Veranstaltung in Winningen, weil er an diesem Termin bei seinem Heimrennen in Bitche (F) starten möchte. In beiden Läufen jeweils den zweiten Platz holte sich ein im SWC neuer Mann: Kevin Banckaert aus dem deutschsprachigen Teil von Belgien will mal andere Strecken unter die Räder nehmen, und die SWC-Strecken gefallen ihm gut. Für den amtierenen Meister René Kühn dürfte der erneute Titel eine harte Nuss werden, er beendete beide Läufe aber sicher auf Rang drei.

Senioren: Der erste Lauf war geprägt von dem Duell Thomas Gros gegen Thomas Pfeil mit dem knapp besseren Ende für Gros. Platz drei ging an den Endurofahrer Johannes Steinel. Auch im zweiten Lauf sah es nach dem Start nach einem erneuten Duell der beiden Thomas’ aus, aber Volker Weingart und Lutz Gerlach hatten sich ihre Kräfte für diesen Lauf besser aufgespart. Schon nach der ersten Runde lag Weingart vorn, blieb dort bis zur letzten Runde, wurde aber von seinem Teamchef Gerlach noch kurz vor der Zielflagge einkassiert. Steinel belegt wie zuvor Position drei.

Gesamtergebnis Hoxberg, 6. April 2015
85ccm: 1. Paul Nuoffer, 2. Lukas Kunz, 3. Christopher Robert, 4. Tim Scholtes, 5. Lukas Hofstetter
MX2: 1. Nico Müller, 2. Marvin Haase, 3. Slimane Müller, 4. Jan-Thore Kaulbach, 5. Dennis Zmija-Kalinowski
Cup: 1. André Linares Verruga, 2. Candido Braijo Daporta, 3. Max Ernst Grigo, 4. Nico Kluge, 5. Yvan Thilmany
Prestige: 1. Mike Luxembourger, 2. Kevin Banckaert, 3. René Kühn, 4. Christian Nolle, 5. Eric Tabouraing
Senioren: 1. Lutz Gerlach, 2. Johannes Steinel, 3. Thomas Pfeil, 4. Thomas Gros, 5. Volker Weingart

Text: Andreas Wack, Bilder: André Imparato


Hennweiler, 8. November, Südwestcup-Meisterfeier 2014

Die Meisterschaftsfeier des Südwest-Cups 2014 wurde vom MSC Hennweiler ausgerichtet. Nach Öffnung der Halle um 18.30 Uhr füllte sich diese recht schnell. Gegen 20 Uhr startete das Programm mit den Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden Udo Ripp, dem Vertreter der Gemeinde Hennweiler sowie dem SWC-Verantwortlichen Andreas Wack. Das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen: Sängerin Simone Siegmann brachte sich stimmgewaltig ein und heizte die Stimmung an, die Showtanzgruppe "Filmreif" überzeugte in ihren Indianer-Kostümen mit akrobatischen Darbietungen und gelungener Choreographie. Höhepunkt des Programms war der Auftritt der Bad Kreuznacher Hip-Hop-Gruppe "Own risk", die auch schon in der Pro7-Castingshow "Got to dance" bis ins Halbfinale vorgestossen war. Dennoch standen natürlich die Siegerehrungen im Mittelpunkt des Abends, und es gab reichlich Pokale und die obligatorischen Siegerkränze für die Champions. Die SWC-Champions des Jahres 2014 sind: Dana Schneider (50ccm), Lukas Hofstetter (65ccm), Lucca Zimmermamnn (85ccm), Nils Neumüller (MX2 Jugend), René Kühn (Prestige) Wesley Roppenecker (Cup), Thomas Pfeil (Senioren), Lutz Gerlach (Oldies) und Annabelle Hiery (Damen). Der an Größe alles überragende Wanderpokal für den Mannschaftsmeister wurde nach 2012 und 2013 erneut an den MSC Niederwürzbach überreicht.


Warndt, 20./21. September, 9. Lauf zum Südwest-Cup 2014

Das Meister-Shirt war bei Dana Schneider schon fertigRegen zum Abschluss

Erstmalig wurde auch beim MCC Warndt unter dem neuen Vorstandschef Manuel Krämer eine Zweitagesveranstaltung durchgeführt. Am Samstag herrschten für die Kinder und Jugendlichen ideale Bedingungen für einen Saisonabschluss. Regen in der Nacht zum Sonntag verkraftete die gut präparierte Strecke, der anhaltende Dauerregen ab dem frühen Nachmittag liess aber die zweiten Läufe der Senioren und Prestige-Klasse dann im Schlamm versinken. Dennoch konnten alle Läufe regulär gestartet und beendet werden. Lediglich in zwei Klassen stand der diesjährige SWC-Champion noch nicht fest und musste im Warndt ermittelt werden: Lucca Zimmermann holte sich bei den 85ern den Titel und Thomas Pfeil bei den Senioren.

50ccm: Dana Schneider startete schon im neuen Outfit, auf ihrem Fahrertrikot wurde jeder von der gewonnenen Meisterschaft informiert. Dennoch wollte sie natürlich auch den größten Pokal aus dem Warndt mitnehmen, startete ambitioniert in den ersten Lauf und krachte dort in der ersten Kurve mit Lennox Dessloch zusammen. So kam der Luxemburger Kevin Bento Mendes in den Genuss ein Rennen anzuführen, nach zwei Runden war Schneider aber dran und vorbei. Dessloch tat sich mit dem Überholen etwas schwerer, am Ende hatte aber auch er seinen zweiten Platz sicher. Im zweiten Lauf holte sich Bento Mendes erneut den Holeshot, nach Ablauf der ersten Runde war aber wie gehabt Schneider vorn. Dessloch kam überraschend nicht an Bento Mendes ran, nach einem Crash war dann die übliche Reihenfolge aber wieder hergestellt und am Ende musste Bento Mendes sogar seinen dritten Platz gegen den aufgerückten Felix Lesmeister verteidigen.

65ccm: Lukas Hofstetter stand schon als neuer Meister fest, er überliess im ersten Lauf den Startsieg an den Kronprinzen Maurice Dorschner. Nach zwei Runden zog Hofstetter vorbei, Dorschner verlor seinen zweiten Platz nach einem Sturz, fiel weit zurück und beendete den Lauf als Achter. Auf Rang zwei rückte der Gast Loris Levy auf, mit einer starken Leistung holte sich Jayson Alles Rang drei. Im zweiten Durchgang ging der Holeshot an Alles, direkt dahinter Keanu Alm. Wie nicht anders zu erwarten war Hofstetter nach drei Runden vorn, Alles hielt aber die zweite Position bis ins Ziel. Alm fuhr etwas verhaltener und finishte nur noch als Siebter. Der bisherige Tabellendritte Lennart Kölbl hatte an seinem Glückstag, er feierte nämlich seinen 10. Geburtstag, wahrlich kein Glück: Nach einem Maschinenschaden im Training musste er kampflos zusehen, wie er in der Tabelle auf den sechsten Platz abrutschte.

Srarke Leistung zum Saisonende: Jayson Alles (65ccm)85ccm: Da Tom Oster, der ohnehin nur noch theoretische Chancen auf den Titel hatte, bei den ADAC MX-Masters startete und Yannick Scheurer verletzungsbedingt nicht am Start war, musste die Entscheidung zwischen Lucca Zimmermann und Lukas Kunz fallen. Zimmermann hatte etwas mehr Punkte, die aber durchaus für Kunz noch aufholbar waren. Im ersten Durchgang kam Zimmermann als Erster aus der Startkurve, Kunz und Christopher Robert dahinter. Zimmermann und Robert setzten sich an der Spitze etwas von Kunz ab, aber plötzlich musste Zimmermann das Tempo etwas drosseln. Eine defekte Hinterradbremse liess am Ende nur einen vierten Platz zu. Aber auch Robert blieb nicht bis zur Zielflagge vorn, mit komfortablem Vorsprung legte er sich gleich zweimal hin und Kunz holte sich so den Sieg vor dem Gast Leandro Lüdi und Robert. Vor dem letzten Lauf der Saison hatte Zimmermann somit gerade noch 6 magere Pünktchen Vorsprung vor Kunz. Robert hiess der Startsieger im zweiten Durchgang, David Cherkasov und Lukas Kunz waren mit dabei. Robert machte diesmal keinen Fehler und holte sich klar den Laufsieg, Kunz holte sich ebenso unbedrängt den zweiten Platz. Zimmermann lag bis zur Rennmitte auf drei, bis Lüdi an ihm vorbeiging. War nicht weiter von Bedeutung, da Gäste ja in der SWC-Tabelle nicht zählen. Plötzlich lagen aber auch Fynn Schwab und Noah Berens vor Zimmermann, und jetzt fing die Rechnerei an. Kunz und Zimmermann wären damit punkgleich gewesen, die Anzahl der Laufsiege wäre bei beiden gleich gewesen und erst die größere Anzahl an zweiten Plätzen hätte Zimmermann dann hauchdünn zum Champion gekrönt. Um all diesen Haarspaltereien aus dem Weg zu gehen, überholte Zimmermann in der allerletzten Runde Berens und Schwab gleich mit und holte sich damit den SWC-Meisterpokal 2014.

MX2: Nils Neumüller und Jean-Luc Tille starteten in der Prestige, so daß sich für Denny Hector oder Dennis Zmija-Kalinowski die große Chance ergab, erstmalig einen Tagessieg zu erzielen. Im Zeittraining lagen beide nur 13 Tausendstel auseinander. Hector ging im ersten Lauf in Führung, Zmija-Kalinowski ging in Runde vier vorbei. Kurz vor Schluß fiel er aber mit einem Motorschaden aus, der Laufsieg ging so an Hector vor Kjell Sprenger und Malik Quint. Im zweiten Lauf das gleiche Bild: Hector vor Sprenger, den dritten Platz belegte nun Justin Britten.

Auch Eric Tabouraing (prestige) kämpfte sich brillenöos durch den MatschPrestige: Nachdem René Kühn letztes Jahr die MX2-Klasse gewonnen hatte, stand er nun auch schon vorzeitig als Sieger der Prestige fest. Der Tabellenzweite Ramon Jäckle verletzte sich im Training und konnte bei den Rennen nicht starten. Kühn holte sich den Laufsieg im ersten Durchgang, auf Platz zwei finishte Björn Frank. Nils Neumüller nutzte das letzte Rennen der Saison um in der Prestige mit zu mischen, da er schon als MX2-Meister fest stand und dort auch nicht so viel Konkurrenz hatte, zumal auch Jean-Luc Tille im Warndt in die Prestige reinschnupperte. Neumüller lag lange auf zwei bis er, durch Sichtprobleme und verdreckte Brille gehandicapt, von Frank zwei Runden vor Schluß noch überholt wurde. Der zweite Durchgang versank im Schlamm und Starkregen, dennoch wollten die Prestige'ler starten, Rennleiter Michael Laubenstein hätte auch bei eindeutig mehrheitlichem Wunsch den Lauf abgesagt. So wurde der Lauf von 20 Minuten auf 15 verkürzt, 17 unerschrockene Fahrer stellten sich ans Gitter, aber nur noch 14 kamen aus der ersten Runde. Prominente Ausfälle waren Kühn und Neumüller. Zehn Fahrer kamen noch in Wertung ins Ziel, den Laufsieg holte sich erstmalig Benjamin Traxel vor Frank und Tille. Die Abstände waren riesig, und nur noch die drei ersten lagen in einer Runde.

Cup: Zum Saisonende stand in dieser Klasse mit 25 Teilnehmern nur noch der harte Kern am Startgitter. Wesley Roppenecker war die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen, dies war jedoch nicht der Grund für sein Nichterscheinen sondern eine profane Erkältung. Extrem offen war jedoch die Frage nach dem Vizechamp, hier hatte Niko Harass in der Tabelle drei Punkte Vorsprung vor Slimane Müller. Mit der besten Trainingszeit deutete Müller schon an, daß er diese drei Punkte noch aufholen wollte. Den ersten Lauf führte Ricardo Silva Silverio drei Runden lang an, dann war Müller vorne. Harass benötigte etwas länger um Silva Silverio zu überholen und beendete das Rennen auf Rang zwei. Damit waren Müller und Harass vor dem letzten Lauf punktgleich, was das Rechnen für den zweiten Lauf erübrigte: wer von den beiden vorne lag, war somit Zweiter der Tabelle. Zwei Runden lang lag Harass vor Müller, dann überholte Müller und gewann knapp den Lauf. Silva Silverio finishte drei Sekunden danach und Harass war nach weiteren zwei Sekunden im Ziel.

Senioren: Gerade mal ein Punkt Vorsprung hatte Thomas Pfeil in der Tabelle vor Ralf Lüttger. Dem Walldorfer Sandspezialisten Lüttger hätten Insider daher wohl die größeren Chancen auf die Meisterschaft eingeräumt, aber Pfeil zeigte schon mit der Trainingsbestzeit knapp vor Warndt-Fahrer Gerard Schummer und Lüttger, daß er sich nicht so schnell geschlagen geben würde. Im ersten Lauf kam Pfeil besser aus dem Startgitter und ging gleich in Führung. Gegen Ende des Laufes verzichtete er auf jegliches Risiko und liess Volker Weingart vorbei ziehen. Entscheidend war, daß Lüttger noch hinter Jacek Kalinowski und Lutz Gerlach nur auf dem fünften Platz die Ziellinie querte. Aufgrund der Streichresultate war die Rechnerei etwas schwieriger, es kann aber festgehalten werden, daß selbst bei einem Laufsieg von Lüttger im zweiten Durchgang ein achter Platz für Pfeil zur Meisterschaft ausgereicht hätte. Pfeil holte sich in diesem Lauf erneut den Holeshot, Lüttger lag nach Runde eins nur auf Rang zehn. Der Regen wandelte sich nun zu einem sehr heftigen Guss, es gab ein paar Ausfälle, auch Lüttger war dabei und die Meisterschaft damit zugunsten von Pfeil entschieden. Der Sieger des Laufes hiess Volker Weingart, der damit die Saison beendete wie er sie angefangen hatte, nämlich mit zwei Laufsiegen und damit noch auf Platz drei der Gesamttabelle hoch stieg.

Gesamtergebnis Warndt, 20./21. September 2014
50ccm: 1. Dana Schneider, 2. Lennox Dessloch, 3. Kevin Bento Mendes, 4. Felix Lesmeister
65ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Jayson Alles, 3. Leon Höhns, 4. Maurice Dorschner, 5. Jamie Heinen
85ccm: 1. Lukas Kunz, 2. Christopher Robert, 3. Leandro Lüdi, 4. Lucca Zimmermann, 5. Fynn Schwab
Prestige: 1.Björn Frank, 2. Benjamin Traxel, 3. Jean-Luc Tille, 4. Bernd Lutz, 5. Andreas Rolinger
Cup: 1. Slimane Müller, 2. Ricardo Silva Silverio, 3. Niko Harass, 4. Niklas Pleyer, 5. Ricardo Rendeiro
Senioren: 1.Volker Weingart, 2. Thomas Pfeil, 3. Alexander Hahn, 4. Jürgen Hüther, 5. Ingo Hinzmann
MX2: 1. Denny Hector, 2. Kjell Sprenger, 3. Justin Britten, 4. Malik Quint, 5. Dennis Zmija-Kalinowski

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Hennweiler, 6./7. September, 8. Lauf zum Südwest-Cup 2014

René Kühn vor Ramon Jäckle (Klasse Prestige)Ein Rad zuviel

Bei Sonnenschein und trockenen Bedingungen ging es zur vorletzen Runde im Südwest-Cup 2014 nach Hennweiler. Wie in einer vorletzten Runde üblich, wurden in Hennweiler schon in einigen Klassen der Südwest-Cup-Champion ermittelt. Unter Berücksichtigung der zwei Streichresultate stehen folgende Champs schon fest: Dana Schneider bei den 50ern, Lukas Hofstetter bei den 65ern, René Kühn in der Prestige, Wesley Roppenecker in der Cup und Nils Neumüller in der MX2-Jugendklasse. Gratulation! Da bei dieser Zweitagesveranstaltung noch Platz für andere Klassen war, hatte der MSC Hennweiler erneut eine historische Seitenwagenklasse am Start. Über 20 Gespanne aus ganz Deutschland waren am Start und sorgten mit ihren verschiedensten Motorenkonzepten für eine ungewohnte Klangkulisse.

50ccm: Da Alexandra Scheller nicht am Start war, war Dana Schneider Topfavorit. Im Zeittraining hatte sie unglaubliche 13 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Felix Lesmeister. Allerdings hatte Lennox Dessloch, der deutlich näher an Schneider dran gewesen wäre, aufgrund von Problemen mit dem Transponder keine gezeitete Runde. Im ersten Lauf dann das erwartete Bild: Schneider gleich vorn, verfolgt von Dessloch, dahinter Lesmeister. Schneider setzte sich nach und nach von Dessloch ab, Lesmeister lag auf drei schon weit zurück. Im zweiten war die Sache ungleich spannender, da sich Schneider und auch Dessloch hinlegten. So war Lesmeister für ein paar Runden in Führung. Bald fand sich aber schon Dessloch an seinem Hinterrad ein und auch Schneider, die etwas länger am Boden lag, war dran. Am Ende setzte sich Schneider klar durch und holte sich den Lauf- und Tagessieg sowie die Meisterschaft.

65ccm: Mit Leon Sievert war ein starker Gastfahrer in Hennweiler, im Zeittraining lagen die zwei besten SWC-Fahrer Lukas Hofstetter und Maurice Dorschner aber noch vorn. Dorschner hatte den besten Start im ersten Lauf, nach der ersten Runde hatten sich aber schon Hofstetter und Sievert vor ihn an die Spitze gesetzt. Sievert führte gegen Mitte des Laufes, am Ende war aber Hofstetter deutlich vorn, Platz drei holte sich Dorschner. Im zweiten ging der Holeshot an Sievert, Hofstetter und Dorschner direkt dahinter. Hofstetter fuhr sehr verhalten und kam nach drei Runden in die Helferbox, um wegen eines schwammigen Fahrgefühls Fahrwerk und Räder zu checken. Da nichts offensichtliches entdeckt wurde, nahm er das Rennen wieder auf, erzielte auch die beste Rennrunde, am Ende reichte es knapp hinter Dorschner zu Rang drei. Der Laufsieg ging mit vier Sekunden Vorsprung an Sievert.

Start 1. Lauf Cup: Andreas Jung (199), Ricardo Rendeiro (85)85ccm: Christopher Robert war der Schnellste im Zeittraining vor Lucca Zimmermann und Fynn Schwab. Tom Oster und Yannick Scheurer waren wegen Junior-Cup bzw. Verletzung nicht in Hennweiler. Zimmermann ging im ersten Lauf in Führung, Lukas Kunz und Robert dahinter. Robert überholte Kunz, war dann aber recht schnell mit einem Motorschaden aus dem Rennen. Da Kunz crashte, setzte sich Schwab auf die zweite Position. Kunz kam am Ende zwar wieder an Schwab ran, aber nicht mehr vorbei. Einlauf also Zimmermann vor Schwab und Kunz. Auch im zweiten Lauf lag Zimmermann gleich vorn, gefolgt von Schwab und Kunz. Kunz ging an Schwab vorbei, lief auf Zimmermann auf und lieferte einen heißen Kampf, aber Zimmermann blieb bis zur Zielflagge knapp vorn. Für etwas Verwirrung sorgte "der doppelte Lukas Kunz". Tatsächlich startete ein Gast mit dem gleichen Namen in dieser Klasse, er war jedoch deutlich langsamer und holte sich Gesamtrang 18.

MX2: Nils Neumüller setzte im Training klar die Bestzeit, er dominierte auch in beiden Läufen, holte sich den Tagessieg und die Meisterschaft. Etwas mehr Abwechslung war auf den folgenden Plätzen geboten. Jean-Luc Tille war schlecht gestartet und arbeitete sich vom vorletzten Rang auf Position zwei. Philipp Grave musste auf drei liegend nach einem Crash aufgeben, auch Dennis Zmija-Kalinowski verlor nach einem Sturz einige Plätze. Am Ende holte sich so Marvin Haase Rang drei. Im zweiten Lauf kämpften Zmija-Kalinowski und Tille lange um den zweiten Platz, am Ende hatte Zmija-Kalinowski aber die bessere Ausdauer und setzte sich noch deutlich von Tille ab. Für Grave lief's diesmal mit dem vierten Platz besser.

Führt in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung: Thomas Pfeil (Senioren)Prestige: Nicolai Neumüller und Nils Hagen fehlten verletzungsbedingt, ansonsten waren alle Top-Fahrer am Startgitter versammelt. René Kühn ist derzeit das Mass der Dinge in der Prestige, natürlich holte er sich die Trainingsbestzeit vor Ramon Jäckle und Björn Frank. Diese drei machten auch die Podestplätze unter sich aus. In Lauf eins lag Kühn gleich vorn, setzte sich von Jäckle ab und holte sich mit großem Vorsprung den Laufsieg. Jäckle baute gegen Mitte des Rennens konditionell ab, so daß Frank den zweiten Platz eroberte. Jäckle verwaltete seinen dritten Platz vor Eric Tabouraing. Im zweiten lief's ähnlich: Kühn nach dem Start vorn, diesmal jedoch vor Frank und dann Jäckle. Jäckle konnte eine zeitlang auf Frank Druck machen, fiel dann aber wie zuvor deutlich zurück. Platz vier ging diesmal an Yves Frank, den Bruder von Björn. Mit diesen beiden Laufsiegen liegt Kühn in der Tabelle jetzt uneinholbar vorn und ist SWC-Champion in der Prestige-Klasse.

Cup: Niko Harass holte sich hauchdünn vor Slimane Müller die Pole Position, aber auch Hendrik Sprenger und Wesley Roppenecker lagen in Reichweite. Da die Veranstaltung in Hennweiler auch zur Luxemburger Meisterschaft zählte, waren einige Portugiesen, alle in Trikots mit den Nationalfarben, angetreten und mischten vorne mit. Sah fast aus wie ein Lauf zur Portugiesischen Meisterschaft. Startsieger im ersten Lauf war Ricardo Rendeiro, verfolgt von Andreas Jung, Harass und Vitor Alves. Jung fiel relativ schnell zurück und Harass schob sich an Rendeiro vorbei an die Spitze. Auch Alves überholte seinen Landsmann Rendeiro, und dies wäre fast auch der Zieleinlauf gewesen. In einem Doppelschlag kassierte der nicht gut gestartete Roppenecker die beiden Portugiesen noch in der letzten Runde kurz vor dem Ziel ein und finishte als Zweiter. Im zweiten Rennen war noch mehr grün-rot vorne zu finden: Alves, Ricardo Silva Silverio und Rendeiro kreuzten als erste die Holeshot-Linie. Diesmal war Roppenecker aber gleich dahinter, kämpfte zwar lange mit Alves und Silva Silverio, war am Ende aber doch deutlich vorn. Rang vier belegte Müller.

Senioren: Rheinland-Pfalz-Fahrer Ilka Schütz belegte im Zeittraining zwar nur Platz sechs, in den Läufen sah es aber anders aus: zweimal Start-Ziel-Sieg und damit auch der Tagessieg für ihn. Rang zwei und drei gingen jeweils einmal an Ralf Lüttger und Thomas Pfeil. Damit bleibt es genau bei einem Punkt Abstand zwischen diesen beiden an der Tabellenspitze, Spannung ist damit bei der letzten Veranstaltung im Warndt garantiert.

Gesamtergebnis Hennweiler, 6./7. September 2014
50ccm: 1. Dana Schneider, 2. Lennox Dessloch, 3. Glenn Sigel, 4. Felix Lesmeister, 5. Kevin Maass
65ccm: 1. Leon Sievert, 2. Lukas Hofstetter, 3. Maurice Dorschner, 4. Jayson Alles, 5. Luca Höltenschmidt
85ccm: 1. Lucca Zimmermann, 2. Lukas Kunz, 3. Fynn Schwab, 4. Noah Berens, 5. David Cherkasov
Prestige: 1. René Kühn, 2. Björn Frank, 3. Ramon Jäckle, 4. Yves Frank, 5. Eric Tabouraing
Cup: 1. Wesley Roppenecker, 2. Vitor Alves 3. Niko Harass, 4. Ricardo Silva Silverio, 5. Slimane Müller
Senioren: 1. Ilka Schütz, 2. Thomas Pfeil, 3. Ralf Lüttger, 4. Lutz Gerlach, 5. Jürgen Hüther
MX2: 1. Nils Neumüller, 2. Jean-Luc Tille, 3. Dennis Zmija-Kalinowski, 4. René Dhonau, 5. Marvin Haase

Text: Andreas Wack, Bilder: André Imparato


Magdeburg, 30./31. August, Monster Energy Crossfinals

vlnr: Dennis Zmija-Kalinowski, Nils Neumüller, Maurice Dorschner, Ramon Jäckle, Lukas Hofstetter, Tom Oster, Lukas Kunz, René KühnBig Meck

Die Macher des Crossmagazins und der MC Motor-Mitte Magdeburg versammelten in der nunmehr dritten Auflage der Crossfinals die besten Amateurcrosser aus 19 Serien am Startgitter einer genialen Strecke. Natürlich war auch der SWC eingeladen, um in der Champions League der Amateurcrosser mitzumischen. Leider gestaltete sich die Suche nach dem zweiten MX1-Fahrer nach der Absage von Björn Frank etwas schwierig, letztendlich wurde in Dennis Zmija-Kalinowski zwar ein guter Fahrer gefunden, auf seiner 125er Yamaha war er aber eigentlich schon von Beginn an chancenlos im Haifischbecken der Big Boys. Bei den 65ern waren Lukas Hofstetter und Maurice Dorschner am Start. Im Zeittraining zeigte sich schon, daß unsere besten Jungs nicht ganz mit den schnellsten mithalten können. Dennoch war Platz 16 für Lukas und Platz 28 für Maurice aber okay. Im ersten Lauf konnte Lukas noch eine Schippe drauf legen, lag nach dem Start so etwa auf 15, fuhr konstant durch und beendete den Lauf auf Rang 13. Maurice fuhr fehlerfrei und konstant sein Tempo, kam aber dennoch nicht über Platz 30 hinaus. Auch im zweiten Lauf machten beide Jungs keine offensichtlichen Fehler, am René in actionEnde belegten Lukas Platz 15 und Maurice Platz 27. Bei den 85er hatten wir mit Tom Oster immerhin den Zweitplatzierten des Vorjahres sowie Lukas Kunz am Start. Tom war zwar von den Platzierungen her gesehen eindeutig unser bester Fahrer, konnte aber nicht ganz die Leistung aus dem Vorjahr wiederholen. Im Zeittraining belegte er Rang 5, Lukas Rang 20. Im ersten Lauf war Tom kurz nach dem Start zwar mit etwa Rang 12 vorne mit dabei, aber eben nicht ganz vorne. Innerhalb der ersten Runde kam er bis Platz 7 vor, fiel aber bis Laufende wieder auf 9 zurück. Lukas konnte seinen Trainingseindruck bestätigen und finishte auf 20. Im zweiten lief's für Tom etwas besser. Nach dem Start auf 8, verbesserte er sich auf 5, die ersten vier waren aber schon weit weg. In der letzten Runde verlor er noch eine Position und beendete das Rennen auf Rang 6. Lukas lag lange etwa auf 24. Ein harmloser Umfaller in einer Spurille wurde aber sofort hart bestraft: In dem dichten Feld kostete selbst der kleinste Fehler gleich ein paar Plätze und er fiel auf Rang 30 zurück. In der MX2 starteten René Kühn und Nils Neumüller. René war mit Rang 20 im Zeittraining nicht ganz zufrieden, zeigte sich aber optimistisch, in den Läufen eine deutlich bessere Platzierung zu erzielen. Nils holte sich Rang 32. Kurz nach Start von Lauf 1 lag René etwa auf 15, Nils auf 25. Nach der ersten Runde hatten unsere beiden Fahrer zueinander gefunden: René war auf 19 zurückgefallen, Nils auf 20 vorgefahren. Dies blieb eine Weile so, bis Nils plötzlich fehlte. Ein Sturz hatte ihn auf 30 zurück gespült, wegen Dreck in der Brille musste er den Lauf dann brillenlos fortsetzen. Am Ende sprang für René Platz 17 raus, für Nils 32. Im zweiten sah's für René richtig gut aus, nach einem guten Start konnte er sich in die TopTen reinfahren. Leider blieb das nicht so bis zur Zielflagge, mit einem Nils in actionGetriebeschaden musste er vorzeitig rausfahren. Da nur 28 Fahrer ins Ziel kamen, wurde René dennoch noch als 29ter gewertet, was dann noch nicht einmal ein Streichresultat war. Bei Nils sah es jetzt auch etwas besser aus, sturz- und fehlerfrei holte er sich Rang 23. In der MX1 waren Ramon Jäckle und Dennis Zmija-Kalinowski gesetzt. Im Zeittraining war Ramon nicht wesentlich schneller als Dennis, Ramon war 30ter, Dennis 31ter. Da das Startgitter 30 Bügel hatte, konnte Ramon noch aus der ersten Reihe starten, hatte natürlich aber den schlechtesten Platz von allen, und Dennis musste aus der zweiten Reihe starten. Im ersten Lauf war Ramon gut weggekommen, wurde dann aber vor der ersten Kurve nach aussen gedrängt und fuhr so etwa auf Platz 20 über die Holeshot-Linie. Dennis hatte am Start keine Chance und kam als Letzter weg. Ramon hielt Platz 22, bis er plötzlich fehlte. Nach eigener Aussage hatte er irgendwie einen Schlag aufs Handgelenk bekommen und musste sich zwei Runden lang in beschaulicher Fahrweise sammeln. Im Ziel war er dann der letzte Finisher, was Rang 34 bedeutete. Dennis kämpfte wie ein Löwe auf seiner 125er, quetschte über 20 Minuten lang konstant das letzte Zehntel PS aus seiner Yamaha und wurde mit Rang 27 belohnt. Der zweite Lauf war für Ramon der bessere. Er war zwar schlecht weg gekommen, lag nach den ersten Kurven sogar noch fünf Plätze hinter Dennis, konnte sich aber bis Ende des Laufes kontinuierlich nach vorne schieben und sah als 23ter die Zielflagge. Dennis machte seine Sache erneut fehlerfrei und holte sich nochmal Rang 27.
Zur Mannschaftswertung: Für jeden Fahrer wurden Punkte entsprechend der Platzierung vergeben. Der erste bekam einen Punkt, der zweite zwei usw. Die Mannschaft, die am Ende die wenigsten Punkte hatte, wurde Mannschaftsmeister. Die drei schlechtesten Resultate wurden gestrichen. Für den SWC bedeutete dies, daß Rang 34 von Ramon (1.L), Rang 32 von Nils (1.L) und Rang 30 von Maurice (1.L) die Streichresultate waren. Mit 266 Punkten belegte der SWC Rang 15 von 19, was nicht unbedingt den Erwartungen entsprach. Selbst wenn alles optimal gelaufen wäre, wäre wohl nicht mehr als Rang 12 bis 14 rausgesprungen. Man muss klar konstatieren, daß der SWC in der Champions League eher wie Gladbach als Bayern spielt. Aber andere wurden auch stark gerupft: die erfolgsverwöhnten Cracks des DAMCV, die die beiden letzten Veranstaltungen als Mannschaftssieger verliessen, stürzten auf Rang 9 ab. Und der DJMV war auch nur einen Platz besser als der SWC. Die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft, die zu großen Teilen auch aus SWC-Fahrern bestand, wurde mit Rang 18 vorletzter. Strahlender Mannschaftssieger wurden die Jungs der Landesmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern, liebevoll auch Meck-Pomm abgekürzt.

Text: Andreas Wack, Bilder: Angelina 2.0 (Facebook), Andreas Wack


Ettringen, 16./17. August, 7. Lauf zum Südwest-Cup 2014

Tabellenzweiter bei den 65ern: Maurice DorschnerZwei Tage

Auch die Ettringer Jungs um Präsident Egon Schäfer wagten dieses Jahr erstmalig eine Zweitagesveranstaltung. Leider wurde der Mut zu einer entspannten Zweitagesveranstaltung nicht durch übermäßigen Fahrerandrang belohnt. Die Rahmenbedingungen gaben aber einen Fingerzeig: der Termin lag mitten in den Ferien, der Lauf wurde nicht zur Luxemburger Meisterschaft gewertet, in Ohlenberg nicht weit entfernt lief eine Konkurrenzveranstaltung und zu allem Überfluß war auch die Wetterprognose nicht gerade glücklich machend. Es blieb aber an beiden Tagen relativ trocken, am Sonntag musste gegen Ende sogar wieder bewässert werden.

50ccm: Alexandra Scheller war nicht am Start, damit schien ein weiterer Sieg für Dana Schneider vorprogrammiert. Schon im Training zeigte Lennox Dessloch, daß er es Schneider aber nicht so einfach machen würde und holte sich mit einem Zehntel Vorsprung die Pole Position. Im ersten Lauf ging Schneider gleich in Führung, konnte sich auch von Dessloch absetzen, musste aber gegen Mitte des Laufes mit einem technischen Defekt aufgeben. Dessloch gewann den Lauf vor Felix Lesmeister und Lennox Alles, der sich in seinem allerersten Rennen auf der noch relativ schlammigen Piste tapfer schlug. Zum zweiten Lauf war die Maschine von Schneider wieder repariert, sie lag auch gleich vorne, musste nach einem Sturz dann für drei Runden Dessloch verfolgen und holte sich am Schluss den Laufsieg. Der Tagessieg ging aber an Dessloch vor Lesmeister und Alles.

65ccm: Der Tabellenerste Lukas Hofstetter ist momentan nicht zu schlagen, auch nicht von der starken Lisa Michels, die im Zeittraining wohl wegen fehlenden Transponders keine gezeitete Runde hatte. Der Holeshot in Lauf eins ging an Hofstetter vor Luca Höltenschmidt und Jayson Alles. Nach der ersten Runde lag der Tabellenzweite Maurice Dorschner schon auf drei, Michels auf fünf. Dorschner verplemperte mit mehreren Crashs viel Zeit, finishte aber trotzdem auf drei, da er in der letzten Runde noch Leon Höhns überholen konnte und Höltenschmidt hinfiel. Michels fuhr sich nach vorne, kam aber nicht an Hofstetter ran und beendete den Lauf auf Rang zwei. Im zweiten kam der 50er-Vorjahresmeister Alles noch besser weg, machte erstmals in dieser Klasse Führungsarbeit und wehrte sich zwei Runden lang, dann war Hofstetter vorbei. Nach weiteren drei Runden überholte ihn auch Michels, am Ende blieb aber das bisher beste Ergebnis für ihn auf drei vor Höltenschmidt und Höhns. Für Dorschner lief's nochmal bescheiden: Nach einem weiteren Sturz blieb diesmal am Ende nur Rang sechs.

Dennis Zmija-Kalinowski (MX2 Jugend) whips it85 ccm: Der Trainingsschnellste war Tom Oster, gefolgt von Christopher Robert und Yannick Scheurer. In Lauf eins gingen Robert, Lucca Zimmermann und Scheurer nach der ersten Kurve in Führung. Oster war mittelprächtig gestartet, pushte in der ersten Runde zuviel und fiel konsequenterweise hin. Da der Motor nicht anspringen wollte, dauerte es genau eine Runde, bis er sich hinter Robert wieder einreihen konnte. Nach weiteren Crashs sparte er sich Kräfte für den zweiten Lauf und fuhr raus. Scheurer war zwischenzeitlich an Zimmermann vorbei und machte sich auf die Verfolgung von Robert. Da aber auch er und Zimmermann Bodenkontakt hatten ohne einen Platz einzubüßen, blieb der fehlerfrei agierende Robert deutlich vorne und holte sich den Laufsieg. Im zweiten Rennen lief's für Oster besser: nach dem Start war er auf Rang zwei hinter Scheurer positioniert, auf drei Lukas Kunz. Scheurer konnte sich von Oster absetzen, schrieb aber trotzdem eine Nullnummer, da er ab Mitte des Rennens mit defektem Kolben nur noch zuschauen konnte. Auch Kunz auf drei musste kurz danach mit Zündungsproblemen aufgeben. Laufsieger wurde somit Oster vor Zimmermann. Robert war am Start nicht ganz optimal weg gekommen, lag nach Runde eins auf sieben, am Ende reichte es zu Rang drei und damit auch zum Tagessieg.

MX2: Nils Neumüller, Nico Müller und Jan-Thore Kaulbach hatten im ersten Lauf den besten Start. Müller wollte gleich in der ersten Runde an Neumüller vorbei, was schief ging. Nach einem Sturz in einer Spitzkehre kam er dann als Letzter aus der Startrunde. Neumüller setzte sich von Kaulbach ab, aber 20 Minuten sind lang. Müller schnappte sich Gegner um Gegner und kam am Ende tatsächlich wieder an Neumüller ran, der in der vorletzten Runde mit harten Armen keine große Gegenwehr mehr leistete und Müller ziehen liess. Dennis Zmija-Kalinowski beendete den Lauf als Dritter vor David Hoffmann und Kaulbach. Auch im zweiten Durchgang holte sich Neumüller den Holeshot, dahinter Jean-Luc Tille und Müller. Müller zog in Runde zwei an Tille vorbei, Neumüller hatte sich aber schon einen kleinen Vorsprung rausgefahren. Gegen Mitte des Rennes war Müller dann an Neumüller dran, Neumüller verteidigte sich tapfer zwei Runden lang, dann war aber Müller vorbei. Tille blieb bis zum Schluss auf Rang drei.

Heimsieg bei den Senioren: Michael SpenglerPrestige: René Kühn fuhr die schnellste Trainingsrunde und setzte sich im ersten Lauf auch gleich an die Spitze vor Nicolai Neumüller und Ramon Jäckle. Kühn holte sich vollkommen unbedrängt den Laufsieg. Jäckle ging an Neumüller vorbei, musste am Ende aber noch leicht grippegeschwächt wieder Neumüller und auch Eric Tabouraing vorbei lassen, um dann im Eco-Mode den vierten Platz nach Hause zu cruisen. Im zweiten Lauf holte sich Jäckle den Holeshot, dahinter Neumüller und Tabouraing. Wohl ein kleines technisches Problem warf Jäckle in der ersten Runde zurück auf Position sechs, Kühn hatte sich in der Startrunde in die Führung gefahren. Jäckle machte Dampf, überholte Andreas Rolinger und Tabouraing und lag wieder auf drei hinter Kühn und Neumüller, musste aber am Ende wie im Lauf zuvor wieder zurückstecken und Tabouraing vorbei lassen.

Cup: Slimane Müller, Hendrik Sprenger und Wesley Roppenecker lagen im Zeitraining annähernd gleich, diese drei bestimmten auch den ersten Lauf. Müller und Sprenger kamen am schnellsten aus dem Startgitter, Roppenecker reihte sich auf fünf hinter Yann Spaniol und Niko Harass ein. Sprenger blieb die ganze Laufzeit an Müller dran, hatte aber eigentlich nie die Chance vorbei zu ziehen. Harass ging an Spaniol vorbei, stürzte aber in der Waschbrett-Sektion und musste verletzt aufgeben. Roppenecker beendete den Lauf als Dritter knapp vor André Dhonau. Zum zweiten Lauf trat Harass nicht mehr an. Den Startsieg holte sich Müller vor Sprenger und Marvin Horst. Müller und Sprenger blieben an der Spitze dicht zusammen, und irgendwann war auch Roppenecker dabei. Das Trio wurde dann innerhalb einer Runde komplett durchgewürfelt, Roppenecker holte sich mit einem cleveren Manöver die Führung, Sprenger fiel auf drei zurück.

Senioren: Obwohl die Ettringer Strecke eigentlich keine Abnormitäten aufweist, gewinnt in der Senioren-Klasse meist ein Ettringer. Michael Spengler, Thomas Gros und der "halbe" Ettringer Thomas Pfeil lagen im Training vorne, und auch im ersten Lauf war nach einer Runde die Reihenfolge Spengler vor Pfeil und Gros hergestellt, dies blieb so bis zur Zielflagge. Tabellenführer Ralf Lüttger lag in der ersten Runde mit Jacek Kalinowski am Boden und kam am Ende nur auf Rang 13 an. Im zweiten das gleiche Bild: Nach dem Start lagen Pfeil, Spengler und Gros gleich vorn. Gros kam als Erster aus der Startrunde zurück, dahinter Spengler und Pfeil war auf drei zurück gefallen. Spengler schnappte sich noch Gros, die Reihenfolge blieb dann so bis zum Schluß. In beiden Läufen belegt Ilka Schütz den vierten Platz.

Gesamtergebnis Ettringen, 16./17. August 2014
50ccm: 1. Lennox Dessloch, 2. Felix Lesmeister, 3. Lennox Alles, 4. Dana Schneider
65ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Lisa Michels, 3. Jayson Alles, 4. Maurice Dorschner, 5. Leon Höhns
85ccm: 1. Christopher Robert, 2. Lucca Zimmermann, 3. Fynn Schwab, 4. Noah Berens, 5. David Cherkasov
Prestige: 1. René Kühn, 2. Nicolai Neumüller, 3. Eric Tabouraing, 4. Ramon Jäckle, 5. Andreas Rolinger
Cup: 1. Slimane Müller, 2. Wesley Roppenecker, 3. Hendrik Sprenger, 4. André Dhonau, 5. Marvin Horst
Senioren: 1.Michael Spengler, 2. Thomas Gros, 3. Thomas Pfeil, 4. Ilka Schütz, 5. Lutz Gerlach
MX2: 1. Nico Müller, 2. Nils Neumüller, 3. Dennis Zmija-Kalinowski, 4. Jean-Luc Tille, 5. Jan-Thore Kaulbach

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Walldorf, 12./13. Juli, 6. Lauf zum Südwest-Cup 2014

Nils Hagen souverän vorn (Prestige)Durchwachsen...

...zeigte sich das Wetter in Walldorf. Anhaltende Regenfälle während der Woche sorgten für eine tiefe Strecke am Samstag. Damit überhaupt etwas ging, wurden mit dem Radlader die schlimmsten Stellen ausgebaggert. Dennoch musste die 50er-Klasse auf die benachbarte kleine Kinderstrecke ausweichen. Da es am Samstag nicht regnete, war am späten Nachmittag die Strecke dann gut fahrbar. Leider sorgte ein starker Regenschauer am frühen Sonntagmorgen und immer wiederkehrende Schauer tagsüber dafür, daß sich auch die Erwachsenen in einer tiefsandigen, nassen Umgebung bewegen mussten.

50ccm: Da die Kinderstrecke fast den ganzen Tag in der prallen Sonne liegt, war diese schnell trocken und für die Kinder problemlos fahrbar. Die recht schmale Strecke machte ein Überholen oder Überrunden aber schwierig. Gestartet wurde mit der Flagge. Im ersten Lauf kam Dana Schneider am besten weg und setzte sich sukzessive von Alexandra Scheller ab. Lennox Dessloch blieb an Scheller dran, konnte nach einem harmlosen Umfaller in der vorletzten Runde aber eigentlich schon den Kampf um Platz zwei abschreiben, eigentlich... Da sich Scheller in der allerletzten Kurve noch hinlegte, beendete Dessloch diesen Lauf dann doch auf Rang zwei. Lauf zwei verlief ebenfalls ungewöhnlich: Die beiden Mädchen verhakten sich am Start und fielen um, Felix Lesmeister nutzte die Situation und holte sich die Führung vor Dessloch. Auf der schmalen Strecke dauerte es recht lange bis Dessloch an Lesmeister irgendwo vorbei kam, dann aber klar den Laufsieg holte. Schneider saß vor Scheller wieder auf dem Bike und holte sich noch Rang zwei. Und auch Scheller konnte sich gegen Ende noch an Lesmeister vorbei schieben, musste aber wie im ersten Lauf diesen gewonnen Platz durch einen Sturz in der letzten Runde wieder hergeben. Der Tagessieg ging somit erstmalig in dieser Saison an das "starke" Geschlecht in Person von Lennox Dessloch.

65ccm: Bei den 65ern war mit Leo-Filip Paukovic wieder ein starker Gastfahrer am Start, die Trainingsbestzeit ging aber klar an den Tabellenersten Lukas Hofstetter. Den Holeshot zu Lauf eins holte sich Paukovic, Hofstetter war aber dicht dahinter. Nach einem Crash von Hofstetter lag Maurice Dorschner kurzfristig auf zwei, Hofstetter zog wieder vorbei, kam aber nicht mehr an Paukovic ran. Zieleinlauf also Paukovic vor Hofstetter und Dorschner. In Lauf zwei drehte Hofstetter den Spiess um: Holeshot und Laufsieg knapp vor Paukovic, damit auch der Tagessieg. Mit größerem Abstand gingen Rang drei und vier an Dorschner und Jean-Pierre Kammerer.

Crash von Slimane Müller, dahinter Max Doll (Cup)85ccm: Tom Oster, Yannick Scheurer, Lucca Zimmermann und Christopher Robert lagen im Zeittraining innerhalb einer Sekunde und liessen auf spannende Rennen hoffen. Im ersten Durchgang holte sich Scheurer den Holeshot, gefolgt von Zimmermann, dem Schweizer Gastfahrer Leandro Lüdi und Robert. Oster war sehr schlecht weg gekommen und lag mitten im Pulk. Scheurer blieb bis zur Zielflagge klar vorne, Zimmermann blieb auf zwei. Robert war nach zwei Runden an Lüdi vorbei, Oster benötigte fast die gesamte Laufzeit um am Ende noch an Lüdi vorbei auf Rang vier zu finishen. Im zweiten Lauf packten es die vier Trainingsbesten dann gleich vorne zu sein, jedoch in der Reihenfolge Zimmermann vor Robert, Scheurer und Oster. Zimmermann hielt sich bis Mitte des Laufes tapfer an der Spitze, dann überholten ihn Scheurer und zwei Runden später auch Oster. Robert beendete den Lauf knapp hinter Zimmermann auf vier.

MX2: Auch hier lagen gleich vier Fahrer im Training innerhalb einer Sekunde: der französische Gaststarter Mickael Friedrich, der Walldorfer Marvin Haase, der Tabellenerste Nils Neumüller sowie der Luxemburger Damien de Muyser. Den besten Start hatte aber in Durchgang eins Nico Stepan vor Neumüller und Haase. Friedrich, de Muyser, Damon Goldschmidt und Philipp Grave waren im Startcrash verwickelt und hatten keine Chance auf Plätze ganz vorn. Auf seiner Heimbahn ging Haase erst an Neumüller, dann auch an Stepan vorbei. Stepan bremste in Runde sechs den Motor aus, bis zum Neustart waren Gastfahrer Domenico Felici, Neumüller und Dennis Zmija-Kalinowski an ihm vorbei. Zum zweiten Lauf trat Friedrich nicht mehr an, de Muyser war nach einer Runde wegen eines Crahs draussen. Haase ging gleich in Führung vor Neumüller, dies blieb auch so bis ins Ziel. Der Tabellenzweite Denny Hector lag anfangs auf drei, Felici und Goldschmidt zogen aber noch vorbei.

Prestige: Leider waren nur relativ wenig Prestige-Fahrer am Start, das vordere Tabellendrittel war aber geschlossen vorhanden. Wie zu erwarten zeigte Nils Hagen auf seiner Heimstrecke eine starke Performance. Das Triple "Trainingsbestzeit, Sieg Lauf eins, Sieg Lauf zwei" jeweils deutlich und ungefährdet war das Ergebnis. Der Platz dahinter war im ersten Lauf das eigentlich spannende. Erst war René Kühn dort zu finden. Mit einem kurzfristigen Problem am Schalthebel fiel er hinter Nicolai Neumüller und Björn Frank zurück. Neumüller crashte und Kühn kämpfte sich an Frank auf Rang zwei wieder ran. Nach einem weiteren Problem mit einer verbogenen vorderen Bremsscheibe reichte es am Ende zu Rang vier hinter Frank und Neumüller. Der Tabellenerste Ramon Jäckle hat auf Sandstrecken leichte Defizite. Im Training nur Rang sieben, reichte es in Lauf eins, auch bedingt durch Stürze und Probleme mit der Brille, ebenfalls nur zu Rang sieben. Bemerkenswert ist, daß er dabei schon überrundet war. Im zweiten Lauf hatte Frank Pech: Bis zur vorletzten Runde behauptete er Position zwei, bei einer Überrundung kam er zu Fall, so daß Neumüller und Kühn noch überholen konnten. Für Jäckle lief's noch schlechter: auch hier mit diversen Problemen belegte er tatsächlich nur den letzten Platz.

Cup: Obwohl auch in der Cup-Klasse nur relativ wenig Fahrer am Start waren, ging es dennoch -man möchte fast sagen wie gewohnt- turbulent zu. Nach einem heftigen Sturz des Tabellendritten Slimane Müller in der Startrunde musste abgebrochen werden. Müller hat sich jedoch keine ernsthaften Verletzungen zugezogen und kann die Saison fortsetzen. Im darauf folgenden Neustart holte sich der Walldorfer Max Doll den Holeshot, blieb aber nicht lange vorn, da er den Motor ausbremste und so Niko Harass problemlos vorbei ging. Harass blieb bis zum Schluss vorn, der Tabellenerste Wesley Roppenecker riskierte nicht alles und fuhr sicher den zweiten Platz ein. Platz drei ging an Hendrik Sprenger. Im zweiten Lauf kam Mike Kreutzer als erster aus der Startrunde, fiel aber nach einem Crash gleich ins hintere Drittel zurück. An der Spitze lag nun Sprenger, aber Roppenecker überholte in Runde vier. Kurz darauf war dieser Lauf dann auch zu Ende, da zeitgleich an zwei Stellen medizinische Behandlung auf der Strecke notwendig wurde. Da die Laufzeit knapp über der Hälfte war, wurde der Lauf nicht wiederholt und zu 100% gewertet.

Senioren: Wie in der Prestige war auch hier zu erwarten, daß ein Walldorfer "local hero" ganz vorne sein würde: Ralf Lüttger wurde diesem Anspruch gerecht, holte sich, wenn auch knapp, vor Thomas Pfeil die Trainingsbestzeit und ganz klar die beiden Laufsiege. Der Tabellenerste Pfeil war im ersten Lauf schon auf der Startgeraden gecrasht und musste als Letzter das Rennen aufnehmen. Nachdem er zwischenzeitlich schon auf sieben vorgefahren war, reichte es nach einem weiteren Unfall am Ende nur zur Rang 15. Die Ränge zwei und drei gingen an Alexander Hahn und Volker Weingart. Im zweiten lief's für Pfeil besser. Lüttger hatte er zwar nie in Reichweite, den zweiten Platz aber sicher vor Weingart und Hahn.

Gesamtergebnis Walldorf , 12./13. Juli 2014
50ccm: 1. Lennox Dessloch, 2. Dana Schneider, 3. Felix Lesmeister, 4. Alexandra Scheller
65ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Leo-Filip Paukovic, 3. Maurice Dorschner, 4. Jean-Pierre Kammerer, 5. Lennart Kölbl
85ccm: 1. Yannick Scheurer, 2. Lucca Zimmermann, 3. Tom Oster, 4. Christopher Robert, 5. Leandro Lüdi
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. Nicolai Neumüller, 3. Björn Frank, 4. René Kühn, 5. Eric Tabouraing
Cup: 1. Wesley Roppenecker, 2. Hendrik Sprenger, 3. Niko Harass, 4. Max Doll, 5. Yann Spaniol
Senioren: 1. Ralf Lüttger, 2. Volker Weingart, 3. Alexander Hahn, 4. Lutz Gerlach, 5. Ingo Hinzmann
MX2: 1. Marvin Haase, 2. Nils Neumüller, 3. Domenico Felici, 4. Dennis Zmija-Kalinowski, 5. Denny Hector

Text: Andreas Wack, Bilder: Stefan Abel; unbekannt


Winningen, 14./15. Juni, 5. Lauf zum Südwest-Cup 2014

Angriff misslungen: Dana Schneider und Alexandra Scheller (#71)Anfang gut, Ende schlecht

Endlich mal ein SWC-Rennen der Saison 2014, bei dem alles glatt lief. Keine Rennabbrüche, keine ausgefallenen Läufe, (fast) keine Verletzte und die Hubschraubereinsätze beschränkten sich auf Rundflüge vom direkt benachbarten Sportflugplatz. Das Bewässern hatten die Winninger richtig gut im Griff, und dem Wetter blieb nichts anderes übrig als bei angenehmen Temperaturen für ein perfektes Rennwochenende zu sorgen. Das Unangenehme kam erst nach dem Ende der Veranstaltung. Unfreundliche Zeitgenossen brachen in der Nacht von Sonntag auf Montag einen Materialcontainer auf und entwendeten Gegenstände von einem knapp fünfstelligen Wert.

50ccm: Ausgerechnet auf ihrer Heimbahn musste sich Dana Schneider erstmalig in dieser Saison geschlagen geben. Schon im Zeittraining war Alexandra Scheller einen Tick schneller, was aber über den Ausgang der Rennen natürlich noch nichts besagte. Im ersten Lauf lag zwar Schneider nach der ersten Kurve vorn, aber Scheller mogelte sich in der ersten Runde irgendwo vorbei. Die zwei Mädels schenkten sich nichts, der dritte Lennox Dessloch lag deutlich zurück. In der letzen Runde setzte Schneider in der Kurve am Startgitter alles auf Angriff, rutschte mit dem Vorderrad weg, der Laufsieg ging an Scheller. In Lauf zwei holte sich Scheller den Holeshot, und Schneider fiel nach einer halben Runde hin. Damit es Scheller aber vorne nicht zu einsam wurde, gab Dessloch richtig Gas und blieb bis zum Schluss an ihr dran. Damit ging erstmalig der Tagessieg an Scheller.

65ccm: Lukas Hofstetter fuhr im Training die schnellste Zeit. Der Gastfahrer und Sieger von Niederwürzbach, Leon Sievert, lag knapp eine Sekunde dahinter, drittbester war Maurice Dorschner. Nach dem Start zu Lauf eins führte Hofstetter vor Sievert, der Winninger Luca Höltenschmidt lag mit etwas Abstand auf Rang drei. Hofstetter baute einen kleinen Vorsprung auf Sievert auf, im Getümmel von Überrundungen kam Sievert aber wieder ran und war plötzlich an Hofstetter vorbei. Um Platz drei wurde hart gefightet: Dorschner konnte Höltenschmidt in der drittletzten Runde überholen, Höltenschmidt blieb aber dran. Dorschner nahm kurz vor der Ziellinie wegen einem überrundeten Fahrer etwas das Gas zurück, Höltenschmidt hielt voll drauf und kreuzte mit 42 Tausendstel Vorsprung auf Dorschner die Transponderschleife. Im zweiten Rennen bog Hofstetter zwar als Führender vor Lennart Kölbl und Sievert in die erste Kurve ein, kam aber nach einem Crash als Letzter aus der ersten Runde zurück. Sievert holte sich locker den Sieg, Kölbl lag lange auf zwei, musste sich aber am Ende Dorschner geschlagen geben.

Yannick Scheurer (Klasse 85ccm)85ccm: In dieser Klasse war sowohl Quantität als auch Qualität gegeben. Mit Yannick Scheurer, Tom Oster, Lukas Kunz, Christopher Robert und den Zimmermann-Brüdern waren alle Top-Fahrer am Start. Erstmalig mussten in der 85er-Klasse Ausscheidungen gefahren werden, was natürlich auch durch die recht geringe Streckenkapazität von 28 Fahrern bedingt war. In den beiden Zeittrainingsgruppen setzten sich erwartungsgemäß Scheurer und Oster durch. Kunz und Scheurer und -mit leichtem Abstand- Oster gingen in Lauf eins gleich in Führung. Scheurer legt sich Kunz zurecht, ging in Runde drei vorbei und setzte sich ab. Zwei Runden später war auch Oster an Kunz vorbei, an Scheurer kam er aber nicht wirklich ran, im Ziel trennten beide etwa fünf Sekunden. Für den noch leicht am Finger verletzten Robert war Platz vier vollkommen okay. In Lauf zwei das gleiche Bild: Scheurer, Oster und Kunz gleich vorn, verfolgt von Lucca und Loris Zimmermann, Nick Hofstetter und Noah Berens. Kunz konnte Scheurer und Oster nicht folgen, Scheurer stürzte, nahm aber knapp vor Kunz liegend wieder Fahrt auf, Oster holte sich klar den Lauf- und Tagessieg.

MX2: Da Winningen auch zur Rheinland-Pfalz-Meisterschaft gewertet wurde, war Nico Müller wieder am Start. Im Training holte er sich die Bestzeit vor Nils Neumüller und Philipp Grave. Im ersten Rennen kam Neumüller als Führender aus der kurzen Startrunde, dahinter Jean-Luc Tille, Nico Stepan und Müller. Schon zwei Runden später waren Tille und Müller an Neumüller vorbei. Müller drängte auf Tille, im Zuge von Überrundungen konnte Tille aber wieder etwas Abstand und mit einem kleinen Vosprung den Lauf gewinnen. Neumüller konnte gegen Mitte des Rennens Dennis Zmija-Kalinowski nicht mehr halten und beendete den Lauf auf vier. Grave musste mit einem Kupplungsschaden bereits nach zwei Runden raus. In Lauf zwei waren die üblichen Verdächtigen gleich wieder vorn: Müller vor Tille und Neumüller. Tille crashte an dem Bergabsprung und war aus dem Rennen. Zmija-Kalinowski hatte auf vier positioniert einen harmlosen Sturz und bog eine Runde später in die Helferbox ab, um die Brille zu reinigen. Diese Aktion hätte ihn an sich keine Plätze gekostet, er hatte jedoch dabei den Motor abgestellt und enorme Schwierigkeiten, diesen wieder zur Arbeitsaufnahme zu bringen. Im Ziel hiess der Einlauf dann Müller klar vor Neumüller und David Hoffmann.

Nils Neumüller ist in der MX2-Jugend TabellenersterPrestige: In dieser Saison wird der Meistertitel wohl ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ramon Jäckle und René Kühn. Chancen hat auch noch Björn Frank, er darf sich aber keinen weiteren Ausfall mehr leisten. Im Zeittraining lag Kühn einen Hauch vor Jäckle, dahinter Nils Hagen, Nicolai Neumüller und Frank. Frank hatte im ersten Lauf endlich mal einen guten Start, er kam als Führender aus der ersten Kurve, gefolgt von Jäckle und Kühn. Nach Ablauf der Startrunde waren dann auch Hagen und Neumüller auf Platz vier und fünf zu finden. Jäckle kam problemlos an Frank vorbei und setzte sich ab, Kühn tat sich etwas schwerer und als er endlich auch vorbei war, kam er an Jäckle nicht mehr ran. Frank hielt den dritten Platz vor Hagen und Neumüller. Startsieger in Lauf zwei war Nils Hagen, dahinter Kühn, Nicolas Schummer, Eric Tabouraing und Jäckle. Kühn drückte auf Hagen, kam aber rundenlang nicht vorbei. In der Zielkurve probierte er es außen im hohen Anlieger und fiel hin. Jäckle, zwischendurch schon auf drei, rutschte so kampflos auf zwei vor, war bald an Hagen dran und dann auch vorbei. Da Hagen gegen Ende etwas die Kräfte verliessen, gingen Kühn und später auch noch Frank vorbei.

Cup: Auch in der Cup war eine Ausscheidung erforderlich, die Zeitrainings wurden daher in zwei Gruppen abgehalten. Die Schnellsten waren in Gruppe eins Jeff Molitor und Niko Harass, in Gruppe zwei Max Grigo und Slimane Müller. Im ersten Lauf lagen diese Fahrer auch bald vorne: Harass führte vor Müller, mit etwas Abstand zurück die zwei 125er von Grigo und Molitor, und nach einem mittelmäßigen Start hatte sich Tabellenführer Wesley Roppenecker auf fünf vorgefahren. Molitor und Roppenecker drückten sich an Grigo vorbei. Beim Angriff von Molitor auf Müller kam's zum Crash, Müller verlor viele Plätze. Auch Roppenecker verlor wieder eine Position nach einem Sturz, Grigo profitierte davon. Zieleinlauf also Harass vor Molitor, Grigo und Roppenecker. Im zweiten kam Roppenecker deutlich besser weg, führte von Anfang bis zum Schluss und holte sich ungefährdet den Laufsieg vor Harass. Müller auf drei setzte sich diesesmal knapp gegen Molitor durch.

Senioren: Schon im Training zeigte sich, daß Thomas Pfeil seinen Heimvorteil nutzen wollte. Seine Trainingsbestzeit war nicht zu schlagen, auch wenn Ilka Schütz, Ralf Lüttger und Christian Lehner dicht dran waren. Im ersten Lauf lief's genau so gut, von Anfang an vorne konnte er sich aus allen Positionskämpfen raushalten und den Sieg sicher nach Hause fahren. Lehner hielt ein paar Runden seine zweite Position, wurde aber dann von Lüttger einkassiert. Helmut Alexander war auf drei super gestartet, wurde aber am Ende noch bis 10 durchgereicht. Danach nochmals das gleiche: Ungefährdeter Sieg im zweiten Lauf für Pfeil und damit Tagessieg, diesmal Schütz auf zwei und Lehner wurde erneut von Lüttger auf vier verdrängt. Lutz Gerlach, in Lauf eins noch Fünfter, hatte im zweiten einen Startcrash und finishte als Elfter.

Gesamtergebnis Winningen , 14./15. Juni 2014
50ccm: 1. Alexandra Scheller, 2. Lennox Dessloch, 3. Dana Schneider, 4. Felix Lesmeister, 5. Kevin Bento Mendes
65ccm: 1. Leon Sievert, 2. Maurice Dorschner, 3. Lennart Kölbl, 4. Luca Höltenschmidt, 5. Lukas Hofstetter,
85ccm: 1. Tom Oster, 2. Yannick Scheurer, 3. Lukas Kunz, 4. Christopher Robert, 5. Loris Zimmermann,
Prestige: 1. Ramon Jäckle, 2. René Kühn, 3. Björn Frank, 4. Nils Hagen, 5. Eric Tabouraing
Cup: 1. Niko Harass, 2. Wesley Roppenecker, 3. Jeff Molitor, 4. Ricardo Silva Silverio, 5. Ricardo Rendeiro
Senioren: 1. Thomas Pfeil, 2. Ralf Lüttger, 3. Ilka Schütz, 4. Christian Lehner, 5. Ingo Hinzmann
MX2: 1. Nico Müller, 2. Nils Neumüller, 3. David Hoffmann, 4. Nico Stepan, 5. Dennis Zmija-Kalinowski

Text: Andreas Wack, Bilder: André Imparato


Niederwürzbach, 9. Juni, 4. Lauf zum Südwest-Cup 2014

Faire Geste: Shakehands zwischen Kunz (#131) und Oster (85ccm)36° Celsius

Das heißeste Pfingstwetter seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen brachte alle ins Schwitzen. Es wurde viel Fantasie gezeigt, um die Hitze einigermassen erträglich zu gestalten, so waren rundum im Fahrerlager viele Babyplanschbecken zu finden. Natürlich war auch der Staub ein Thema, durch häufiges Wässern zwischen den Rennen wurde die Staubentwicklung auf ein vertretbares Mass reduziert. Bedingt durch die Wässerungspausen und die längere Pause zur Behandlung eines verunfallten Cup-Teilnehmers, bei der alle drei vorhandenen Notärzte im Einsatz waren, entschied die Rennleitung den zweiten Lauf der Klassen Cup, Senioren und Prestige/MX2 aus Zeitgründen zu streichen. Prominenz liess sich auch blicken: Der Bundestagsabgeordnete für den Saarpfalz-Kreis und Schirmherr der Veranstaltung, Alexander Funk, war vor Ort und richtete ein paar Grußworte an die trotz der Hitze erschienenen Zuschauer.

50ccm: Die Tabellenerste Dana Schneider war auch in Niederwürzbach nicht zu schlagen. Nach der Trainingsbestzeit holte sie sich auch im ersten Lauf den Sieg. Alexandra Scheller, Tochter von Vereinschef Michael Scheller, hätte auf ihrer Heimstrecke sicher zumindest dran bleiben können, vergab aber alle Chancen schon in der ersten Runde nach einem Sturz. Da es nicht bei dem einen blieb, reichte es am Ende nur zu Rang drei hinter Lennox Dessloch. Lauf zwei war ungleich spannender, da sich Scheller den Startsieg holte und bis zur vorletzten Runde Schneider knapp hinter sich halten konnte. Im Zuge einer Überrundung nutzte Schneider ihre Chance, kam an Scheller vorbei und gewann den Lauf. Den dritten Platz mit deutlichem Abstand belegte Dessloch.

65ccm: Wie zuvor in Frankenthal gab in dieser Klasse erneut ein starker Gastfahrer den Ton an: Diesmal war Leon Sievert von den SWC-Jungs nicht zu halten. Die Trainigsbestzeit ging an ihn, gefolgt von dem Tabellenersten Lukas Hofstetter und Maurice Dorschner. Im ersten Lauf lag er nach dem Start gleich vorn, setzte sich ab und gewann deutlich. Hofstetter kämpfte lange, um an einem weiteren starken Gastfahrer, Nick Wiegand, von drei auf zwei vorbei zu fahren. Im zweiten Lauf waren die ersten fünf Positionen schon nach der ersten Runde wie einzementiert. Sievert lag wieder vorn, Hofstetter blieb jetzt etwas dichter dran, konnte aber nie wirklich angreifen. Mit größerem Abstand liefen Wiegand und ein weiterer Gast, Aron Gittfried vor Dorschner ins Ziel ein.

Sieg auf der Heimstrecke: Wesley Roppenecker (Cup)85ccm: Der Tabellenerste Yannick Scheurer war in Niederwürzbach nicht am Start, da er am Tag zuvor in Ried (A) am ADAC MX Junior-Cup teilnahm. Auch Tom Oster war dort, er nahm aber den Weg nach Niederwürzbach in Angriff und kam Sonntagnacht an. Der Tabellenzweite, Christopher Robert, musste verletzungsbedingt absagen. Oster fuhr die beste Runde im Zeittraining, deutlich vor Nick Hofstetter, Lucca Zimmermann und Lukas Kunz. Kunz kam in Durchgang eins am besten aus dem Gitter, gefolgt von Zimmermann, dem Gast Mike Gwerder und Noah Berens. Oster versemmelte seinen Start und lag nur im Mittelfeld. Natürlich machte er in den beiden ersten Runden mächtig Meter, lag bald auf zwei, aber an Kunz kam er nicht mehr wirklich ran. Mit größerem Abstand belegten Lucca und Loris Zimmermann die Plätze drei und vier. Im zweiten Lauf machte es Kunz gleich nochmal und kam als Führender aus der ersten Kurve, diesmal war Oster aber gleich dahinter. Kunz wehrte sich noch zwei Runden, dann zog Oster vorbei und holte sich den Lauf- und damit auch Tagessieg. Platz drei ging an Hofstetter.

Prestige/MX2: In der Prestige-Klasse herrschte tatsächlich ein Hauch von WM-Prestige: Lars Oldekamp war zwar 2011 in der MX2-WM in die Punkteränge gefahren, ist aber nach längerer Auszeit wieder berechtigt in den "Niederungen" des Clubsports zu starten. Er zeigte im Training zwar die schnellste Runde, aber Nicolai Neumüller und René Kühn waren ganz dicht dran. Beim einzigen Lauf liess Oldekamp aber nichts mehr anbrennen. Vom Start an vorne setzte er sich gleich von Nils Hagen ab, dahinter Merlin Dietzel, Neumüller und Kühn. Hagen verliessen am Ende etwas die Kräfte, Kühn und sein Schatten Ramon Jäckle zogen nach vorne durch, kamen aber nicht an Oldekamp ran. Der Luxemburger Björn Frank crashte am Start, musste durch das komplette Feld und erreichte noch Rang sechs. Aufgrund der Eintagesveranstaltung starteten die Prestige-Fahrer und die MX2-Jugendklasse in allen Trainings und Rennen gemeinsam bei getrennter Wertung. In der MX2 zeigte Nils Neumüller die schnellste Trainingsrunde, Jean-Luc Tille und Nico Stepan lagen knapp dahinter. Im Rennen lief's für Neumüller nicht ganz so toll. Nach einem Sturz an ungünstiger Stelle (Bergaufpassage im sog. "Sackloch") brauchte er recht lange um wieder Fahrt aufzunehmen. Die MX2-Wertung gewann Gastfahrer Domenico Felici, im Gesamtfeld war er Sechster. Die Plätze zwei und drei gingen an Tille und Dennis Zmija-Kalinowski.

Die zwei Mädels ganz oben: Siegerehrung 50erCup: Wesley Roppenecker kam als Tabellenerster an seine Heimstrecke, zu der er über den Feldwirtschaftsweg quasi mit dem Cross-Motorrad hinfahren kann. Er war entsprechend gut vorbereitet und holte sich klar die Bestzeit im Training vor dem Franzosen Yann Spaniol und dem Tabellenzweiten Slimane Müller. Startsieger im einzigen Lauf war Mike Kreutzer, nach der ersten Runde lag aber Roppenecker schon vorn, gefolgt von dem Luxemburger Portugiesen Ricardo Rendeiro. Roppenecker setzte sich ab und gewann klar das Rennen. Rendeiro lief genau so ungefährdet auf zwei ins Ziel ein. Auf drei lag lange Hendrik Sprenger, nach einem Sturz verlor er viele Plätze und Peter Barabasch erbte seinen Platz. In der letzten Runde zog aber Jeff Molitor noch an Barabasch vorbei. Kreutzer hielt hauchdünn seinen fünften Platz vor Müller. Der Tabellendritte Niko Harass musste im Zeittraining einen kapitalen Motorschaden hinnehmen und konnte zum Rennen nicht starten.

Senioren: Hier gab es eine Premiere: Der langjährige SWC-Recke und Supermoto-Urgestein Dirk Spaniol schnupperte erstmalig bei den Senioren rein, rein alterstechnisch hätte diese Premiere aber auch schon vor ein paar Jahren stattfinden können. Natürlich holte er sich klar die Trainingsbestzeit vor, etwas überraschend, Gerard Schummer und Thomas Gros. Spaniol gewann den Start, verfolgt von Lutz Gerlach und Jacek Kalinowski. Kalinowski ging im Startgetümmel noch an Gerlach vorbei, konnte ihn aber nie abschütteln. Am Ende holte sich Kalinowski mit drei Zehnteln Vorsprung Platz zwei vor Gerlach, Spaniol hatte etwa sieben Sekunden Vorsprung auf die beiden rausgefahren. Thomas Pfeil rutschte auf der frisch gewässerten Piste schon in der vierten Kurve weg und finishte nur auf 15. Dadurch bleibt Volker Weingart, der auf Rang sieben, gehandicapt durch eine Rückenverletzung, auch nur mittelprächtig unterwegs war, weiterhin an der Tabellenspitze.

Gesamtergebnis Niederwürzbach, 9. Juni 2014
50ccm: 1. Dana Schneider, 2. Alexandra Scheller, 3. Lennox Dessloch, 4. Kevin Bento Mendes, 5. Felix Lesmeister
65ccm: 1. Leon Sievert, 2. Lukas Hofstetter, 3. Nick Wiegand, 4. Lisa Michels, 5. Aron Gittfried
85ccm: 1. Tom Oster, 2. Lukas Kunz, 3. Lucca Zimmermann, 4. Nick Hofstetter, 5. Noah Berens
Prestige: 1. Lars Oldekamp, 2. René Kühn, 3. Ramon Jäckle, 4. Nicolai Neumüller, 5. Nils Hagen
Cup: 1. Wesley Roppenecker, 2. Ricardo Rendeiro, 3. Jeff Molitor, 4. Peter Barabasch, 5. Mike Kreutzer
Senioren: 1. Dirk Spaniol, 2. Jacek Kalinowski, 3. Lutz Gerlach, 4. Gerard Schummer, 5. Ingo Hinzmann
MX2: 1. Domenico Felici, 2. Jean-Luc Tille, 3. Dennis Zmija-Kalinowski, 4. Damien de Muyser, 5. Kjell Sprenger

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Frankenthal, 17./18. Mai, 3. Lauf zum Südwest-Cup 2014

Lukas Hofstetter: Gesamtzweiter in der 65er-KlasseDisziplin

Nach den beiden Erstveranstaltungen im Sand stand mit Frankenthal jetzt die erste Hartstrecke auf dem Programm des SWC 2014. Erneut bestes Rennwetter mit Sonnenbrandgefährdung -der mittlerweile vom Gips befreite rechte Unterarm des Autors zeigte dies deutlich- sowie die bekannt professionelle Streckenpräparation des engagierten Teams vom AMC Frankenthal liessen auf eine entspannte Veranstaltung hoffen. Leider sorgten gleich drei Rennabbrüche in der Cup-Klasse dann doch für eine gewisse Hektik, etwas mehr Disziplin in dieser Klasse wäre wünschenswert. Wie in Fischbach durfte der DMV-2T-Cup am Samstag ein Gastspiel geben.

50ccm: Die Tabellenerste Dana Schneider nahm in Frankenthal alles mit, was geht: Trainingsbestzeit, zweimal Holeshot, zweimal klarer Laufsieg. Um den Platz dahinter bekämpfen sich meist Alexandra Scheller und Lennox Dessloch, so auch in Frankenthal. In Lauf eins lag Dessloch nach dem Start vor Scheller, nach einem kleinen Fehler waren aber Scheller und Kevin Bento Mendes vorbei. Dessloch überholte Mendes, kam an Scheller ran, aber nicht mehr vorbei und belegte denkbar knapp Rang drei. Im zweiten Durchgang blieb Dessloch fehlerfrei und holte sich Platz zwei vor Scheller und Mendes.

65ccm: Leo Filip Paukovic war mal wieder als Gaststarter unterwegs und zeigte den SWC-Jungs wo's langgeht. Sowohl im Training als auch in den beiden Läufen kam niemand an ihn ran. Natürlich holte er sich auch noch den vom Team Koenen ausgelobten Holeshot-Pokal. Im ersten Durchgang lag der beste SWC-Fahrer Maurice Dorschner auf seiner Heimstrecke auf Rang zwei. Der Tabellenführer Lukas Hofstetter war schlecht gestartet und musste sich von ganz weit hinten auf Platz vier durchboxen. Im zweiten Lauf machte er die Sache besser, lag von Beginn an auf zwei und konnte Paukovic folgen. Im Ziel waren beide nur knapp getrennt, mit deutlichem Abstand auf Rang drei lief Jean-Pierre Kammerer ins Ziel ein.

Nils Neumüller weit oben (MX2 Jugend)85ccm: In der Jugendklasse markierte Tom Oster die Bestzeit im Training, Yannick Scheurer und Christopher Robert lagen eine gute Sekunde zurück. Der Startsieg im ersten Lauf ging an Scheurer, Oster und Robert reihten sich dahinter ein. Scheurer setzte sich klar von Oster ab und fuhr auch schnellere Rundenzeiten als im Training. Oster hatte vielleicht auch ein ganz klein wenig die mentale Handbremse angezogen, da er am Abend noch nach Dolle zur DM weiter reiste. Das gleiche galt für Robert, er belegte in diesem Lauf den dritten Platz knapp vor Paul Nuoffer. Im zweiten Durchgang machte erst mal Lucca Zimmermann eine Runde lang die Führungsarbeit, dann zogen Scheurer und Oster vorbei. Robert war beim Start nicht ganz vorne dabei. Da der Lauf wegen eines verunfallten Fahrers nach etwa 13 Minuten abgebrochen wurde, reichte es für Robert in seinem Vormarsch nur noch zum fünften Platz. Lukas Kunz holte sich hier Rang drei.

MX2: Nico Müller trat erneut als Gast an und markierte an diesem Tag die schnellste Trainingsrunde aller Klassen, er war somit auch schneller als die Prestige-Jungs. Nils Neumüller und Nico Stepan holten sich als beste SWC-Fahrer die Startplätze zwei und drei ab. Startsieger in Lauf eins war Daniel Gäng, gefolgt von Stepan. Bei der ersten Zieldurchfahrt -das entspricht in Frankenthal fast einer ganzen Runde- war aber Müller schon vorn. Neumüller war nicht gut weggekommen und musste sich von Rang acht nach vorne ackern. Noch schlechter der Start von Jean-Luc Tille: Er kam als letzter aus der Startrunde. Während Müller dem ganzen Feld weit davonzog, machte sich auf dem Platz dahinter, meist aufgrund von harmlosen Stürzen, ein lustiges Wechselspielchen breit: erst kurzfristig Gäng, dann Stepan, dann Denny Hector. Für zwei Runden lag Gast Domenico Felici auf Rang zwei. Zwischenzeitlich hatten sich aber Tille und Neumüller nach vorne geschoben, profitierten von einem Sturz von Felici und belegten nun Rang zwei und drei. Damit nicht genug: in der letzten Runde verschenkte Tille mit einem Crash seinen zweiten Platz an Neumüller. Lauf zwei verlief nicht ganz so turbulent: Müller siegte erneut mit klarem Vorsprung, Neumüller wurde von Felici gegen Mitte des Rennens auf drei verdrängt, Stepan kam nicht ins Ziel, und Tille nach längerer Standzeit nur als Letzter.

Prestige: Die Bestzeit im Training holte sich Gastfahrer Christof Erne. Bester SWC-Fahrer war erneut René Kühn vor Ramon Jäckle. In Lauf eins kam etwas überraschend Nicolas Schummer als Führender aus der ersten Kurve raus, Jäckle dahinter, Björn Frank und Erne waren auch vorne mit dabei. Schummer fiel schon in der ersten Runde zurück, Jäckle bolzte Tempo an der Spitze, Frank und Erne rasselten zusammen. Frank musste so schon in der zweiten Runde aufgeben, Erne konnte relativ schnell wieder Fahrt aufnehmen, aber Kühn war derweil schon vorbei. Erne eroberte sich den zweiten Platz von Kühn zurück, kam aber an Jäckle nicht mehr ran. Mit einer beachtenswerten Leistung schob sich Nicolai Neumüller mit einer in diesem Feld etwas untermotorisierten 125er von Platz sieben nach der ersten Runde auf Platz vier im Zieleinlauf. In Lauf zwei lag Erne nach dem Start vorn, aber Jäckle konnte ihn in der Spitzkehre nach dem Ziel überrumpeln. Erne blieb dran, zog nach drei weiteren Runden wieder vorbei und holte sich unbedrängt den Lauf- und Tagessieg. Neumüller belegt erneut mit einer famosen Leistung Platz drei. Kühn war nur mittelmäßig gestartet und beendete hinter Ludwig Säger das Rennen auf Rang fünf.

Bei den Senioren war die maximale Streckenkapazität erreichtCup: Wie zuvor in Fischbach war auch in Frankenthal eine Ausscheidung erforderlich. Niko Harras bekam in seinem Zeittraining -warum auch immer- keine vernünftige Runde hin und musste sich im Hoffnungslauf, den er klar gewann, für die Läufe qualifizieren. Der Holeshot von Lauf eins ging an den Luxemburger Andy Hoffmann, gefolgt von Ricardo Rendeiro und Hendrik Sprenger. Felix da Costa kam als Siebter aus der Startrunde, schob sich Runde für Runde weiter nach vorn und gewann den Lauf. Hoffmann hielt sich auf zwei, Sprenger gab auf drei liegend nach einem Crash auf und Harass holte sich Platz drei. Im zweiten Lauf dieser Klasse rumpelte es: Nach einem Massencrash in der zweiten Kurve wurde der Lauf abgebrochen. Der Neustart wenige Minuten später war auch nicht von langer Dauer, weil da Costa nach einem Sturz auf der Strecke behandelt werden musste. Daraufhin verschob die Rennleitung den Lauf im Zeitplan nach hinten als letzten Lauf des Tages. Leider war hier aber erneut nach etwa fünf Minuten Schluss, ein Crash mit mehreren Beteiligten auf der Rhythmus-Sektion bedingte einen erneuten Abbruch. Der Lauf wurde nicht gewertet und auch nicht mehr neu gestartet.

Senioren: Auf seiner Heimstrecke lässt sich Jörg Marschner so leicht nichts vormachen, die Trainingsbestzeit war konsequente Folge davon.Christian Lehner greift nach einem Jahr Pause wieder an und holte sich hinter Thomas Pfeil den dritten Trainingsplatz. Startsieger in Lauf eins war Thomas Gros, dahinter Pfeil und Marschner. Gros fiel ein paar Plätze zurück, Pfeil und Marschner setzten sich leicht ab. Gegen Mitte des Laufes schlossen Ralf Lüttger und Ilka Schütz zu den beiden Führenden auf. Mit der Rhythmus-Sektion kam Pfeil nicht ganz so schnell zurecht, in der vorletzen Runde überholten ihn Marschner und Schütz. In der letzten Runde quetschte sich Schütz an Marschner vorbei und holte hauchdünn den Laufsieg. Lehner zog in der letzten Runde an Pfeil vorbei, damit Rang drei. Im zweiten Durchgang ging Pfeil gleich in Führung, setzte sich ab und gewann ungefährdet. Marschner war nur mittelmäßig weggekommen und riskierte nach einem Sturz nichts mehr: Ergebnis Platz 14. Lehner und Lutz Gerlach belegten die weiteren Podestplätze.

Gesamtergebnis Frankenthal, 17./18. Mai 2014
50ccm: 1. Dana Schneider, 2. Lennox Dessloch, 3. Alexandra Scheller, 4. Kevin Bento Mendes, 5. Felix Lesmeister
65ccm: 1. Leo Filip Paukovic, 2. Lukas Hofstetter, 3. Maurice Dorschner, 4. Jean-Pierre Kammerer, 5. Jona Katz
85ccm: 1. Yannick Scheurer, 2. Tom Oster, 3. Christopher Robert, 4. Lukas Kunz, 5. Lucca Zimmermann
Prestige: 1. Christof Erne, 2. Ramon Jäckle, 3. Nicolai Neumüller, 4. René Kühn, 5. Ludwig Säger
Cup: 1. Felix da Costa, 2. Andy Hoffmann, 3. Niko Harass, 4. Ricardo Silva Silverio, 5. Ricardo Rendeiro
Senioren: 1. Thomas Pfeil, 2. Christian Lehner, 3. Ilka Schütz, 4. Lutz Gerlach, 5. Markus Schmidt
MX2: 1. Nico Müller, 2. Nils Neumüller, 3. Domenico Felici, 4. Denny Hector, 5. Jan-Thore Kaulbach

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Fischbach, 3./4. Mai, 2. Lauf zum Südwest-Cup 2014

Auch ein Sieger braucht mal Hilfe: Dana Schneider (50ccm)Runde zwei

Nach dem traditionellen Saisonauftakt am Ostermontag in Hoxberg ging es zwei Wochen später zur zweiten Runde des SWC 2014 erneut in den Sand, und zwar in Fischbach. Regenfälle während der Woche sorgten für eine tiefe, aber gut fahrbare Strecke, da es an beiden Tagen von oben trocken blieb. Der Sonntag verwöhnte dann mit Sonnenschein pur. Wegen eines schweren Unfalls, der die Anforderung des Rettungshubschraubers erforderlich machte, verschob sich am Sonntag der Zeitplan dermassen, daß in allen Klassen nur ein einziger Lauf durchgeführt wurde.

50ccm: Die 50er-Klasse ist dieses Jahr zahlenmäßig nicht sehr stark, viele Fahrer sind in die 65er-Klasse aufgestiegen. Es waren alle fünf SWC-Fahrer am Start, und mit dem starken Gastfahrer Lukas Paul standen so ingesamt sechs Teilnehmer am Startgitter. Im Zeittraining lagen Lennox Dessloch und Paul mit über fünf Sekunden Vorsprung deutlich vor Felix Lesmeister und Dana Schneider. In den beiden Wertungsläufen kam es aber anders: In Lauf eins hatte Paul den besten Start, gefolgt von Alexandra Scheller und Schneider. Nach der ersten Runde war aber Scheller schon hinter Schneider und Dessloch zurückgefallen. Paul vergrößerte den Abstand zu Schneider, musste nach einem Crash aber sowohl Schneider als auch Dessloch vorbeiziehen lassen. Bis zum Zieleinlauf änderte sich an der Reihenfolge nichts mehr. In Lauf zwei ging Schneider gleich in Führung, dicht verfolgt von Paul. Dessloch war kurz nach dem Start gestürzt und hatte so von Anfang an einen respektablen Abstand. Paul hatte längeren Bodenkontakt und fiel auf drei hinter Dessloch zurück. Er kam zwar wieder vorbei, ein weiterer Crash bedeutete aber dann endgültig Rang drei. Ergebnis also wie in Lauf eins Schneider vor Dessloch und Paul.

So sehen Sieger aus: Yannick Scheurer (85ccm)65ccm: Auch hier sah es nach dem Zeittraining nach einer klaren Angelegenheit für Maurice Dorschner aus, brannte er doch eine Bestzeit mit fast fünf Sekunden Vorsprung vor Lukas Hofstetter in den Fischbacher Sand. Aber auch hier kam es anders: Hofstetter holte sich den Holeshot zu Lauf eins, gefolgt von dem Gastfahrer Nick Wiegand und Dorschner. Hofstetter setzte sich ab, und Dorschner fand erst in der letzten Runde einen Weg an Wiegand vorbei. Sieg also für Hofstetter vor Dorschner und Wiegand. Auch Lauf zwei lief für Dorschner suboptimal: Ein Sturz in der Startkurve, bei dem er auch noch Keanu Alm und Marvin Aleff, die nicht mehr ausweichen konnten, mitriss, beendeten vorläufig die Hoffnungen auf einen Laufsieg. Er saß aber relativ schnell wieder auf dem Bike und schob sich gegen Ende noch vor Jean-Pierre Kammerer auf Rang zwei. Hofstetters Sieg war nie gefährdet. Alm überzeugte mit einem Vormarsch vom vorletzten Rang nach Runde eins auf Platz neun.

85ccm: Dennis Zmija-Kalinowski und Nico Müller sind in die "große" Klasse aufgestiegen, Tom Oster konzentriert sich in seinem letzten 85er-Jahr auf DM-Einsätze, daher verbleiben als Meisterschaftsanwärter noch Yannick Scheurer und Christopher Robert. Diese beiden holten sich erwartungsgemäß die Trainingsbestzeit vor den Zimmermann-Brüdern Lucca und Loris sowie Paul Nuoffer. Es war klar, daß diese beiden ihre Trainingsleistungen auch in den Läufen umsetzen konnten. In beiden Rennen holte sich Scheurer unbedrängt den Sieg vor dem ebenso sicher auf Rang zwei liegenden Robert. Der dritte Podestplatz ging in Lauf eins an Lucca Zimmermann vor David Cherkasov. Im zweiten kam es zum Bruderduell der Zimmermanns. Der ältere Lucca war nicht gut gestartet und schob sich erst in der vorletzten Runde an Loris vorbei auf drei. War aber vergeblich, da er nach einem Crash in letzter Runde seinen Bruder und einige andere dann wieder an sich vorbei fahren sah. Den vierten Platz belegte der Schweizer Gast Leandro Lüdi.

MX2: Der Vorjahreschamp René Kühn hat die Klasse gewechselt, er startet in der Prestige. Daher gilt jetzt Nils Neumüller als Topfavorit, was er auch im Zeittraining mit Bestzeit bestätigte. In den Läufen wurde es ihm aber nicht langweilig, da Nico Müller, der aus der 85er-Klasse in die MX2 gewechselt ist, sich dieses Jahr aber nicht in den SWC eingeschrieben hat, ganz schön Druck machte. Im letzten Renndrittel kam Müller an den von Anfang an führenden Neumüller ran und übernahm die Spitze. Da beide anschließend noch ein paar Fehler machten, blieb es am Ende bei der Reihenfolge. Der dritte Platz ging an David Hoffmann. Im zweiten Rennen setzte sich Philipp Grave mit einem Superstart an die Spitze, hielt sich dort noch bis Ende der ersten Runde, fiel dann aber hinter Neumüller und Müller zurück. Trotzdem er ab etwa der dritten Runde mit einem platten Hinterrad unterwegs war, verteidigte er tapfer seinen dritten Platz gegen Jan-Thore Kaulbach. Laufsieger wurde erneut Müller vor Neumüller.

Prestige: René Kühn schockte die arrivierten Prestige-Fahrer mit einer Trainingsbestzeit mit 2,5 sec Vorsprung vor Nils Hagen und etwa 3,5 sec auf Nicolai Neumüller, Yannick Bossi und Björn Frank. Den besten Start zum einzigen Lauf hatte aber, wie so oft, der erfahrene Ludwig Säger. Dahinter reihten sich Nils Hagen, Kühn und Neumüller ein. Säger musste nach und nach Plätze abgeben, derweil duellierten sich an der Spitze Hagen und Kühn, während Frank Neumüller überholte und mit etwas Abstand auf drei fuhr. In einer etwas unübersichtlichen Situation mit einem gestürzten, überrundeten Fahrer nutzte er clever seine Chance und schnappte sich Kühn, eine halbe Runde später Hagen. Da Hagen am Ende das hohe Tempo nicht mehr halten konnte und Kühn crashte, erbte Neumüller Rang zwei vor Kühn und Hagen, der Laufsieg ging an Frank.

Start Prestige: Ludwig Säger (#62) zumindest am Start vornCup: In der Cup-Klasse war die Beteiligung mal wieder so groß, daß ein Hoffnungslauf gefahren werden musste. Wer im Zeittraining keine ausreichend gute Zeit vorgelegt hatte, konnte sich über einen der vier im LCQ zu vergebenden Plätze noch für das Hauptrennen qualifizieren. Den Hoffnungslauf gewann Alexander Hutterer. Der erste Lauf wurde nach zwei Runden wegen eines schweren Sturzes von Yannick Kiemza abgebrochen. Es kann Entwarnung gegeben werden, er ist zwischenzeitlich schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nach einer längeren Pause wurde neu gestartet, als bester kam Wesley Roppenecker aus dem Startgitter, gefolgt von Slimane Müller, Mike Kreuzer und Sebastian Kühn. Roppenecker und Müller konnten sich im Zweierpack absetzen, Kreuzer überholte noch seinen Vereinskumpel Kühn, und viel mehr passierte in diesem Lauf nicht mehr: Roppenecker also vor Müller, Kreuzer und Kühn.

Senioren: Die Trainingsbestzeit markierte Hervé Kiemza, zum Rennen trat er aus verständlichen Gründen aber nicht an, er musste sich um seinen verletzten Sohn kümmern. Ilka Schütz startete am besten, etwas überraschend dahinter Ingo Hinzmann und dann der Hoxberg-Sieger Volker Weingart. Der Gesamtzweite von Hoxberg, Ralf Lüttger war ebenso wie Lutz Gerlach in einen Startcrash verwickelt und konnte so nicht vorne eingreifen. Hinzmann fiel erwartungsgemäß etwas zurück und Sandspezialist Weingart zog an Schütz vorbei. Markus Schmidt belegte Rang drei. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um den Markus Schmidt, der die letzten Jahre in der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft bei den Senioren startete, sondern um einen Neusenior. Falls beide in einer der nächsten Veranstaltungen gemeinsam antreten, könnte das verwirrend werden. Jedoch sind das Maschinenmaterial (KTM Enduro vs. Kawasaki KX450) und natürlich auch die Startnummer ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal.

Gesamtergebnis Fischbach, 3./4. Mai 2014
50ccm: 1. Dana Schneider, 2. Lennox Dessloch, 3. Lukas Paul, 4. Alexandra Scheller, 5. Luca Scheller
65ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Maurice Dorschner, 3. Jean-Pierre Kammerer, 4. Lennart Kölbl, 5. Nick Wiegand
85ccm: 1. Yannick Scheurer, 2. Christopher Robert, 3. Loris Zimmermann, 4. Leandro Luedi, 5. Lucca Zimmermann
Prestige: 1. Björn Frank, 2. Nicolai Neumüller, 3. René Kühn, 4. Nils Hagen, 5. Ramon Jäckle
Cup: 1. Wesley Roppenecker, 2. Slimane Müller, 3. Mike Kreuzer, 4. Sebastian Kühn, 5. Ingmar Sprenger
Senioren: 1. Volker Weingart, 2. Ilka Schütz, 3. Markus Schmidt, 4. Alexander Hahn, 5. Jürgen Hüther
MX2: 1. Nico Müller, 2. Nils Neumüller, 3. David Hoffmann, 4. Jan-Thore Kaulbach, 5. Denny Hector

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Lampertheim, 26. Oktober, Südwestcup-Meisterfeier

Die SWC-Champs 2013
Hinten (vlnr): Ramon Jäckle (Prestige), René Kühn (MX2 Jugend), Jeremy Weckbach (Cup), Volker Weingart (Senioren), Andreas Wack, Lutz Gerlach (Oldies), Annabelle Hiery (Damen)
Vorne (vlnr): Dennis Zmija-Kalinowski (85ccm), Marlon Schmidt (65ccm), Jayson Alles (50ccm)


Warndt, 22. September, 11. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Erster Tagessieg für Michael Höchst (50ccm)Duell ohne Gegner

Pünktlich zum Herbstanfang gab es im Warndt einen strahlenden Spätsommertag. Fand das Training noch bei kühlen Temperaturen im Nebel statt, so setzte sich gegen 11 Uhr die Sonne durch. Die Strecke war jedoch aufgrund der Regenfälle in der Woche zuvor tiefsandig, feucht und kraftraubend. Leider konnte der zweite Lauf nicht mehr in allen Klassen durchgeführt werden, da der Rennarzt längere Zeit wegen medizinischer Behandlung von Ramon Jäckle abwesend war. Da in der Prestige und Cup der Meister noch nicht feststand, wurden diese beiden Klassen mit Priorität durchgeführt. Da die 50er ohnehin noch im Vorstart rumstanden und die Zeit noch ausreichend war, wurde auch in dieser Klasse noch der zweite Lauf durchgeführt.

50ccm: Auch zum Saisonende gab es keine Überraschungen, allerdings lag Mika Ulrich diesesmal recht deutlich im Zeittraining vor Jayson Alles, und auch Gastfahrer Leon Höhns konnte sich knapp vor Alles den zweiten Startplatz sichern. Die Fischbacher Startrakete Michael Höchst lag im ersten Lauf in der ersten Kurve vorn, beim ersten Zieldurchlauf waren aber Ulrich und Höhns schon vorbei. Alles kämpfte sich von Platz fünf nach vorne, konnte sich auch vor Ulrich an die Spitze setzen, verlor aber nach insgesamt zwei Stürzen den Anschluss an Ulrich und beendete den Lauf auf Rang 2 knapp vor Höhns. Höchst fiel in den letzten Runden noch hinter Jamie Heinen zurück. Zum zweiten Lauf traten Alles und Ulrich nicht mehr an, da die Meisterschaft zugunsten von Alles entschieden war. Diese einmalige Chance auf einen Tagessieg liess sich Höchst nicht entgehen. Natürlich gewann er den Start, musste sich aber das ganze Rennen gegen Dana Schneider und Heinen wehren. Am Ende waren alle drei innerhalb einer Sekunde im Ziel. Da Höhns auch nicht mehr angetreten war, reichten so für Höchst Platz 5 und 1 für den Tagessieg, Heinen wurde mit den Plätzen 4 und 3 Gesamtzweiter und Schneider mit 6 und 2 Gesamtdritte.

65ccm: Marlon Schmidt stand schon vor den Läufen als SWC-Champ fest. Dennoch wollte er natürlich auch im Warndt sein Können zeigen. Zudem wollte er Historisches leisten. Noch nie war es einem Fahrer zuvor gelungen alle Läufe einer Saison zu gewinnen.Um es kurz zu machen: Er hat es vollbracht. Allerdings muss man ein klein wenig relativieren: In Frankenthal, Hoxberg und Bockholtz konnten sich starke Gastfahrer vor ihm platzieren. Auch ein Sturz hinderte ihn nicht daran, den Lauf vom Start weg anzuführen und als Sieger zu beenden. Ben Merg sah lange wie der sichere Zweite aus, wurde in der letzten Runde aber noch von Lukas Hofstetter und Tijay Heinen abgefangen.

Mit nur einem Punkt an der Meisterschaft gescheitert: Marco Rohr (Prestige)85ccm: Da Yannick Scheurer wegen seiner in Gaildorf zugezogenen Verletzung auch in Warndt nicht startete, konnte Dennis Zmija-Kalinowski sein eigens angefertigtes Meister-T-Shirt schon vor dem ersten Lauf anziehen. Dennoch beendete er standesgemäß die Saison mit bestem Zeittraining und Laufsieg. Lukas Kunz führte den Lauf in den beiden ersten Runden an, musste dann Zmija-Kalinowski passieren lassen, fiel aber in der vorletzten Runde auf zwei liegend aus. Pech hatte auch Lokalmatador Christopher Robert, der mit defekter Bremse hinten nicht über Rang 10 hinauskam. Dadurch schob sich Lucca Zimmermann mit Laufplatz zwei in der Tabelle noch knapp an Robert vorbei auf Rang drei.

Prestige/MX2 Jugend: Hier ging's turbulent zu. Die Meisterschaft Prestige war noch nicht zugunsten von Ramon Jäckle entschieden, auch wenn er die besseren Karten gegenüber Marco Rohr hatte. Im Zeittraining crashte Jäckle und kugelte sich dabei die Schulter aus. Unter Narkose wurde die Schulter ambulant vor Ort wieder eingerenkt, auf eigene Verantwortung wurde ihm ein Start zu den Rennen vom Arzt genehmigt. Diesen Start wollte er unbedingt wahrnehmen, da durch die Streichergebniss-Regelung bedingt er die relativ schlechten Ergebnisse von Hoxberg dann in Wertung gehabt hätte, was die Chancen von Rohr erhöht hätte. Im ersten Lauf kam er nach mittelmäßigem Start schon in der ersten Runde selbstverschuldet zu Fall und beschädigte sich die lädierte Schulter erneut. Ohne Motorrad und unter Schmerzen suchte er schon während dem Rennen das Sanitätszelt auf. Den Lauf gewann der französische Gaststarter David Devignes. Ein weiterer französischer Gast, Loïc Ferry, lag lange auf Rang zwei, wurde am Ende aber von Ludwig Säger noch einkassiert. Marco Rohr war nicht optimal gestartet, musste an beiden Neumüllers vorbei, überholte in der letzten Runde noch Nils Hagen und beendete den Lauf auf vier, in der SWC-Wertung wegen der französischen Gäste aber auf zwei. Vor dem letzten Lauf war damit zumindest Insidern klar -die Rechnerei mit den Streichresultaten war ja nicht so ganz einfach-, daß Rohr mindestens zweiter in der SWC-Wertung werden musste, um die Meisterschaft zu gewinnen. Das Duell Rohr auf der Strecke gegen Jäckle im Krankenhaus ging extremst knapp zugunsten von Jäckle aus. Rohr war erneut mittelprächtig vom Gitter weggekommen, hatte nach Runde zwei aber nur noch die Prestigler Hagen, Säger und Nicolai Neumüller vor sich. Die beiden französischen Gastfahrer sowie MX2-Pilot René Kühn vor ihm zählten nicht. Neumüller hatte einen Sturz, Rohr rückte damit in der SWC-Wertung Prestige auf drei vor. Nutzte aber nichts, er hätte noch an Säger vorbeiziehen müssen. Letztendlich fehlten im Ziel genau zwei Sekunden auf Säger und genau ein Punkt auf Jäckle in der Tabelle. Den Lauf gewann erneut Devignes vor Ferry. René Kühn holte sich als bester MX2-Jugendfahrer Rang 3 nach Rang 6 im ersten Durchgang und damit auch die Meisterschaft vor Nils Neumüller.

Gesamtsieger in der Cup-Klasse: Jeremy WeckbachCup: In der Cup-Klasse konnten sich noch drei Fahrer realistische Hoffnungen auf die Meisterschaft machen. Kjell Sprenger hatte als Tabellenführer zwar die besten Karten, aber Jeremy Weckbach und Justin Schnur waren nicht wirklich weit entfernt. Die Bestzeit im Zeittraining ging jedoch an keinen der drei, diese markierte der Einheimische Niklas Pleyer, der nicht im SWC eingeschrieben ist, sondern nur für die Saarland-Meisterschaft mitmachte. Der eigens aus Michelbacher Hütte angereiste Fan-Club unterstützte Sprenger lautstark, musste im ersten Lauf aber recht schnell die Tröten einpacken, da ein kapitaler Motorschaden sein Rennen schon in der Startrunde beendete. Auch Justin Schnur kam nur eine Runde weiter und musste dann mit einer Meniskusverletzung aufgeben. Für Weckbach lief's zumindest am Anfang bestens, er führte in den beiden ersten Runden, gab diese dann aber an den Luxemburger Ricardo Rendeiro ab. Gegen Mitte des Rennens überholten ihn auch noch Philipp Martin und Damon Goldschmidt, mit Alexander Breininger musste er sich auch noch auseinandersetzen, blieb aber vor ihm auf Rang vier. Zum zweiten Lauf ging Sprenger mit einer Ersatzmaschine, nämlich der seines Bruders Ingmar, an den Start. Im Gegensatz zu Sprenger hatte Schnur schon alle Streichresultate aufgebraucht und damit keine Chance mehr auf den Titel, seine Verletzung hätte einen Start ohnehin nicht ermöglicht. Sprenger kam optimal aus dem Gitter, holte sich den Holeshot und lag bis Mitte des Rennens ganz vorn. Auch als Martin näher kam und die Führung übernahm, hätte das noch für den Titel gereicht, da Weckbach nur auf Position fünf lag. Selbst der dritte Platz hätte noch knapp gereicht, aber Sprenger baute deutlich ab: Goldschmidt und Rendeiro kassierten ihn in einer Runde ein, in der Runde darauf zog auch noch Weckbach vorbei. In der Box von Weckbach hatte man richtig gerechnet, schon beim Rausfahren wurde ihm der Meistertitel signalisiert.

Senioren: Bei halbwegs normalem Rennergebnis war klar, daß Lutz Gerlach am Ende der Tabellenerste sein wird. Die Seniorenklasse wird aber nach Abschluss aller Rennen in Senioren und Oldies aufgeteilt, Gerlach wird für die Oldies gewertet. Somit kamen für den Seniorentitel nur noch Volker Weingart und Michael Spengler in Frage. Als Sandspezialist hatte Weingart die besseren Karten, er liess auch nichts anbrennen: Ab der ersten Runde lag er auf Platz zwei, dort blieb er auch bis zur Zielflagge. Ganz vorn und deutlich schneller war der Franzose Hervé Kiemza, der allerdings nur in Fischbach und im Warndt am Start war. Rang drei ging an Gerlach vor Alexander Hahn und Uli Hell. Die Oldie-Meisterschaft geht damit zum x-ten Mal an Gerlach, bei den Senioren war dies aber der erste Titel für Weingart seit seinem Eintritt in diese Klasse 2002.

Gesamtergebnis Warndt, 22. September 2013
50ccm: 1. Michael Höchst, 2. Jamie Heinen, 3. Dana Schneider, 4. Joyce Juhn, 5. Lennox Dessloch
65ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Lukas Hofstetter, 3. Tijay Heinen, 4. Ben Merg, 5. Jannik Scheller
85ccm: 1. Dennis Zmija-Kalinowski, 2. Lucca Zimmermann, 3. Timo Lauer, 4. Noah Berens, 5. Nick Hofstetter
Prestige: 1. David Devignes, 2. Loïc Ferry, 3. Ludwig Säger, 4. Nils Hagen, 5. Marco Rohr
Cup: 1. Philipp Martin, 2. Ricardo Rendeiro, 3. Damon Goldschmidt, 4. Jeremy Weckbach, 5. Alexander Breininger
Senioren: 1. Hervé Kiemza, 2. Volker Weingart, 3. Lutz Gerlach, 4. Alexander Hahn, 5. Uli Hell
MX2: 1. René Kühn, 2. Nils Neumüller, 3. Titus Racz, 4. Philipp Grave, 5. Jonas Lensch

Text: Andreas Wack, Bilder: André Imparato


Das ist sie, die neue Startanlage in HennweilerHennweiler, 14./15. September, 10. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Und sie fällt doch

Nachdem ich letztes Jahr den Bericht Hennweiler "Fall mal wieder" tituliert hatte, muss ich heute sagen "und sie fällt doch", nämlich die Startanlage. Die alte, etwas seltsam anmutende Startanlage mit den im Boden versinkenden Rechteckprofilen wurde komplett entsorgt und durch eine moderne Startanlage mit einzeln nach hinten fallenden Einzelbügeln ersetzt. Bei dieser Gelegenheit hat der MSC Hennweiler auch gleich den Vorstart neu gestaltet. Durch die Verlegung des Startgitters um 15 Meter weiter nach vorne konnte nun der Vorstartbereich direkt im Startbereich integriert werden.

50ccm: Im Zeittraining lief alles wie gewohnt. Mika Ulrich und Jayson Alles lagen wie immer deutlich vorn vor Gastfahrer Leon Höhns und Joyce Juhn. In Lauf eins dann die Überraschung: Alles bog zwar als Erster in die erste Kurve ein, aber Ulrich war nirgendwo zu finden. Aufgrund von Problemen mit der Automatik-Kupplung hatte er den Start komplett verhauen und nahm mit etwa 10 Sekunden Rückstand die Verfolgung auf das Feld auf. Die zwei Ladies waren gut gestartet, Joyce Juhn auf zwei, Dana Schneider auf vier und dazwischen Höhns. Leider machte sich Juhn mit einem Sturz die Chancen auf den zweiten Platz zunichte und beendete den Lauf auf Position vier. Ulrich war natürlich schneller als die Konkurrenten, schob sich Runde für Runde weiter nach vorn und holte sich am Ende Rang zwei, allerdings mit dem unüblichen Abstand von 42 Sekunden hinter Alles und vor dem Dritten Höhns. Im zweiten Durchgang war das Problem offensichtlich noch nicht behoben, auch hier konnte Ulrich nicht richtig starten und war so ziemlich Letzter. Anders als zuvor reichte es diesesmal nicht bis auf zwei vorzufahren. Alles holte sich souverän den zweiten Laufsieg, Höhns belegte mit klarem Vorsprung auf Ulrich Platz zwei.

65ccm: Obwohl Marlon Schmidt schon als Meister fest steht, war er dennoch natürlich auch in Hennweiler am Start. Wie üblich ging das Zeittraining an ihn, mit etwa zwei Sekunden Vorsprung vor Lukas Hofstetter und Ben Merg. Den besten Start im ersten Lauf erwischte Tijay Heinen, nach der ersten Runde lag aber Schmidt vorne und holte sich den klaren Laufsieg vor Merg und Heinen. Spannend war der Kampf um Platz vier. Hofstetter war gestürzt und damit auf Rang 10 zurückgefallen. Am Ende war er knapp an Jannik Scheller dran, kam aber nicht mehr vorbei. Auch in Durchgang zwei ging der Holeshot nicht an Schmidt, sondern an Merg. Er hatte noch eine Runde freie Fahrt, dann kam Schmidt und zog vorbei. Merg konnte annähernd das Tempo mitgehen, am Ende wurde er mit sieben Sekunden Rückstand Zweiter. Mit einem größeren Abstand sahen dann Hofstetter und Heinen die Zielflagge.

In memoriam Nils Vollmar85ccm: Der Tabellenführer Yannick Scheurer war wegen seiner beim Junior-Cup in Gaildorf zugezogenen Verletzung nicht am Start. Im Zeittraing waren daher nicht sonderlich überraschend Dennis Zmija-Kalinowski, Tom Oster und Christopher Robert vorn. Auch wenn der Start zu Lauf eins nur für Oster optimal lief, relativierte sich der gute Start von Fynn Schwab und Lucca und Loris Zimmermann recht schnell. Nach Runde eins wurde Zmija schon auf Position zwei geführt, Robert benötigte zwei Runden um von sieben auf drei vorzufahren. Zmija machte Druck, überholte Oster, setzte sich deutlich ab und holte den Laufsieg. Robert belegte vollkommen unbedrängt Rang drei. Im zweiten Durchgang setzte sich Zmija gleich an die Spitze vor Robert und Oster. Er zog davon, Robert und Oster pflegten zwei Runden lang die zwischenmenschlichen Beziehungen, dann war auch Oster außer Sichtweite von Robert. Rang 4 und 5 gingen an Lucca Zimmermann und Lukas Kunz.

MX2: Wie erwartet fuhr René Kühn Trainingsbestzeit, Nils Neumüller lag aber dicht dahinter, Platz drei ging an Jean-Luc Tille. Auch im ersten Lauf war das nicht wesentlich anders, Kühn lag gleich vorn, verfolgt von Neumüller und Tille. Tille verdrängte Neumüller von Position zwei, setzte sich ab, konnte aber nicht zu Kühn aufschliessen. Gegen Ende wurde Tille etwas müde, Neumüller und auch Philipp Grave kamen noch mal relativ dicht ran. Auch den zweiten Lauf sicherte sich Kühn souverän. Tille lag lange auf Position zwei, fiel aber aufgrund mangelnder Fitness nach überstandener Verletzung auf Rang 5 hinter Neumüller, Jan-Thore Kaulbach und Grave zurück. Kaulbach konnte den dritten Platz nicht ins Ziel bringen. Grave setzte ihn unter Druck, Kaulbach crashte spektakulär im untersten Teil der Strecke. Mit ausgekugeltem Ellenbogen und Prellungen verbrachte er eine Nacht im Kirner Krankenhaus, wurde am Sonntag aber wieder entlassen. Zieleinlauf also Kühn, Neumüller, Grave, Tille.

Prestige: Ramon Jäckle drehte im Zeittraining die schnellste Runde, Nicolai Neumüller lag nur einen winzigen Hauch dahinter und auch Marco Rohr lag auf seiner Heimstrecke nur knapp zurück. Für Ludwig Säger verlief das Zeittraining mit Platz neun enttäuschend. Entscheidend sind aber die Rennen, und da lag Säger im ersten Lauf nach dem Start vorn vor Rohr, Merlin Dietzel und Neumüller. Rohr ging an Säger vorbei, Dietzel fiel erwartungsgemäß etwas zurück und Jäckle hing nach der ersten Runde am Hinterrad von Neumüller. Jäckle pushte weiter und übernahm am Steilhang Richtung Fahrerlager die Führung. Rohr konnte das Tempo nicht über die 20-Minuten-Distanz halten, Säger schob sich wieder vorbei und kam nach und nach auch wieder an Jäckle ran. Von außen sah es fast so aus, als würde Jäckle auf ihn warten. Am Steilhang wechselte erneut die Führung, Säger musste sich bis ins Ziel den Attacken von Jäckle erwehren, holte aber den Laufsieg. Im zweiten Lauf sorgte Jäckle für klare Verhältnisse. Nach der ersten Runde lag er vorn, machte keinen Fehler und holte sich klar den Laufsieg. Säger lag lange auf Rang zwei, musste aber im letzten Renndrittel Neumüller passieren lassen. Viel Action bot der der Kampf um Platz fünf. Eric Tabouraing wurde das halbe Rennen von Yves Frank beschattet, rettete sich aber vor ihm ins Ziel.

Sieger im ersten Lauf Prestige: Ludwig SägerCup: Mit Philipp Martin auf seiner Heimstrecke war mal ein neuer Fahrer unter den ersten drei im Zeittraining. Bester im Zeittraining war aber Damon Goldschmidt vor dem Tabellenführer Kjell Sprenger und Martin. In Durchgang eins ging der Holeshot an Martin. Jeremy Weckbach und Justin Schnur konnten nicht wirklich folgen, zumal Weckbach auch noch kurz am Boden lag. An der Reihenfolge änderte sich nichts bis zum Schluss, Felix da Costa und Sebastian Kühn beendeten den Lauf auf Rang vier und fünf. Lauf zwei brachte überraschenderweise Alexander Breininger als Führenden aus der Startrunde, das hohe Tempo konnte er jedoch nicht halten und sah als Siebter die Zielflagge. Nach Runde zwei war Martin erneut vorn, holte sich mit klarem Vorsprung auch diesen Lauf und damit den Tagessieg. Sprenger lag lange auf zwei, wurde aber am Ende von Weckbach einkassiert. Schnur hatte wohl ein größeres Problem: In den letzten drei Runden fiel er von sechs noch auf 15 zurück.

Senioren: Das Zeittraining wurde von den Rheinland-Pfalz-Fahrern Ilka Schütz und Markus Schmidt beherrscht. Lediglich Michael Spengler konnte sich auf Rang zwei dazwischen schieben. Schütz dominierte Lauf eins von Anfang an, mit einem Vorsprung von knapp einer halben Minute sah er die Zielflagge. Thomas Pfeil war am Startgitter gut weg gekommen, lag bis zur letzten Runde auf Position zwei, wurde aber noch von Markus Schmidt abgefangen. Den zweiten Lauf machte ein Startcrash mit den Beteiligten Schütz, Spengler und Lutz Gerlach etwas interessanter. Thomas Edelmann führte nach der ersten Runde, Pfeil schob sich vorbei, machte aber auch nur zwei Runden lang Führungsarbeit, ab Runde vier war Volker Weingart vorn und blieb dort auch bis zum Schluss. Der gecrashte Dreierpack pflügte quasi im Paket durchs Feld: Schütz, Gerlach und Spengler holten sich am Ende noch die Plätze zwei bis vier.

Gesamtergebnis Hennweiler, 14./15. September 2013
50ccm: 1. Jayson Alles, 2. Leon Höhns, 3. Mika Ulrich, 4. Jakob Kroll, 5. Jamie Heinen
65ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Ben Merg, 3. Tijay Heinen, 4. Lukas Hofstetter, 5. Jannik Scheller
85ccm: 1. Dennis Zmija, 2. Tom Oster, 3. Christopher Robert, 4. Lucca Zimmermann, 5. Lukas Kunz
Prestige: 1. Ramon Jäckle, 2. Ludwig Säger, 3. Nicolai Neumüller, 4. Marco Rohr, 5. Eric Tabouraing
Cup: 1. Philipp Martin, 2. Jeremy Weckbach, 3. Kjell Sprenger, 4. Damon Goldschmidt, 5. Sebastian Kühn
Senioren: 1. Ilka Schütz, 2. Volker Weingart, 3. Markus Schmidt, 4. Lutz Gerlach, 5. Thomas Pfeil
MX2: 1. René Kühn, 2. Nils Neumüller, 3. Jean-Luc Tille, 4. Philipp Grave, 5. Damien de Muyser

Text: Andreas Wack, Bilder: Andreas Wack, Ronald Westheide, André Imparato


Das SWC-Team bei der Fahrerpräsentation am SamstagabendCulitzsch, 7./8. September, Monster Energy Crossfinals

Gut gekämpft, Jungs

Nachdem das Crossfinals schon letztes Jahr im Osten (Magdeburg) ausgerichtet wurde, mussten auch dieses Jahr unsere Jungs eine relativ weite Reise ins sächsische Culitzsch antreten. Die Reise wurde aber bestens belohnt: Die Veranstaltung war top organisiert, mit Händlermeile und "Fresstempeln" wähnte man sich gar auf einem Masters-Lauf oder besser, und der Reisekostenzuschuss aus der SWC-Kasse liess den Geldbeutel nicht allzu stark schrumpfen. Auch das Wetter schloß sich dem an und zeigte sich von seiner besten Seite: Am Samstag war es vielleicht noch ein bißchen zu heiß, am Sonntag kam der leichte Regen erst beim Superfinale, dem letzten Lauf. Das ausgegebene Ziel für das Team war ganz klar: sitzen bleiben, keine Verletzungen. Ansonsten sollten für nächstes Jahr mal zweistellige Startnummern rauskommen, d.h. mindestens Platz 10 in der Teamwertung. In Magdeburg 2012 hatte man Rang 13 eingefahren, damals gab es jedoch auch die Überschneidung mit dem SWC Hennweiler. Natürlich dämpfte die Nachricht vom Sterbefall Nils Vollmar die Stimmung am frühen Sonntagmorgen gewaltig, zumindest die Kinder informierte man aber erst nach der Veranstaltung. Für den SWC starteten dieses Jahr: Marlon Schmidt und Tijay Heinen (65ccm), Tom Oster und Christopher Robert (85ccm), René Kühn und Merlin Dietzel (MX2) sowie Ramon Jäckle und Yannik Lund (MX1).
Bei den 65ern zeigte sich schon im Training, daß es unsere Jungs schwer haben würden. Marlon konnte sich im Zeittraining einen 21. Platz erkämpfen, für Tijay reichte es nur zu Rang 31. Auch wenn beide ihre gewohnte Leistung ablieferten, so war in dem starken Feld nicht mehr drin. Um den Druck von den Kleinsten zu nehmen, wurde diese Klasse aber auch nicht für die Teamwertung herangezogen. Der Start zum 1. Lauf verlief für Marlon nicht optimal, Lukas Hofstetter und Jannik Scheller, die in Absprache mit dem SWC für die Rheinland-Pfalz-Mannschaft antraten, lagen noch vor ihm. Wie im SWC gewohnt, konnte Marlon aber an Lukas und Jannik vorbeiziehen und beendete den Lauf auf Rang 21. Tijay lief auf Position 31 ein und konnte als Erfolgserlebnis verbuchen, nicht überrundet zu werden. In Durchgang zwei lief es besser: nach einem guten Start auf Rang 13 konnte sich Marlon noch um eine Position verbessern und holte Platz 12, und auch Tijay verbesserte sich auf Rang 25, ganz knapp dahinter Lukas.
Merlin (#124) im TrainingDaß der SWC bei den 85ern mit Tom Oster, Christopher Robert und Dennis Zmija-Kalinowski starke Fahrer hat, war klar. Daß diese Jungs im Deutschland-weiten Vergleich aber so weit vorne liegen, hätte ich nicht erwartet. Nach den zwei Überfliegern Jascha Berg und Johannes Reimann lagen Dennis (für die RLP) und Tom mit etwa 3 Sekunden Abstand auf Rang 3 und 4 im Zeittraining. Für Chrissi sprang ein respektabler 12. Platz raus. Im ersten Lauf lief der Start optimal: Nach Reimann und Berg lagen Tom und Chrissi auf Position 3 und 4, Dennis direkt dahinter. Chrissi konnte sich noch zwei Runden lang wehren, dann war Dennis vorbei. Zwischenzeitlich hatte sich Tom etwas abgesetzt, Dennis kam langsam an Tom ran und überrumpelte ihn in einer Spitzkehre mit einem sauberen Blockpass.Chrissi fiel nach einem kleinen Fahrfehler auf Rang 9 zurück. Alle drei profitierten aber vom Ausfall Reimann in der letzten Runde und erbten noch einen Platz: Dennis also Zweiter, Tom Dritter und Chrissi Achter. Da dies der erste Lauf zur Mannschaftswertung war, lag der SWC zu diesem Zeitpunkt auf Rang 1! War aber klar, daß das nicht lange so bleibt. Im zweiten Lauf war Tom erneut super gestartet und lag von Anfang an auf Rang zwei hinter Jascha Berg. Diesen Platz hielt er bis zur Zielflagge. Chrissi kam nicht ganz so gut weg, lag nach der ersten Runde auf 22 und schob sich innerhalb zwei Runden auf 16 vor. Vielleicht pushte er etwas zu viel und stürzte. Etwas lädiert eierte er um den Kurs, machte in der Helferbox eine längere Pause und beendete zwar das Rennen, wurde aber dennoch nicht gewertet, da er zu wenige Runden absolviert hatte. Dennis (für die RLP) war ebenfalls etwas schlechter weg gekommen und lag nach der ersten Zieldurchfahrt auf Rang 9. In diesem dichten Feld gleich starker Fahrer war es schwierig, noch nach vorne zu fahren. Am Ende reichte es für Platz 4. Lukas Kunz als zweiter RLP-Fahrer sammelte viel Erfahrung. Den ersten Lauf beendete er auf 23, im zweiten finishte er nach einem Sturz als Letzter, was Rang 28 hieß, die restlichen Fahrer waren ausgeschieden.
In der MX2 gab René eine gute Vorstellung ab. In den beiden freien Trainings lag er so um Platz 12. Im Zeittraining lief's dann nicht so richtig, er erreichte nur Platz 23. Die Zeiten lagen aber wahnsinnig dicht beieinander. Hätte er die Zeit aus dem ersten freien Training noch mal erreicht, wo er etwa 1.5 sec schneller war, wäre Startposition 11 drin gewesen. Auch für Merlin lief das Zeittraining etwas schlechter als die freien, Platz 33 war für die Rennen noch ausbaufähig. Den Start zum ersten Lauf erwischte René gut, nach der ersten halben Runde lag er etwa auf Position 10. Er fuhr fehlerfrei durch und holte am Ende Rang 11. Merlin konnte von seinem schlechten Startplatz aus auch keine Wunder vollbringen, lag nach den ersten Kurven auf 25, legte 20 Minuten lang fehlerlos sein Tempo hin und erreichte Rang 26. Im zweiten Durchgang war René etwas schlechter weg gekommen, erreichte am Ende des 20-Minuten-Heats dann aber wieder die gleiche Position wie im Lauf zuvor, nämlich 11. Auch Merlin beendete den Lauf wie zuvor auf 26. Philipp Grave startete für die RLP und sammelte sicher viel Erfahrung: Auch er machte seine Sache gut, es war aber klar, daß in diesem Feld nicht mehr als einer der hinteren Plätze rausspringen würde.
In der MX1 ruhten alle Hoffnungen auf Ramon Jäckle. Daß Yannik Lund nicht vorne mitmischen konnte, war von vornherein klar. Bewegte sich Ramon in den Trainings eher im Bereich 18, so überraschte er in Durchgang eins. Etwa auf Platz 17 nach den ersten Kurven machte er in den ersten Runden im dichten Pulk noch einige Plätze gut und lag dann mehrere Runden auf 12. Leider stürzte er und verlor dadurch natürlich, anders als im SWC, gleich richtig viele Plätze. Am Ende war es Rang 20. Yannik holte sich Rang 27, was aber dennoch Drittletzter war, andere waren ausgeschieden oder schon gar nicht angetreten. Dennoch lag er damit noch vor Christopher Ellgass, der für die RLP startete. Im zweiten Lauf wollte Ramon die Sache besser machen, aber 10 Sekunden nach dem Start war die Sache ausgeträumt, er war so ziemlich Letzter. Natürlich machte er in den ersten Runden noch viele Plätze gut, machte keine Fehler und holte sich am Ende sogar Platz 18 ab, es wäre aber mehr drin gewesen. Yannik crashte, eine etwas ernstere Fingerverletzung, die mehrere Wochen mit Drähten fixiert werden muss, war die Folge. Yannik wird daher dieses Jahr nicht mehr im SWC antreten.
Mannschaftswertung: Natürlich kann man jetzt anfangen zu rechnen, was wäre wenn. Wenn Ramon zweimal so auf Rang 12 bis 14 ins Ziel gekommen wäre, wenn Chrissi noch einen weiteren TopTen-Platz eingefahren hätte, wenn Yannik nicht gestürzt wäre, ja dann wäre sogar der fünfte Platz in der Mannschaftswertung möglich gewesen. So wurde es ein guter neunter Platz, mit dem sich der SWC nicht zu verstecken braucht. Und viele andere hatten natürlich auch Pech. Wahrscheinlich hatten wir auch so mit das jüngste Team, in der MX1 und MX2 ist keiner der Jungs älter als 20. Das ausgegebene Ziel wurde damit fast erreicht, das Thema "verletzungsfrei bleiben" wurde leicht verfehlt. Auch das RLP-Team hat seine Sache gut gemacht, das ausgegebene Ziel, die "rote Laterne" aus dem Vorjahr abzugeben, wurde mit Platz 15 erreicht. Der Niedersachsen-Cup, die Nordbayernserie und der DJFM lagen noch dahinter.

Text: Andreas Wack; Bilder: Johannes Robert (Team), Steve Bauerschmidt (#124 Dietzel)


Die nächste Entwicklungsstufe nach "Sandburgenbau"...  :)Fischbach, 24./25. August, 9. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Der Regen und die Sandspiele "im Loch"

Eigentlich verträgt die schön gelegene Fischbacher Strecke "Im Loch" sehr viel Feuchtigkeit, eigentlich. Dennoch musste der geplante Termin wegen Überflutung zwei Mal verschoben werden. So schaute am Ersatztermin 24./25.8. so mancher bang gen Himmel. Fand das freie und Zeittraining am Samstag noch im Sonnenschein statt, zeigte zu den Rennen Petrus, wer Chef im Ring war: Regen. Zusätzlich hatte der MSC die ausgefallenen Südwestcup- und Rheinlandpfalzmeisterschafts-Rennen der 50ccm- und 65ccm-Klasse aus Reil mit ins Sonntagsprogramm aufgenommen. So konnten die Jüngsten ihr Punktekonto ausgleichen und hatten ein volles Wochenendprogramm. Am Sonntag hatten alle Akteure einen fast regenfreien Renntag, bis pünktlich zum Abwinken des letzten Laufes ein Platzregen doch noch alle durchnässte. Mit großem Arbeitseinsatz hielten die Helfer des MSC die Strecke während des ganzen Wochenendes in gutem Zustand, aber sie wurde zunehmend tiefer, Kondition war gefragt. O-Ton vom Fischbacher Sportchef und Leader in der Seniorenklasse Lutz Gerlach vor der Siegerehrung: „Ich fühle mich, als wäre ich 100 km mehr gefahren“.

50ccm: Die beiden Sonntagsläufe der jüngsten Fahrer und zwei Fahrerinnen waren ein Nachholrennen aus Reil. Schon am Samstag hätte Tabellenführer Jayson Alles beinahe den Titel vorzeitig geschenkt bekommen, da Konkurrent Mika Ulrich im Zeittraining sein Motorrad nicht mehr zum laufen bekam. Sein Vater musste den Motor komplett wechseln und stand kurz vor dem ersten Lauf mit dem Ersatzmotor am Start. Den gewann die Fischbacher Startrakete Michael Höchst, musste aber Ulrich und Alles alsbald vorbeilassen. Der Tabellendritte, Jamie Heinen, stürzte in der ersten Kurve und musste das Feld von hinten aufrollen. Auch Ulrich hatte Bodenkontakt und so gewann Alles vor Ulrich und  Rheinland-Pfalz-Fahrer Leon Höhns. Einen wahren Kraftakt vollbrachte Maximilian Moock, als er kurz vom Abwinken stürzte und sein Motorrad mühevoll ins Ziel schob. Im zweiten Durchgang stürzte Alles und Ulrich gewann vor Höhns und Höchst. Der Sonntag gehörte Ulrich, der beide Läufe gewann. Alles stürzte zu oft, wurde auf 4 und 2 gewertet und somit Gesamtdritter hinter Höhns. Der Fischbacher Michael Höchst fuhr sein bestes Jahresergebnis mit Platz 4 ein.

65ccm: Auch die 65er-Fahrer hatten am Sonntag ihr Nachholrennen auf der verkürzten Fischbacher Strecke. Es verwunderte nicht, dass Dominator Marlon Schmidt, der alle diesjährigen sieben Rennen gewann, an beiden Tagen alles abräumte. Der 10-jährige ist nicht nur vorzeitig SWC-Meister, sondern auch Rheinland-Pfalz-Meister. Hoffnung auf den Vizetitel machen sich das Trio Tijay Heinen, am Samstag Gesamtzweiter, am Sonntag Gesamtdritter, Lukas Hofstetter, Samstag Gesamtdritter, Sonntag Gesamtzweiter und Ben Merg, der aber an beiden Tagen zu viel Bodenkontakt hatte und den Tabellenanschluss verpasste.

Lucca Zimmermann (Klasse 85ccm) ist aktuell Dritter in der Tabelle85ccm: Den Holshot zum ersten Lauf holte sich der Walldorfer Lucca Zimmermann. Er konnte diese Position eine Runde halten, eher der Elsässer Yannick Scheurer die Führung übernahm, dicht gefolgt von Nico Müller. Scheurer wehrte sich 4 Runden ehe Müller vorbeizog und den Lauf mit drei Sekunden Vorsprung gewann. Zimmermann fuhr Kampflinie, hinter ihm Dennis Kalinowski und Tom Oster, die ihr eigenes Rennen ausfochten. Zimmermann musste nachgeben. Zieleinfahrt also Müller, Scheurer, Kalinowski, Oster. Im zweiten Lauf zeigte Oster eine filmreife Szene. An seinem Motorrad schwächelte der Zündfunke, musste in den letzten 15 Sekunden angeschoben werden, um beim Wenden der Tafel am Gatter zu stehen und einen astreinen Holshort zu zaubern, cool. Auch diesmal kam Scheurer als Führender aus der ersten Runde mit Müller im Schlepptau. Doch diesmal fuhr er ein sauberes Rennen, hielt Müller auf Abstand und sicherte sich den Tagessieg. Oster sah die karierte Flagge als Dritter, vor Kalinowski. Pech hatte Christopher Robert, der mit einer defekten Kupplung nicht über einen 8. Platz hinauskam.

MX2 Jugend: Schon im Zeittraining zeigte René Kühn, dass er ganz oben aufs Treppchen möchte, mit 1.3 Sekunden Rückstand folgte Nils Neumüller. Dennoch hatte Jan-Thore Kaulbach den besten Start im ersten Umlauf. Kühn nutzte den Dreifachsprung im oberen Waldstück um in der zweiten Runde die Führung zu übernehmen und nicht mehr aus der Hand zu geben. Kaulbach verteidigte seinen zweiten Platz  hartnäckig, Neumüller wollte vorbei, es entbrannte ein Innen-Außen-Kurven Spiel, in der fünften Runde zog  Neumüller vorbei. Da beide noch mal zum Brillentausch an die Box fuhren, wurde es zum Ende etwas spannend, änderte aber nichts am Ergebnis. Denny Hector als Vierter und Leon Korte dahinter konnten zu keiner Zeit ins Geschehen eingreifen. Im zweiten Lauf hatte Kühn einen Start/Ziel Sieg, dahinter wieder Neumüller und Kaulbach. Spannend machte es in der letzten Runde Hector, der, nachdem er im Karussell gestürzt war, und Korte bis auf eine Sekunde herankam, noch Vierter wurde.

Prestige: Zwar hatte der amtierende Meister, Nils Hagen mit 1.6 Sekunden das Zeittrainig vor Ramon Jäckle für sich entschieden, aber Jäckle gewann den Start im ersten Umlauf und zeigte seine Dominanz dermaßen, dass keiner ihm folgen konnte oder wollte. Der zweitplatzierte Ludwig Säger musste kräftig am Kabel ziehen, denn Hagen, Marco Rohr und Eric Tabouraing machten heftigen Druck. In der Tunnelpassage ging Säger zu Boden, Hagen erbte den Platz, um in der folgenden Runde an der selben Stelle zu stürzen. Rohr hielt vier Runden den zweiten Platz, bis Hagen wieder vorbeizog und Zweiter wurde. Der wieder gestärkte, nie aufgebende Säger attackierte Rohr und  hätte es in der letzten Kurve innenfahrend fast geschafft. Doch es blieb bei Jäckle vor Hagen, Rohr und Säger. Im zweiten Lauf holte Säger den Holeshot und Jäckle brauchte drei Runden für die Führung, die er ungefährdet ins Ziel fuhr. Der Fischbacher Benjamin Traxel, im ersten Lauf Siebter, fuhr auf seiner Heimstrecke ein so hohes Tempo, dass Hagen nur mit Mühe folgen konnte. Lange konnte er den dritten Platz halten. Doch Traxel wollte zu viel, stürzte spektakulär am großen Table und schied unverletzt aus. Hagen verletzte sich ebenfalls, musste kurz an die Box und wurde nur 15. Nach einem schlechten Start verbesserte sich Nicolai Neumüller von Runde zu Runde und wurde als Dritter abgewunken, vor Rohr und dem Fischbacher Yannik Lund.

Unter Berücksichtigung der vier Streichresultate ist Ramon Jäckle jetzt Erster der Prestige-KlasseCup: Wieder mal war die Cup-Klasse mit 37 Fahrern die teilnehmerstärkste, und da die Fischbacher Strecke entsprechend groß ist, wurde kein Hoffnungslauf sondern zwei Wertungsläufe gefahren. Justin Schnur war verletzungsbedingt nicht am Start, so wurden in Fischbach die Karten für die Meisterschaft neu gemischt. Der Walldorfer Sandfahrer, Damon Goldschmidt, bester im Zeittraining, wollte aufs Podium. Doch der für Frankenthal fahrende Jeremy Weckbach hatte den besten Start im ersten Lauf und fuhr souverän den Sieg ein. Vier Runden benötigte Goldschmidt, bis er an Max Doll und Janik Majoli vorbeikam. Alexander Breininger mischte auf seiner Hausstrecke auch noch mit, doch ein klemmender Gaszug beendete abrupt, aber unverletzt sein Rennen. Zieleinlauf Weckbach, Goldschmidt und Majoli. Im zweiten Lauf hatte wieder Weckbach den besten Start, doch Majoli wollte den Sieg und bekam ihn. Einen sehenswerten Kampf um Platz zwei lieferten sich Weckbach und Goldschmidt, mit dem besseren Ende für Weckbach. Die Sandstrecke wurde immer tiefer und konditionsraubender, die Fehler häuften sich und die Streckenposten hatten einiges zu tun. Doch die meisten Stürze verliefen verletzungsfrei.

Senioren: Einen klaren Doppelsieg hatte der französische Gastfahrer Hervé Kiemza, der in Fischbach zum ersten Mal in dieser Saison antrat. Die beiden Fischbacher Fahrer, Sportleiter Lutz Gerlach und Volker Weingart, die die letzten Jahre auf der Sandstrecke immer vorn dabei waren, wollten ebenfalls mitmischen.  Doch aus der ersten Runde kamen nach Kiemza der wiedergenesene Thomas Pfeil und Alexander Hahn. Einen schlechten Start hatte Ilka Schütz, doch von Runde zu Runde schob er sich vor, schaute sich den Zweikampf Weingart/Hahn eine Zeitlang an, Weingart überholte Hahn spektakulär in der Zielkurve, um zwei Runden später den zweiten Platz, nicht ohne Gegenwehr von Weingart zu erben. Gerlach schob sich langsam aber sicher auf Platz vier vor Hahn, Pfeil  reduzierte verletzungsbedingt sein Tempo und wurde Achter. Im zweiten Lauf setzte Weingart alles und wurde mit einem zweiten Platz belohnt. Schütz wurde Dritter, obwohl er vom Fischbacher Uli Hell bedrängt wurde. Auch Gerlach ging an Hell vorbei und wurde wieder Vierter, vor dem Tabellendritten Michael Spengler.

Gesamtergebnis Fischbach, 24./25. August 2013
Sa. 50 ccm: 1. Mika Ulrich, 2. Jayson Alles, 3. Leon Höhns, 4. Michael Höchst, 5. Jamie Heinen
So. 50 ccm: 1. Mika Ulrich, 2. Leon Höhns, 3. Jayson Alles, 4. Michael Höchst, 5. Jamie Heinen
Sa. 65 ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Tijay Heinen, 3. Lukas Hofstetter, 4. Ben Merg, 5. Paul Lübke
So. 65 ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Lukas Hofstetter, 3. Tijay Heinen, 4. Maurice Dorschner, 5. Julian Recktenwald
85 ccm: 1. Yannick Scheurer, 2. Nico Müller, 3. Tom Oster, 4. Dennis Zmija-Kalinowski, 5. Lucca Zimmermann
Prestige: 1. Ramon Jäckle, 2. Ludwig Säger, 3. Marco Rohr, 4. Nicolai Neumüller, 5. Eric Tabouraing
MX2 Jugend: 1. Rene Kühn, 2. Nils Neumüller, 3. Jan-Thore Kaulbach, 4. Denny Hector, 5. Leon Korte
Cup: 1. Jeremy Weckbach, 2. Janik Majoli, 3. Damon Goldschmidt, 4. Philipp Martin, 5. Felix da Costa
Senioren:  1. Herve Kiemza, 2. Volker Weingart, 3. Ilka Schuetz, 4. Lutz Gerlach, 5. Uli Hell

Text: Helmut Hagen, Bilder: Ronald Westheide


Ben Merg (65ccm): Fast hätte er Marlon Schmidt in Lauf zwei bezwungenEttringen, 4. August, 8. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Zielgerade

Nach dem nun achten von elf Läufen zum Südwest-Cup 2013 biegt der SWC schon auf die Zielgerade ein. In Ettringen war nach Niederwürzbach und Walldorf ebenfalls wieder Sommer angesagt. Trotz der Terminverschiebung auf diesen ungünstigen, da mitten in den Sommerferien liegenden Termin, war der Veranstalter mit einer Starterzahl über 120 zufrieden.

50ccm: Startsieger im ersten Lauf war Mika Ulrich, Jayson Alles war nicht optimal weggekommen und musste sich hinter Michael Höchst und Jakob Kröll einsortieren. Dieses kleine Missgeschick war aber nach der ersten Runde korrigiert und Alles hängte Ulrich am Hinterreifen. Nach einem kleinen Fahrfehler von Ulrich in der Zielkurve war Alles für einen kurzen Moment vorne, Ulrich konterte umgehend und blieb bis zur Zielflagge knapp vor ihm. Joyce Jana Juhn hielt lange den dritten Platz, musst sich am Ende aber dem Luxemburger Jamie Heinen geschlagen geben. Im zweiten Lauf holte sich Alles den Holeshot, aber Ulrich war nach Ende der ersten Runde vorn und fuhr am Ende einen kleinen Vorsprung auf Alles raus. Mit deutlichem Abstand lag Juhn nun auf drei, vor Kröll und Heinen.

65ccm: Den besten Start zu Lauf 1 hatte Gastfahrer Lennart Meurer, gefolgt von Ben Merg, Jannik Scheller und Marlon Schmidt. Merg übernahm die Führung, Schmidt benötigte zwei Runden, um an Merg ran- und dann auch vorbeizukommen. Lukas Hofstetter schnappte sich Scheller und Meurer und holte sich ungefährdet Platz drei. Tijay Heinen und Tom Nowacka crashten -auf Platz sechs und sieben liegend- ineinander und beendeten den Lauf auf Rang 8 und 10. Im zweiten Lauf lagen nach dem Start Meurer, Heinen, Merg und Scheller vorn. Schmidt stürzte und musste sich von Rang 7 nach vorne arbeiten. Merg hatte derweil erneut die Spitze übernommen und setzte sich von seinen Konkurrenten ab. Fast hätte es zum Laufsieg für Merg gereicht, erst in der letzten Runde konnte Schmidt an Merg vorbeiziehen.

In der Gesamtwertung bester SWC-Prestigefahrer: Björn Frank85ccm: Aufregende Szenen gleich im ersten Lauf: Das Feld war komplett gestartet, nur an der Maschine von Tom Oster wurde noch hinter dem Startgitter gewerkelt. Ein verstopfter Tankentlüftungsschlauch wurde als Ursache für das mysteriöse Motorabsterben diagnostiziert. Ohne Schlauch, aber mit Wut im Bauch hetzte er dem Feld hinterher. Vorne lagen Yannick Scheurer und Dennis Zmija direkt dahinter. Nach circa acht Minuten musste der Lauf wegen medizinischer Behandlung von Robin Glees auf der Strecke, direkt hinter dem Ettringer Steilsprung, abgebrochen werden. Scheurer und Zmija behielten die Plätze, mit großem Abstand lag Gastfahrer Pascal Jungmann auf drei. Für Oster kam der Rennabbruch natürlich ungelegen, mehr als Platz 16 war nicht drin. Im zweiten Durchgang konnte es für ihn nur besser werden, prompt holte er sich auch den Startsieg vor Scheurer und Zmija. In Runde drei machte Oster einen kleinen Fehler, den Zmija nutzte um an Scheurer und Oster vorbeizugehen. Oster drückte dann zwar bis zum Schluss auf Zmija, kam aber nicht mehr vorbei. Scheurer fiel deutlich zurück und holte sich ungefährdet Platz drei.

Prestige/MX2: Aufgrund der Eintagesveranstaltung mussten die Prestige-Klasse und die MX2-Jugendklasse ihre Läufe zusammen fahren, was natürlich für ein volles Starterfeld nahe der Streckenkapazität sorgte. In der Prestige war es der Tag der Gastfahrer: Felix Hoffmann, der in den Kinder- und Jugendklassen im SWC vor Jahren seine ersten Schritte machte, ist über eine erfolgreiche Teilnahme letztes Jahr noch im ADAC Junior Cup jetzt in den "großen" Klassen angekommen. Beide Laufsiege bedeuteten natürlich auch den Tagessieg. Mit Gerrit Knipprath belegte ein im SWC auch nicht unbekannter Fahrer zweimal Rang zwei. Bester SWC-Fahrer im ersten Lauf war Marco Rohr. Nils Hagen lag zwar zeitweise auf Position zwei, eine nicht ganz auskurierte Erkältung und entsprechend mangelnde Fitness liessen ihn am Ende bis auf Rang sechs zurückfallen. Den Startsieg zu Lauf zwei holte sich Ludwig Säger, der im ersten Lauf nicht über Rang 10 hinausgekommen war. Vielleicht war hier der Respekt vor der Strecke, auf der er ja letztes Jahr einen heftigen Crash hatte, noch zu groß. Außerdem musste er wegen eines mittelmäßigen Zeittrainings aus der zweiten Startreihe starten. Hoffmann und Knipprath konnte er nicht halten, mehr Fahrer überholten ihn dann aber nicht mehr. Rohr musste die letzten fünf Runden mit einem luftlosen Hinterrad bestreiten und fiel von fünf auf 17 zurück. Das gleiche Schicksal ereilte auch den besten MX2-Fahrer René Kühn. Im ersten Durchgang noch auf Platz vier bester MX2er, musste er in den beiden letzten Runden in Lauf zwei aufgrund des Platten noch die beiden MX2er Nils Neumüller und Jan-Thore Kaulbach ziehen lassen.

Starlke Leistung von Elli Näckel bei den SeniorenCup: Der Zeittrainingsschnellste Janik Majoli konnte diese Leistung in den beiden Läufen nicht komplett abrufen. Startwinner zu Lauf eins war Marvin Haase vor Sebastian Kühn und Thorsten Wolff. Nach der ersten Runde lag Haase vor Stefan Frank und dem Tabellenzweiten Kjell Sprenger. Da der Tabellenführer Justin Schnur aufgrund einer üblen Trainingsverletzung nicht am Start war, und wohl auch für den Rest der Saison ausfällt, wollte Sprenger in Ettringen die Tabellenführung übernehmen. Aus diesem Vorhaben wurde nichts, da er im ersten Lauf im Kampf um Platz 2 mit Wolff crashte und aufgeben musste. Frank war zu diesem Zeitpunkt schon auf Rang fünf zurückgefallen, Majoli hatte sich Platz 4 erobert. Zieleinlauf also Haase vor Wolff und Majoli. Auch im zweiten Lauf lag Haase gleich vorne. Wolff war als Fünfter gestartet und holte sich Jeremy Weckbach und Frank. Diesesmal klappte auch der Überholvorgang an Sprenger vorbei ohne Berührung. Majoli war nicht optimal gestartet und kam von Platz zehn noch auf vier vor. In der Tabelle liegt Sprenger nun punktgleich mit Schnur auf Platz zwei.

Senioren: Wie in der Prestige war auch hier ein Gastfahrer dominierend: Siegfried Klein. Man muss allerdings bemerken, daß Klein auf seiner Heimstrecke auch schwer zu schlagen ist. Zeittraining und beide Läufe gingen an Klein. Fast schon keine Überraschung mehr war Platz zwei im Zeittraining von Elmar Näckel vor Michael Spengler. Den Holeshot zu Lauf eins holte sich jedoch Thomas Pfeil, vor Näckel und Spengler. Nach der ersten Runde war Klein schon vorn, Näckel dahinter. Spengler lag auf Rang vier, überholte erst Pfeil, dann auch Näckel und beendete den Lauf auf Platz zwei. Im zweiten Lauf nach dem Start das gleiche Bild: Pfeil holt sich den Startsieg, nach der ersten Runde ist aber Klein vorn. Näckel und Spengler ziehen an Pfeil vorbei. In der vorletzten Runde überschlug sich Pfeil spektakulär, das Rennen wurde jedoch, trotz medizinischer Behandlung auf der Strecke, nicht abgebrochen, da ohnehin nur noch eine Runde gefahren werden musste. Pfeil erlitt eine Gehirnerschütterung und heftige Prellungen, wurde aber schon aus dem Krankenhaus entlassen.

Gesamtergebnis Ettringen, 4. August 2013
50ccm: 1. Mika Ulrich, 2. Jayson Alles, 3. Joyce Juhn, 4. Jamie Heinen, 5. Jakob Kröll
65ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Ben Merg, 3. Lukas Hofstetter, 4. Lennart Meurer, 5. Jannik Scheller
85ccm: 1. Dennis Zmija, 2. Yannick Scheurer, 3. Pascal Jungmann, 4. Lukas Kunz, 5. Lucca Zimmermann
Prestige: 1. Felix Hoffmann, 2. Gerrit Knipprath, 3. Björn Frank, 4. Ludwig Säger, 5. Markus Schneider
Cup: 1. Marvin Haase, 2. Thorsten Wolff, 3. Janik Majoli, 4. Stefan Frank, 5. Jeremy Weckbach
Senioren: 1. Siegfried Klein, 2. Elmar Näckel, 3. Michael Spengler, 4. Ilka Schütz, 5. Volker Weingart
MX2: 1. Nils Neumüller, 2. René Kühn, 3. Jan-Thore Kaulbach, 4. Philipp Grave, 5. Leon Korte

Text: Andreas Wack, Bilder: André Imparato


Die nächste Generation steht schon am Start (vlnr): Tylor Grave, Anton Wack, Colin BeckWalldorf, 13./14. Juli, 7. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Sonnenwochenende

Der MSC Walldorf Astoria lud zum 7. Rennen der Meisterschaft ein und 151 Fahrer und Fahrerinnen kamen zur Strecke im Waldpark. Der Vollblut-Crosser fuhr nach der Veranstaltung mit einem breiten Grinsen hinter seiner Sonnenbrille Richtung Heimat. Der Bürokrat holte seine Checkliste aus dem Transporter und hakte ab: Wetter: top / Fahrerlager mit Strom- und Wasserversorgung: top / Vereinshaus mit Essen und Trinken: top / Strecke: Supercross Charakter mit weichem Boden: top. Für Hartbodenheizer eine Randbemerkung: ich muss mehr Technik trainieren. Aber auch er fuhr mit einem Grinsen hinter der zu großen Sonnenbrille nach Hause. Das Team des MSC hat wirklich mit viel Arbeit, Schweiß und Maschinenpower die Strecke in Hochform gebracht, es wurde sogar ein zweiter Radlader angeschafft und die überarbeitete Berieselungsanlage deckte die komplette Strecke ab! Damit dieses auch über das ganze Wochenende so blieb, sorgte ein schon fast perfektes Team. Die Gästeklasse musste vorzeitig wegen Überfüllung geschlossen werden. Tipp: in den Südwest-Cup einschreiben und Startplatz sichern.

50ccm: Startwinner des ersten Laufs war Jonas Deßloch, aber Mika Ulrich und Jayson Alles zeigten deutlich ihre Dominanz. Die beiden Cross-Damen, Alexandra Scheller und Dana Schneider, waren in einen Startcrash verwickelt und fuhren dem Feld hinterher. Ulrich und Alles kämpften um den Sieg und fuhren einen deutlichen Abstand zum Drittplatzierten Leon Höhns, doch Alles stürzte und so siegte Ulrich vor Alles und Höhns. Daß der Streckenposten die Cross-Kids nach dem Abwinken nicht stoppen konnte und die vorletzte Runde gewertet werden musste, sei nur am Rande erwähnt. Im zweiten Lauf setzte sich der Frankenthaler Alles gleich an die Spitze und gab diese, trotz Druck von Ulrich, nicht mehr ab. Dritter wurde wieder Höhns.

65ccm: Jannik Scheller hatte den besten Start, doch Tabellenführer Marlon Schmidt hatte am Ende der Gegengeraden in der „Gummikurve“ die bessere Spur, übernahm die Spitze und baute diese aus. Scheller musste seinen 2. Platz hart verteidigen, Tijay Heinen und Lukas Hofstetter machten heftigen Druck. Trotz Bodenkontakt im Labyrinth gewann Schmidt Lauf eins vor Scheller und Heinen. Der zweite Lauf begann nach einem Massensturz mit einem Rennabbruch, die Nachwuchscrosser waren ein wenig übermotiviert. Neustart: KMP-Fahrer Schmidt benötigte eine halbeRunde, um die Führung von Scheller zu übernehmen. Auch Heinen wollte vorbei, stürzte am Zieltable und verlor wichtige Plätze. Lachender Dritter wurde Ben Merg aus Winningen, der einen guten zweiten Lauf hatte. Rennleiter Laubenstein musste in der 6. Runde, nach einem Sturz von Jason Leininger, den Lauf abbrechen. Zieleinlauf: Schmidt, Scheller, Merg.

Dominiert die MX2-Jugendklasse: René Kühn85ccm: Nico Müller zeigte schon im Zeittraining seinen Siegerwillen, doch Yannick Scheurer, der kurz vorm Rennen noch die Kupplung wechseln musste, kam als Erster aus der Startrunde. Christopher Robert hatte einen Startcrash und musste durchs Feld pflügen. Daß er noch 6. wurde, zeigt seine Qualität. Vorne verteidigte Scheurer mit allen Tricks seine Führung, bis Müller in der 5. Runde vorbeizog. Der Walldorfer Lucca Zimmermann verteidigte lange seinen 3. Platz, musste aber zum Rennende diesen an Tom Oster abgeben. Der Holeshot im zweiten ging an Zimmermann, doch Müller übernahm die Führung und siegte souverän, Scheurer dahinter. Der dritte Platz war noch nicht vergeben, Dennis Zmija-Kalinowski und Robert kämpften hart um diesen. Robert wollte zu viel, stürzte in der allerletzten Runde und wurde enttäuschter 10.

MX2: Die neue Zauberformel nennt sich 2-Takt, zumindest in Walldorf. Nils Neumüller legte eine Top-Zeit im Zeittraining von 1.07,943 vor, Rene Kühn und Nico Stepan mit Abstand dahinter. So verwunderte es nicht, daß Neumüller im ersten Lauf zwei Runden führte, bis Routinier Kühn vorbeizog und den Sieg bis zur Zielflagge verwaltete. Der Walldorfer Pascal Witte hatte nur für 9 Runden Kondition, ließ Leon Korte vorbei, der auch stürzte und 6. wurde. Der dritte Platz ging an Stepan. Im zweiten Lauf legte Kühn einen perfekten Start hin, Neumüller dahinter mit Stepan im Schlepptau. Platz 4, mit einer Runde Rückstand machten Philipp Grave und Jeremy Weckbach untereinander aus, mit dem glücklichen Ende für Grave.

Prestige: Der Tabellenerste Ramon Jäckle hatte im ersten Lauf einen Traumstart, wurde aber sofort von Philipp Kappis attackiert und in den Fehler gezwungen. Nils Hagen darf man auf seiner Strecke solch eine Vorlage nicht geben, er zog an beiden vorbei und fuhr sein eigenes Rennen zum Sieg. Jäckle hatte wieder seinen Rhythmus gefunden und verwies Kappis auf den 3. Platz. Hinter dem vierten André Stumpf entbrannte ein heißer Kampf zwischen Merlin Dietzel und Marco Rohr, den Rohr für sich entschied. Der zweite Lauf verlief ein wenig hektischer. Hagen gewann zwar den Start, bremste aber seine Honda wegen eines Kupplungsdefekts aus und setzte die Verfolgung mit 15 Sekunden Rückstand fort. Kappis übernahm die Spitze, wurde aber von KMP-Chef Alexander Karg heftig attackiert. In der dritten Runde war Karg an der Spitze, um sie kurz darauf an Stumpf zu verlieren. Marco Rohr schob sich noch dazwischen. Jäckle stürzte ebenfalls, nahm von der letzten Position das Rennen wieder auf und wurde noch Achter. Hagen hatte mittlerweile bis zum 4. Platz das Feld aufgerollt, und als sein Teamchef Karg in der allerletzten Kurve, 20 Meter vom Ziel, seine Honda abwürgte, kassierte Hagen dessen 3. Platz und wurde Gesamtsieger.

Start zweiter Lauf Cup: Weckbach #385, Haase #29, Goldschmidt #115, Reinhold #994Cup: Ohne Halbfinale, aber mit 32 Fahrern am Start war die Cup-Klasse voll ausgebucht. Tabellenführer Justin Schnur hatte schon im Zeittraining Konkurrenz auch aus Walldorf bekommen. Den Start zum 1. Lauf gewann Jeremy Weckbach, dicht gefolgt von Florian Reinhold und dem Walldorfer Damon Goldschmidt, Schnur mit schlechtem Start 9. Während Weckbach ungestört das Rennen anführte, versuchte Goldschmidt mit seiner 2-Takt KTM an Reinhold vorbei zu kommen, was ihm erst in der 12. Runde gelang. Die Aufholjagd bis zum 3. Platz von KMP-Fahrer Marvin Haase, der die Strecke bestens kennt, war sensationell. Reinhold als 4. vor Schnur. Haase setzte einiges in den zweiten Lauf, führte sogar 4 Runden, Goldschmidt und Reinhold im Nacken. Im Labyrinth verfehlte er eine Spur, hatte Bodenkontakt und seine Verfolger waren vorbei. Er brauchte sechs Runden, um an Reinhold wieder vorbei zu kommen und in der letzten Runde, nach heißem Fight, Goldschmidt die Führung abzunehmen. Weckbach fiel leider in der 10. Runde aus und Schnur war mit seinem 5. Platz auch nicht ganz zufrieden.

Senioren: Es war eine klare Sache für Ralf Lüttger, der beide Läufe mit einem Start-Ziel Sieg souverän gewann. Der Fischbacher Lutz Gerlach hatte noch anfangs Sichtkontakt, aber am Ende waren es doch 25 Sekunden Rückstand, dicht gefolgt von Elmar Näckel. Interessant war der Fight um Platz 12, die einzige Dame im Feld wurde von Andreas Wack attackiert. Manuela Flörchinger hatte aber das Heimpublikum im Rücken und wehrte sich heftig. Obwohl sie einige Male Wacks Vorderrad schnupperte, behielt sie den 12. Platz. Näckel und Ingo Hinzmann kamen im zweiten Lauf hinter Lüttger aus der ersten Runde, im Schlepptau Gerlach und den Sandhausener Matthias Lang. Nach einem mittelmäßigem Start fuhr Spengler noch auf den zweiten Platz vor, Gerlach nach kurzem Bodenkontakt auf 5. Wack drehte im zweiten den Spieß um, überholte Flörchinger schon in der ersten Runde und wurde 12. Zieleinlauf: Lüttger, Spengler, Lang.

Gesamtergebnis 13./14. Juli, MSC Walldorf
50ccm. 1. Jayson Alles, 2. Mika Ulrich, 3. Leon Höhns, 4. Fabian Kling, 5. Jonas Deßloch
65ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Jannik Scheller, 3. Lukas Hofstetter, 4. Ben Merg, 5. Tom Nowacka
85ccm: 1. Nico Müller, 2. Yannick Scheurer, 3. Tom Oster, 4. Dennis Zmija-Kalinowski, 5. Lucca Zimmermann
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. André Stumpf, 3. Marco Rohr, 4. Philipp Kappis, 5. Ramon Jäckle
Cup: 1. Marvin Haase, 2. Damon Goldschmidt, 3. Florian Reinhold, 4. Kjell Sprenger, 5. Justin Schnur
Senioren: 1. Ralf Lüttger, 2. Matthias Lang, 3. Elmar Näckel, 4. Lutz Gerlach, 5. Michael Spengler
MX2: 1. René Kühn, 2. Nils Neumüller, 3. Nico Stepan, 4. Philipp Grave, 5. Denny Hector

Text: Helmut Hagen, Bilder: Tanja May-Wack, André Imparato, Ronald Westheide


Mika Ulrich vor Jayson Alles (klasse 50ccm)Niederwürzbach, 6./7. Juli, 6. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Zweiter Anlauf

Nach der wetterbedingten Absage zum traditionellen Pfingstmotocross nahm der MSC Niederwürzbach jetzt Anfang Juli den zweiten Anlauf zur Durchführung des Südwestcup-Laufes und wurde mit bestem Sommerwetter belohnt. Als Rahmenprogramm bei dieser Zweitagesveranstaltung hatte sich der Vostand des MSC unter Leitung von Michael Scheller etwas besonderes ausgedacht. Da es in Deutschland nach dem Rückzug des DMV-Ladies-Cup (fast) keine reine Frauenrennen mehr gibt, wurde ein solchiges ins Programm genommen. Um die Sache noch mehr zu würzen, wurde auch eine schnelle Lady aus dem Ausland (Natalie Kane) eingeladen. Leider kamen insgesamt weit weniger Teilnehmer als erwartet, und das trotz besten Bedingungen.

50ccm: Beide Läufe wurden von Mika Ulrich und Jayson Alles dominiert. Im ersten Lauf holte sich Alles den Holeshot, Ulrich direkt dahinter. Alles konnte einen kleinen Vorsprung herausfahren, am Ende war Ulrich wieder ganz dicht dran, kam aber nicht vorbei. Joyce Jana Juhn zeigte in Niederwürzbach eine starke Leistung und holte sich zwar mit klarem Abstand zum Führungsduo, aber auch ebenso sicherem Abstand zu Rang 4 von Michael Höchst den dritten Platz. Im zweiten Lauf drehte Ulrich den Spiess um, zeigte Alles nach der ersten Kurve das Hinterrad und hatte am Ende einen kleinen Vorsprung rausgefahren. Auch hier lag Juhn wieder auf 3 vor Marvin Aleff vom MCC Warndt.

65ccm: Sowohl die Trainingsbestzeit als auch beide Laufsiege gingen mal wieder an Marlon Schmidt, aus den Reihen der SWC-Fahrer kann ihn momentan keiner bezwingen. Im ersten Lauf waren Ben Merg und der Niederwürzbacher Jannik Scheller seine ersten Verfolger. Merg musst mit einem Platten vorn (Nagel!) rausfahren, aber auch Scheller konnte sich nur bis zur letzten Runde über Rang 2 freuen, dann verklemmte sich ein Stein in der Kettenführung, die Kette sprang ab. Wenigstens konnte er aber mit etwas Hilfe noch auf Rang 10 durchs Ziel fahren. Im zweiten Lauf war nach dem Start die gleiche Reihenfolge gegeben: Schmidt vor Merg und Scheller. Merg wurde gegen Mitte des Laufes etwas langsamer und fiel auf Rang 4 zurück. Scheller holte sich Platz 2 vor dem Luxemburger Tijay Heinen.

Gesamtzweiter bei den 65ern: Tijay Heinen85ccm: Nico Müller, der auch schon im ADAC MX Junior Cup Punkte gesammelt hat, räumte in Niederwürzbach erwartungsgemäß alles ab. Schon im Zeittraining zeigte sich seine Dominanz: Seine schnellste Runde war ca. 3 Sekunden schneller als die des Zweitplatzierten Christopher Robert. Dieser holte sich zwar den Holeshot zu Lauf 1, Müller war aber recht schnell vorbei. Robert fiel nach und nach zurück, Tom Oster und Yannick Scheurer belegten Rang 2 und 3. Dennis Zmija-Kalinowski kam nur eine Runde weit, dann war sein Motor geschrottet. Im zweiten Durchgang lag Müller gleich vorn, gefolgt von Scheurer und Robert. Nach einem Fahrfehler kam Robert plötzlich nur noch auf Position 6 am Ziel vorbei, um den dritten Platz kämpften nun Zmija-Kalinowski -mit einem geliehenen Ersatzmotor- und Oster. Diese beiden schenkten sich nichts, in der allerletzten Runde quetschte sich Oster an Zmija vorbei.

Erster Tagessieg in der Saison 2013: Michael Spengler (Senioren)Prestige/MX2: Leider waren in der MX2-Jugendklasse nur 5 der eingeschriebenen Fahrer am Start, was für ein separates Rennen keinen Sinn mehr machte. Nicht sonderlich überraschend gewann René Kühn beide Läufe in der separaten Jugendwertung, Nils Neumüller und Gastfahrer Oliver Kaas teilten sich die Plätze 2 und 3. Zu den Läufen: André Stumpf hat sich nachträglich in den SWC eingeschrieben und holte sich prompt den Startsieg in Durchgang 1. Nach Runde 1 führte Philipp Eggers das Feld an, Stumpf auf 2 und Björn Frank auf 3. An dieser Reihenfolge änderte sich nichts bis zum Zieleinlauf. Ramon Jäckle hätte wahrscheinlich mitgemischt, ein Plattfuss hinten verhinderte bessere Rundenzeiten, dennoch kam er auf Position 4 ins Ziel. Ludwig Säger und Lutz Beste crashten getrennt voneinander in den beiden ersten Kurven und finishten als Fünfter und Siebter. Nils Hagen war wegen Verpflichtungen zur ADAC MX Academy in Frankenthal nicht am Start. Frank stand schon am Startgitter zu Lauf 2, als er einen Bremsendefekt bemerkte und wieder ins Fahrerlager zurückkehrte. Das Startgitter war gerade gefallen, das Feld etwa eine halbe Runde gefahren, als Frank wieder zurückkam und das Rennen aufnahm. Am Ende reichte es noch zu Rang 11. Derweil hatte Stumpf erneut den Start gewonnen, gefolgt von Kühn, Beste und Jäckle. Diesesmal Handycap-frei packte sich Jäckle einen nach dem anderen und beendete den Lauf souverän als Sieger. Beste schob seinen 2-Takter auf Rang 2 vor und auch Eggers schnappte sich noch Stumpf. Zieleinlauf also Jäckle vor Beste, Eggers und Stumpf.

Cup: An dem Tabellenführer Justin Schnur führt momentan kein Weg vorbei. Der erste Lauf wurde nach einer Runde wegen eines Crashs von Florian Meffert (Oberschenkelbruch, ich wünsche gute Besserung!) abgebrochen, Schnur lag da schon in Führung. Im leicht verkürzten zweiten Anlauf lag Schnur auch direkt wieder vorne, Kjell Sprenger auf 2 und Stefan Frank auf 3. Alle drei hatten einen sicheren Abstand zueinander und beendeten den Lauf auch auf diesen Plätzen. Der Tabellendritte Jeremy Weckbach hatte keinen guten Start erwischt, kam auch nicht so richtig durchs Feld, holte sich aber immerhin noch Platz 4. In zweiten Lauf lag, klar, Schnur auch gleich wieder vorn, verfolgt von Sprenger und Max Doll. Nach der ersten Runde war Frank an Doll vorbeigezogen, somit war unter den ersten drei die gleiche Reihenfolge wie im Lauf zuvor gegeben und genau so lautete auch der Zieleinlauf. Doll musste wohl irgendwo einen Fehler gemacht haben und fiel um einige Plätze zurück. Platz 4 erbte damit der Luxemburger Vitor Alves, Rang 5 ging an Damon Goldschmidt. Im ersten Lauf hatte Goldschmidt etwas Pech, mit einer verbogenen vorderen Bremsscheibe durch Fremdeinwirkung konnte er beim direkt nachfolgenden Restart nicht teilnehmen.

Senioren: Thomas Pfeil hatte bereits vor der Terminverschiebung Urlaub gebucht und konnte nicht ans Startgitter rollen. Dafür war aber Michael Spengler, der in Reil zugeschaut hatte, am Start. Er lag nach Runde 1 vorne, in Runde 3 zog aber Lutz Gerlach vorbei. Ebenfalls in Runde 3 verbesserte sich Herbert Schneider von 4 auf 3, er überholte Volker Weingart. Im zweiten Durchgang lag Gerlach vorne, nach einer Unaufmerksamkeit inklusive Bodenkontakt waren Spengler und Schneider vorbei, kurz vor Weingart konnte Gerlach wieder Fahrt aufnehmen. In der letzten Runde packte er noch Schneider. Einlauf also Spengler vor Gerlach, Schneider und Weingart.

Gesamtergebnis Niederwürzbach 6./7. Juli 2013
50 ccm: 1. Mika Ulrich, 2. Jayson Alles, 3. Joyce Juhn, 4. Marvin Aleff, 5. Jamie Heinen
65 ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Tijay Heinen, 3. Lukas Hofstetter, 4. Jannik Scheller, 5. Tom Nowacka
85 ccm: 1. Nico Müller, 2. Yannick Scheurer, 3. Tom Oster, 4. Christopher Robert, 5. Lukas Kunz
Prestige: 1. Philipp Eggers, 2. Ramon Jäckle, 3. André Stumpf, 4. Lutz Beste, 5. Marco Rohr
Cup: 1. Justin Schnur, 2. Kjell Sprenger, 3. Stefan Frank, 4. Vitor dos Santos Alves, 5. Florian Reinhold
Senioren: 1. Michael Spengler, 2. Lutz Gerlach, 3. Herbert Schneider, 4. Volker Weingart, 5. Gerard Schummer
MX2: 1. René Kühn, 2. Nils Neumüller, 3. Oliver Kaas, 4. Jan-Thore Kaulbach, 5. Leon Korte
Ladies Race: 1. Natalie Kane, 2. Steffi Laier, 3. Anne Borchers, 4. Kim Irmgartz, 5. Nina Kaas

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Ich glaub, das ist Nico Stepan...Reil, 29. Juni, 5. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Blaues Auge

Nach den vielen witterungsbedingten Verschiebungen hofften alle für Reil endlich mal auf sommerliche Bedingungen. Leider wurde es durch einen langen Regenschauer von Freitagnacht auf Samstagmorgen schon wieder nichts damit. In der schlammigen Pampe kamen die 50er und auch die 65er nicht durch, in einer gemeinsamen Entscheidung mit den Kindern und Eltern wurden diese beiden Klassen gestrichen. Mit der Kettenraupe wurde dann die oberste Schlammschicht in einer etwa eineinhalbstündigen Aktion entfernt, die schlimmste Passage der Strecke kurzerhand abgekürzt und nur noch ein Pflichttraining für die Klassen 85 und eines für alle anderen Klassen zusammen durchgeführt. Hier mussten die Teilnehmer antreten, die im freien Training noch keine drei Runden absolviert hatten. Alles in allem kam man damit gerade noch mit einem blauen Auge davon, gegen Ende der Veranstaltung war die Strecke wieder größtenteils trocken.

Tagessieg für Dennis Zmija-Kalinowski in der 85er-Klasse85ccm: In Lauf 1 kam Christopher Robert am besten aus dem Gitter, rutschte aber schon in der ersten Kurve über's Vorderrad weg und nahm das Rennen dann als Letzter auf. Da Tom Oster, Yannick Scheurer und Nico Müller wegen anderer Veranstaltungen nicht am Start waren, konnte der Sieger eigentlich nur noch Dennis Zmija-Kalinowski heißen. Nach der ersten kurzen Startrunde war er vorn, baute seinen Vorsprung aus und hatte am Ende 1:15 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Lukas Kunz. Auch Kunz hatte gegen Ende des Rennens einen Sturz, konnte aber Platz 2 vor Lucca Zimmermann halten. Robert war schon auf 5 vorgefahren, hatte in dem Schlamm aber seine Brille weggeworfen und musste mit Dreck in den Augen rausfahren. Die Revanche kam in Lauf 2: Robert lag von Anfang an vorn, Zmija-Kalinowski auf 2 konnte nicht mit Robert mithalten. Mit größerem Abstand liefen dann diesesmal Zimmermann vor Kunz auf den Plätzen ein.

Prestige/MX2: Erstmalig in dieser Saison war Ludwig Säger wieder am Start und begann sein diesjähriges Engagement mit einem Paukenschlag. Er holte sich nicht nur den Startsieg, sondern blieb bis Ende auch vorn. Nächster Verfolger war Björn Frank, er konnte Säger aber zu keiner Zeit gefährden. Ramon Jäckle schien noch einen Tick schneller zu fahren, lag nach einer Aufholjagd durchs Mittelfeld auch schon direkt hinter Frank, musste mit einem Bremsendefekt hinten aber zu einem kurzen Boxenstop anhalten, der ihn weit zurückwarf. Am Ende reichte es dennoch zu Rang 3 knapp vor Marco Rohr. Nils Hagen war, möglicherweise durch "Feindberührung" im Startgetümmel, gestürzt und kam nach einem weiteren Bodenkontakt nicht über Rang 7 hinaus. In Durchgang 2 lief's besser: nach dem Start auf 2 liegend machte er Druck auf den führenden Säger, zog vorbei und setzte sich ab. Säger hatte bei Überrundungen einen harmlosen Umfaller, die knapp hinter ihm liegenden Christian Nolle, Jäckle und Rohr schoben sich vorbei. Jäckle musste auch in diesem Lauf aus dem Mittelfeld nach vorne und holte sich am Ende noch Rang 2 vor Nolle. Säger schnappte sich nochmal Rohr und damit Platz 4. Beide Laufsiege in der separaten MX2-Jugendwertung gingen an René Kühn vor Philipp Grave und René Dhonau bzw. vor Dhonau und Nico Stepan.

Dann spielen wir halt ohne Motorrad im Matsch  :-)Cup: Der Holeshot in Durchgang 1 ging an Stefan Frank, gefolgt von Justin Schnur, dem Tabellenersten Kjell Sprenger und Sebastian Kühn. Nach zwei Runden Abwarten verschärfte Schnur das Tempo, ging an Frank vorbei und zog nach und nach davon. Auch Frank konnte sich leicht von Sprenger absetzen, Kühn fiel deutlich hinter Sprenger zurück, hielt aber Rang 4. Bis zur Zielflagge änderte sich an dieser Reihenfolge nichts mehr. In Lauf 2 passte es erneut für Schnur: Startsieg vor Kühn, Mike Kreuzer, Frank und Vitor Alves. Wie zuvor setzte sich Schnur ab, Frank zog an Kühn vorbei, und auch Jeremy Weckbach schob sich von Platz 8 kommend an Kühn vorbei auf Rang 3. Frank crashte und fuhr raus. Schnur beendete souverän den Lauf als Sieger vor Weckbach. Auch Kühn musste nach einem Bodenkontakt Kreuzer wieder passieren lassen und beendete den Lauf knapp hinter Kreuzer auf Rang 4. Sprenger war in diesem Lauf ganz schlecht gestartet, hatte auch wohl sonst noch einige Probleme und holte sich nur Platz 14.

Senioren: Nach der ersten Runde in Lauf 1 lagen Thomas Pfeil, RLP-Fahrer Ilka Schütz, Volker Weingart und Lutz Gerlach vorn. Gerlach überholte Weingart, das Trio Pfeil, Schütz und Gerlach setzte sich vom Rest ab. Bei der Überrundung von Marco Krier nutzte Gerlach geschickt die Situation für sich und überrumpelte sowohl Pfeil als auch Schütz. Gerlach fuhr unbeirrt sein Tempo weiter und liess Schütz hinter sich. Pfeil verliessen etwas die Kräfte, er fiel deutlich hinter Schütz zurück. Dennoch hatte er am Ende noch fast eine Minute Vorsprung auf den Vierten Weingart. Im zweiten Durchgang dann das gleiche Bild: nach der kurzen Startrunde Pfeil vor Gerlach und Schütz. Gerlach fackelte nicht lange und setzte sich an die Spitze. Schütz hielt diesesmal besser mit und lief 6 Sekunden nach dem Sieger Gerlach ins Ziel ein. Pfeil belegte mit deutlichem Abstand wieder Rang 3. Weingart hing das gesamte Rennen hinter Gerard Schummer auf 5 fest, schaffte es kurz vorm Ziel aber noch sich an Schummer vorbeizupressen.

Gesamtergebnis Reil, 29. Juni 2013
85 ccm: 1. Dennis Zmija-Kalinowski, 2. Lucca Zimmermann, 3. Lukas Kunz, 4. André Dhonau, 5. Fynn Schwab
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. Ramon Jäckle, 3. Nils Hagen, 4. Björn Frank, 5. Christian Nolle
Cup: 1. Justin Schnur, 2. Jeremy Weckbach, 3. Sebastian Kühn, 4. Mike Kreuzer, 5. Damon Goldschmidt
Senioren: 1. Lutz Gerlach, 2. Ilka Schütz, 3. Thomas Pfeil, 4. Volker Weingart, 5. Dieter Faus
MX2: 1. René Kühn, 2. René Dhonau, 3. Philipp Grave, 4. Nico Stepan, 5. Jan-Thore Kaulbach

Text: Andreas Wack, Bilder: Andreas Wack


Tabellenführer bei den 65ern: Marlon SchmidtFrankenthal, 11./12. Mai, 4. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Rängdengdeng

Nach Winningen wurde auch Frankenthal als Zweitagesveranstaltung abgehalten, was eigentlich für eine gewisse Entspannung im Zeitplan sorgen sollte und Platz für andere Klassen schafft. Der AMC Frankenthal entschied sich, am Sonntag einen Lauf zum neuen DMV 2-Takt-Cup durchzuführen. Am Samstag waren bei schönem Wetter und trockener Strecke erst mal die Kinder- und Jugendklassen dran. Ein heftiger Regenschauer am frühen Sonntagmorgen sorgte für ein schlammiges freies Training, zum Zeittraining war eine Spur trocken, und nach der Mittagspause herrschten ideale Bedingungen. Trotzdem war irgendwie der Wurm drin. Ein Abbruch im ersten Seniorenlauf wegen eines verletzten Fahrers und eine dadurch bedingte längere Abwesenheit des Rennarztes wirbelten den Zeitplan kräftig durcheinander. Nach einem weiteren Crash im ersten Lauf der Cup-Klasse und einer nochmaligen längeren Pause war die Zeit so weit fortgeschritten, daß die zweiten Läufe aller Klassen, auch der des 2-Takt-Cups, abgesagt wurden. Allen Verletzten wünsche ich eine gute Besserung!

50ccm: Bei seinem Heimrennen wollte der Tabellenerste Jayson Alles natürlich glänzen: Das Zeittraining ging mit klarem Vorsprung an ihn, im ersten Lauf holte er sich den Holeshot vor Gast Leon Höhns und Mika Ulrich und blieb auch bis zur Zielflagge unbedrängt vorn vor Ulrich und Höhns. Die Zeittrainingsvierte Joyce Juhn und der Tabellenzweite Justin Beck crashten bereits in der Startrunde, Beck erreichte noch Rang 6, Juhn beendete den Lauf auf 12. Der zweite Lauf ging mit einem Start-Ziel-Sieg erneut an Alles vor Ulrich und Höhns. Juhn erreichte jetzt Rang 4, Beck stürzte erneut und sah auf Platz 10 die Zielflagge.

65ccm: Erneut war ein starker Gastfahrer das Mass aller Dinge: Der Schweizer Nico Greutmann räumte alles ab, was zu gewinnen war. Im Zeittraining lag er knappe vier Sekunden vor dem Tabellenersten Marlon Schmidt und dem Luxemburger Tijay Heinen. Im ersten Lauf war Greutmann nach der ersten Kurve vorn, gefolgt von Julian Recktenwald und Heinen. Schmidt hatte keinen guten Start und kam erst als Siebter aus der Startrunde zurück. Recktenwald fiel nach und nach zurück, Heinen behauptete Platz 2 und Lukas Hofstetter hatte sich auf Rang 3 festgesetzt. In der vierten Runde hatte sich Schmidt an beide rangefahren, ging vorbei und vergrößerte den Vorsprung. Heinen kam auf der langen Gerade am Fahrerlager etwas von der Strecke ab, überschlug sich nach vorne und musste aufgeben, blieb jedoch unverletzt. Auch der Holeshot von Lauf 2 ging an Greutmann, diesmal waren Hofstetter und Jannik Scheller an seinem Hinterrad. Schmidt war etwas besser gestartet, musste sich nur noch Hofstetter und Scheller schnappen um am Ende sicher Position 2 zu erreichen. Dahinter belegten Hofstetter, Scheller und Heinen die Plätze.

Zweimal Laufsieger: Yannick Scheurer (85er)85ccm: Wie bei den 65ern dominierte auch hier ein Fahrer: der für Fischbach startende Franzose Yannick Scheurer. Nach der Bestzeit im Training führte er gleich den ersten Lauf an, gefolgt von den "üblichen Verdächtigen" Dennis Zmija, Tom Oster und Christopher Robert. Scheurer setzte sich an der Spitze ab, um Platz 2 fand Oster einfach keinen Weg an Zmija vorbei und Robert lief mit einer halben Minute Rückstand auf Platz 4 ins Ziel ein. In Lauf 2 gelang Scheurer ein weiterer perfekter Start, dieses Mal direkt verfolgt von Robert vor Zmija und Oster. Scheurer vergrößerte den Vorsprung, Robert hielt den Platz und Oster konnte nach einem Schaltfehler von Zmija endlich vorbeigehen. Oster machte dann Druck auf Robert, Robert stürzte, Oster konnte nicht mehr ausweichen und legte sich auch hin. Robert musste aufgeben, Oster fiel zwar weit zurück, lag aber noch immer auf Rang 3. Zieleinlauf also Scheurer vor Zmija, Oster und Paul Nuoffer.

MX2: Nils Neumüller fuhr im Zeittraining die schnellste Runde knapp vor dem Schweizer Gaststarter Nico Jucker. Im ersten Lauf konnte Neumüller aber nicht an diese Leistung anknüpfen. Den besten Start erwischte etwas überraschend Philipp Grave, gefolgt von Jan-Thore Kaulbach, Jucker und Benjamin Traxel, der wie in Winningen sowohl in der MX2 als auch Prestige startete. Grave hielt sich mehrere Runden vorne, am Ende der doch recht langen 20 Minuten wurde er aber bis auf 8 durchgereicht. Jucker setzte sich vorne ab, um Rang 2 ging es eng zu zwischen Traxel, Nico Stepan und Titus Racz. Neumüller beendete den Lauf als Fünfter. Auch im zweiten Durchgang hatte Grave einen prima Start, nur Traxel lag nach der ersten Kurve noch vor ihm. Stepan und Jucker waren auch mit dabei, Jucker rückte auf Traxel auf. Traxel hielt dem Druck nicht lange stand und crashte. Jucker holte sich klar den Laufsieg, Neumüller war diesmal besser unterwegs und beendete den Lauf auf Rang 2 vor Racz und Stepan.

Prestige: Ramon Jäckle legte im Zeittraining die Bestzeit vor, danach folgten Nils Hagen, Philipp Kappis und Marco Rohr. Den Start zum ersten und einzigen Lauf gewann aber Christian Nolle, verfolgt von Kappis und Nicolas Schummer. Schummer kam nur eine halbe Runde weit und musste mit einem verdrehten Knie rausfahren. Rohr ging noch in der Startrunde an Kappis vorbei, drückte auf Nolle und trieb diesen in den unvermeidlichen Fehler. Rohr hatte nun etwas Vorsprung vor Hagen und Jäckle, Kappis war auf 4 zurückgefallen. Jäckle zog an Hagen vorbei und rückte Rohr auf die Pelle. Jäckle hatte jedoch ein Problem mit der Brille und warf diese in der Zielkurve zu Boden. Ohne Brille war eine dichte Verfolgung von Rohr nicht möglich, und auch Kappis war irgendwann wieder an Jäckle vorbei auf Platz 2. In Runde 9 legte Jäckle einen Formel1-würdigen Boxenstop mit Brillenaufnahme hin, verlor aber dennoch zwei Plätze an Hagen und Lutz Beste, knapp dahinter knapp beamte er sich wieder ins Renngeschehen. Jäckle kam erneut an Hagen vorbei, aber Beste blieb vor ihm bis zur Zielflagge. Ergebnis also Rohr vor Kappis, Beste, Jäckle und Hagen.

Volles Starterfeld in der Cup-KlasseCup: Natürlich waren auch in Frankenthal wieder zu viele Teilnehmer angemeldet, so daß ein Hoffnungslauf für die nicht direkt aus dem Zeittraining qualifizierten Fahrer erforderlich war. Sieger dieses Hoffnungslaufes wurde Dominic Fritsch vor Philipp Gondolff und Carsten Burr. Der letzte Qualiplatz war hart umkämpft von Jonas Gummel, Florian Meffert und Marcel Kallenborn, am Ende war Gummel der glückliche. Im einzigen logischerweise rappelvoll besetzten Wertungslauf holte sich Justin Schnur den Holeshot vor Kjell Sprenger und Florian Neuroth. Jeremy Weckbach und Marvin Haase zogen an Neuroth vorbei. Nach etwa 8 Minuten Renndauer verlor Quentin Becker in der Wellensektion komplett die Kontrolle über seine Maschine, überschlug sich und blieb regungslos liegen. Der Lauf wurde abgebrochen, um die medizinische Versorgung zu sichern.

Senioren: Es gab bei den Senioren im Zeittraining nur eine trockene Spur, wer davon abkam, kam in den Matsch. Ein Überholen war so schlecht möglich. Die Bestzeiten der ersten vier Fahrer lagen innerhalb von einer halben Sekunde: Ilka Schütz, Thomas Pfeil, Ralf Lüttger und Thomas Gros waren vorn. Gros kann immer noch, auch bei den Senioren, Kamikaze, und zog sich sich bei einem Sturz einen Mittelhandbruch zu, Ausfall bis Ende Juni. Da zur gleichen Zeit noch zwei weitere Fahrer crashten, wurde das Zeittraining vorzeitig abgebrochen. Pfeil führte nach der Startrunde im ersten und einzigen Lauf, verfolgt von Lüttger und den Gästen Maris Feldmans und Wolf Angersbach. Schütz und Jörg Marschner gingen an Angersbach vorbei. Pfeil hatte nach einem Table Bodenkontakt, verlor seine Führung und ein paar Plätze, konnte aber weiterfahren. Angersbach stürzte kurz darauf an der gleichen Stelle, leider mit einem weniger glimpflichen Ausgang: Ein mehrfacher Schien- und Wadenbeinbruch machte auch hier die medizinische Behandlung auf der Strecke erforderlich. Da der Lauf deswegen abgebrochen wurde, musste die vorhergehende Runde als Basis für das Endergebnis genommen werden. Was zur Folge hatte, daß Pfeil als Sieger gewertet wurde und darüber im Fahrerlager natürlich diskutiert wurde. Die weiteren Plätze belegten Feldmans, Lüttger, Schütz und Lutz Gerlach.

Gesamtergebnis Frankenthal, 11./12. Mai 2013
50 ccm: 1. Jayson Alles, 2. Mika Ulrich, 3. Leon Höhns, 4. Marvin Aleff, 5. Jakob Kroll
65 ccm: 1. Nico Greutmann, 2. Marlon Schmidt, 3. Lukas Hofstetter, 4. Jannik Scheller, 5. Ben Merg
85 ccm: 1. Yannick Scheurer, 2. Dennis Zmija-Kalinowski, 3. Tom Oster, 4. Paul Nuoffer, 5. Flavio Wolf
Prestige: 1. Marco Rohr, 2. Philipp Kappis, 3. Lutz Beste, 4. Ramon Jäckle, 5. Nils Hagen
Cup: 1. Justin Schnur, 2. Kjell Sprenger, 3. Jeremy Weckbach, 4. Marvin Haase, 5. Florian Neuroth
Senioren: 1. Thomas Pfeil, 2. Maris Feldmans, 3. Ralf Lüttger, 4. Ilka Schütz, 5. Lutz Gerlach
MX2: 1. Nico Jucker, 2. Nils Neumüller, 3. Titus Racz, 4. Nico Stepan, 5. Benjamin Traxel
DMV 2-Takt-Cup: 1. Steffen Leopold, 2. Markus Class, 3. Marcel Kaltenbach, 4. Joshua Enders, 5. Michael Frey

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Jannik Scheller: Gesamtzweiter bei den 65ernWinningen, 20./21. April, 3. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Abriss

In Winningen tut sich was. Nach den letztjährigen Verbesserungen (Zeitnahmecontainer, Tunnel ins Infield) wird nun der Neubau eines Vereinsheims angegangen. Der in die Tage gekommene Schuppen im Infield wurde bereits abgerissen, man darf gespannt sein, was nächstes Jahr dort steht. Auch beim dritten SWC-Rennen 2013 waren die Wetterbedingungen gut und die Strecke trocken und gut präpariert.

50ccm: Wie schon in den Rennen zuvor lagen Jayson Alles, Justin Beck und Mika Ulrich im Zeittraining dicht beisammen. In Lauf 1 waren Alles und Beck am besten gestartet, Ulrich dahinter. Nach Runde 2 hatte er aber sowohl Beck als auch Alles einkassiert und konnte noch ein paar Runden in Führung liegend drehen, dann bereitete ein Motorschaden leider dem Lauf ein vorzeitiges Ende. Alles übernahm so wieder die Führung und beendete den Lauf als Sieger knapp vor Beck. Mit sehr großem Abstand lief Gast Leon Höhns als Dritter ins Ziel ein. Im zweiten Durchgang war die Maschine von Ulrich wieder repariert, er kam diesesmal aber an Alles und Beck nicht ran. Alles setzte sich zeitweise von Beck ab, am Ende war Beck aber wieder ganz dicht dran. Zieleinlauf also Alles knapp vor Beck und mit größerem Abstand Ulrich. Rang 4 ging an Joyce Juhn vor Höhns.

65ccm: Da der schnelle Gast Bogdan Krajewski nicht am Start war, sollte es in Winningen endlich zum ersten Tagessieg für Marlon Schmidt reichen. Wie erwartet, markierte er die Trainingsbestzeit deutlich vor Jannik Scheller und dem Aufsteiger aus der 50er-Klasse Lukas Hofstetter. In beiden Läufen liess er nichts anbrennen, lag von Anfang an vorne und holte sich ungefährdet die Laufsiege. Im 1. Durchgang war's dahinter aber auch nicht wesentlich spannender, die Reihenfolge Schmidt vor Hofstetter knapp vor Scheller war von Anfang an gegeben. In Lauf 2 hatte der Winninger Ben Merg einen super Start und reihte sich nach der ersten Kurve direkt hinter Schmidt ein. Merg konnte sich zur Mitte des Laufes etwas von Scheller absetzen, am Ende waren Scheller und auch Tijay Heinen zwar wieder dicht dran, der zweite Platz ging aber an Merg.

Der Grund für den Ausfall von René Kühn war schnell gefunden...85ccm: Christopher Robert hat sich bei seinem dritten 85er-Rennen so weit etabliert, daß er schon mal die Trainingsbestzeit fährt. Natürlich waren aber auch die beiden Winninger Dennis Zmija und Tom Oster sowie Yannick Scheurer vorne mit dabei. Den besten Start in Lauf 1 erwischte jedoch Lucca Zimmermann vor Scheurer und Zmija, diese drei konnten sich auch ein wenig absetzen. Bis Rennmitte hielt sich Zimmermann vorn, dann zogen Scheurer und Zmija vorbei. Scheurer distanzierte auch Zmija und hätte sicher gewonnen, ein Kupplungsschaden beendete den Lauf für ihn aber vorzeitig. Nun lag zwar Zmija vorne, mittlerweile hatte sich aber Robert bis an ihn herangefahren, wählte in der vorletzen Runde in der Zielkurve den schnelleren Innenweg anstatt des hohen Anliegers außen, ging an Zmija vorbei und holte sich seinen ersten Laufsieg. Oster hätte sich wohl Rang 3 geholt, aber auch bei ihm verhinderte ein Motordefekt eine Zieldurchfahrt. Im zweiten Lauf war Zmija gleich vorne, Robert dahinter, aber dieses Mal liess sich Zmija nicht überrumpeln und beendete den Lauf als Sieger. Vielleicht hätte Scheurer noch Chancen auf Position 2 gehabt, nach einem Sturz war er jedoch zu weit weg von Robert. Bei Oster waren alle Kolben aufgebraucht, so musste er den Lauf als Zuschauer verfolgen.

MX2: Die beste Trainingszeit erreichte Nils Neumüller vor René Kühn. Neumüller holte sich auch den Holeshot zu Durchgang 1, dahinter Benjamin Traxel, der die Zweitagesveranstaltung nutzte um sowohl in der MX2 als auch am Tag darauf in der Prestige zu starten, vor Denny Hector. Kühn war nicht sonderlich gut vom Startgitter weggekommen, aber die langen 20 Minuten reichten aus, um am Ende doch wieder ganz vorne zu sein. In Durchgang 2 startete Kühn besser, lag klar vor Neumüller und Titus Racz. Im letzten Renndrittel wurde er plötzlich deutlich langsamer, verlor ein paar Plätze und fuhr dann raus. Der Grund war schnell gefunden: Mit einem Nagel im Hinterrad wäre er besser beim Eisspeedway aufgehoben. Der Laufsieg ging so an Neumüller vor Racz und Thomas Martel.

Prestige: Nils Hagen holte sich wie so oft den Holeshot zu Lauf 1, dahinter Gastfahrer Christian Nolle und Jan Kallfelz. Ramon Jäckle war schlecht gestartet und kam in dem relativ ausgeglichenen Spitzenfeld auch nicht mehr allzu weit nach vorn. Hagen holte sich klar den Laufsieg vor Björn Frank, ganz knapp danach lief Nolle ins Ziel ein. Rang 4 ging an Marco Rohr, ebenso wie der Startsieg in Lauf 2. Hagen war direkt dahinter, dann Nicolai Neumüller und Nolle. Frank gab nach einem Crash auf, Hagen hatte Bodenkontakt und fiel einige Plätze zurück. Jäckle war erneut ziemlich schlecht vom Start weggekommen, konnte sich im Gegensatz zum ersten Lauf aber nach und nach bis ganz nach vorne schieben. Rohr sah die Zielflagge als Zweiter und Nicolas Schummer fing kurz vor Schluss noch Nolle ab und wurde Dritter.

Am Samstag noch Streckenposten: Raimund Sauer (rechts), daneben Florian NeurothCup: Aufgrund der geringen Streckenkapazität waren in der Cup-Klasse wieder Ausscheidungen erforderlich. Die letzte Chance im Hoffnungslauf nutzten Vitor Alves, André Molsberger, Brian Wernig und Carlos Barth. In Lauf 1 kam der Winninger Florian Neuroth am besten aus dem Gitter, verfolgt von Thorsten Wolff, Kjell Sprenger und Justin Schnur. Wolff fiel zurück, Sprenger ging an die Spitze und hatte einen komfortablen Vorsprung vor Schnur, der auch an Neuroth vorbeigezogen war. Sprenger crashte, damit lag jetzt Schnur vorne bis zur Zieleinfahrt. Neuroth auf zwei und still und leise hatte sich Felix da Costa auf Rang 3 vorgepirscht. In Lauf 2 lagen Sprenger und Schnur vorn, diesmal verfolgt von Jeremy Weckbach. Schnur stürzte in der Kurve nach dem Ziel und musste aufgeben, da Costa schnappte sich noch Weckbach und holte sich Rang 2 in diesem Lauf, was in Summe zum Tagessieg für ihn ausreichte.

Senioren: Irgendwie ist bei den Senioren eine Seuche ausgebrochen. Nach den Ausfällen von Bockholtz (Heintz, Thiltgen und Kah) gab es in Winningen erneut zwei Verletzte: Bereits im Zeittraining kam Uwe Mayer von der Strecke ab und musste mit Beckenprellungen und einem komplizierten Bruch der rechten Hand ins Krankenhaus. Noch schlimmer erwischte es den Tabellenführer Raimund Sauer im zweiten Lauf. Er kam vollkommen unerklärlich an einem Sprung so weit quer, daß er in einen eigentlich weit genug von der Strecke entfernten Baum hineinsprang. Eine Oberschenkelfraktur und ein gebrochener linker Fuss waren die Folge. Gute Besserung! Zum sportlichen Geschehen: Erstmalig waren auch bei den Senioren zu viele am Start. Durch den Ausfall von Mayer bedingt waren es genau 29 Senioren. Also mussten in einem Hoffnungslauf 5 Senioren antreten und nur der Letzte durfte nicht mehr in den Wertungsläufen starten. Obwohl Wolfgang Knerr den Startsieg holte und auch zwei Runden lang vorne war, reichte es am Ende knapp nicht für ihn. In den Wertungsläufen war Thomas Gros bei seinem ersten Auftritt in dieser Saison nicht zu schlagen, beide Laufsiege gingen an ihn. Thomas Pfeil konnte auf seiner Heimstrecke in Lauf 1 den zweiten Platz belegen. Im zweiten Durchgang hatte er mit einer zeitweise blockierten Vorderbremse, ein kleines Steinchen hatte sich verklemmt, keine Chance und fuhr raus. Platz 2 belegte Jacek Kalinowski vor Ilka Schütz.

Gesamtergebnis Winningen, 20./21. April 2013
50 ccm: 1. Jayson Alles, 2. Justin Beck, 3. Leon Höhns, 4. Joyce Juhn, 5. Jamie Heinen
65 ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Jannik Scheller, 3. Ben Merg, 4. Lukas Hofstetter, 5. Tijay Heinen
85 ccm: 1. Dennis Zmija, 2. Christopher Robert, 3. Paul Nuoffer, 4. Lucca Zimmermann, 5. Carmen Allinger
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. Marco Rohr, 3. Ramon Jäckle, 4. Christian Nolle, 5. Nicolas Schummer
Cup: 1. Felix da Costa, 2. Kjell Sprenger, 3. Jeremy Weckbach, 4. Florian Neuroth, 5. Damon Goldschmidt
Senioren: 1. Thomas Gros, 2. Ilka Schütz, 3. Jacek Kalinowski, 4. Lutz Gerlach, 5. Michael Spengler
MX2: 1. Nils Neumüller, 2. Titus Racz, 3. Benjamin Traxel, 4. Thomas Martel, 5. Denny Hector

Text: Andreas Wack, Bilder: Andreas Wack, René Kühn


Sieger bei den Kleinsten: Jayson AllesBockholtz (LUX), 14. April, 2. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Frühlingserwachen

Bei der zweiten SWC-Veranstaltung 2013 hielt endlich der ersehnte Frühling seinen Einzug. T-Shirt statt Daunenjacke liessen den langen Winter vergessen. Die Regenschauer in den Tagen zuvor sorgten für eine optimale Bodenkonsistenz, im Gegensatz zur Vorjahresveranstaltung war Staubentwicklung kein Thema. Auch die organisatorischen Kritikpunkte der letzten Veranstaltung konnten beseitigt werden, so daß diese luxemburgisch-deutsche Koproduktion reibungslos ablief und die Veranstaltung als rundum gelungen bezeichnet werden kann.

50ccm: Auf der recht kurzen 50er-Strecke waren die SWC-Fahrer diesesmal unter sich, es hatte sich kein Gast angemeldet. Es war daher klar, daß Jayson Alles, Mika Ulrich und Justin Beck den Tagessieg unter sich ausmachen würden. Beck, der in Hoxberg Alles und Ulrich in Schach halten konnte, kam mit der Strecke nicht ganz so gut zurecht und lies den beiden anderen schon im Zeittraining den Vortritt. Im ersten Lauf ging Alles gleich vor Ulrich an die Spitze, auf drei lag Lennox Deßloch vor Beck. Alles setzte sich von Ulrich ab, Deßloch fiel zurück und Beck rückte auf Rang 3 vor, kam aber nie in die Nähe von Ulrich. Im zweiten Lauf mit gleicher Reihenfolge, aber etwas kleineren Abständen machte Alles die Sache dann doch etwas spannender: Er blieb in einer der tiefen Spurrillen in der Zielkurve hängen und kippte einfach um. Ulrich ging vorbei und auch Beck kam sehr nahe. Alles hatte in der letzen Kurve die bessere Spurwahl und gewann den Lauf knapp vor Ulrich und Beck, am Ende trennten diese drei nicht mal eine ganze Sekunde.

65ccm: Der Hoxberg-Sieger Bogdan Krajewski war auch in Luxemburg als Gast angemeldet und holte sich die Trainingsbestzeit vor Marlon Schmidt und Tijay Heinen. Nach der ersten Runde in Lauf 1 lag aber nicht Krajewski vorn, sondern Schmidt vor Heinen und Ben Merg. Schmidt vergrößerte seinen Vorsprung, musste nach einem spektakulären Highsider aber seine Führung abgeben. Krajewski war nach mittelmäßigem Start schon wieder vorn, verfolgt von Heinen. Aber auch Heinen machte einen groben Fehler und stand mit abgewürgtem Motor längere Zeit, am Ende sprang nur Rang 6 raus. Der Laufsieg ging an Krajewski vor Schmidt und Lukas Hofstetter. Im zweiten Rennen startete Krajewski besser, er lag gleich vor Schmidt und Heinen. Die ersten zwei konnten sich deutlich absetzen, Heinen gab seinen relativ sicheren Rang 3 nach einem Crash an Merg ab.

Das Ende eines Zeittrainings: Phillip Eggers (Prestige)85ccm: Nico Müller und Tom Oster waren an diesem Tag in Gumpelstadt auf der Jagd nach DM-Punkten und auch Eric Schönburg, der im SWC häufig als Gast gesehen wird, war dort anzutreffen. Als Favorit auf den Tagessieg war somit Yannick Scheurer anzusehen, aber auch Dennis Zmija hätte auf dem Siegerpodest stehen können. Die beste Trainingszeit ging an Scheurer vor Dylan Antunes und dem Gast Jimmy Piront. Bei Antunes musste aber irgendwie trotz Transponder eine Fehlmessung vorliegen, üblichwerweise findet man ihn eher im hinteren Mittelfeld. Zmija crashte bereits zu Beginn des Zeittrainings, verletzte sich und ging die Rennen nicht mehr an. Der Holeshot des ersten Laufes ging an Scheurer, dahinter lagen Christopher Robert und Lucca Zimmermann. Scheurer fuhr seinen Laufsieg ungefährdet nach Hause, auch Robert hatte von hinten nichts zu befürchten. Piront zog noch an Zimmermann vorbei. Den besten Start zu Durchgang zwei hatten Zimmermann, Piront und Robert. Nach Runde zwei war dann Scheurer aber schon vorn und baute seinen Vorsprung deutlich aus. Zimmermann fiel hinter Piront und Robert zurück. Am Ende also Scheurer vor Piront, Robert und Zimmermann.

Prestige / MX2: Da die Starterzahlen es zuliessen und es auch zeitplantechnisch von Vorteil war, bestritten MX2 und Prestige ihre Läufe gemeinsam. Mike Luxembourger, der zwei Wochen zuvor noch in Hoxberg die Prestige dominierte, war nicht am Start, ebenso wie Jean-Luc Tille, der in der MX2 den ersten Laufsieg geholt hatte. In dem gemischten Zeittraining ging die Bestzeit an den Prestige-Vorjahressieger Björn Frank, knapp vor Nils Hagen, Nicolai Neumüller und Phillip Eggers. Eggers hatte sich in Bockholtz noch nachträglich in den SWC eingeschrieben, musste aber nach etwa 3 Runden Zeittraining und einem üblen Crash mit einer Beinverletzung die Veranstaltung als Zuschauer weiter verfolgen. In der MX2-Klasse legte René Kühn die beste Zeit hin und toppte dieses Ergebnis noch dadurch, daß er mal gleich den Holeshot zu Lauf 1 holte. Dahinter reihten sich Hagen, Neumüller und Nicolas Schummer ein. Hagen zog an Kühn vorbei, war aber nicht allzu lange vorn, da auch schon Frank in Schlagdistanz war, an die Spitze ging und sich absetzte. Hagen lag auf einem sicheren zweiten Platz, bis er sich in einer der tiefen Spurrillen in der Zielkurve den Schalthebel verbog. Ausgerechnet der Mechaniker von Frank bog den Hebel wieder soweit gerade, daß ein Fahren wieder möglich war, aber kein Schalten. Die restliche Distanz legte Hagen im 1. Gang zurück, mehr als Platz 7 mit 52 Sekunden Abstand war aber verständlicherweise nicht mehr drin. Der Laufsieg ging somit an Frank vor Kühn, der damit den MX2-Laufsieg erreichte, vor Ramon Jäckle, der im Gegensatz zu früher jetzt auch über 20 Minuten sein Tempo halten kann, und Philipp Kappis. Im zweiten Durchgang lag Frank auf seiner Heimstrecke gleich vorn, Hagen hatte ihm nichts mehr entgegen zu setzen und wurde am Ende noch auf 5 durchgereicht. Jäckle zeigte erneut mit Rang 2 ein starkes Rennen, Dritter wurde diesesmal Marco Rohr. In der MX2-Wertung gab's auch keine Überraschung: René Kühn gewann auch den zweiten Lauf vor Titus Racz und Nils Neumüller.

Sieger beim Auftaktrennen der Senioren: Raimund SauerCup: 42 Teilnehmer waren zwei zuviel, also wurde ein Hoffnungslauf mit 6 Fahrern durchgeführt, bei dem sich die ersten 4 sich noch für die Wertungsläufe qualifizierten. Im Nachhinein war dieser Lauf unnötig, da sich zwei qualifizierte Fahrer wegen Verletzung aus den Trainings von den Wertungsläufen abmeldeten. Im ersten Rennen lagen Kjell Sprenger, Justin Schnur und Sebastian Kühn nach dem Start vorne. Stefan Frank, der jüngere Bruder von Björn, hatte die Trainingsbestzeit markiert und musste nach einem nicht ganz optimalen Start aus dem Mittelfeld nach vorne marschieren. 15 Minuten Laufzeit reichten ihm aus, um am Ende mit 4 Sekunden Vorsprung auf Kühn und 6 Sekunden auf Schnur den Lauf als Sieger zu beenden. Im zweiten Durchgang war Frank besser weggekommen und gleich erneut mit Sprenger, Schnur und Kühn vorne zu finden. Frank setzte sich zwischenzeitlich etwas ab, am Ende war Schnur aber wieder relativ dicht dran. Mit etwas größerem Abstand liefen Kühn und Sprenger ins Ziel ein.

Senioren: Da die Senioren-Klasse in Hoxberg dem Zeitplan zum Opfer gefallen war, war Bockholtz die Premiere für 2013. Vielleicht etwas übermotiviert, dezimierte sich das 30 Fahrer starke Feld bereits im freien Training: Frank Heintz wurde nach einem Crash mit Verdacht auf Gehirnerschütterung abtransportiert, Jean-Marie Thiltgen konnte zwar noch ins Fahrerlager zurückfahren, mit einem gebrochenen Fuss war aber auch für ihn die Veranstaltung schon beendet, bevor sie richtig losgegangen war. Gute Besserung den beiden! Nicht ganz überraschend ging die Bestzeit des Trainings an den Ex-DM-Fahrer Raimund Sauer, überraschend war jedoch der Vorsprung von mehr als 6 Sekunden. Im ersten Lauf war die Dominanz nicht ganz so ausgeprägt, der Hennweiler Reiner Süß hatte am Ende lediglich 4 Sekunden Rückstand auf Sauer. Platz 3 ging etwas unerwartet an einen weiteren Hennweiler, Thomas Edelmann. Im zweiten Durchgang hatten Süß und Edelmann wohl ihr Pulver mit Rang 5 bzw. 11 verschossen. Sauer gewann auch diesen Lauf jetzt mit etwas mehr Abstand zu Thomas Pfeil und Jacek Kalinowski.

Gesamtergebnis Bockholtz, 14. April 2013
50 ccm: 1. Jayson Alles, 2. Mika Ulrich, 3. Justin Beck, 4. Jamie Heinen, 5. Lennox Deßloch
65 ccm: 1. Bogdan Krajewski, 2. Marlon Schmidt, 3. Ben Merg, 4. Tijay Heinen, 5. Jannik Scheller
85 ccm: 1. Yannick Scheurer, 2. Jimmy Piront, 3. Christopher Robert, 4. Lucca Zimmermann, 5. Lukas Kunz
Prestige: 1. Björn Frank, 2. Ramon Jäckle, 3. Philipp Kappis, 4. Nicolai Neumüller, 5. Nicolas Schummer
Cup: 1. Stefan Frank, 2. Justin Schnur, 3. Sebastian Kühn, 4. Kjell Sprenger, 5. Ricardo Rendeiro
Senioren: 1. Raimund Sauer, 2. Thomas Pfeil, 3. Reiner Süß, 4. Jacek Kalinowski, 5. Christian Lehmann
MX2: 1. René Kühn, 2. Titus Racz, 3. Nils Neumüller, 4. Philipp Grave, 5. Denny Hector

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Start zum 1. Lauf in der Cup-Klasse (Neuroth #3, Sprenger #82, Haase #29)Hoxberg, 1. April, 1. Lauf zum Südwest-Cup 2013

Auftakt

Mit dem traditionellen Ostermontagtermin begann die neue Saison 2013 in Hoxberg. Erstmalig war geplant, aufgrund der erneuten Rekordanzahl von 260 Einschreibungen, auch den Ostersonntag mit dazu zu nehmen, was jedoch von den Behörden nicht genehmigt wurde. Da schon im Vorfeld klar war, daß nicht alle Klassen an einem Tag fahren können, wurde die Seniorenklasse gestrichen. In der Cup-Klasse waren Ausscheidungen erforderlich und auch die Prestige und MX2 mussten wegen hoher Starterzahlen getrennt fahren. Für eine Gästeklasse war natürlich ebenfalls keine Zeit gegeben. Bei frostigen Temperaturen und einem kalten Wind waren dennoch aber bei strahlendem Sonnenschein und trockener, gut präparierter Strecke optimale Bedingungen für spannende Rennen geboten.

50ccm: Nach dem Wechsel des Vorjahresmeisters Lukas Hofstetter und des Vize Luca Höltenschmidt in die 65er-Klasse waren Mika Ulrich, Jayson Alles und Justin Beck die Favoriten auf Lauf- und Tagessiege. Schon im Zeittraining belegten sie die vorderen Plätze, aber ein Gast stahl ihnen die Show: Leo-Filip Paukovic, der sich 2 Sekunden von Beck und Alles und fast 4 Sekunden von Ulrich absetzen konnte. Diese Dominanz setze sich auch in den Läufen fort: In Durchgang 1 lag er von Anfang an vorne und holte sich den Laufsieg mit fast einer halben Minute Vorsprung auf Beck. 5 Sekunden danach und ganz eng zusammen liefen Alles und Ulrich ins Ziel ein. Auch der zweite Lauf ging klar an Paukovic, den Holeshot holte sich aber Beck. Am Ende stellte sich die gleiche Reihenfolge ein wie in Lauf 1.

65ccm: Mit dem Aufstieg der ersten fünf Fahrer in die 85er-Klasse wird Marlon Schmidt gleich in seinem zweiten Jahr bei den 65ern schon zum Titelkandidat. Diesem Anspruch wurde er auch gerecht, aber wie bei den 50ern war auch hier ein Gast ganz vorne: Bogdan Krajewski. Er holte sich im Zeittraining mit 3 Sekunden Vorsprung die Pole Position vor Schmidt und dem Luxemburger Tijay Heinen. Einen guten Einstand hatte Lukas Hofstetter, der den vierten Rang belegte. Das ganze wiederholte sich auch in den beiden Läufen: Krajewski führte von Anfang an und gewann mit sattem Vorsprung vor Schmidt, der wiederum großen Abstand zu Heinen hatte. Spannung im ersten Lauf war daher erst um Platz 4 gegeben, den Hofstetter knapp vor Yannik Scheller behauptete. Auch im 2. Durchgang holte sich Hofstetter Platz 4, diesmal vor Gast Nick Wiegand. Scheller war gestürzt und kam nicht über Rang 14 hinaus.

Sieger im 1. Lauf MX2: Jean-Luc Tille85ccm: Das gleiche noch mal: Auch hier beendete mit Eric Schönburg ein Gastfahrer das Zeittraining auf Rang 1. Der Holeshot bei Lauf 1 ging an Yannick Scheurer, Schönburg war gleich dran, Scheurer leistete noch etwas Gegenwehr, aber in Runde zwei war Schönburg vorne und setzte sich ab. Nico Müller war am Start nicht ganz so gut weggekommen und musste sich von Platz 6 nach vorne arbeiten. Ab Runde 6 lag er auf Rang 2, Schönburg war aber schon zu weit weg. Gastfahrer Jan Horst drehte am Ende mächtig auf, kam an Müller ran und setzte in der letzten Runde noch einen Blockpass an Müller vorbei. Der Zieleinlauf somit Schönburg vor Horst, Müller und Scheurer. In Lauf 2 gewann Müller den Start, Schönburg lag nach der Startrunde aber vorn und setzte sich deutlich von Müller ab. Nach etwa 12 Minuten musste wegen einem Sturz von Tim Scholtes der Lauf abgebrochen werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Horst von 5 kommend wieder auf 3 verbessert, der gut gestartete Domenico Felici lag auf 4 vor Scheurer.

Cup: 59 Teilnehmer sprengten natürlich bei weitem die Streckenkapazität und so wurde die neue Qualiregel angewendet. Die besten der beiden Zeittrainings waren direkt für die Wertungsläufe qualifiziert, die letzten vier Teilnehmer wurden in einem Hoffnungslauf ermittelt. In diesem Last Chance Qualifier versemmelten David Pflüger und Marvin Eckert durch Stürze ihre sonst wohl sichere Teilnahme an den Läufen, der Laufsieg ging an Sebastian Bodtländer. Die beste Zeit beider Zeittrainings erzielte Marvin Haase mit klarem Vorsprung. Im 1. Durchgang setzte sich diese Dominanz fort: Nach dem Holeshot war er von seinen Verfolgern nicht mehr gesehen und wäre wohl auch einem sicheren Sieg entgegen gefahren, wenn er nicht nach einem spektakulären Highsider auf der Startgeraden in Runde 5 hätte aufgeben müssen. Der Laufsieg ging so an Kjell Sprenger, Florian Neuroth verschenkte nach einem Fahrfehler in der letzten Runde seinen zweiten Rang an Jeremy Weckbach vor Justin Schnur und belegte Rang 4. In Durchgang 2 gab Haase wegen Schmerzen schon nach einer Runde auf. Sprenger lag eine zeitlang vorne, wurde aber von Schnur und Janik Majoli, der im ersten Rennen eine längere Standpause hatte, ansonsten aber die Zeiten der Spitze mitgehen konnte, einkassiert.

Prestige: Schuschu whipt, Ramon schaut zuMX2: Das Zeittraining in der neu geschaffenen MX2-Jugendklasse liess auf spektakuläres Racing hoffen: Gleich die ersten 5 lagen innerhalb einer Sekunde. Im ersten Lauf wurden die Zuschauer auch nicht enttäuscht. Jean-Luc Tille und René Kühn schenkten sich rundenlang an der Spitze keinen Zentimeter, gingen im Parallelflug über die Sprünge, am Ende konnte sich Tille dann aber doch leicht absetzen. Mit einer halben Minute Rückstand liefen Nils Neumüller und Gast William Devillet ins Ziel ein. Im zweiten Lauf waren zumindest einige der jungen Helden schon etwas müde, da auch die MX2-Klasse eine Renndauer von 20 Minuten fährt, weil sie bei Bedarf mit der Prestige-Klasse zusammengelegt wird. Jedenfalls hatte Kühn den ersten Lauf besser weggesteckt, konnte nie von Tille gefährdet den Spiess umdrehen und den Lauf sicher gewinnen. Auch Devillet zeigte mehr Ausdauer und liess jetzt Neumüller hinter sich.

Prestige: Der Franzose Mike Luxembourger erzielte deutlich die Bestzeit im Training. Was aber nicht sonderlich überraschte, war Luxembourger doch 2008 französischer MX1-Meister. Der amtierende SWC-Meister Nils Hagen holte sich Startplatz 2 ab und auf drei war ebenfalls ein im SWC neuer Fahrer zu finden: Marco Rohr. Hagen hatte im ersten Durchgang wie fast immer einen prima Start und war nach der Startrunde vorn, verfolgt von Nicolai Neumüller, der dieses Jahr in der Prestige eine 250/2T fährt, und Luxembourger. Hagen konnte Luxembourger aber nicht lange aufhalten, am Ende hatte er 40 Sekunden Vorsprung. Rohr schob sich noch an Neumüller vorbei, der Einlauf lautete somit Luxembourger vor Hagen, Rohr und Neumüller. Im zweiten Rennen holte sich Hagen zwar erneut den Holeshot, wurde aber zuerst von Luxembourger, und dann auch noch von Nicolas Schummer und Lutz Beste überholt. Schummer schoß kurz vor Ende über einen Anlieger hinaus, stand eine Weile und tauschte so seine Position 2 gegen 9 ein. Luxembourger siegte somit vor Beste, Hagen, Rohr und Jan Kallfelz.

Gesamtergebnis Hoxberg, 1. April 2013
50 ccm: 1. Leo-Filip Paukovic, 2. Justin Beck, 3. Jayson Alles, 4. Mika Ulrich, 5. Marvin Aleff
65 ccm: 1. Bogdan Krajewski, 2. Marlon Schmidt, 3. Tijay Heinen, 4. Lukas Hofstetter, 5. Nick Wiegand
85 ccm: 1. Eric Schönburg, 2. Nico Müller, 3. Jan Horst, 4. Domenico Felici, 5. Yannick Scheurer
Prestige: 1. Mike Luxembourger, 2. Nils Hagen, 3. Marco Rohr, 4. Lutz Beste, 5. Nicolai Neumüller
Cup: 1. Justin Schnur, 2. Kjell Sprenger, 3. Florian Neuroth, 4. Jeremy Weckbach, 5. Damon Goldschmidt
MX2: 1. René Kühn, 2. Jean-Luc Tille, 3. William Devillet, 4. Nils Neumüller, 5. Christian Blessing

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Vorbericht Südwest-Cup 2013

Der Südwest-Cup geht mit ungebrochener Attraktivität in seine nun 28. Saison. Was 1986 mit dem Zusammenschluss von 4 Vereinen begann, die eine kleine Serie als Saisonvorbereitung auf den damaligen OMK-Pokal auf die Beine stellen wollten, hat sich 27 Jahre später deutlich gewandelt. Die Serie ist nicht mehr Vorbereitung auf die Saison, die Serie ist die Saison. Mit nunmehr 14 Vereinen und 11 Rennen auf 11 verschiedenen Strecken werden alle Crosser-Wünsche erfüllt. Sandstrecken, Hart- und Mischboden, zwei ehemalige WM-Strecken, kleine stadionartige Kurse, supercrosslastige Strecken, naturbelassene Strecken mit steilen Hängen, alles wird im Südwest-Cup geboten. Das unkomplizierte Anmeldeverfahren bleibt weiterhin bestehen. Das spricht sich rum, und so wird 2013 erneut ein neuer Einschreiberekord erzielt. Nach dem Anmeldeschluss am 24. Februar sind es nun über 250 Einschreibungen in 7 verschiedenen Klassen.
Bei den Kleinsten, den 50ccm-Fahrern, sind es erfreuliche 14 Teilnehmer. Der Meister von 2012, Lukas Hofstetter, ist in die nächsthöhere 65er-Klasse aufgestiegen, ebenso der zweitplatzierte Luca Höltenschmidt. Die größten Chancen auf den Titel 2013 haben somit die nächstplatzierten Mika Ulrich, Jayson Alles und auch Justin Beck.
In der 65er-Klasse haben sich bislang 20 Fahrer eingeschrieben. Auch hier ist der Dominator der vergangenen Saison, Christopher Robert, der alle Läufe gewonnen hat, zu den 85ern aufgestiegen. Aber nicht nur er, nein gleich die ersten fünf wechseln zu den 85ern, so daß als Topfavorit Marlon Schmidt, der jetzt seine zweite Saison in dieser Klasse bestreitet, anzusehen sein dürfte.
In der Jugendklasse 85ccm erreicht das Starterfeld dann schon fast Streckenkapazität. 33 Jugendliche wollen sich in dieser Klasse beweisen. Hier könnte das Meisterschaftspodest so aussehen wie letztes Jahr, da weder der amtierende Meister Tom Oster, noch die nächstplatzierten Yannick Scheurer und Nico Müller die Klasse verlassen. Die größten Chancen sind wohl Müller einzuräumen, der letztes Jahr nicht alle Läufe mitgefahren ist. Auch auf das Abschneiden von Robert darf man gespannt sein, er hat in seiner ersten 85er-Saison sicher das Potential mit den schnellen Jungs mitzuhalten.
Eine MX2-Klasse gab es zwar auch schon letztes Jahr, diese wurde aber im Rahmen der Prestige-Klasse ausgefahren, wurde in der Tageswertung nicht getrennt und war auch nicht altersbegrenzt. Dieses Jahr ist das etwas anders: Die Klasse ist nun begrenzt bis 21 Jahre, fährt als eigenständige Klasse ein eigenes Rennen (sofern es der Zeitplan zulässt, ansonsten im Rahmen der Prestige) und wird auch in einer separaten Tabelle geführt. 17 „junge Wilde“ möchten sich diesen Champions-Titel holen. Der Sieger der 2012er MX2-Klasse, Nicolai Neumüller, dürfte zwar auch noch in dieser Klasse starten, hat sich aber für die Prestige-Klasse, der Königsklasse des SWC, eingeschrieben. Dennoch könnte am Ende ein Neumüller ganz oben stehen: sein jüngerer Bruder Nils. Als Topfavorit ist aber wohl der SWC-Rückkehrer René Kühn zu sehen. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen sicher auch der Cupsieger von 2011, Benjamin Traxel, der Cupsieger von 2012, Damien de Muyser, der Umsteiger aus der 85er-Klasse Nico Stepan und Titus Racz.
In der Prestige-Klasse sind 38 Teilnehmer am Start. Auch wenn der amtierende Champion Nils Hagen die Meisterschaft verteidigen will, so hat er dieses Jahr wohl eine ganz harte Nuss zu knacken: Mike Luxembourger. Als bekannt schneller Mann hatte er im letzten Rennen der Saison 2012 im Warndt als Gastfahrer in der Prestige alle anderen ziemlich alt aussehen lassen. Weitere Fahrer, die für eine TopFive-Platzierung allemal gut sind:“Oldie but Goldie“ Ludwig Säger, Nicolai Neumüller, der Luxemburger Björn Frank und Ramon Jäckle.
In der Cup-Klasse, der Klasse für Einsteiger und nicht ganz so schnelle Jungs und Mädels, sind unglaubliche 79 Einschreibungen eingegangen. Hier wird zumindest am Anfang der Saison die neue Quali-Regel zur Geltung kommen. Wurden bislang bei Überschreiten der Streckenkapazität Halbfinale gefahren, so wird nun das Zeittraining aufgewertet. Nur die besten des Zeittrainings kommen in den Genuss, in den zwei Wertungsläufen zu starten. Für alle, die es nicht direkt über das Zeittraining schaffen, gibt es einen last chance qualifier, aus dem sich noch 4 weitere Fahrer für die beiden Läufe qualifizieren. Eine Titelverteidigung ist in dieser Klasse natürlich nicht möglich, da der Champion Damien de Muyser und weitere vier Fahrer in die Prestige oder MX2-Klasse aufsteigen mussten. Eine Prognose ist daher wie immer schwierig. Tim Schön, Janik Majoli, Kjell Sprenger, Alexander Breininger oder Damon Goldschmidt sind Titelkandidaten, vielleicht ist aber auch ein im SWC noch unbekannter Fahrer der nächste Champ.
Auch bei den Senioren gibt es mit 50 Anmeldungen einen neuen Rekord. Es wird in dieser Klasse einen neuen Champion geben, da der amtierende Seniorenmeister Ralf Oster aus verschiedenen Gründen den Sport an den Nagel hängt. Er bleibt aber dennoch dem SWC erhalten, da sein Junior Tom in der 85er-Klasse teilnimmt und sein Frau Angelika bei fast allen SWC-Rennen die Zeitnahme übernimmt. Mit Raimund Sauer, der letztes Jahr in Ettringen als Gast auf sich aufmerksam machte und sich jetzt in den SWC eingeschrieben hat, dürfte wohl einer der Topfavoriten genannt sein. Zum erweiterten Kreis zählen die „Wiedergenesenen“ Lutz Gerlach und Christian Lehner, Volker Weingart, Thomas Pfeil, Ralf Lüttger, Thomas „Kamikaze“ Gros, Jörg Marschner und der Franzose Hervé Kiemza. Erstmalig in der langen Geschichte des SWC sind die alten Herren nicht mehr unter sich, Manuela Flörchinger macht aus der Senioren-Klasse nun die Senior/innen-Klasse.
Los geht’s traditionell am Ostermontag in Hoxberg, zwei Wochen später geht es nach Bockholtz in Luxemburg, eine Woche darauf nach Winningen. Als ein Highlight der Saison 2013 hat Geli Oster angekündigt, daß mit der Mylaps-Zeitnahmesoftware ein Live-Timing angeboten werden wird. Via Smartphone kann also jederzeit live der aktuelle Rennstand abgefragt werden. Einer spannenden SWC-Saison 2013 steht aus Sicht der Organisatoren, Veranstalter und Fahrer nichts mehr im Wege. Seid dabei !


Tensfeld, 7. Oktober, ADAC-Bundesendlauf

Beim ADAC-Bundesendlauf werden nicht einzelne Regionalserien eingeladen, sondern jeder ADAC-Landesverband darf seine besten Fahrer entsenden. Es waren daher SWC-Fahrer für die ADAC-Landesverbände Saarland (SA), Mittelrhein (MR), Pfalz (PF) und Nordbaden (NB) in Tensfeld am Start. Bedingt durch die doch recht große Entfernung waren weniger Teilnehmer am Start als möglich gewesen wäre, insgesamt standen aber doch 21 SWC-Fahrer am Startgitter in 4 Klassen. Da es sich um einen Jugend-Endlauf handelt waren die Klassen 50ccm, 65ccm, 85ccm und eine Jugendklasse 125ccm (bis 18 Jahre, nur 125/2T erlaubt) am Start. Folgende Ergebnisse konnten erreicht werden (ZT/HF/Finale):
Klasse 50ccm: Luca Höltenschmidt (MR) 15/DNF (Motor fest)/12, Jayson Alles (PF) 18/6/18, Enrico Tluste (MR) 37/12/28, Joyce Juhn (MR) 31/14/3, Justin Beck (SA) 16/DNF (Motor fest)/DNF (Motor fest), Lukas Hofstetter (NB) 30/10/DNF
Klasse 65ccm: Christopher Robert (SA) 3/1/7, Loris Zimmermann (PF) 18/8/9, Lukas Kunz (SA) 22/12/13, Lasse Leben (PF) 44/16/28, Nick Hofstetter (NB) 23/10/31, Ben Merg (MR) 47/19/DNF (Motor fertig)
Klasse 85ccm: Lucca Zimermann (PF) 22/8/29, Dennis Zmija-Kalinowski (MR) 7/5/31, Nico Müller (PF) 2/1/DNF (Getriebe), Max-Ernst Grigo (MR) 49/22/DNS, Philipp Grave 38/DNF (Motor fest)/DNS
Klasse 125 ccm (ZT/1.Lauf/2.Lauf): Nicolai Neumüller (PF) 6/5/6, Lutz Beste (NB) 11/DNS/7, Nils Neumüller (PF) 25/DNF (Aufgabe)/12, Benjamin Traxel (PF) 10/DNS/DNS (Fuß verletzt)

Da ich wie in Feldatal urlaubsbedingt nicht vor Ort war, möchte ich hier die Kurzberichte von Lutz Gerlach (Betreuer der Pfalz-Mannschaft) und Johannnes Robert (Betreuer Saarland-Mannschaft) wiedergeben.

Bericht von Lutz: "Die Anreise zum 4. ADAC MX Jugend-Bundesendlauf in Tensfeld wurde von fast allen Teilnehmern und Betreuern bereits zum Freitag vorgenommen. Unsere Teilnehmer vom ADAC Pfalz taten dies auch alle. Dies waren in der 50ccm Klasse Jayson Alles, in der 65ccm Klasse Lasse Leben, Loris Zimmermann, in der 85ccm Klasse Nico Müller, Loris Zimmermann und in der 125ccm Klasse Nils Neumüller, Nicolai Neumüller und Benjamin Traxel, als Betreuer Lutz und Marce Gerlach. Die Strecken- und Fahrerlagerverhältnisse waren trotz Dauerregen von Freitag früh bis Samstagnachmittag und auch noch Samstagnacht und Sonntag früh noch unglaublich gut! Für die Klasse 1 (50ccm) stellte sich jedoch die extrem lange und sehr, sehr tiefe Sandstrecke als Motoren-mordende Strecke heraus. Fast jede zweite 50iger kochte über und ging defekt. Auch die jungen Fahrer mussten alles an Kondition aufbringen um überhaupt um den Kurs zu kommen. Zur Abnahme ging auch schon der Unmut los, weil die Sandreifen nicht dem Reglement entsprächen. Dieses hat sich dann am Freitag in einer Teambesprechung geklärt - Freigabe dieser Reifen auch bei den 50 igern. Dass keine Helfer der Fahrer auf die Strecke durften ist ja schon ok, jedoch sollte der Veranstalter dann auch für genügend Bergepersonal sorgen. In den anderen Klassen klappte das Fahren dann auch überwiegend problemlos. Unsere Jungs machten zu den freien und Zeittrainings am Samstag ihre Sache dann auch ganz ordendlich. Jayson Alles wurde 18. von 42, Loris Zimmermann 18. und Lasse Leben noch 44. von 57 Teilnehmern. Bei den 85igern wurde Luca Zimmermann 22. von 51, Nico Müller setzte sich auf Pos. 2! In der 125erKlasse wurde Nils Neumüller mit Maschinenproblemen -Kette fest gegangen und nur 1 Runde gefahren- noch 25. von 36, Nicolai.Neumüller schafte es auf Pos. 6 und Benjamin Traxel auf 10. Damit war dann allerdings auch schon das Ende für Benni gekommen - Fuß beim Sturz eingeklemmt und heftig dick geworden. Dann standen am Sonntagmorgen auch schon die Halbfinals der Klassen 1 bis 3 auf den Programm. Jayson schaffte bei den 50igern den 6. Platz, Loris wurde 8. und Lasse schaffte es auf Platz 16 ei den 65igern. Bestens lief es bei Nico in der 85iger Klasse: Halbfinalsieg und Loris schafft es auf Platz 8. Nun kam der erste Wertungslauf der Klasse 125ccm. Nicolai belegt einen super 5. Platz und auch Nils ist auf den Vormarsch von Platz 25 kommend schon auf Platz 12, und dann haut es ihn leider auch weg. Er berappelt sich wieder und macht erneut Plätze gut und schmeisst sich nochmals weg. Nach kurzem Boxenstopp beendet er das Rennen. Nun stehen die Finals an. Jayson wird am Start abgedrängt -er ist mit Abstand der kleinste und wohl auch Jüngste im Feld der 50 iger- er wird guter 18. Bei den 65igern wird Lasse 28. und Loris schafft einen super 9. Platz. Die 85iger starten und Nico liegt auf Platz 2. Da haut es ihn zum erstenmal hin. Er nimmt das Rennen als 25. wieder auf und liegt nach einer Runde schon wieder auf Platz 12. Als nach einem Sprung der direkt vor ihm fahrende stürzt er dann auch. Nach kurzem Boxenstopp nimmt er das Rennen nochmals auf, jedoch nun hält das Getriebe nicht mehr stand und er fährt raus. Der zweite Lauf der 125iger startet nun wieder im strömenden Regen und jeder zweite muss seine Brille recht schnell runternehmen. Nils legt einen Bombenstart hin und kommt auf Platz 2, Nicolai auf 7. Nils hat recht schnell Probleme mit seiner Brille und fällt zurück auf Platz 9, stürzt in der letzten Runde und wird noch 12ter. Nicolai fährt wieder auf Platz 6 ins Ziel. Das Mannschaftsergebniss vom letzten Jahr (Platz 3) konnten wir leider nicht wiederholen, was aberdurchaus möglich gewesen wäre. Nächstes Jahr findet der Bundesendlauf im doch etwas für uns näheren Reutlingen statt."

Bericht von Johannes. "Eindrücke und persönliche Meinung: Die Strecke ist eine richtig tiefe Sandstrecke, da fehlt nicht viel zu Lommel. Die Auswahl solch einer Strecke (von der Beschaffenheit wie auch von der Entfernung für die meisten Fahrer) für einen JUGEND-Bundesendlauf zu treffen, kann man kaum fassen. In der Klasse 1 (50ccm) kam es zu einem Massensterben von Motoren. Es sind mindestens 10 Motoren (kapital) kaputt gegangen; Schaden, ohne Verschleißteile, in der Summe von min. 10.000 Euro. Auch Justin Beck war gleich zweimal davon betroffen. Dass man in der ADAC-Organisation solche Entscheidungen trifft, ist schon unverständlich.
Daten und Fakten: Christopher (Robert) kam sehr gut mit den Bedingungen zu Recht. Er konnte im Warm up die Bestzeit fahren und sich auch in der Qualifikation mit der Bestzeit den Startplatz 1 sichern. Im Rennen hatte Chrissi einen guten Start, nach der ersten Kurve auf Platz 3 und in den nächsten Kurve schon auf Platz 2 hinter dem führenden Hannes König. Leider war in der dritten Runde ein Fahrer auf Chrissis Linie gestürzt. Trotz einer guten Reaktion von Chrissi war die neu gewählte Spur so tief, dass auch Chrissi zum Sturz kam. Nach einer längeren Standzeit, war das Gesamtergebnis leider nur noch Platz 7. Loris Zimmermann belegte Platz 9 und Lukas Kunz Platz 13. In der 50ccm-Klasse ist Justin Beck leider ausgefallen."


Feldatal, 30. September, MSJ-Supercup

Bereits zum 12. Mal wurde nun der MSJ-Supercup ausgetragen. Hier fahren die besten Jugendfahrer der verschiedenen Regionalserien gegeneinander und ermitteln somit den Besten der Besten. Natürlich ist auch der Südwest-Cup eingeladen worden und wurde von vielen Fahrern vertreten. Da ich urlaubsbdingt nicht hinfahren konnte, gibt es leider keinen großen Bericht. Herausragend waren sicherlich die Leistungen von Christopher Robert und Nico Müller: Robert wurde in der 65er-Klasse Gesamtsieger mit zwei Laufsiegen und auch bester Quali-Zeit, Nico Müller belegte den Gesamtrang 2 in der Klasse 85ccm. Es gab auch eine Mannschaftswertung, deren Modus mir nicht bekannt ist und auch nicht in der Ausschreibung zu finden ist. Egal, der SWC belegte auf jeden Fall den hervorragenden 2. Platz in dieser Wertung. Nachfolgend die Ergebnisse aller SWC-Teilnehmer (Zeittraining/1.Lauf/2.Lauf/Gesamt):
50ccm: Lukas Hofstetter (10/DNF/8/14), Justin Beck (20/15/17/17), Luca Höltenschmidt (30/21/23/27), Jayson Alles (33/25/31/33), Enrico Tluste (36/31/33/34), Joyce Jana Juhn (37/34/35/36)
65ccm: Christopher Robert (1/1/1/1), Marlon Schmidt (20/13/13/13), Nick Hofstetter (14/12/DNF/18), Timo Backes (28/20/22/22), Lasse Leben (26/24/21/23)
85ccm: Nico Müller (3/3/2/2), Dennis Kalinowski (13/12/9/9), Tom Oster (16/14/13/12), Paul Nuoffer (25/21/26/28), Marvin Horst (33/27/27/29), Fynn Schwab (35/26/28/30), Carmen Allinger (20/DNF/DNS/33)


Meisterschaftssoll übererfüllt: 50 Punkte für Lukas Hofstetter (Klasse 50 ccm)Warndt, 23. September, 12. und letzter Lauf zum Südwest-Cup 2012

Verpennt

Tempus fugit, und schon wieder ist eine spannende Südwest-Cup-Saison vorbei. Mit ingesamt 12 Veranstaltungen und 230 Einschreibungen wurden neue Rekorde aufgestellt. Der MCC Warndt richtete wie schon in den letzten Jahren den Finallauf aus. Bei der vierten Veranstaltung innerhalb vier Wochen war schon wieder Top-Wetter angesagt und die Regenfälle am Freitag taten der Strecke gut. Griffiger Boden und staubfreie Rennen waren die erfreuliche Konsequenz. Da der Notarzt verschlafen hatte, ging's morgens erst mit einer halben Stunde Verspätung los, nach der verkürzten Mittagspause war man aber wieder im Plan. Die Luft um die Meisterschaft war in den meisten Klassen schon raus, am engsten war es noch in der Jugendklasse 85ccm. Yannick Scheurer hätte aber auch hier nur bei einem Laufausfall von Tom Oster noch reelle Chancen auf den Titel gehabt.

Klasse 50ccm: Der Tabellenerste Lukas Hofstetter musste noch genau einen Punkt einfahren, um die Meisterschaft zu sichern. Natürlich begnügte er sich nicht damit und holte sich standesgemäß die beiden Laufsiege. Luca Höltenschmidt belegte wie in der Abschlusstabelle zweimal Platz 2, konnte in Durchgang zwei nach einem Startcrash mit Justin Beck und Joyce Jana Juhn aber erst in Runde 7 den Platz hinter Hofstetter einnehmen. Mehr Spannung bot die Show um Platz 3, hier waren Mika Ulrich, Jayson Alles und Beck meist dicht beisammen, letztendlich konnte sich Ulrich aber zweimal durchsetzen.

Klasse 65ccm: Christopher Robert trat zum Schaulaufen der Meister auch im Warndt an und beendete die Saison mit blütenreiner Weste: 21 Rennen, 21 Siege, damit ist alles gesagt. Der Tabellenzweite Loris Zimmermann hatte im freien Training einen kapitalen Motorschaden. Reglementskonform darf jedoch noch bis zum Zeittraining eine zweite Maschine abgenommen werden, diese Chance wurde ihm in einer großzügigen Geste in Form von Roberts Trainingsmotorrad gegeben. Mit dem nicht auf seine Verhältnisse abgestimmten Motorrad erreichte er im Zeittraining Rang 4 und diesen Platz auch etwas abgeschlagen in Lauf 1, zum zweiten Durchgang trat er nicht mehr an. Lukas Kunz erkämpfte sich Platz 2 im ersten Rennen vor Nick Hofstetter. In Lauf 2 lag Noah Berens nach gutem Start eine Zeit lang auf 2, wurde aber von einer gelösten, nur noch an einer Schraube hängenden vorderen Startnummerntafel etwas behindert. Kunz konnte vorbeiziehen, nach einem Fehler war aber Berens wieder vorbei und holte sich Platz 2 vor Hofstetter und Kunz.

2. Gesamtplatz hinter dem unschlagbaren Robert: Nick Hofstetter (Klasse 65ccm)Klasse 85ccm: Nico Müller setzte sich in beiden Läufen gleich ab, unangefochten gingen beide Läufe an ihn. Wäre er die Woche zuvor in Ettringen gestartet, hätte es wohl zur Meisterschaft gereicht. So bleibt am Ende Rang 3 in der Tabelle. Um den verbleibenden zweiten Platz wurde zwischen Tom Oster, Yannick Scheurer und Dennis Zmija-Kalinowski kein Zentimeter verschenkt. Nach einem Crash am Zieltable musst sich Scheurer anstrengen um Platz 3 hinter Oster wieder zu erlangen. Im zweiten Lauf holte er sich fehlerlos Rang 2 vor Oster und Philipp Grave.

Sehr gut auf Sand unterwegs - Volker Weingart (Klasse Senioren)Klasse Prestige: Die Meisterschaft war wegen der Verletzung von Ludwig Säger schon zugunsten von Nils Hagen entschieden, und auch die Sonderwertung zum MX2-Meisterpokal war Nicolai Neumüller nicht mehr zu nehmen. Mit den Gästen Ramon Jäckle und René Kühn wurde es den beiden aber nicht zu langweilig da vorn. Jäckle holte sich den im 1. Lauf ausgelobten Holeshot-Pokal, konnte das hohe Tempo über die 20 Minuten nicht halten und beendete den Lauf nach mehreren Fehlern nur noch auf 17. Neumüller war gut, Hagen mittelmäßig und Kühn miserabel gestartet. Daher war Neumüller mal kurzfristig an der Spitze bis Hagen Druck machte und vorbeizog, für Kühn reichte es noch zu Rang 3 hinter Neumüller. In Lauf zwei ging der Holeshot an Gastfahrer Volker Lindner, allerdings war für jeden klar ersichtlich, daß er über seinen relativ flach stehenden Startbügel einfach drüber bretterte bevor dieser regulär gefallen war. Natürlich wurde dies mit einer Zeitstrafe geahndet. Dieser Lauf war irgendwie fast ein Klon vom 1. Durchgang: Jäckle war in Runde 2 vorne, verfolgt von Neumüller und Hagen. Jäckle wurde durchgereicht, Hagen ging an die Spitze und Kühn war diesmal etwas weiter vorne mit dabei. Im letzten Renndrittel rückte er Hagen dicht auf die Pelle und machte mit einem Blockpass in dem S-Kurven-Geschlängel kurz vor Ziel seinen Laufsieg klar. Der Tagessieg ging aber dennoch an Hagen.

Klasse Cup: Auch hier stand der neue Meister mit Damien de Muyser schon vorher fest. Trotzdem holte er sich den Holeshot vor Matthias Hollinger und Carlos dos Santos Alves und kam auch als Erster aus der Startrunde zurück. Daniel Gäng machte aber schon mächtig Druck, zog vorbei, konnte de Muyser jedoch nicht abschütteln. Nach Fehlern von Gäng war de Muyser wieder vorn, der Laufsieg ging an ihn. Gäng belegte Platz 2, René Maas überholte in der letzten Runde noch Hollinger und beendete den Lauf als Dritter. Der Startsieg des 2. Laufes ging an Sebastian Schmitt, es war aber klar, daß er wohl nicht lange ganz vorne zu finden sein würde. De Muyser kam als Führender aus der Startrunde, gefolgt von Schmitt, Alexander Breininger und dem Zeittrainingsvierten Jonas Lensch. Schon auf Rang drei liegend musste Lensch nach Runde 2 mit einem kapitalen Motorschaden die Segel streichen. Gäng war schlecht gestartet, machte mehrere grobe Schnitzer und spielte in diesem Lauf keine Rolle mehr. Janik Majoli und Maas pushten sich von Rang 5 bzw. 6 auf 2 und 3 hinter de Muyser.

Klasse Senioren: Da Ralf Oster den Titel schon sicher hatte, verzichtete er auch aufgrund seiner Rückenprobleme auf einen Start. Schon im Training deutete sich an, daß Volker Weingart als Sandspezialist im Warndt prima zurecht kam. In Durchgang 1 ging der Sieg klar an ihn, Jörg Marschner als Zweiter hatte deutlichen Abstand. Im zweiten Rennen musste er jedoch hart mit Jacek Kalinowski kämpfen, erst in der letzten Runde machte er auch den zweiten Laufsieg klar. Zweimal Platz 3 holte sich Thomas Pfeil, der damit auch die Vizemeisterschaft sicherte.

Gesamtergebnis Warndt, 23. September 2012
50 ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Luca Höltenschmidt, 3. Mika Ulrich, 4. Jayson Alles, 5. Justin Beck
65 ccm: 1. Christopher Robert, 2. Nick Hofstetter, 3. Lukas Kunz, 4. Noah Berens, 5. Marlon Schmidt
85 ccm: 1. Nico Müller, 2. Yannick Scheurer, 3. Tom Oster, 4. Philipp Grave, 5. André Geiser
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. René Kühn, 3. Nicolai Neumüller, 4. Nicolas Schummer, 5. Lutz Beste
Cup: 1. Damien de Muyser, 2. René Maas, 3. Janik Majoli, 4. Matthias Hollinger, 5. Pascal Wagner
Senioren: 1. Volker Weingart, 2. Thomas Pfeil, 3. Jacek Kalinowski, 4. Thomas Edelmann, 5. Jörg Marschner

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Erstmalig Lauf- und Tagessieg: Dennis Zmija-Kalinowski (85ccm)Ettringen, 16. September, 11. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Neue Wege

Da der Vulkanweg-Wanderweg direkt an der Ettringer Strecke vorbeiführt, wurde das Problem "Zuschauer oder Wanderer" in Ettringen jetzt salomonisch gelöst: Es wurde kein Eintritt verlangt. Die Veranstaltung war bei herrlichem Spätsommerwetter daher bestens besucht und Umsatz an den Essens- und Getränkeständen reichlich gegeben. Neue Wege geht man in Ettringen jetzt auch in Sachen Bewässerung: ein fester Wasseranschluss ermöglichte die Bewässerung per Feuerwehrschlauch, Traktor und Wasserfass haben ausgedient. Neu war auch der Streckensprecher: Mit Jörg Stolz wurde ein kompetenter Mann verpflichtet.

Klasse 50ccm: Auf der sehr kurzen Strecke für die 50er war der Tabellenerste Lukas Hofstetter erneut nicht zu schlagen. Den Start zu Durchgang 1 holte sich zwar Luca Höltenschmidt vor Mika Ulrich und Jayson Alles, Hofstetter war nach Runde 2 aber vorne. Platz 2 von Höltenschmidt war genau so ungefährdet, Spannung brachte das Gerangel um Platz 3 mit dem besten Ende für Alles knapp vor Ulrich und Justin Beck. Auch in Lauf 2 klappte der Start für Hofstetter eher mittelmäßig und er benötigte 5 Runden um von 5 auf 1 vorzufahren. Alles hatte schon in Runde 2 einen Crash, fuhr dann mit einer Runde Verspätung aber munter in dem Pulk Höltenschmidt, Ulrich und Beck mit und beendete den Lauf auf Rang 5.

Klasse 65ccm: Natürlich war Christopher Robert wieder eine Klasse für sich, mit zwei deutlichen Laufsiegen holte er sich schon vorab den Meistertitel. Man darf gespannt sein, wie sich Robert nächstes Jahr in der 85er-Jugendklasse schlägt. In Lauf 1 ging der zweite Platz an Loris Zimmermann, aber hart erkämpft: nach mittelmäßigem Start schnappte er sich Nick Hofstetter erst in der vorletzten Runde. Plätze 4 und 5 gingen an Noah Berens und Lukas Kunz. Im zweiten Durchgang startete Kunz super, reihte sich auf 2 hinter Robert ein und hielt diesen Platz bis zur Zielflagge knapp vor Zimmermann und Hofstetter.

Sebastian Müller im Sinkflug (Prestige)Klasse 85ccm: Nico Müller startete in Holzgerlingen beim ADAC-Junior-Cup und hat damit seine großen Meisterschaftschancen vergeben. Ohne Müller fand sich im 1. Rennen ein 3er-Pulk an der Spitze zusammen mit Dennis Zmija-Kalinowski, dem die Ettringer Strecke wohl besonders gut liegt, Tom Oster und Yannick Scheurer. Zmija-Kalinowski konnte sich am Ende etwas von Scheurer absetzen, Oster war gecrasht und musste von 6 wieder auf 3 vorfahren. Auch in Lauf 2 waren diese drei wieder dicht zusammen, diesmal jedoch in der Reihenfolge Oster vor Scheurer und Zmija-Kalinowski bis zur vorletzten Runde. In der Finalrunde zog Zmija-Kalinowski noch an Scheurer vorbei. Pech für Carmen Allinger: In Lauf 1 auf 6 platziert, hatte sie im zweiten dank einer lockeren Hinterachsmutter und einer abgesprungenen Kette ein DNF.

Klasse Prestige: In der letzten Zeittrainings-Runde holte sich Nils Hagen knapp die Pole Position vor Ludwig Säger und Gastfahrer René Kühn. Nach dem Start zum 1. Lauf waren, wie fast immer, Säger und Hagen vorn, verfolgt von Gast Markus Schneider, Benjamin Traxel und Nicolas Schummer. Säger und Hagen setzten sich ab, und es blieb spannend zwischen den beiden. Es war zu erkennen, daß Hagen besser durch das Waschbrett surfte. In der letzten Runde setzte er dann genau dort den Angriff, kam an Säger vorbei und holte sich den Laufsieg. Kühn belegte nach mittelprächtigem Start noch Rang 3 vor Schneider, Nicolai Neumüller finishte als Fünfter. In Lauf 2 kam Kühn besser aus dem Startgitter und als Erster aus der Startrunde, gefolgt von Hagen und Säger. Dies blieb nicht lange so, Hagen und Säger fackelten nicht lange und gingen vorbei. Dann passierte in diesem letzten Lauf des Tages etwa in Minute 8 der Horrorcrash des Ludwig Säger: In der Zufahrt zum Steilhang verriss es ihm in einer Bodenwelle den Lenker und er knallte ungebremst stumpf in den Hang. Bewusstlos im Hang am Boden liegend, wurde der Lauf natürlich sofort abgebrochen, Säger mit dem Hubschrauber nach Koblenz gebracht. Es kann jedoch Entwarnung gegeben werden: Ausser Rippenbrüchen und Prellungen ist er nicht ernsthaft verletzt und kann demnächst das Krankenhaus wieder verlassen. Da der Lauf schon mehr als 25% der Zeit überschritten hatte, wurde er nicht wiederholt und mit der Hälfte der Punkte gewertet.

Aufstieg aus der 85er-Klasse im ersten Jahr Prestige schon auf Tabellenplatz 6: Nils NeumüllerKlasse Cup: Die drei Trainingsschnellsten Thomas Martel, Damien de Muyser und René Dhonau waren im 1. Durchgang gleich vorne. Martel und de Muyser lieferten sich einen harten Fight um den Sieg, am Ende war de Muyser mit 0,2 sec Vorsprung der etwas Glücklichere. Dhonau konnte nicht ganz mithalten und belegte mit 8 sec Rückstand Rang 3. In Lauf 2 ein ähnliches Bild: De Muyser ganz vorne, diesmal aber von Dhonau beschattet. Martel war beim Start auch vorne dabei, wurde aber in der ersten Kurve rausgekegelt, musste aufgeben und aus der Helferzone zuschauen. Rang 3 belegte Janik Majoli vor Jonas Lensch und Henning Sixel, der damit die Serie chronischer Erfolglosigkeit ad acta legte.

Klasse Senioren: Die eingeschriebenen Teilnehmer hatten in Ettringen übermächtige Konkurrenz der Gastfahrer. Ex-DM-Fahrer Raimund Sauer will wieder in den Sport einsteigen und Siegfried Klein als intimer Kenner der Ettringer Strecke ist hier immer für einen Laufsieg gut. Den Beweis lieferte das Zeittraining: Sauer vor Klein und Thomas Gros. In Lauf 1 kam Klein nicht weiter als zum Waschbrett, nach einem Maschinendefekt (Hinterradbremse) blieb ihm nur die Zuschauerrolle. Sauer gewann den Lauf, allerdings äußerst knapp vor Thomas Pfeil und Thomas Gros. Ausgeruht ging Lauf 2 deutlich an Klein, Sauer und Gros belegten die nachfolgenden Plätze. Pfeil hatte sich bei seinem Heimrennen im Waschbrett hingelegt und wurde überrundet als Zwölfter abgewinkt.

Gesamtergebnis Ettringen, 16. September 2012
50 ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Luca Höltenschmidt, 3. Mika Ulrich, 4. Jayson Alles, 5. Justin Beck
65 ccm: 1. Christopher Robert, 2. Loris Zimmermann, 3. Lukas Kunz, 4. Nick Hofstetter, 5. Noah Berens
85 ccm: 1. Dennis Zmija-Kalinowski, 2. Tom Oster, 3. Yannick Scheurer, 4. Nils Vollmar, 5. Philipp Grave
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. Ludwig Säger, 3. René Kühn, 4. Markus Schneider, 5. Nicolai Neumüller,
Cup: 1. Damien de Muyser, 2. René Dhonau, 3. Janik Majoli, 4. Jonas Lensch, 5. Alexander Breininger
Senioren: 1. Raimund Sauer, 2. Thomas Gros, 3. Ralf Oster, 4. Jacek Kalinowski, 5. Thomas Pfeil

Text und Bilder: Andreas Wack


Ein guter Start will vorbereitet sein: Alexander Karg (Prestige)Fischbach, 8./9. September, 10. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Runde Zwei

 

49° 5,518' N und 7° 43,011' E; nein, dass sind nicht die Steuerzeiten der neuen Hoyasuka, sondern sind die Koordinaten der Fischbacher Motocross-Strecke. Unnötig zu erwähnen, da eigentlich fast jeder Crosser diese im Hinterkopf gespeichert hat. Die Crew um Sportleiter Lutz Gerlach hatte auch diesmal eine top hergerichtete und gewässerte Sandstrecke präsentiert, trotz hochsommerlichen Temperaturen um 30° C, relativ staubfrei und luftfilterfreundlich. Die neue Herausforderung, der Table in der oberen Waldpassage wurde so geschoben, dass die engagierten Fahrer ihn gut springen konnten. Also kamen zu dieser Zweitages-Veranstaltung immerhin noch 136 Fahrer/rinnen und am Sonntag zählte der MSC 400 zahlende Zuschauer.

 

Klasse 50 ccm: Im Fischbacher Sand war der domierende Fahrer Tabellenführer Lukas Hofstetter.Im Zeittraining war er mal locker 2,8 Sekunden schneller unterwegs als Luca Höltenschmidt und hatte 5,2 Sekunden Vorsprung vor dem Trainingsdritten Jayson Alles. In Lauf 1 holte sich Hofstetter einen Start-Ziel-Sieg ab. Das Salz in der Suppe war der Kampf um Platz 2. Alles lag vor Höltenschmidt, crashte, konnte wieder an Höltenschmidt vorbeiziehen und hatte am Ende gerade mal 0,3 Sekunden Vorsprung. Im zweiten war Hofstetter mittelmäßig gestartet und brauchte zwei Runden bis ganz nach vorne. Auch hier war Alles eine Zeit lang auf 2, benötigte nach einem Bodenkontakt diesmal aber etwas länger bis zur Wiederaufnahme des Rennens und sah als Vierter die Zielflagge hinter Höltenschmidt und Mika Ulrich.

 

Klasse 65 ccm: Unser bester „Mann“ bei den Monster Energy Cross Finals, Christopher Robert dominierte auch in Fischbach: Zeittraining, Wertungslauf 1 und 2, alles gewonnen. Loris Zimmermann und Lukas Kunz, Zweit- und Drittplatzierter, hatten mit Abstand ihr eigenes Rennen gefahren.

 

Fühlt sich im Sand wohl: Damon Goldschmidt (Cup)Klasse 85 ccm: In dieser Klasse standen die drei Tabellenführer am Startgatter und Yannick Scheurer hatte mal wieder den besten Start, gefolgt von Tom Oster und Nico Müller. Müller machte mächtig Druck und beim Überrunden stürzte Scheurer, so dass Müller die Führung übernahm und Oster auch noch durchschlüpfte. Dennis Zmija-Kalinowski stürzte in der ersten Runde und konnte in das Trio eingreifen. Der zweite Lauf verlief ähnlich, bloß, Müller sprang den neuen Table im Waldstück, Scheurer nicht, dass kostete Scheurer den Sieg.

 

Klasse Prestige: Jan Hoffmann, der sich noch Chancen auf den Titel machte, hatte sich bei den Cross-Finals verletzt und fehlte in Fischbach. Wer glaubte, Nils Hagen hätte nun leichtes Spiel, der irrte. Der wieder gestärkte Ludwig Säger, der Fischbacher Benjamin Traxel und der Tabellenzweite, Nicolai Neumüller, zeigten im Zeittraining ihre Stärke. Den Start im ersten Wertungslauf gewann mal wieder Hagen, doch Säger klebte an seinem Hinterrad, Neumüller und Janosch Klonig stritten sich um Platz 3. Hagens Kupplung verweigerte seine Arbeit, so dass Säger in der achten Rund die Spitze übernahm. Hagen rettete seinen zweiten Platz über die Ziellinie, vor Nicolai Neumüller und Bruder Nils. Mit neuer Kupplung gewann Hagen wiederum den Start und fuhr einen satten Abstand zum zweitplatzierten Säger raus. Alexander Karg, Traxel und Merlin Dietzel kämpften um den dritten Platz. Hagen bremste seine Honda aus, so eine Chance soll man Säger nicht geben, er nutzte diese und gewann das Rennen. Ein absolutes Highlight auf seiner Heimstrecke zeigte Stefan Zimmer, der nach schlechtem Start durchs Feld pflügte und die Zielflagge als sechster sah. Zimmer legte noch einen drauf, als er im zweiten Lauf vom 16. Platz auf 3 vorfuhr, hinter Säger und Hagen.

 

 War nicht sein Tag: Jörg Marschner (Senioren)Klasse Cup: Der Fischbacher Thomas Martel kann sein Heimrennen in die Tonne werfen: Im ersten Lauf, auf dem zweiten Platz liegend, versagte seine Kupplung ausgerechnet eine Runde vor dem Abwinken. Im zweiten kam er nicht mehr aus der ersten Runde. Hier dominierte in beiden Wertungsläufen Daniel Gäng. René Maas und René Dhonau pflügten sich nach mäßigen Start durchs Feld und sahen die Zielflagge als Zweiter und Vierter. Jonas Lensch fuhr konstant auf den Dritten. Im zweiten Wertungslauf wuchsen einige Fahrer über sich hinaus. Dhonau kam als Zweiter aus der ersten Runde und blieb es bis ins Ziel, ohne Schalthebel, nur im 3. Gang, Gruß an die Kupplung. Maas wurde noch in der letzten Runde von dem Walldorfer Fahrer Damon Goldschmidt abgefangen, der schon das Zeittraining dominierte.

 

Klasse Senioren: Das, was unsere Senioren in beiden Wertungsläufen geboten hatten, war oberste Sahne und sein Eintrittsgeld wert. Den Start gewann Reiner Süß, mit Thomas Pfeil, Volker Weingart, dem Geburtstagskind Ralf Oster und Jörg Marschner, der noch in letzter Minute vor dem Start seinen defekten Auspuff wechselte. Süß fuhr einen kleinen Abstand raus und so kämpften vier Fahrer um den 2. Platz, Marschner bremste sein Motorrad auf der Zielgeraden aus, dann waren es nur noch drei. Oster wollte sich wohl ein Geburtstagsgeschenk machen, überholte sogar zwei auf einen Streich und war schon direkt hinter Süß. In den letzten drei Runden hatten die beiden einen heißen Kampf, Oster setzte alles in die letzten Kurve, wurde geblockt und nur der Sprung auf die Startgerade verhinderte einen Sturz. Mit 0,6 Sekunden Abstand wurde er als Zweiter vor Weingart und Marschner abgewinkt. Im zweiten Lauf wollte es Oster nicht so spannend machen, er gewann den Start, an seinem Hinterrad Weingart, Süß und Pfeil. Marschner crashte mit fünf anderen Fahrern im Karussell und verlor eine ganze Runde. Die vier Führenden fuhren wie an einer Perlenkette hintereinander, bis zum großen Chaos, Oster war gestürzt, alle Streckenposten wedelten mit ihren Flaggen, Rennleiter Laubenstein musste abbrechen. Regelkonform wurde die vorletzte Runde als Zieleinlauf gewertet.

 

Gesamtergebnis Fischbach 8./9. September 2012
50 ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Luca Höltenschmidt, 3. Jayson Alles, 4. Mika Ulrich, 5. Justin Beck
65 ccm: 1. Christopher Robert, 2. Loris Zimmermann, 3. Lukas Kunz, 4. Nick Hofstetter, 5. Noah Berens
85 ccm: 1. Nico Müller, 2. Yannik Scheurer, 3. Tom Oster, 4. Andre Geiser, 5. Philipp Grave
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. Nils Hagen, 3. Nicolai Neumüller, 4. Stefan Zimmer, 5. Nils Neumüller
Cup: 1. Daniel Gäng, 2. René Dhonau, 3. René Maas, 4. Damon Goldschmidt, 5. Jonas Lensch
Senioren: 1. Ralf Oster, 2. Reiner Süß, 3. Volker Weingart, 4. Thomas Pfeil, 5. Josef Iker

 

Text: Helmut Hagen, Bilder: Ronald Westheide


Magdeburg, 2. September, Monster Energy Cross Finals

Magdeburg ist weit, sehr weit, wenn man aus dem wilden Südwesten kommt. 500 bis 600 km Anfahrt und unterschiedliche Abfahrtszeiten hatten zur Folge, im Fahrerlager nicht als Team zusammen zu stehen. Dafür wurden wir mit einer perfekt organisierten Veranstaltung belohnt. Die Veranstalter hatten an alles gedacht: Essen- und Getränkestände, Händler mit allen nützlichen und unnützlichen Teilen, man meinte auf einem WM- Rennen zu sein. Das Sahnehäubchen war die perfekt vorbereitete, ewig lange Strecke. Fachmännisch wurde sie Tage zuvor aufgeraut und gewässert. Mit Sonnenschein und 24° an beiden Tagen outete sich Petrus als Motocrosser.

 

Um es vorweg zu nehmen, die Südwest-Cup-Jugend hat sich von ihrer besten Seite gezeigt. In der 65ccm-Klasse, die leider, leider nicht gewertet wurde, hat Christopher Robert am Samstag mit 2 Sekunden Vorsprung das Zeittraining dominiert. Lasse Leben, unser zweiter 65er-Fahrer sammelte als 33. sehr viel Erfahrung. Am Renntag zeigte Christopher sein ganzes Können, als er nach einem guten Start stürzte und sich noch auf den siebten Platz vorkämpfte. Im zweiten Lauf machte er mit einem Start/Zielsieg alles perfekt und wurde Gesamtdritter, super. Lasse (28/30) hat bestimmt im Feld der besten 40 Race-Kids viel Erfahrung für seine nächsten Rennen mitgenommen.

 

Unsere Magdeburger HeldenDie erste Klasse in Teamwertung waren die 85er. Hier erwischte Justin Schnur einen schwarzen Tag. Schon in der Einführungsrunde crashte er und musste zum Rennarzt, nach dessen okay ging er ins zweite Rennen, kämpfte im guten Mittelfeld, bis er erneut stürzte und mit verbogenem Motorrad als 32 abgewunken wurde. Nico Stepan, unser zweiter 85er, hatte im Training mit einigen technischen Problemen zu kämpfen, doch zu den beiden Rennen am Sonntag war wieder alles top. Im ersten Durchgang fuhr er nach einem mäßigen Start noch auf den zehnten Platz. Für den 2. Lauf hatte sich Nico viel vorgenommen, denn in der Regel startet er sehr gut. Doch dann folgte das, was sich keiner erhofft hat. Nico's Motorrad ist an der Startmaschine abgesoffen und er blieb stehen, verzögert nahm er dann das Rennen an Position 40 auf, und was dann kam war Motocross vom Feinsten. Er pflügte regelrecht durchs Feld und war nach Runde 1 schon auf Platz 20. So ging es Runde für Runde. Am Ende war es dann der 10. Rang und Tagesrang 10.

 

Die beiden MX2 Fahrer, Lutz Beste (25/0) und Patrick Hengster (19/27) hatten in ihrer Klasse eine starke Konkurrenz und schlugen sich im guten Mittelfeld. Hengster holte mit dem 19. Platz im 1. Wertungslauf sogar Punkte. Beste fuhr die schnelleren Zeiten, musste aber oft unverschuldet zu Boden. Jungs, nächstes Jahr seid ihr hoffentlich wieder dabei und räumt ab.

 

In der MX1 Klasse reisten die beiden führenden Prestige-Fahrer, Jan Hoffmann und Nils Hagen nach Magdeburg. Schon im Zeittraining sah man, dass sie gegen ehemalige Inter-Fahrer und Pokalfahrer einen schweren Stand haben würden. Der 18. Platz von Hagen und 20. Platz von Hoffmann zeigte, dass sie zu den Rennen mächtig am Kabel ziehen müssen. Im ersten Wertungslauf hatten beide gute Starts, Hagen kam als 10. und Hoffmann als 14. aus der ersten Runde, doch Hagen konnte das hohe Tempo nicht bis zum Schluss halten, fuhr verhaltener und wurde 22. Hoffmann hatte mehr Kondition, sah als 18. die Zielflagge und fuhr ein paar Punkte für die Wertung ein. Klar, dass im zweiten es ein paar Punkte mehr sein mussten. Beide standen links an der Startmaschine nebeneinander, hatten einen sehr guten Start, Hagen bog mit einer halben Motorradlänge Vorsprung in die erste Linkskurve ein, Hoffmann dahinter, ein anderer Fahrer crashte ungebremst in Hoffmann und Hagen. Als sich der Pulk auflöste, lag Hoffmann unter dem Motorrad samt Mitstreiter, an eine Weiterfahrt war nicht zu denken, da er leicht orientierungslos war. Hagen überstand den Crash mit ein paar Blessuren am Motorrad, kam als 12. aus der ersten Runde und kämpfte um jeden Platz. Diesmal teilte er sich das Rennen besser ein und sah die Zielflagge als 16.

 

Die Summierung aller Punkte ergab für das Südwest-Cup Team den 13. Platz, für manche vielleicht etwas enttäuschend, dennoch nimmt fast jeder Fahrer etwas positives mit nach Hause. Leider wurde bei Jan Hoffmann eine Halswirbelverletzung diagnostiziert, von hier aus die allerbesten Genesungswünsche.

 

Text und Bild: Helmut Hagen


Hennweiler, 2. September, 9. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Pech im ersten Lauf: Luca Höltenschmidt (Klasse 50ccm)Fall mal wieder

Nach sieben Wochen Sommerpause wurde in Hennweiler das letzte Drittel der SWC-Saison 2012 eingeläutet. Trotz bestem Rennwetter waren die Klassen nicht komplett voll besetzt, einige Fahrer waren aber auch beim leider zeitgleich stattfindenden Monster Energy Crossfinals für den SWC am Start. Auch nicht komplett fallen wollte die Startanlage, bei insgesamt vier Starts fielen nicht alle Elemente und der Start musste wiederholt werden.Wie immer bei heißem Sommerwetter war die Staubentwicklung ein Thema. Speziell die Zielgerade hätte etwas mehr Wasser vertragen können.

Klasse 50ccm: Lukas Hofstetter hatte die Sommerpause genutzt, um sich den gebrochenen Arm auszukurieren. Ein Trainingsrückstand war ihm nicht anzumerken. Sowohl die Trainings als auch beide Rennen konnte er souverän für sich entscheiden. Im ersten Durchgang holte sich zwar Luca Höltenschmidt den Startsieg, aber Hofstetter war schnell vorbei und weg. Höltenschmidt hielt Platz 2 vor Jayson Alles, bis er in der vorletzten Runde mit einem Kupplungsdefekt stehen blieb. Er konnte zwar noch schiebend das Ziel erreichen, das reichte jedoch nur noch für Rang 8. Platz 2 ging daher an Alles vor Keanu Alm und Mika Ulrich.Im zweiten Durchgang war Hofstetter von Anfang an vorn, Alles und Höltenschmidt klebten dicht zusammen, am Ende hatte Alles drei Zehntel Vorsprung. Rang 4 ging erneut an Ulrich, Fünfter wurde Justin Beck.

Klasse 65ccm: Der Tabellenerste Christopher Robert war in Magedeburg bei den Crossfinals, es war aber klar, daß er trotzdem in der Tabelle vorne bleibt. Eigentlich hätte Loris Zimmermann diese Chance auf einen Tagessieg nutzen müssen, da er ansonsten fast immer auf Rang 2 hinter Robert ins Ziel einläuft. In Lauf 1 war er in der ersten Kurve vorn, fiel aber nach einem Bodenkontakt auf Rang 6 zurück.An der Spitze setzte sich derweil Nick Hofstetter von Lukas Kunz ab, Zimmermann kämpfte sich noch auf Rang 3 vor. Platz 4 ging an Noah Berens. In Lauf 2 ereilte Zimmermann das gleiche Missgeschick, diesmal war jedoch Kunz vor Hofstetter als Führender zu sehen. Hofstetter kam an Kunz nicht vorbei, und gegen Ende hatte Kunz sogar plötzlich einen kleinen Vorsprung. Der Lauf- und somit Tagessieg ging an Lukas Kunz vor dem punktgleichen Hofstetter. Zimmermann erreichte erneut Rang 3. Bei Berens auf Position 3 liegend löste sich der Kerzenstecker; bis der Fehler entdeckt wurde, war das Rennen aber gelaufen und ein Null-Punkte-Resultat die Folge.

Chance auf den Tagessieg verpasst: Loris Zimmermann (Klasse 65ccm)Klasse 85ccm: Nach dem Start zu Lauf 1 waren die Üblichen vorne zu Finden: Nico Müller vor Tom Oster, Yannick Scheurer und Dennis Zmija-Kalinowski. Der Trainingsbeste, Gastfahrer Eric Schönburg, lag nach dem Start nur auf Position 6, war aber nach der zweiten Runde schon auf 2 vorgerückt. Müller hatte sich zwischenzeitlich schon einen Vorsprung rausgefahren, Schönburg kam aber näher und überholte Müller in Runde 7. Oster fiel nach und nach zurück, Scheurer beendete als Dritter. Zmija-Kalinowski wurde in der letzten Runde noch von Gastfahrer Jan Horst überholt. Der Hennweiler Philipp Grave lief als Sechster ins Ziel ein vor Oster. Im zweiten Rennen lag Schönburg gleich vorn und holte sich klar den Laufsieg vor Müller, Horst und Grave.

Klasse Prestige: In der Königsklasse waren Nils Hagen und Jan Hoffmann wegen den Crossfinals nicht am Start. Dennoch waren mit den starken Fahrern Björn Frank, Ludwig Säger und den Gästen Jean-Luc Tille, Manuel Wagner und René Kühn spannende Rennen zu erwarten. Die Trainingsbestzeit holte sich Frank vor Nicolai Neumüller und Säger. Der Holeshot des ersten Laufes ging an Wagner vor Säger und Neumüller. Säger zog aber gleich vorbei und setzte sich von Wagner ab. Frank lag nach dem Start auf Platz 6 und hatte sich nach Runde 5 auf die zweite Position vorgearbeitet. Säger hatte aber einen komfortablen Vorsprung und Frank kam nicht deutlich näher ran. Der Zieleinlauf lautete somit Säger vor Frank, Wagner, Kühn und Neumüller. Auch in Lauf zwei war Routinier Säger gleich vorne. Da Frank erneut nur einen mittelprächtigen Start hinlegte, hatte Säger ein einsames Rennen an der Spitze. Frank fuhr erneut auf Rang 2 vor. Dritter mit deutlichem Abstand wurde Neumüller.

Lukas Kunz erstmalig Tagessieger bei den 65ernKlasse Cup: Mit 29 Startern war die Cup-Klasse zufriedenstellend besetzt.Die Trainingsbestzeit holte sich der Michelbacher Hütte-Fahrer Kjell Sprenger vor Rheinland-Pfalz-Fahrer René Dhonau und dem Frankenthaler Sebastian Schmitt. Der Holeshot des ersten Laufes ging jedoch an Daniel Gäng vor Supermoto-Cup-Fahrer Tim Schön, Dhonau und Sprenger. Gäng und Schön wurden nach und nach von den Verfolgern einkassiert und es bildete sich ein enges Spitzentrio Dhonau, Sprenger und Thomas Martel. In der vorletzten Runde schnappte sich Martel sowohl Dhonau als auch Sprenger und damit auch den Laufsieg. Im zweiten Lauf hatte Martel in Runde 1 wohl einen Crash, jedenfalls kam er als Letzter zur ersten Zieldurchfahrt. Derweil hatte Gäng den Start vor Jonas Lensch und Dhonau gewonnen. Gäng setzte sich etwas von Dhonau und Lensch ab, aber der Tabellenerste Damien de Muyser war diesmal beim Start mit dabei und fuhr an Gäng ran und vorbei. Gäng hatte aus einem Sturz im ersten Lauf noch einen verzogenen Lenker an Bord und fuhr mit harten Unterarmen kurz vor Schluss raus. Dhonau kam nicht näher an de Muyser und beendete den Lauf auf Rang 2 vor Matthias Hollinger und Jonas Lensch.

Klasse Senioren: Im Zeittraining war Thomas Pfeil vorne vor Ralf Lüttger und RLP-Fahrer Illka Schütz, in den Läufen sah es jedoch anders aus. Im ersten Lauf verwickelten sich gleich 4 Fahrer in den Startcrash nach der ersten Kurve, und Lüttger war dabei mit Gerard Schummer, Christian Lehmann und Dieter Faus. Lüttger musste rausfahren, die anderen konnten den Lauf aufnehmen. Nach der ersten Kurve vorn war Ralf Oster, Pfeil zog zwar vorbei, blieb aber nur vier Runden vor Oster. Auch Schütz und Lokalmatador Reiner Süß holten sich Pfeil, der Zieleinlauf lautete somit Oster vor Schütz, Süß, Pfeil und Fünfter wurde ein weiterer Einheimischer, Thomas Edelmann. In Durchgang 2 war Lüttger dann nach der ersten Kuve vorn, blieb sitzen, wurde aber in der ersten Runde von Schütz und Oster überholt. Schütz konnte sich etwas absetzen, Lüttger blieb an Oster dran und konterte 4 Runden vor Schluss. Rang 4 ging an Süß vor Jacek Kalinowski und Jörg Marschner.

Gesamtergebnis Hennweiler - 2.9.2012:
50ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Jayson Alles, 3. Mika Ulrich, 4. Keanu Alm, 5. Luca Höltenschmidt
65ccm: 1. Lukas Kunz, 2. Nick Hofstetter, 3. Loris Zimmermann, 4. Timo Backes, 5. Chelsea Schmidt
85ccm: 1. Eric Schönburg, 2. Nico Müller, 3. Jan Horst, 4. Yannick Scheurer, 5. Philipp Grave
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. Björn Frank, 3. Nicolai Neumüller, 4. Benjamin Traxel, 5. Merlin Dietzel
Cup: 1. René Dhonau, 2. Damien de Muyser, 3. Thomas Martel, 4. Kjell Sprenger, 5. Matthias Hollinger
Senioren: 1. Illka Schütz, 2. Ralf Oster, 3. Reiner Süß, 4. Thomas Pfeil, 5. Jacek Kalinowski

Text und Bilder: Andreas Wack


Walldorf, 14./15. Juli, 8. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Sieger in der 85er-Klasse: Nico StepanSonnenloch

Während anderswo Rennen wegen "Land unter" abgesagt wurden, wie z.B. der DJMV-Lauf in Schaafheim, war die Walldorfer Veranstaltung wettertechnisch mit Glück gesegnet. Obwohl es am Freitag und in der Nacht zum Samstag noch geregnet hatte, blieb der Samstag selbst trocken und gegen nachmittag herrschte eitel Sonnenschein. Auch der leichte Regen in der Nacht zum Sonntag und bei den ersten Trainings konnte der Strecke nichts anhaben, ab dem späten Vormittag schien wieder die Sonne.

Klasse 50ccm: Der Tabellenerste Lukas Hofstetter war nicht am Start, da er sich den Arm gebrochen hatte, und zwar nicht beim Crossen, sondern beim Waveboardfahren. Dies wäre eine gute Gelegenheit für den Tabellenzweiten Luca Höltenschmidt gewesen, um nochmal das Siegerpodest auf der höchsten Stufe zu besteigen. Aufgrund der Absagen war die Klasse aber mit vielen Gaststartern besetzt, insgesamt standen 17 Kinder am Startgitter. Die Trainingsbestzeit ging an Gastfahrer Tom Schettler vor dem weiteren Gast Leo-Filip Paukovic, auf Platz 4 dann Höltenschmidt. Startsieger in Lauf 1 war Jona Katz, aber Paukovic und Höltenschmidt waren schnell an ihm vorbei. Schettler hatte einen mittelmäßigen Start, konnte aber Mitte des Laufes an Höltenschmidt vorbeiziehen und schnappte sich zwei Runden vor Schluss auch noch Paukovic. Auch im zweiten Lauf war Katz nach dem Start zusammen mit Lennart Kölbl vorne, nach der 1. Runde war Paukovic aber schon wieder vorn. Auch Höltenschmidt konnte sich von Rang 5 recht schnell auf 2 festsetzen. Schettler hatte hier einen noch schlechteren Start und musste von fast letzter Position das Feld aufrollen. In der vorletzten Runde war er schon an Höltenschmidt vorbei auf Rang 2, nach einem Sturz in der letzten Runde blieb als Ergebnis Rang 4 stehen.

Klasse 65ccm: Für Christopher Robert fand sich auch in Walldorf kein richtiger Gegner. Am nächsten dran war Gastfahrer Tim Scharf, der zwar im Training noch Platz 3 hinter dem Walldorfer Loris Zimmermann belegte, sich in den Rennen aber von Anfang an auf Platz 2 hinter Robert bewegte. Zimmermann holte sich Platz 3 in Lauf 1, im zweiten lief's nicht richtig rund und am Ende blieb nur ein 8. Rang übrig. Hier war der Dritte Nick Hofstetter vor Marlon Schmidt. In der Tabelle steht Robert lupenrein da: Er hat damit jetzt in 15 Läufen 15 Laufsiege herausgefahren.

Gut auf seiner Heimstrecke unterwegs: Patrick Hnegster (Prestige)Klasse 85ccm: Tabellenführer Nico Müller legte im Zeittraining die beste Zeit hin mit klarem Vorsprung vor Nico Stepan. Die erst in Reil erlangte Tabellenführung war aber gleich wieder dahin, da er ab Runde 2 in Lauf 1 mit einem Pleuellagerschaden das Rennen aus der Beobachterposition verfolgte. Ein Start in Lauf 2 war auch nicht möglich. Startsieger im 1. Durchgang war Justin Schnur, recht schnell war aber Stepan vorne. Yannick Scheurer kam gegen Ende dicht an Stepan ran, aber nicht mehr vorbei. Rang 3 ging an Tom Oster, Schnur fiel bis auf 8 zurück. In Lauf 2 das gleiche Bild: Startsieger war Schnur vor Stepan. Stepan ging in Führung, crashte aber in Runde 5, und schon war Schnur, dicht verfolgt von Lucca Zimmermann wieder vorn. Scheurer auf 3 und Stepan auf 4 nahmen sich Zimmermann und auch Schnur vor. Im Gewusel von Überrundungen konnte Stepan auch an Scheurer vorbeiziehen. Der Zieleinlauf lautete so Stepan vor Scheurer, Schnur und Zimmermann.

Klasse Prestige: Natürlich war Nils Hagen hochmotiviert, das Heimrennen auf seiner Strecke zu gewinnen. Im Training holte er sich die Bestzeit, aber Nils Neumüller war ganz dicht dran. Auch die Plätze 3 und 4 des Zeittrainings gingen an Walldorfer Fahrer mit Patrick Hengster und dem Jugendtrainer des MSC Walldorf, Alexander Karg. Nach dem Start zu Durchgang 1 war Hagen gleich vorn, verfolgt von Karg, Jan Hoffmann und Ludwig Säger. Diese Reihenfolge blieb eine Zeitlang so, bis zu Mitte des Laufes Säger von Hengster auf Rang 5 verdrängt wurde. Gegen Ende des Laufes wurde Karg etwas schwächer, Hoffmann konnte vorbeiziehen und auch Hengster lief in der letzten Runde noch auf Karg auf, der aber mit einer halben Sekunde Vorsprung seinen dritten Platz ins Ziel retten konnte. Im zweiten Lauf hatte Säger einen schlechten Start, noch schlimmer traf es aber Hoffmann, der in der ersten Kurve crashte und als Letzter ins Rennen ging. Es war jedoch deutlich zu sehen, daß seiner Maschine irgendwie Leistung fehlte, so daß er sich in den 20 Minuten nicht wirklich nach vorne arbeiten konnte und lediglich Rang 13 erreichte. Derweil waren Hagen und Karg wieder vorn, verfolgt von Neumüller, Lutz Beste und Philipp Kappis. Hagen setzte sich von Karg ab, Neumüller ging an Karg vorbei und blieb in der Nähe von Hagen, konnte aber nie wirklich angreifen. Hengster war nicht gut vom Gitter weggekommen, konnte sich aber am Ende bis auf Position 3 vorkämpfen.

Schnellster Mann in der Cup-Klasse: Daniel GängKlasse Cup: Wie so oft war der Walldorfer Patrick Östringer beim Start ganz vorne, mit Marc Vogel war ein weiterer Walldorfer mit dabei und auf 3 lag Kjell Sprenger von Michelbacher Hütte, der in Walldorf zum ersten Mal im SWC startete. Östringer und Vogel konnten sich leicht von Sprenger absetzen, während sich Daniel Gäng und Damien de Muyser vom vorderen Mittelfeld immer weiter nach vorne arbeiteten. Zur Hälfte des Laufes war Gäng dann ganz vorne, Vogel stürzte in der letzten Runde auf 2 liegend und fiel auf 9 zurück, Sprenger war schon vorher ohne Schalthebel rausgefahren und de Muyser holte sich so noch Platz 2 vor dem Walldorfer Damon Goldschmidt. Östringer war auch in Lauf 2 der Startsieger, hier war Gäng jedoch schon schnell an der Spitze und fuhr einen ungefährdeten Laufsieg ein. Erneut Zweiter wurde de Muyser vor Thomas Martel.

Klasse Senioren: Bei den Senioren war der Walldorfer Ralf Lüttger eine Klasse für sich auf seiner Heimstrecke. Nach einer besten Trainingszeit holte er sich unangefochten beide Läufe mit etwa einer halben Minute Vorsprung auf Ralf Oster. Dritter in Lauf 1 wurde Thomas Pfeil, der in Durchgang 2 beim Überrunden etwas behindert wurde und hier von 2 auf 4 hinter Jörg Marschner zurückfiel.

Gesamtergebnis Walldorf - 14./15.7.2012:
50ccm: 1. Leo-Filip Paukovic, 2. Tom Schettler, 3. Luca Höltenschmidt, 4. Keanu Alm, 5. Jona Katz
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Tim Scharf, 3. Nick Hofstetter, 4. Marlon Schmidt, 5. Loris Zimmermann
85ccm: 1. Nico Stepan, 2. Yannick Scheurer, 3. Tom Oster, 4. Justin Schnur, 5. Lucca Zimmermann
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. Patrick Hengster, 3. Alexander Karg, 4. Nicolai Neumüller, 5. Philipp Kappis
Cup: 1. Daniel Gäng, 2. Damien de Muyser, 3. Damon Goldschmidt, 4. Thomas Martel, 5. Patrick Östringer
Senioren: 1. Ralf Lüttger, 2. Ralf Oster, 3. Jörg Marschner, 4. Thomas Pfeil, 5. Volker Weingart

Text: Andreas Wack, Bilder: Ronald Westheide


Reil, 23./24. Juni, 7. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Endlich Tabellenführer: Nico Müller (Klasse 85ccm)SWC meets Nordrhein-MX-Cup

Da die ehemalige WM-Strecke in Reil keine permanente Strecke ist, zieht dies einen relativ hohen Aufwand zur Vorbereitung eines Rennens nach sich. Damit sich dieser Aufwand lohnt, hat sich der MSC Reil entschieden durch eine Kombination von Südwest-Cup-Rennen und Nordrhein-MX-Cup-Rennen eine hohe Starterzahl an zwei vollgepackten Renntagen ans Startgitter zu bringen. In den Klassen 50ccm, 65ccm und Senioren konnten beide Serien zusammengelegt werden, in allen anderen Klassen war die Gesamtstarterzahl höher als die Streckenkapazität und getrennte Rennen die Folge. Leider war auch die Veranstaltung in Reil wieder sehr feucht. Obwohl es am Freitag und Samstag nicht regnete, war die Strecke zumindest in Teilabschnitten eine tiefschlammige Pampe, da es am Donnerstag extrem heftig geregnet hatte. Auch das Fahrerlager war nur mit Hilfe von Traktoren erreichbar. Und da es am Sonntagnachmittag wieder anfing zu regnen, war auch die Heimfahrt nur mit Abschlepphilfe möglich.

Klasse 50ccm: In der Kombination beider Serien waren 16 50er-Fahrer am Start. Startsieger in Lauf 1 war Nordrhein-Fahrer Leon Sievert gefolgt vom Tabellenführer des SWC, Lukas Hofstteter, der die Trainingsbestzeit knapp vor Sievert erzielt hatte. Durch Pech bei Überrundungen und auch zwei Stürzen verlor Hofstetter trotz schnellster Rennrunde an Boden und Sievert holte sich klar den Laufsieg. Luca Höltenschmidt hatte eine schlechten Start, kam nur als 13. aus der Startrunde, verbesserte sich aber noch bis auf Rang 4 hinter dem Nordrhein-Fahrer Pit Paul Herbstmann. In Lauf 2 wollte Hofstetter zeigen, wer der Herr im Ring ist und ging nach dem Start gleich in Führung. Schon bald standen die ersten Überrundungen an, Hofstetter hatte erneut kein Glück und Sievert zog vorbei. Sievert blieb vorn und holte sich den Lauf- und Tagessieg vor einem sichtlich enttäuschten Hofstetter. Auch die folgenden Plätze gingen erneut an Herbstmann und Höltenschmidt.

Klasse 65ccm: Mit 35 Teilnehmern aus beiden Serien war das Feld richtig voll. Endlich hatte Seriensieger Christopher Robert in Ben Hess vom NRW-Cup mal einen brauchbaren Gegner, der sich nach der deutlichen Trainingsbestzeit auch gleich den Holeshot in Lauf 1 sicherte. Derart angespornt lief Robert zu Höchstform auf, schnappte sich Hess schon vor der ersten Zieldurchfahrt und blieb bis zum Schluss relativ knapp vor Hess, der trotzdem die beste Rennrunde vorweisen konnte. Mit großem Abstand kamen Loris Zimmermann, Noah Berens und Nick Hofstetter dahinter ins Ziel, erst auf Platz 6 war der nächste Nordrhein-Fahrer Jannik Schmitz zu finden. Auch im 2. Rennen war Hess nach der Startkurve vorn, der Lauf wurde aber schon in der ersten Runde abgebrochen, da einige Gitter nicht regelgerecht gefallen waren und diese Fahrer dadurch einen Nachteil hatten. Im Neustart lautete das Fazit: Hess zum dritten. Er blieb ein paar Runden vorne, jedoch heftig bedrängt von Robert. Hess konnte dem Druck nicht standhalten, Robert zog vorbei und hatte am Ende 23 Sekunden Vorsprung. Die Plätze 3 bis 5 gingen wie im ersten Lauf an SWC-Fahrer: Zimmermann vor Hofstetter und Berens.

Sieger im 1. Lauf Prestige: Jan HoffmannKlasse 85ccm: Die Trainingsbestzeit ging an Nico Müller, gefolgt von Gast Domenico Felici und Yannick Scheurer. Überraschend war aber keiner der üblichen Verdächtigen nach dem Start zu Lauf 1 vorne, sondern der Trainingssiebte Philipp Grave. Nach Runde 1 lag Müller in Front, Grave hielt seinen 2. Platz noch 3 Runden lang gegen Scheurer und musste kurz vor Ende mit einem platten Hinterrad auch noch Tom Oster vorbeiziehen lassen. Scheurer mit bester Rennrunde kam am Schluss noch ganz dicht an Müller ran, aber nicht mehr vorbei. Beim zweiten Lauf holte sich Müller den Holeshot vor Oster, nach der ersten Runde waren aber Grave, Felici, der im 1. Durchgang nach einem Startcrash nicht unter den TopFive zu finden war, und Scheurer schon an Oster vorbei. Müller und Felici setzen sich ab, Scheurer konnte diesesmal nicht mitgehen und trudelte mit größerem Abstand kurz vor Grave im Ziel ein. Mit den beiden Laufsiegen ist Müller nach seinem technischen Totalausfall in Frankenthal in der Tabelle nun endlich dort, wo er hingehört, nämlich ganz oben.

Klasse Prestige: Der Polesetter und RLP-Fahrer Christian Nolle hatte im ersten Lauf gleich zu Anfang Pech, ein dicker Matschbrocken bereitete ihm Probleme mit dem Gasgriff. Im Startcrash waren diesmal Martin Heider und Nils Neumüller dabei und Jan Hoffmann, Nils Hagen und Gast René Kühn lagen nach Runde 1 vorn, gefolgt von Ludwig Säger und Nicolai Neumüller. Nicolai fiel nach einem Fehler zurück, Hoffmann und Hagen setzten sich vom Rest ab. Hagen pushte, ging an Hoffmann vorbei, setzte sich leicht ab und blieb mehrere Runden vorn. Gegen Ende drehte Hoffmann nochmal auf und schob sich wieder an Hagen ran und vorbei. Kurz vor Ende überholte Nicolas Schummer, der zuvor auch schon Säger von Rang 4 verdrängt hatte, noch Kühn und lieferte einen starken 3. Platz ab. Pech hatte Hufo-Pilot Lutz Beste, der auf Rang 8 liegend mit Zug nach vorne mit einem platten Hinterrad rausfahren musste. In Durchgang 2 bei strömendem Regen hiess der Startsieger wie so oft Ludwig Säger vor Hoffmann und Hagen. Nach der kurzen Startrunde waren Hoffmann und Hagen vorn, nach der ersten richtigen Rennrunde lag Hagen vor Hoffmann. Nach einem ersten Fehler von Hoffmann hatte Hagen einen satten Vorsprung auf den nun zweitplatzierten Säger und den dicht dahinter fahrenden Beste. Kühn lief gegen Mitte den Laufes an Beste vorbei, auch Hoffmann kam wieder von hinten bis auf 4 vor, nach einem weiteren Crash blieb am Ende nur ein magerer 7. Rang über. Hagen gewann den Lauf, Säger kam am Ende auf 2 noch mal etwas näher ran, Kühn hielt den dritten Platz, und Nicolai Neumüller holte sich noch Rang 4 knapp vor Beste.

Starker 1. Lauf in der Prestige: Nicolas SchummerKlasse Cup: Startsieger im 1. Rennen war RLP-Fahrer René Dhonau vor Florian Reinhold und dem Tabellenführer Damien de Muyser. Recht schnell war de Muyser dann vorn, hatte in Dhonau aber einen zumindest in der ersten Rennhälfte hartnäckigen Verfolger. Pascal Wagner rückte an Reinhold vorbei auf 3 vor, Reinhold crashte und fuhr raus. Der Tabellenzweite Matthias Hollinger hatte einen schlechten Start und musste in dem vollen Starterfeld von 37 Teilnehmern einiges tun um am Ende noch auf Rang 3 vorzufahren. Im zweiten Lauf holte sich Daniel Gäng, der sich nachträglich über Ettringen eingeschrieben hat, nach seiner Trainingsbestzeit nun auch den Startsieg, im ersten Durchgang war er bereits nach Runde 1 draussen. Verfolger waren Dhonau und der Hoxberger René Maas. De Muyser hatte Problem beim Start und kam nur als 26. aus der kurzen Startrunde zurück. Innerhalb der ersten vollen Runde überholte er 13 Mitstreiter und lag auf 13. Mit vollem Zug nach vorne in der nächsten Runden auf 9, dann auf 6 und dann kam der unvermeidliche Crash. Mit verbogenem Lenker drehte er noch ein paar langsamere Runden und lief auf Rang 27 ein. Derweil hatte sich Gäng vorne einen komfortablen Vorsprung rausgefahren und holte sich den Laufsieg. Thomas Martel verdrängte Dhonau noch knapp von 2 und Rang 4 ging an Maas.

Klasse Senioren: Da im NRW-Cup nur 9 Senioren am Start waren, wurde kurzfristig entschieden, diese bei den SWC-Senioren mitfahren zu lassen. Im Zeittraining hatte der Nordrhein-Cup mit Luc Perdieus einen schnellen Mann zu bieten, aber dann kam lange nichts mehr. Die Quali-Plätze 2 bis 11 gingen an SWC-Fahrer. Bester SWC-Pilot, und damit auf 2, war Ralf Oster. Dies bestätigte sich auch in den Läufen: Perdieus holte sich den Startsieg zu Lauf 1, gefolgt von Thomas Pfeil, Jacek Kalinowski und Oster. Perdieus fuhr dem Feld davon, Oster zog an Kalinowski und Pfeil vorbei. Auch Thomas Edelmann überholte in einem starken Endspurt noch Pfeil und Kalinowski und holte sich Rang 3. In Durchgang 2 lag Oster nach der 1. Kurve zwar vor Perdieus, aber dieser fackelte nicht lange, ging vorbei und holte sich sicher den zweiten Laufsieg. Oster blieb auf 2 vor Pfeil und Volker Weingart.

Gesamtergebnis Reil - 23./24.6.2012:
50ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Luca Höltenschmidt, 3. Enriko Tluste, 4. Jayson Alles, 5. Jakob Kroll
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Loris Zimmermann, 3. Nick Hofstetter, 4. Noah Berens, 5. Lukas Kunz
85ccm: 1. Nico Müller, 2. Yannick Scheurer, 3. Philipp Grave, 4. Domenico Felici, 5. Tom Oster
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. Jan Hoffmann, 3. Ludwig Säger, 4. René Kühn, 5. Nicolai Neumüller
Cup: 1. René Dhonau, 2. Thomas Martel, 3. René Maas, 4. Pascal Wagner, 5. Carlos dos Santos Alves
Senioren: 1. Ralf Oster, 2. Thomas Pfeil, 3. Thomas Edelmann, 4. Volker Weingart, 5. Jacek Kalinowski

Text und Bilder: Andreas Wack


Bockholtz, 10. Juni, 6. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Premiere

Erstmalig in der der Geschichte des Südwest-Cups wurde ein Lauf auf ausländischem Boden, und zwar im luxemburgischen Bockholtz ausgetragen. Auch wenn bei dieser Erstveranstaltung noch nicht alles perfekt lief, war es dennoch eine gelungene Premiere. Leider wollten nicht alle Fahrer diese neue Strecke unter die Räder nehmen, für viele war die Anreise doch sehr weit und von einer guten verkehrstechnischen Anbindung kann leider auch nicht gesprochen werden. Die, die da waren, fanden eine Strecke der guten alten Schule vor, ohne künstliche Hindernisse und Megatables, dafür aber ein paar Steilhänge, wie sie sonst nirgendwo im SWC geboten werden.

Start 1. Lauf 65ccmKlasse 50ccm: Leider liess die Streckenführung nur eine sehr kurze Länge zu, ansonsten hätten die Kinder einen Steilhang hochfahren müssen, den möglicherweise zumindest die schwächeren Teilnehmer nicht hochgekommen wären. Rundenzeiten um die 30 Sekunden bedeuteten schon recht früh Überrundungen, und ohne Transponder hätte man wohl bald den Überblick verloren. Der Startsieg in Lauf 1 ging an Luca Höltenschmidt, aber Tabellenführer Lukas Hofstetter fackelte nicht lange und war nach Runde 1 schon vorn. Er setzte sich von Höltenschmidt ab, der wiederum einen sicheren Vorsprung vor Mika Ulrich besaß. Im zweiten Durchgang war Hofstetter gleich vorn, Höltenschmidt stürzte in der ersten Kurve und machte so die Sache spannend. Am Ende sprang noch Rang 4 raus, Zweiter wurde Ulrich vor Justin Beck. In beiden Läufen überrundete Hofstetter alle anderen Teilnehmer.

Klasse 65ccm: Die 65er befuhren die ursprünglich für die 50er vorgesehene Strecke und kamen damit natürlich klar, auch der lange Steilhang war kein Problem. Die Überlegenheit von Christopher Robert deutete sich schon im Zeittraining an, mehr als 5 Sekunden Vorsprung waren schon eine deutliche Ansage. Im ersten Durchgang holte er sich problemlos mit über einer halben Minute Vorsprung den Laufsieg vor Loris Zimmermann und Nick Hofstetter. Im zweiten Durchgang lag er auch weit vorne, nach einem Fahrfehler kam Zimmermann aber wieder dicht ran und lag am Ende nur 8 Sekunden zurück. Spannender war hier der Kampf um Platz 2: Auch Hofstetter, Noah Berens und Lukas Kunz waren innerhalb 10 Sekunden nach Zimmermann im Ziel.

Klasse 85ccm: Nico Müller und Nico Stepan konnten sich im Zeittraining am schnellsten auf die für alle neue Strecke einstellen und hatten etwa 8 Sekunden Vorsprung vor Lucca Zimmermann. In den Läufen war diese Überlegenheit dann aber wieder relativiert. In Durchgang 1 war Müller von Anfang an vorn, Yannick Scheurer ging kurz nach dem Start an Tom Oster vorbei auf Rang 2 und konnte zumindest auf Sichtweite von Müller den Lauf beenden. Stepan hatte ein technisches Problem, beendete zwar das Rennen, wurde aber aufgrund einer zu geringen Rundenzahl nicht gewertet. Auch Lauf 2 ging mit einem Start-Ziel-Sieg an Müller, diesmal kam aber auch Stepan ins Ziel und belegte Rang 2. Die Plätze 3 und 4 gingen an Scheurer und Oster.

Klasse Prestige: Nicolai Neumüller hatte ein kurioses Problem schon gleich zu Beginn im Zeittraining: Ein größerer Stein hatte sich in seiner Umlenkung verklemmt, ohne Hinterradfederung war ein Fahren natürlich vollkommen unmöglich und der letzte Startplatz die Folge. Da in Bockholtz aber 40 Startplätze vorhanden sind, hatte dies keine größeren Konsequenzen. Nils Hagen war nach seinem Arbeitsunfall wieder dabei, allerdings noch sichtlich gehandicapt. Auch er hatte gleich zu Beginn des Zeittrainings ein Problem mit einem platten Hinterrad, konnte aber bis Ende des Trainings noch das Rad tauschen und ein paar schnelle Runden hinlegen.Und noch ein Prestige-Fahrer war wieder zurück: Jan Hoffmann hat sich von seinem Crash in Frankenthal erholt. Die Trainingsbestzeit ging aber an den Luxemburger Björn Frank vor Hagen und Ludwig Säger. In Lauf 1 holte sich Säger wie so oft den Startsieg, aber Björn Frank ging recht schnell vorbei, setzte sich deutlich vom restlichen Feld ab und gewann den Lauf. Hagen verbesserte sich durch Überholvorgänge gegen Jan Hoffmann und Yves Frank, dem Bruder von Björn, von 5 auf 3, kam noch dicht an Säger ran, aber nicht mehr vorbei. Nicolai Neumüller crashte in der ersten Runde mit dem Luxemburger Gilles Hermes und belegte am Ende nur Rang 9. Auch im zweiten Durchgang waren Säger, die Brüder Frank und Hagen nach dem Start vorn, und wie im Lauf zuvor setzte sich Björn Frank dann vom Rest des Feldes ab. Säger lag knapp vor Hagen, bis dieser plötzlich etwas langsamer wurde: Ein technisches Problem an der Hinterachse musste behoben werden, mehr als Rang 18 war am Ende nicht mehr drin. Gegen Ende des Laufes machte auch Björn Frank einen groben Schnitzer und Säger kam wieder ganz dicht ran. Björn Frank holte sich dennoch den Laufsieg mit 3 Sekunden Vorsprung vor Säger. Mit deutlichem Abstand liefen dann Yves Frank und knapp dahinter Nicolai Neumüller ins Ziel ein.

Start 1. Lauf 85ccmKlasse Cup: Etwas überraschend ging die Trainingsbestzeit nicht an den mit Heimvorteil fahrenden Luxemburger Damien de Muyser, sondern an Matthias Hollinger, was eine gewisse Spannung für die Rennen versprach. Voll motiviert landete de Muyser im ersten Lauf erstmal in seinem Startbügel. Florian Reinhold gewann den Start, aber Hollinger war auch mit dabei, schnell vorn und setzte sich ab. Rang 2 eroberte Peter Barabasch und ein weiterer Luxemburger, Carlos dos Santos Alves, lag auf 3. De Muyser schob sich von hinten kommend sukzessive nach vorne und schaffte am Ende noch Rang 2 knapp hinter Hollinger. Im zweiten Durchgang klappte der Start bei de Muyser zwar etwas besser, aber Hollinger war vorn vor Patrick Östringer und dos Santos Alves. In Runde 2 war de Muyser auf Hollinger aufgefahren und wollte in einer Gewaltaktion am Ende des Zielsteilhangs an Hollinger vorbei, was ziemlich schief ging: beide lagen am Boden, Hollinger konnte schneller wieder Fahrt aufnehmen. So hatte für kurze Zeit dos Santos Alves die Führung, Hollinger war aber recht bald wieder vorbei und de Muyser kam natürlich auch noch von hinten. Der nächste Überholvorgang an Hollinger vorbei verlief reibungslos, der Lauf- und somit Tagessieg ging an de Muyser.

Klasse Senioren: Die Trainingsbestzeit belegte überraschend Reiner Süß, konnte dies in den Läufen aber nicht komplett umsetzen. Im ersten Rennen war Ralf Oster vorn, verfolgt von Thomas Pfeil, Volker Weingart und Thomas Edelmann. Edelmann zeigte ein starkes Rennen, seine Heimstrecke in Hennweiler ist ja noch ehesten mit der Bockholtzer Strecke zu vergleichen, und ging in der letzten Runde noch an Pfeil vorbei auf Rang 2. Süß hatte in der ersten Runde ein Absperrband im Hinterrad mitgenommen und musste dies erstmal soweit entfernen, daß die Fahrbereitschaft seines Untersatzes wieder gegeben war: Platz 7 blieb am Ende als Ergebnis. Lauf zwei ging ebenfalls an Oster, nach einem guten Start lag Christian Lehmann auf Platz 2 und hielt diesen bis zum Schluss. In der Gesamtwertung holte sich Lehmann damit seinen ersten Podiumsplatz im SWC. Süß belegte Rang 3.

Gesamtergebnis Bockholtz - 10.6.2012:
50ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Mika Ulrich, 3. Luca Höltenschmidt, 4. Justin Beck, 5. Enriko Tluste
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Loris Zimmermann, 3. Nick Hofstetter, 4. Noah Berens, 5. Jannick Schmitz
85ccm: 1. Nico Müller, 2. Yannick Scheurer, 3. Tom Oster, 4. Justin Schnur, 5. Lucca Zimmermann
Prestige: 1. Björn Frank, 2. Ludwig Säger, 3. Yves Frank, 4. Jan Hoffmann, 5. Nicolai Neumüller
Cup: 1. Damien de Muyser, 2. Matthias Hollinger, 3. Carlos dos Santos Alves, 4. Pascal Wagner, 5. Sebastian Kühn
Senioren: 1. Ralf Oster, 2. Christian Lehmann, 3. Thomas Edelmann, 4. Thomas Pfeil, 5. Reiner Süß

Text und Bilder: Andreas Wack


Niederwürzbach, 28. Mai, 5. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Siegerehrung Klasse 50ccmBewegte Bilder

Wie zwei Wochen zuvor in Frankenthal wurde auch das traditionelle Pfingst-Motocross des MSC Niederwürzbach mit schönstem Frühsommerwetter beschenkt. Dies machte sich in den Zuschauerzahlen bemerkbar, die dicht gedrängt an der Strecke standen. Auch der Saarländische Rundfunk war vor Ort und machte eine schöne Reportage, die unseren Sport von der besten Seite zeigte. Im Internet kann die Reportage unter den folgenden Links betrachtet werden: http://www.sr-mediathek.de/beitrag_Video.php?id=12150 und http://www.sr-mediathek.de/beitrag_Video.php?id=12181. Die Strecke wurde im Vergleich zum Vorjahr mit zwei weiteren Sprüngen modifiziert. Gefahren wurde die lange Version mit einem Teil der sogenannten "Stock-Car-Bahn", was bei 40 Teilnehmern in der Cup-Klasse sicher eine kluge Entscheidung war.

Klasse 50ccm: Der Trainingsschnellste und Tabellenerste Lukas Hofstetter holte sich in Lauf 1 zwar nicht den Startsieg ab, dieser ging an Mika Ulrich, nach Runde 1 war er aber schon vorn. Auf der frisch bewässerten schmierigen Piste gab es einige Ausrutscher, und auch Hofstetter blieb nicht fehlerfrei. Für ein paar Runden lagen so die Gäste Nick Wiegand und Leo-Filip Paukovic vorn, am Ende war Hofstetter aber wieder vorne vor den beiden genannten, auf 4 Keanu Alm und auf 5 noch Ulrich. In Durchgang 2 war Hofstetter nach der ersten Kurve vorn, gefolgt von Paukovic und Gastfahrer Steven Hein. Wiegand verbesserte sich von 4 auf 2 und lag am Ende vor Paukovic, Hein und dem Tabellenzweiten Luca Höltenschmidt.

Klasse 65ccm: Wie zu erwarten war, setzte Christopher Robert die Bestmarke im Zeittraining, die zweitbeste Zeit legte Nick Hofstetter hin vor dem Tabellenzweiten Loris Zimmermann. Auch der Holeshot von Lauf 1 war eine sichere Beute von Robert, gefolgt von Zimmermann. Dieser fiel nach einem Sturz in Runde 2 auf Rang 11 zurück, Platz 2 übernahm Noah Berens bis zur Zielflagge. Hofstetter war mittelprächtig gestartet, schob sich von 7 nach 4 vor, musste nach Runde 3 aber aufgeben. Rang 3 ging an Gastfahrer Bogdan Krajewski, Zimmermann musste sich mit einem für ihn schlechten Rang 6 begnügen. Im zweiten Lauf das gleiche Bild nach dem Start: Robert vor Zimmermann, Berens und Krajewski. An dieser Reihenfolge änderte sich bis zum Laufende nichts mehr, Robert hatte eine halbe Minute Vorsprung vor dem Dreierpack.

Erstmals in den Punkten in der Cup-Klasse: Alexandra LehmannKlasse 85ccm: Nach dem Totalausfall in Frankenthal machte Nico Müller in Niederwürzbach wieder Boden gut und holte sich ungefährdet die Laufsiege zweimal vor Gast Domenico Felici, Nico Stepan und Justin Schnur. Tabellenführer Tom Oster lag in beiden Läufen nach dem Start im Mittelfeld und kam nicht richtig nach vorn, Rang 7 und 5 sind jedenfalls sein schlechtestes Saisonergebnis. Auch beim Tabellendritten Yannick Scheurer lief es mit den Plätzen 4 und 7 nicht rund.

Klasse Prestige: Es war klar, daß es in dieser Klasse einen neuen Laufsieger geben würde, da Jan Hoffmann wegen der Verletzung aus Frankenthal nicht am Start war, und auch Nils Hagen hatte sich wegen einem Arbeitsunfall (Daumenverletzung) abgemeldet. Etwas überraschend ging die Trainingsbestzeit an den für Warndt startenden Franzosen Nicolas Schummer, allerdings waren aber noch 5 weitere Fahrer innerhalb einer Sekunde an ihm dran. Durchgang 1: Nach Runde 1 führte Ludwig Säger, Philipp Kappis und Nicolai Neumüller folgten mit geringem Abstand. Neumüller überholte Kappis schon in der Anfangsphase und hielt den Kontakt zu Säger, konnte aber nie wirklich gefährlich nahe ran kommen. Kappis verlor nach einem Sturz an Boden, konnte aber dennoch seine dritten Platz vor Riccardo Rennesland verteidigen. Auch in Lauf 2 ging der Startsieg an Säger, gefolgt von Neumüller und Björn Frank. Säger und Neumüller setzten sich etwas von Frank ab, Neumüller pushte und ging an Säger vorbei. Säger sparte sich seine Kräfte für die Schlussattacke und liess Neumüller nicht allzu weit davon ziehen. Gegen Ende kam er tatsächlich wieder ran und holte sich den Laufsieg, damit auch den Tagessieg. Björn fuhr mit größerem Abstand seinen dritten Platz nach Hause und wurde auch Gesamtdritter.

Die Senioren kommen gerade aus dem Biergarten zurück...Klasse Cup: Die Cup-Klasse war wieder gerade so besetzt, daß keine Halbfinale erforderlich waren. Die beste Qualifikationszeit legte Matthias Hollinger hin vor Thomas Martel und Mario Morr. Den besten Start im ersten Lauf hatte wie so oft Patrick Östringer, bei der ersten Zieldurchfahrt lag aber Hollinger schon vorn, gefolgt von Östringer, Daniel Löffler und dem Tabellenführer Damien de Muyser. In der nächsten Runde war de Muyser dann schon an Löffler und Östringer vorbei, holte sich gegen Mitte des Laufes auch Hollinger und mit knapp 12 Sekunden Vorsprung den Laufsieg. In Lauf zwei verzockte sich Östringer und blieb im Gitter hängen, der Holeshot ging an Morr, der aber nach einer Runde auch schon wieder draussen war. Ab Runde 1 veränderte sich nichts mehr an der Reihenfolge de Muyser vor Hollinger, Martel und Florian Reinhold.

Klasse Senioren: Ralf Oster kommt immer mehr in Fahrt, in Niederwürzbach ging das Triple (Quali, beide Läufe) an ihn. In dieser Form könnte er seinen ersten SWC-Titel holen. Im ersten Durchgang hatte er den besten Start, aber mit dem Walldorfer Ralf Lüttger einen hartnäckigen Verfolger über das ganze Rennen. Die beiden nächstplatzierten Thomas Pfeil und Gerard Schummer liefen schon mit deutlichem Abstand ins Ziel ein. Im zweiten Lauf lagen Pfeil und Schummer nach der ersten Runde vorn, recht bald war Oster aber von Position 3 nach ganz vorne gefahren. Lüttger war beim Start nicht ganz vorn, konnte noch an Reiner Süß und Schummer vorbeigehen, kam an den Zweitplatzierten Pfeil ran, aber nicht vorbei.

Gesamtergebnis Niederwürzbach - 28..5.2012:
50ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Nick Wiegand, 3. Leo-Filip Paukovic, 4. Steven Hein, 5. Keanu Alm
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Noah Berens, 3. Bogdan Krajewski, 4. Loris Zimmermann, 5. Lukas Kunz
85ccm: 1. Nico Müller, 2. Domenico Felici, 3. Nico Stepan, 4. Justin Schnur, 5. Tom Oster
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. Nicolai Neumüller, 3. Björn Frank, 4. Riccardo Rennesland, 5. Philipp Kappis
Cup: 1. Damien de Muyser, 2. Matthias Hollinger, 3. Florian Reinhold, 4. Thomas Martel, 5. Peter Barabasch
Senioren: 1. Ralf Oster, 2. Thomas Pfeil, 3. Ralf Lüttger, 4. Gerard Schummer, 5. Thomas Edelmann

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Frankenthal, 12./13. Mai, 4. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Lockerungsübungen am großen Table: Nils Hagen (Prestige)EM-Stimmung

Endlich war in Frankenthal mal schönes Wetter angesagt, auch wenn es in der Nacht zum Samstag noch regnete. Bereits am Samstagnachmittag musste aber schon wieder die Sprinkleranlage in Betrieb genommen werden. Da der Zeitplan auf zwei Tage aufgeteilt war, herrschte am Samstagabend nach den Jugendrennen eine entspannte Stimmung im Fahrerlager. Die mitten im Fahrerlager angelegte etwa 5 Meter breite und 15 Meter lange Feuerwehrdurchfahrt wurde von den Kindern kurzerhand zum Fussball-Kleinspielfeld umfunktioniert und dem Ball nachgejagt.

Klasse 50ccm: Der Tabellenerste Lukas Hofstetter hatte in Frankenthal keinen Gegner. Im Zeittraining war ihm lediglich Gast Lennart Kölbl noch dicht auf den Fersen, der Tabellenzweite Luca Höltenschmidt hatte in seiner schnellsten Qualirunde schon 4,5 sec Abstand. Hofstetter holte sich im ersten Lauf den holeshot vor Mika Ulrich, nach der ersten Runde hatte sich aber schon Höltenschmidt auf 2 vorgeschoben. Kölbl kam auf Rang 4 liegend nicht weiter als eine Runde, da seine Kette vom Kettenrad abgesprungen war. Hofstetter setzte sich rasch ab und hatte im Ziel über eine halbe Minute Vorsprung. Spannender ging's um Platz 2 zu: Ulrich war immer relativ dicht am Hinterrad von Höltenschmidt und hatte am Ende nur 2,5 sec Rückstand. Auch im zweiten Durchgang war Hofstetter nicht zu halten und siegte souverän. Wiederum war der Kampf um Platz 2 das Salz in der Suppe: Höltenschmidt und Ulrich lagen nach Runde 1 auf 2 und 3, Kölbl hinter Justin Witt auf 5. Kölbl marschierte sukzessive nach vorn und entschädigte sich für den verpatzten ersten Lauf mit Rang 2 knapp vor Höltenschmidt und Ulrich in diesem Durchgang.

Klasse 65ccm: Alles andere als zwei klare Laufsiege für Spitzenreiter Christopher Robert wären wohl eine Überraschung gewesen. Auch der zweite Platz ist momentan sicher von Loris Zimmermann abonniert, allerdings hatte er in Nick Hofstetter einen ernsthaften Widersacher. In Durchgang 1 setzte er sich lediglich 3 sec ab, im zweiten war Hofstetter ein paar Runden knapp vor Zimmermann, musste sich nach einem Sturz dann aber eher nach hinten orientieren und seinen dritten Platz gegen Noah Berens absichern.

Tagessieger in der Cup-Klasse: Damien de MuyserKlasse 85ccm: Die beiden in Frankenthal dominanten Fahrer hiessen Merlin Münster und Nico Stepan. Münster kennt die Frankenthaler Strecke bestens und war lange Jahre für Frankenthal in den SWC eingeschrieben, hat dieses Jahr in einer anderen Serie aber eine neue Herausforderung gesucht und war somit als Gast am Start. Der Startsieg im ersten Durchgang ging an Stepan, verfolgt von Münster und Tabellenführer Nico Müller. Müller musste nach etwa der Hälfte der Distanz mit defekter Kopfdichtung aufgeben, Stepan und Münster drehten einsam weit vorn ihre Kreise. Gegen Ende konnte sich Münster noch an Stepan vorbei quetschen und den Laufsieg holen. Tom Oster beendete den Lauf mit deutlichem Abstand auf 3 vor Carmen Allinger, die auf ihrer Heimstrecke erneut gut platziert war. Im zweiten Lauf lag Münster gleich vorn und setzte sich allmählich von Stepan ab. Rang 3 ging erneut an Oster vor Justin Schnur und Yannick Scheurer.

Klasse Prestige: Leider hatte der Tabellenführer Jan Hoffmann schon im Zeittraining einen üblen Crash. An einer Anbremswelle riss es ihm den Lenker aus der Hand und er kam unglücklich zu Fall. Mit einem Schlüsselbeinbruch war die Verletzung dann doch nicht ganz so heftig wie angenommen, jedenfalls will er in Reil Ende Juni wieder eingreifen. Dafür war aber Ludwig Säger erstmalig nach seinem Unfall in Hoxberg wieder dabei. Schon im Training zeigte sich, daß Nils Hagen dennoch Konkurrenz hatte: Die RLP-Fahrer Christian Nolle und Mario Dempewolf waren dicht dran. Aufällig im Zeittraining war auch ein "Lampenfahrer": der mehrfache Deutsche Enduromeister Marco Straubel war am Start und holte sich Quali-Platz 5. Zu den Läufen trat er aus nicht bekannten Gründen nicht mehr an. In Durchgang 1 war Hagen wie fast immer gleich vorn, gefolgt von Philipp Kappis, Riccardo Rennesland und Ludwig Säger. Nolle lag auf 5, schob sich aber Runde um Runde weiter vor, schloß kurz vor Ende auf Hagen auf und ging in der vorletzten Runde vorbei. Hagen packte nochmal das Messer aus und hätte Nolle fast noch in der Zielkurve überrumpelt: 0,2 sec Vorsprung für Nolle sind nun nicht wirklich viel. Auch im zweiten Durchgang ging der holeshot an Hagen vor seinem Teamchef Alex Karg und Säger. Karg fiel nach und nach etwas zurück, Säger hielt sicher Rang 2 und um Platz 3 fighteten Nolle und Kappis. In der letzten Runde kam es wohl zu einer Berührung zwischen Nolle und Kappis, Kappis stürzte und war raus. Im Anschluss wurden nach diesem letzten Lauf des Tages auf der Zielgeraden auch noch Boxkämpfe dargeboten: Jungs, das muß nicht sein!

Sturz beim Start 1. Lauf Senioren: Thomas PfeilKlasse Cup: Wie in der Prestige hatte auch hier der Tabellenerste Brandon Kugener gleich in der ersten Runde des Zeittrainings einen heftigen Unfall. Am großen Table kam er zu weit nach rechts in der Landung in eine schon weiche Zone und überschlug sich. Mit einer schweren Wirbelverletzung wurde er in die Unfallklinik nach Oggersheim gebracht. Ich wünsche ihm eine gute Genesung und hoffe, daß er bald wieder an der Strecke zu sehen ist. Aufgrund der hohen Streckenkapazität war auch in Frankenthal gerade so kein Halbfinale erforderlich. Den besten Start im 1. Lauf hatte der Junior des Frankenthaler Sportleiters Mike Schmitt, Sebastian, gefolgt von RPL-Fahrer René Dhonau und Tim Schön. Erwartungsgemäß fiel Schmitt zurück, Dhonau übernahm die Führung, attackiert von Schön. Nach einem Fahrfehler von Schön schob sich Damien de Muyser auf Rang 2 vor. In der letzten Runde ging de Muyser auch noch an Dhonau vorbei und holte sich den Laufsieg. Platz drei ging an Schön. Auch im zweiten Lauf zeigte Schmitt einen guten Start, lediglich Florian Neuroth lag noch vor ihm. Nach Runde 1 sah die Reihenfolge aber schon ganz anders aus: Es führte Mario Morr, der bislang noch nicht durch gute Resultate aufgefallen war, vor Dhonau und Neuroth. Morr konnte sich -etwas erstaunlich- an der Spitze halten, bis nach etwa 8 Minuten Laufzeit der Durchgang wegen einer unübersichtlichen Unfallsituation abgebrochen wurde. Da über die Hälfte der Renndistanz absolviert wurde, wurde der Lauf nicht neu gestartet und voll gewertet. In der dem Abbruch vorhergehenden Runde lautete die Reihenfolge und somit das Laufergebnis Morr vor Dhonau, de Muyser, Matthias Hollinger und Daniel Löffler.

Klasse Senioren: Tabellenführer Thomas Pfeil hatte einen Crash in der ersten Kurve des ersten Laufs und musste von hinten angreifen. Am Ende erreichte er noch Rang 5. An der Spitze ging es derweil eng zu zwischen dem Frankenthaler Jörg Marschner und dem Walldorfer Ralf Lüttger, Marschner hatte im Ziel 8 Zehntel Vorsprung. Ralf Oster hatte einen schlechten Start, musste auch noch um den liegenden Pfeil herumkurven und beendete den Lauf mit deutlichem Abstand auf Rang 3. Im zweiten Rennen lieferten sich Pfeil und Oster einen Kampf um den Sieg, am Ende war aber Oster vorn vor Pfeil, Marschner und mit größerem Abstand Lüttger.

Gesamtergebnis Frankenthal - 12./13.5.2012:
50ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Luca Höltenschmidt, 3. Mika Ulrich, 4. Justin Witt, 5. Jayson Alles
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Loris Zimmermann, 3. Nick Hofstetter, 4. Noah Berens, 5. Lukas Kunz
85ccm: 1. Merlin Münster, 2. Nico Stepan, 3. Tom Oster, 4. Justin Schnur, 5. Carmen Allinger
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. Christian Nolle, 3. Ludwig Säger, 4. Mario Dempewolf, 5. Titus Racz
Cup: 1. Damien de Muyser, 2. René Dhonau, 3. Matthias Hollinger, 4. Daniel Löffler, 5. Florian Neuroth
Senioren: 1. Ralf Oster, 2. Jörg Marschner, 3. Ralf Lüttger, 4. Thomas Pfeil, 5. Volker Weingart

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Fischbach, 5./6. Mai, 3. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Erster Tagessieg im SWC für Luca Höltenschmidt (50ccm)April-Wetter

Leider war auch der dritte Lauf zum SWC 2012 in Fischbach von April-Wetter gekennzeichnet. Heftige Regenschauer wechselten sich mit Sonne ab; die nasse, tiefsandige Strecke war an beiden Tagen eine Herausforderung für Mensch und Maschine. In Folge waren viele Ausrutscher und Stürze zu sehen, die aber alle ohne größere Verletzungen verliefen.

Klasse 50ccm: Den besten Start in Lauf 1 erwischte Mika Ulrich vor Lukas Hofstetter und Luca Höltenschmidt. Hofstetter konnte an Ulrich vorbeiziehen und sich leicht absetzen. Bei einer frühen Überrundung schon in Runde 2 kam Ulrich zu Fall, und Höltenschmidt somit auf Rang 2. Hofstetter fuhr den Lauf sicher nach Hause, Höltenschmidt blieb unbedrängt auf 2 und Ulrich betrieb Schadensbegrenzung und schob sich wieder bis auf Rang 3 vor. Auch in Durchgang 2 waren diese drei gleich vorn, zusammen mit dem Gast Leo-Filip Paukovic. Höltenschmidt führte, konnte sich absetzen und gewann sicher den Lauf vor Hofstetter. Ulrich musste nach einem Crash Paukovic vorbei lassen, kam zwar zum Rennende wieder dicht ran, aber nicht vorbei.

Klasse 65ccm: Yannik Scheller kam sehr gut aus dem Gitter und holte sich den holeshot, erwartungsgemäß blieb er aber nicht lange auf dieser Position. Schon bei der ersten Zieldurchfahrt war Favorit Christopher Robert mit einem deutlichen Vorsprung vorn. Selbst ein kleiner Ausrutscher konnte seinen Laufsieg mit fast einer Minute Vorsprung auf den zweiten Loris Zimmermann nicht verhindern. Platz 3 ging mit ebenfalls deutlichem Abstand an Lukas Kunz. Auch im zweiten Lauf kam Scheller wie eine Rakete aus dem Gitter, fiel aber wie in Lauf 1 zurück. Gleich in der ersten Runde rasselten der Vierte des ersten Durchgangs, Lasse Leben und der 50er-Champ des Vorjahres, Ben Merg, zusammen. Für Merg reichte es nur noch zu Rang 11, für Leben zu 13. Pech hatte Noah Berens, der im 1. Lauf mit einigen Stürzen keine gute Platzierung erreichte und jetzt auf aussichtsreicher Position liegend mit einer gerissenen Kette die Segel streichen musste. Fast schon unnötig zu erwähnen gewann natürlich Robert ganz sicher den Lauf vor, wie immer, Zimmermann.

"Alles Becker, oder was ??"Klasse 85ccm: Der holeshot des ersten Laufs ging an Tom Oster, nach Runde 1 lag aber Gastfahrer Eric Schönburg vorn. Schönburg setzte sich von Oster ab, Oster hatte einen sicheren Abstand zum Dritten Lucca Zimmermann. Der Tabellenerste Nico Müller war nach Runde 1 auf 4 zu finden, fand aber nie den Anschluss nach vorne und blieb bis zur Zielflagge auf dieser Position. Auch im zweiten Durchgang war Schönburg gleich weit vorn, machte dieses Mal aber einige Fehler und konnte so Oster, der damit die Spitze übernahm, nicht mehr gefährden. Müller musste mit Platz 3 weitere Punkte abgeben. Oster holte sich somit seinen ersten Gesamtsieg in dieser Klasse. In der Tabelle ist er jetzt bis auf 2 Punkte an den Tabellenersten Müller rangerückt; erstaunlich, wenn man bedenkt, daß Oster im Vorjahr noch in der 65er-Klasse gestartet war. Es ist aber auch festzuhalten, daß Müller nur 8 Monate älter ist und einfach schon früher den Klassenwechsel vollzogen hat.

Klasse Prestige: Wegen einer Blinddarm-OP die Woche zuvor war Nils Neumüller verständlicherweise nicht am Start. Auch Jan Kallfelz packte nach dem Zeittraining wegen einer heftigen Erkältung, die ihn die Läufe nicht hätten durchstehen lassen, seine Sachen zusammen. Die verbliebenen Prestige-Jungs hatten im ersten Lauf schlechte Karten. Ein heftiger Regenschauer in der Pause vor dem Lauf hatte die Strecke komplett unter Wasser gesetzt. Nils Hagen kam wie fast immer am besten aus dem Gitter, verfolgt von Riccardo Rennesland und dem Tabellenersten Jan Hoffmann. Nach der ersten Runde lag dann Hoffmann vorne vor Rennesland und Hagen; Rennesland fiel nach und nach zurück und belegte am Ende Rang 8. Christian Nolle fuhr auf Rang 3 liegend mit kochendem Kühlwasser raus. Zwar mit riesigem Abstand auf die beiden ersten, Hoffmann und Hagen, lag dennoch nun Dirk Spaniol auf Rang 3. Da gerade kein passendes Maschinenmaterial in seinem Laden vorzufinden war, musste er, da er sich in die Wertung MX2 eingeschrieben hat, auf eine betagte 125er aus dem Baujahr 2004 zurückgreifen. Leider gelang ihm der Husarenstreich nicht ganz, da das Getriebe gegen Ende zickte und er sich auf 5 ins Ziel rettete. Der dritte Platz ging somit an den Luxemburger Eric Tabouraing. In Durchgang 2 war Björn Frank in der ersten Kurve vorne, nach einer Berührung mit Nils Hagen und anschliessendem Bodenkontakt war er in der zweiten Kurve dann auf dem letzten Platz zu finden. Aber auch Jan Hoffmann crashte erstmals in dieser Saison und sah vorläufig mal das Feld aus einer ungewohnten Perspektive, nämlich von hinten. Das machte die Sache natürlich spannend, und es sprang ziemlich unerwartet ein anderer in die Rolle des Hagen-Jägers: Der letztjährige Cup-Sieger Benjamin Traxel zeigte auf seiner Heimstrecke, die nun ziemlich kaputt da lag, eine tolle Leistung und konnte gegen Mitte des Laufes auf Hagen aufschliessen. 20 Minuten sind aber lang, und er hatte damit sein Pulver verschossen. Immerhin reichte es am Ende aber noch zu Rang 5. Hagen holte sich den Laufsieg souverän, Zweiter wurde ein fehlerfrei fahrender Nicolai Neumüller auf der MX2-Maschine, Björn Frank konnte sich noch auf 3 vorarbeiten und für Jan Hoffmann reichte es noch zu Rang 4.

Mächtig im Vormarsch: Tom Oster (85ccm)Klasse Cup: Zum ersten Mal in dieser Saison gab es keine Halbfinale sondern zwei Wertungsläufe. Startsieger im ersten Lauf war Patrick Östringer. Die direkten Verfolger Florian Reinhold und Tim Schön kamen sich nach dem "Karussell" zu nahe und tauschten ihre aussichtsreichen Plätze gegen die rote Laterne aus. Nach Runde 1 hatte sich RLP-Fahrer René Dhonau an die Spitze gesetzt, Tabellenführer Brandon Kugener schob sich auf 2 vor, konnte aber nie zu Dhonau aufschliessen. Um den letzten Podestplatz fighteten Alexander Breininger und Damien de Muyser, nach einem Fehler von Breininger an der Tunnelauffahrt war die Sache dann geklärt. Zieleinlauf also Dhonau vor Kugener, de Muyser und Breininger. Östringer fiel bis auf 8 zurück, holte sich aber im zweiten Lauf erneut den holeshot vor Dhonau. Nach Runde 1 war Dhonau wie gehabt vorne, Breininger lag auf 2, dahinter Östringer. Bei strömendem Regen mussten ganze 13 Fahrer vorzeitig aufgeben. Auch Dhonau kam nicht fehlerfrei durch und holte sich nur knapp vor de Muyser den Lauf- und damit Tagessieg. Platz 3 ging an Breininger. Kugener bremste in der letzten Kurve 20 Meter vor dem Ziel seinen Motor aus, kickte ziemlich lang und verlor von Rang 4 noch 5 Plätze auf 9.

Klasse Senioren: Der erste Seniorenlauf war sicher eines der spannendsten Rennen bei dieser Veranstaltung. Thomas Pfeil und Ralf Oster schenkten sich von Anfang an nichts. Die ersten paar Runden war Pfeil vorne, dann zog Oster vorbei, am Schluss konterte Pfeil und holte sich den Laufsieg. Thomas "Kamikaze" Gros wurde seinem Namen gerecht und kam nach mehreren Crashs trotzdem noch knapp hinter dem Dritten Volker Weingart und ebenso knapp vor Jörg Marschner ins Ziel. Auch in Lauf 2 waren Pfeil und Oster vorn, bis Pfeil seinen Vereinskollegen Oster unabsichtlich rausschubste. Auch Pfeil machte einen Fehler und so lag nun Marschner an der Spitze. Marschner gewann und Pfeil wäre auf Rang 2 an der Zielflagge vorbei, wenn, ja wenn er nicht 3 Meter vor der Ziellinie auf Oster gewartet hätte. Da Oster zwischenzeitlich in Nähe der Helferzone nochmal eine längere Standpause hatte, musste Pfeil ziemlich lange warten. An der Ziellinie angekommen konnten sich die beiden nicht richtig einigen, wer denn jetzt als Zweiter über die Ziellinie fahren soll, und fast wäre Weingart noch vorbeigeprescht. Am Ende hatte Oster eine Zehntel Vorsprung auf Pfeil und somit Platz 2.

Gesamtergebnis Fischbach - 5./6.5.2012:
50ccm: 1. Luca Höltenschmidt, 2. Lukas Hofstetter, 3. Leo-Filip Paukovic, 4. Mika Ulrich, 5. Lukas Kengeter
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Loris Zimmermann, 3. Lukas Kunz, 4. Nick Hofstetter, 5. Timo Backes
85ccm: 1. Tom Oster, 2. Eric Schönburg, 3. Nico Müller, 4. Lucca Zimmermann, 5. Yannick Scheurer
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. Jan Hoffmann, 3. Nicolai Neumüller, 4. Eric Tabouraing, 5. Benjamin Traxel
Cup: 1.René Dhonau, 2. Damien de Muyser, 3. Alexander Breininger, 4. Brandon Kugener, 5. Pascal Wagner
Senioren: 1. Thomas Pfeil, 2. Ralf Oster, 3. Jörg Marschner, 4. Volker Weingart, 5. Uli Hell
Gäste: 1. Jean-Luc Thille, 2. Marco Zehnle, 3. Sebastian Brenner, 4. Jeremy Rimmler, 5. Mike Kreutzer

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Winningen, 21./22. April, 2. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Ein Hauch von Luxus...Pimp my track

In Winningen wurde das Umfeld kräftig verändert. Anstelle eines windigen Pavillons für die Zeitnahme wurde ein fester, beheizbarer Container aufgestellt. Auf dem Dach des Containers fand Streckensprecher Hans Breitel einen idealen Standpunkt, von dem der größte Teil der Strecke einsehbar ist. Auch das Problem der Zuschauerüberquerung der Strecke -auch während den Rennen- ins Infield wurde elegant gelöst: der kleine Table kurz vor dem Ziel wurde untertunnelt. An der Strecke selbst wurde nichts geändert, das zur Verfügung stehende Areal lässt aber ohnehin wenig Spielraum für Veränderungen.

Klasse 50ccm: Die kleinsten hatten bei April-Wetter wirklich Pech: Immer dann, wenn sie an der Reihe waren, regnete es, um danach wieder aufzuhören, nur im letzten Lauf blieben sie von der Bewässerung von oben verschont. Die Trainingsbestzeit holte sich der Tabellenführer Lukas Hofstetter, der auch den 1. Durchgang für sich entschied. Vom Start an lag er ungefährdet vorne. Bei den matschigen Bedingungen gab es natürlich auch einige harmlose Ausrutscher, die die Reihenfolge etwas durcheinander wirbelten: Justin Beck fiel von 3 auf 8 zurück, Mika Ulrich musste nach einem Startcrash das Feld von hinten aufrollen und holte sich in der letzten Runde noch Platz 2 vor Luca Höltenschmidt. In Lauf 2 kam der Winninger Höltenschmidt am besten aus dem Gitter, verfolgt von Beck und Ulrich. Jetzt hatte Hofstetter einen Ausrutscher in der ersten Runde. Seine Aufholjagd brachte ihn noch fast ganz nach vorne, im Ziel wurde es ganz knapp für Höltenschmidt mit nur noch 0,4 sec Vorsprung. Platz 3 ging an Beck.

Klasse 65ccm: Wie erwartet war Christopher Robert der schnellste im Training, annähernd folgen konnten im nur die Gastfahrer Ben Hess und Bogdan Krajewski, auf dem 4. Qualirang dann der zweitbeste SWC-Fahrer Loris Zimmermann. Im ersten Durchgang machte Robert die Sache spannend, nach einem Vorderradrutscher gleich in der Startrunde musste er sich das Feld erst mal von hinten anschauen. Trotz schnellster Rennrunde gelang es ihm aber nicht, noch auf den von Anfang an vorn liegenden Hess aufzuschliessen. Krajewski und Zimmermann belegten Rang 3 und 4. Im zweiten Lauf lief es perfekt für Robert, nur Hess konnte noch annähernd folgen, Zimmermann belegte Platz 3.

Ein trockenes Plätzchen war in Winningen öfters erforderlichKlasse 85ccm: Obwohl Tom Oster erst sein zweites SWC-Rennen auf der 85er bestritt, hinderte ihn dies nicht daran auf seiner Heimstrecke mal gerade so die Trainingsbestzeit zu setzen, allerdings waren aber auch Nico Müller und Nico Stepan nur einen Tick langsamer. Derart beflügelt holte er sich auch noch den Startsieg im ersten Lauf und konnte sich von Stepan, Yannick Scheurer und Müller absetzen. Stepan musste recht bald mit plattem Vorderrad den Lauf beenden, und auch Scheurer verlor nach einem Sturz über eine Runde. Der klare Laufsieg ging so an Oster, Müller belegt mit deutlichem Abstand Rang 2 und bereits der drittplatzierte Wesley Roppenecker gehörte zu den Überrundeten. Auch im zweiten Lauf lag Oster nach Runde 1 vorn, verfolgt von Müller und Stepan. Oster setzte sich leicht ab, Stepan und Müller hingen dicht aneinander. Plötzlich waren jedoch Müller und Stepan knapp vor Oster, Stepan machte beim Überrunden in der Zielkurve einen Fehler, den Oster ausnutzen konnte. Am Ende setzte sich Müller deutlich durch, Oster hielt ganz knapp den drängenden Stepan hinter sich.

Klasse Prestige: Aufgrund der geringen Winninger Streckenkapazität waren zwei Halbfinale erforderlich. Halbfinale eins gewann Nils Hagen, das zweite ging an Jan Hoffmann. Pech hatte Rick Hoffmann, der nach einem Sturz in der vorletzten Runde von Rang 8 auf den ersten Nicht-Qualifizierungsplatz 15 zurückfiel. Im Finale holte sich Hagen den Startsieg, gefolgt von Jan Hoffmann, Philipp Kappis und Nicolas Schummer. Hagen und Hoffmann setzten sich etwas ab, der beste MX2-Fahrer Jan Kallfelz schob sich von 6 auf 3 vor. In Runde drei machte Hagen in der Zielkurve einen Fehler, und schon war Hoffmann vorbei. Dieser konnte sich nach und nach etwas absetzen, aber auch Hagens Rang 2 war nie gefährdet. Spannender ging es um den letzten Podestplatz zu, um den sich Kallfelz und der Luxemburger Björn Frank stritten. Am Ende war Frank mit 1 Sekunde Vorsprung auf Rang 3, hier hatte am Ende vielleicht auch die Power der MX1-Maschine von Frank den Ausschlag gegeben.

Hat seinen Start sicher nicht bereut: Ralf Oster (Senioren)Klasse Cup: Natürlich waren auch hier zwei Halbfinale erforderlich. Die Sieger hiessen Damien de Muyser und Tim Schön. Den holeshot im Finale holte sich aber Hoxberg-Sieger Brandon Kugener vor den beiden Winningern Florian Neuroth und Peter Barabasch, verfolgt von Schön und de Muyser. Schon in Runde zwei rasselten de Muyser und Daniel Löffler aneinander. Löffler musste rausfahren, de Muyser fiel auf 26 zurück und beendete den Lauf auf 16. Neuroth und Barabasch konnten das Tempo an der Spitze nicht ganz mitgehen, wohl aber René Dhonau, der sich mit der schnellsten Rennrunde noch von 7 nach vorne orientierte. Kugener war eigentlich relativ sicher an der Spitze, hatte bei Überrundungen aber etwas Pech und ging diese vielleicht auch etwas zu zögerlich an. Am Ende war jedenfalls Schön ganz dicht dran, und auch Dhonau kam im Gewusel der Überrundungen noch ran. Innerhalb einer Sekunde sahen Kugener, Schön und Dhonau in dieser Reihenfolge die Zielflagge.

Klasse Senioren: Der Vorjahres-Champ Christian Lehner hat sich entschlossen, aufgrund diverser Verletzungen aus freien Trainings diese gründlich auszuheilen und erst zur zweiten Saisonhälfte einzusteigen.Auch Lutz Gerlach wird wegen der Verletzung aus Hoxberg wohl längere Zeit nicht antreten. Bei Ralf Oster war bis Samstag nicht klar, ob er bei seinem Heimrennen antreten würde, da auch er zwei Wochen zuvor in Hoxberg einen üblen Crash hatte. Letztendlich entschied er sich dann doch für einen Start, was im Nachhinein sicher die richtige Entscheidung war: In Durchgang 1 holte er sich den Startsieg vor Ralf Lüttger, Thomas Pfeil und den beiden Rheinland-Pfalz-Fahrern Markus Schmidt und Ilka Schütz. Lüttger konnte nach ein paar Runden an Oster vorbeiziehen, nach einem Fehler war aber Oster wieder vorn, Lüttger musste nach einem weiteren Crash endgültig aufgeben.Schütz verbesserte sich auf Platz 2 und Pfeil belegte Rang 3. Im zweiten Lauf führte Pfeil in der ersten Runde, aber Oster war auch gut aus dem Startgitter weg gekommen und schnappte sich Pfeil in Runde 2. Die beiden setzten sich etwas von Schütz ab, am Ende lag Oster knapp vor Pfeil, Schütz etwas weiter zurück und auf Platz 4 der Neusenior Thomas "Kamikaze" Gros, der die letzten Jahre nur darauf gewartet hat, endlich in dieser Ü40-Klasse mitmischen zu dürfen.

Gesamtergebnis Winningen - 21./22.4.2012:
50ccm: 1. Lukas Hofstetter, 2. Luca Höltenschmidt, 3. Mika Ulrich, 4. Justin Beck, 5. Enriko Tluste
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Ben Hess, 3. Loris Zimmermann, 4. Bogdan Krajewski, 5. Nick Hofstetter
85ccm: 1. Nico Müller, 2. Tom Oster, 3. Dennis Zmija-Kalinowski, 4. Justin Schnur, 5. Yannick Scheurer
Prestige: 1. Jan Hoffmann, 2. Nils Hagen, 3. Björn Frank, 4. Jan Kallfelz, 5. Nicolai Neumüller
Cup: 1.Brandon Kugener, 2. Tim Schön, 3. René Dhonau, 4. Florian Neuroth, 5. Thorsten Wolff
Senioren: 1. Ralf Oster, 2. Thomas Pfeil, 3. Ilka Schütz, 4. Thomas Gros, 5. Markus Schmidt
Gäste: 1. Jan Kallfelz, 2, Riccardo Rennesland, 3. Titus Racz, 4. Nico Jucker, 5. Jean-Luc Thille

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Hoxberg, 9. April, 1. Lauf zum Südwest-Cup 2012

Souverän in der 65er-Klasse unterwegs: Christopher RobertJetzt geht's los...

Endlich wurden die Motoren nach der Winterpause wieder gestartet, der Traditionstermin Ostermontag in Hoxberg lockte weit über 200 Fahrer an den Start. Voll motiviert wollten fast alle eingeschriebenen SWC-Crosser die ersten Punkte der neuen Saison einfahren. Leider gab es aber auch schon die ersten Verletzten zu verzeichnen, mit einer Beinfraktur erwischte es Maurice Dorschner bei den 65ern am schlimmsten. Auch das Osterwetter zeigte sich am Montag von seiner schlechteren Seite, bei kühlen Temperaturen mussten sich die Crosser durch den durch leichten Nieselregen etwas tiefer gewordenen Sandboden durchackern. Aufgrund dieser Tatsache entschied die Rennleitung, den zweiten Lauf der Klassen 50ccm und 65ccm zu streichen, was, wie immer bei solchen Entscheidungen, natürlich umstritten war.

Klasse 50ccm: Da die ersten 5 des Vorjahres entweder in die 65er-Klasse gewechselt oder nicht mehr in den SWC eingeschrieben sind, war für den Auftakt kein klarer Favorit gegeben. Im Zeittraining lagen zuerst aber mal zwei Gäste vorn: Tom Schettler und Leo Paukovic. Auf Platz 3 dann der erste SWC-Fahrer Lukas Hofstetter, der im letzten Jahr mehrmals als Gastfahrer am Start war, sich jetzt aber über Sandhausen eingeschrieben hat. Im einzigen Lauf holte sich Schettler den Laufsieg. Paukovic lag nach der ersten Runde auf 4 und konnte nur noch den gut gestarteten Luca Höltenschmidt überholen. Hofstetter holte sich zwar den holeshot, musste aber Schettler schon recht schnell vorbeiziehen lassen. Gegen Ende kam Paukovic noch ziemlich nahe ran, aber nicht vorbei.

Klasse 65ccm: Der Vorjahreszweite Christopher Robert wäre zwar auch schon bei den 85ern startberechtigt, will aber in seinem letzten Jahr bei den 65ern die Meisterschaft holen. Nach den ersten Eindrücken von Hoxberg wird dies wohl gelingen. Schon im Training legte er mal gerade 5,6 sec Abstand zu dem Walldorfer Loris Zimmermann hin, der übrigens auch nächstes Jahr aufsteigen muss. Platz 3 des Zeittrainings ging an den Gast Ruben Schmid vor Lukas Kunz und dem Aufsteiger aus der 50er-Klasse Marlon Schmidt. Im einzigen Lauf holte sich Robert den holeshot und lag auch schon weit vorn, als der Lauf wegen dem heftigen Crash von Maurice Dorschner nach etwa 2 Minuten abgebrochen werden musste. Im Neustart wurde die Distanz auf 8 Minuten verkürzt, hier ging der Startsieg an den für Fischbach startenden Schweizer Leandro Lüdi , verfolgt von Zimmermann, Schmid und Robert. Es dauerte immerhin bis zur dritten Runde bis Robert wieder vorne war und sich deutlich den Laufsieg vor Zimmermann und Schmid abholte.

Schnellster MX2-Fahrer im Prestige-Feld: Lutz BesteKlasse 85ccm: Der Vorjahresmeister Nils Neumüller und der Vize Damien de Muyser sind in die "großen" Klassen aufgestiegen, es könnten jetzt Nico Müller und Yannick Scheurer die Meisterschaft angehen. Aber auch Nico Stepan, der letztes Jahr nicht alle Läufe mitgefahren war, darf als Podestfahrer gehandelt werden. Im Training klar überlegen war jedoch der Gastfahrer Domenico Felici. Der Startsieg von Lauf 1 ging an Müller, Felici war jedoch schon nach Runde 1 vorne und ein souveräner Laufsieg fast nur noch Formsache. Auch Scheurer konnte Müller überholen, sich aber nur sehr kurz über Position 2 freuen, da er beim Überrunden crashte und mit verbogenem Lenker und schlechter Laune den Rest des Rennens als Zuschauer verfolgte. Da auch Stepan auf guter Position liegend schon nach einer Runde aufgeben musste, ging Platz 3 an Lucca Zimmermann vor dem amtierenden 65er-Champ Tom Oster, der damit einen tollen Einstand in der 85er-Klasse hatte. Im zweiten Durchgang waren nach der ersten Kurve Müller und Scheurer vorn, bei der ersten Zieldurchfahrt dann schon Felici. Nach zwei Runden war aber Felici raus, Müller gewann den Lauf, Scheurer mit 14 sec Abstand wurde Zweiter. Platz 3 ging an Oster vor dem schnellsten Mädchen im Feld, Carmen Allinger.

Klasse Prestige: Diese Jungs mussten über Winter fleissig trainieren, da in der Top-Klasse des SWC die Laufzeit auf 20 Minuten angehoben wurde. Auch bei den Teamzugehörigkeiten tat sich einiges: Nils Hagen fährt jetzt nicht mehr mit der Musch-KTM, sondern hat sich dem KMP-Team von Alex Karg angeschlossen. Dafür hat Ludwig Säger das Team verlassen und fährt für den neuen Kawa-Händler im Saarland, Schäfer Motorsport. Ramon Jäckle ist hier der zweite Teamfahrer, er war aber wegen einer Verletzung aus der Supermotoveranstaltung Mitte März in Saarbrücken nicht am Start. Nils Neumüller ist aus der 85er-Klasse aufgestiegen und fährt jetzt für Becker Racing Pirmasens, ebenso wie sein Bruder Nicolai. Mit Jan Hoffmann bringt das Team Kneip Powersports einen richtig schnellen Fahrer neu in den SWC. Im Zeittraining konnte sich Nils Hagen knapp vor dem Luxemburger Björn Frank behaupten, auf dem dritten Platz war mit Jan Kallfelz (Lutz Motorsport) der schnellste MX2-Fahrer zu finden. Eine schnelle Runde im Zeittraining besagt aber bei 20 Minuten Laufzeit noch nicht viel, in den Läufen sah es etwas anders aus. Lauf 1: Der Startsieg ging an Nils Hagen, dahinter Jan Hoffmann, Jan Kallfelz, Ludwig Säger und mit Lutz Beste eine weiterer MX2-Fahrer. Hagen und Hoffmann setzten sich etwas ab, Beste zog in Runde 5 an Kallfelz und Säger vorbei. Bei Hoffmann hatte man den Eindruck, er legt sich Hagen zurecht, um ihn dann kurz vor Rennende zu schnappen. Genau so passierte es dann auch und auch Beste konnte wieder zu Hagen aufschliessen und vorbei gehen. Zieleinlauf war somit Hoffmann vor Beste, Hagen und Säger. Lauf 2: Alex Karg kam am besten aus dem Startgitter, nach der ersten Runde war aber Hagen vorn vor Hoffmann. Säger hatte einen mittelprächtigen Start und musste gegen Mitte des Rennens nach einem Sturz aufgeben. Wie in Durchgang 1 legte sich Hoffmann Hagen zurecht und zog gegen Mitte des Laufes an ihm vorbei. Nicolai Neumüller schob sich von Rang 8 bis auf 3 vor, immer mit Beste im Schlepptau. In der letzten Runde überholte Beste Neumüller. Ergebnis somit Hoffmann vor Hagen, Beste und Neumüller.

Cup-Finalsieger ohne Kickstarter: Brandon KugenerKlasse Cup: Es wurden 2 Halbfinale gefahren. Sieger im ersten HF war Tim Schön vor Thomas Martel und Damon Goldschmidt. Das zweite HF ging mit deutlichem Vorsprung an Damien de Muyser vor Matthias Hollinger und Brandon Kugener. Die beiden Brüder Vitor und Carlos dos Santos Alves eliminierten sich gegenseitig nach einem Crash am ersten Zuschauertable und mussten beim Finale zusehen. Hier musste Kugener mit dem psychologischen Handicap antreten, ohne Kickstarter zu fahren, da er diesen im Halbfinale verloren hatte. Ein Anschieben im Vorstart wurde gestattet, ein Abwürgen des Motors im Lauf hätte aber seine Chancen zunichte gemacht. Startsieger im Finale war Florian Neuroth, der diese Position noch 3 Runden lang halten konnte, dann aber die stärkere Konkurrenz nach und nach vorbeiziehen liess. Kurzzeitig lag Patrick Östringer an der Spitze, dann ging Kugener vorbei und blieb bis zur Zielflagge vorn. De Muyser kam von Rang 8 bis auf 2 vor und Östringer wurde Dritter.

Klasse Senioren: Im Zeittraining waren zwar Christian Lehner und Ralf Oster vorn, beide spielten in den Läufen aber keine Rolle mehr. Bei Lehner war aufgrund von Blessuren, die er sich zuvor bei Trainings in Fischbach und N'würzbach zugezogen hatte klar, daß er die Läufe nicht durchstehen würde, er war daher auch nicht am Startgitter zu sehen. Oster hatte im Zeittraining einen Crash, weil an ungünstiger Stelle der Gang an seiner Maschine rausgesprungen war und er mit heftigen Prellungen auf einen Start verzichtete. In beiden Läufen war ein lustiges Wechselspiel an der Spitze zu sehen. In Durchgang 1 holte sich Thomas Pfeil den holeshot, gefolgt von Lutz Gerlach und Volker Weingart. Weingart fiel etwas zurück, Pfeil und Gerlach überholten sich mehrfach innerhalb einer Runde. Meist ging Gerlach auf der langen Waldgerade vorbei, Pfeil konterte auf der Zielgerade und dem großen Table. Am Ende war Gerlach mit 2,3 sec Vorsprung vor Pfeil im Ziel. Auch im zweiten Lauf waren diese drei dicht beisammen, bis Gerlach etwas von der Strecke abkam und gegen einen glücklicherweise mit Strohballen gesichterten Baum rauschte. Jetzt lieferten sich Pfeil und Weingart das Duell des Tages, wie schon im 1. Lauf verlor Pfeil beim Anbremsen auf der Waldgerade Boden, konterte aber am großen Table und den beiden Zuschauersprüngen. Am Ende setzte sich Weingart etwas ab, holte sich den Laufsieg und damit auch den Tagessieg.

Gesamtergebnis Hoxberg - 9.4.2012:
50ccm: 1. Tom Schettler, 2. Lukas Hofstetter, 3. Leo Filip Paukovic, 4. Luca Höltenschmidt, 5. Mika Ulrich
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Loris Zimmermann, 3. Ruben Schmid, 4. Leandro Lüdi, 5. Nick Hofstetter
85ccm: 1. Nico Müller, 2. Tom Oster, 3. Lucca Zimmermmann, 4. Carmen Allinger, 5. Philipp Grave
Prestige: 1. Jan Hoffmann, 2. Nils Hagen, 3. Lutz Beste, 4. Nicolai Neumüller, 5. Dirk Spaniol
Cup: 1.Brandon Kugener, 2. Damien de Muyser, 3. Patrick Östringer, 4. Thomas Martel, 5. Matthias Hollinger
Senioren: 1. Volker Weingart, 2. Thomas Pfeil, 3. Thomas Edelmann, 4. Gerard Schummer, 5. Josef Iker
Gäste: 1. René Kühn, 2. Hendrik Noßheuer, 3. Benedikt Hauck, 4. Manuel Wagner, 5. Felix Rath

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Vorschau 2012

Der Südwest-Cup geht nun in seine 26. Saison. Mitte der 80er Jahre begründeten die auch noch heute dem SWC angehörigen Clubs Hoxberg, Warndt, Niederwürzbach und Fischbach den Saarland-Pfalz-Pokal, der mit seinen 4 Läufen eigentlich als Vorbereitung auf die Saison gedacht war. Nach und nach kamen aber immer mehr neue Vereine hinzu und die Serie entwickelte sich zu einer renommierten Clubsportserie, die dann Mitte der 90er Jahre in Südwest-Cup umbenannt wurde. Auch 2012 sind wieder zwei neue Vereine in den SWC aufgenommen worden. Der MSC Sandhausen wird zwar keinen Lauf durchführen, hat aber einige Fahrer angemeldet. Der andere Neuzugang ist eigentlich kein Verein, sondern gleich ein richtiger Verband. Die Luxemburger Föderation MUL (Motor Union Luxembourg) kooperiert mit dem SWC und wird einige ausgewählte Läufe des SWC zur Luxemburger Meisterschaft zählen. Aber nicht nur die Luxemburger Fahrer sind nun großenteils im SWC vertreten, es wird auch einen Lauf zum SWC in Luxemburg, und zwar auf der anspruchsvollen Strecke in Goesdorf-Bockholtz geben. Durch die Erweiterung sind zum ersten Mal seit bestehen des Cups nun deutlich über 200 Teilnehmer angemeldet, und auch die 12 Läufe auf 11 verschiedenen Strecken bilden einen neuen Rekord. Auch auf der ehemaligen WM-Strecke in Reil wird es nach einem Jahr Pause wieder einen SWC-Lauf geben. In einer Zweitages-Veranstaltung werden der NRW-Cup und der SWC in Kooperation ihre Läufe durchführen. Der Saisonauftakt wird am Ostermontag in Hoxberg bestritten, danach geht es weiter nach Winningen und nach Fischbach. An dem bewährten Reglement wurde für 2012 nicht viel verändert: Die Laufdauer in der "Königsklasse" Prestige wurde von 15 Min. auf 20 Min. angehoben und es wird in der Jahreswertung in dieser Klasse nach MX1 und MX2 getrennt.


Niederwürzbach, 29. Oktober, Meisterschaftsfeier zum SWC 2011

Die Südwest-Cup-Meister 2011 (v.l.): Benjamin Traxel (Cup), Lutz Gerlach (Oldies), Tom Oster (65ccm), Andreas Wack (Organisation SWC), Ben Merg (50ccm), Ludwig Säger (Prestige), Bente Sauer (Damen), vorn sitzend Nils Neumüller (85ccm)


Warndt, 9. Oktober, 11. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Am frühen Morgen war's schon kalt...Finale

Zum Saisonabschluss fanden sich noch einmal knapp 130 Fahrer im Warndt zusammen. Das Wetter spielte mit und bescherte den Fahrern einen teilweise sonnigen Herbsttag, auch wenn die ersten Trainings am frühen Morgen noch bei frischen 4°C abgehalten wurden. Die Spannung um die Meisterschaft war in den meisten Klassen nicht mehr gegeben, da die Champs schon vorzeitig fest standen. Dies nutzen dann auch einige Fahrer, um schon mal in der nächsthöheren Klasse reinzuschnuppern.

Klasse 50ccm: Hier war die Meisterschaft für Ben Merg schon sicher, er startete daher schon mal in der 65er-Klasse, in der er 2012 antreten wird. Marlon Schmidt hatte daher keinen starken Gegner zu fürchten: In beiden Läufen holte er sich souverän den Sieg. Im ersten Lauf überrundete er sogar den Zweitplatzierten Maurice Dorschner, im zweiten Durchgang blieb dem wiederum Zweitplatzierten Dorschner dieses Schicksal erspart. Allerdings ist die 50er-Strecke im Warndt relativ kurz, die Trainingsbestzeit von Schmidt lag knapp unter 50 Sekunden. Das Siegerpodest vervollständigte Luca Höltenschmidt mit den Laufergebnissen 3 und 5 und dem 3. Gesamtplatz.

Erstmalig Tagessieger: Marvin Kasolka (Cup)Klasse 65ccm: Wie in der 50er-Klasse war auch hier die Spannung raus, die Meisterschaft war dem Winninger Tom Oster nicht mehr zu nehmen. Auch Oster nutzte daher die letzte Veranstaltung, um schon mal die 85er zu testen. Der Tabellenzweite Christopher Robert war voll motiviert, vor heimischem Publikum den Tagessieg zu holen. Im ersten Lauf wurde dieses Vorhaben gleich schwierig: Nach einem Startcrash mit Lukas Priester (15/11) musste Robert das Feld von ganz hinten aufrollen. In der vorletzten Runde war die Welt wieder soweit in Ordnung, Robert überholte den bis dahin Führenden Henry Schönburg (1/2) und sah eigentlich wie der sichere Sieger aus. Nach einem Fehler in der letzten Runde war dann Schönburg doch noch knapp vor Robert im Ziel. Aber auch mit einem zweiten Platz in Lauf 1 kann man aus eigener Kraft noch den Tagessieg holen, man muss nur den zweiten Lauf gewinnen. Den holeshot holte sich zwar Loris Zimmermann (3/3), aber ab Runde 1 war dann Robert vorne, der Lauf- und somit Tagessieg ging an ihn.

Klasse 85ccm: In dieser Klasse war die Meisterschaft theoretisch noch nicht entschieden, Nils Neumüller fehlten jedoch nur noch wenige Pünktchen, die er mit zwei meisterschaftswürdigen Laufsiegen ganz locker einfuhr. Der Tabellenzweite Damien de Muyser (8/5) kam mit der Strecke nicht so richtig zurecht und hätte fast noch die Vizemeisterschaft an Nico Müller (3/2) abgegeben.

Klasse Prestige: Die Meisterschaft war schon zugunsten von Ludwig Säger entschieden, was für ihn aber auch notwendig war. Nach einem schweren Sturz in einem freien Training in der Woche zuvor war er anstatt auf der Strecke im Krankenhaus zu finden. Ich wünsche an dieser Stelle eine gute Besserung und hoffe ihn auf der Meisterschaftsfeier wieder halbwegs fit anzutreffen! Aber auch Säger hätte die klare Dominanz des Gastfahrers Mike Luxemburger nicht ankratzen können. Der Franzose Luxemburger hat sich sporadisch auch schon bei WM-Läufen qualifizieren können und war für die SWC-Fahrer eine Nummer zu groß. In Lauf 1 war Nils Hagen in der Verfolgerrolle, musste aber gegen Mitte des Rennens mit einem verstauchten Handgelenk das Tempo deutlich zurückschrauben und lief erst auf 14 ins Ziel. Alexander Karg (-/-) hatte sich den in allen Klassen für den 1. Lauf ausgelobten holeshot-Pokal geholt und lag eine Zeitlang auf 3, nach einem Crash mit dem von hinten angreifenden Jan Kallfelz (-/5) war mit demolierten Kühlern dann die Veranstaltung für ihn beendet. Rang 2 ging in diesem Lauf so an Ramon Jäckle, der auch im zweiten Lauf bis zur vorletzten Runde diesen Platz hielt. 100 Meter vor dem Ziel musste er aber dann mit leerem Tank zusehen, wie alle Konkurrenten vorbeizogen. Ins Ziel zu schieben war wegen der tiefsandigen Strecke und der Tatsache, daß auch noch ein Table zu bewältigen gewesen wäre, nicht möglich, er nahm dieses Unterfangen daher auch gar nicht erst in Angriff. Platz 2 ging in diesem Lauf an Nicolai Neumüller, der sich zum Saisonabschluss mal auf einer 450er probierte. Auch wenn er natürlich damit zurecht kam, ist das definitiv nicht der Maschinentyp, der zu ihm passt.

Einmal im Jahr muss auch mal ein Bild in eigener Sache erlaubt sein: Andreas Wack (Senioren)Klasse Cup: Man ahnt es bereits, auch hier war die Meisterschaft schon klar für Benjamin Traxel, der sich dann schon mal in der Prestige-Klasse probierte, in die er 2012 aufsteigen muss. Marvin Kasolka, der in den letzten Rennen eine stark ansteigende Formkurve zeigte, wollte die Chance nutzen, bei seinem Heimrennen den ersten Tagessieg zu holen. Im ersten Durchgang klappte das schon mal ganz gut, er holte sich den holeshot-Pokal und konnte sich sukzessive auch vom Zweitplatzierten Jan Gross absetzen. Den dritten Platz belegte Janosch Klonig, der aber erst in der letzten Runde Matthias Hollinger von diesem Platz verdrängte. Im zweiten Lauf versemmelte Kasolka total seinen Start, er kam erst als 23. aus der ersten Runde zurück. Derweil hatte Jan Gross die Führung übernommen, damit war aber auch schon kurz vor Ende der ersten Runde Schluss: Mit einem spektakulären Salto vorwärts verabschiedete er sich von diesem Rennen und der diesjährigen SWC-Saison. Die Führung übernahm Klonig bis Runde 5, wurde dann aber von Jan-Thore Kaulbach (5/1) vorne abgelöst. Kaulbach holte sich zwar den Laufsieg, aber Kasolka pflügte sich noch bis Rang 3 nach vorne, was für den verdienten Tagessieg ausreichte. Bente Sauer (25/23) holte sich den im Rahmen der Cup-Klasse ausgetragenen Meisterpokal der Damen, schnellste an diesem Tag war aber Gastfahrerin Annabelle Hiery (24/15) vom MCC Warndt.

Klasse Senioren: Bei den Senioren ging es endlich mal um die Wurst. Lutz Gerlach und Christian Lehner mussten im letzten Lauf klären, wer Meister wird. Außenseiterchancen hatten aber auch noch Thomas Pfeil (5/5) und Ralf Oster (3/4). Beide Laufsiege gingen an einen Gastfahrer, den Franzosen Hervé Kiemza. Entscheidend jedoch war, daß Lehner in Lauf 1 vor Gerlach ins Ziel kam und auch noch Oster zwischen den beiden lag. Im zweiten Durchgang hätte Lehner noch 2 Punkte auf Gerlach aufholen müssen, um an die Tabellenspitze zu gehen. Der Plan ging aber nicht auf, Lehner kam als Dritter etwa 10 Sekunden nach Gerlach an der karierten Flagge vorbei. Die Seniorenmeisterschaft würde daher eigentlich an Gerlach gehen, da er aber für die Sonderwertung Oldieklasse (Senioren über 48) gewertet wird, hat sich Lehner dann doch die Meisterschaft der Senioren gesichert.

Gesamtergebnis Warndt - 9.10.2011:
50ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Maurice Dorschner, 3. Luca Höltenschmidt, 4. Tom Nowacka, 5. Lennart Meurer
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Henry Schönburg, 3. Loris Zimmermann, 4. Paul Nuoffer, 5. Fynn Schwab
85ccm: 1. Nils Neumüller, 2. Nico Müller, 3. Yannik Scheurer, 4. Domenico Felici, 5. Damien de Muyser
Prestige: 1. Mike Luxemburger, 2. Nicolai Neumüller, 3. Lutz Beste, 4. Philipp Kappis, 5. Dennis Koch
Cup: 1. Marvin Kasolka, 2. Janosch Klonig, 3. Jan-Thore Kaulbach, 4. Matthias Hollinger, 5. Thomas Jahnen
Senioren: 1. Hervé Kiemza, 2. Christian Lehner, 3. Lutz Gerlach, 4. Ralf Oster, 5. Thomas Pfeil

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Hennweiler, 11. September, 9. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Dritter in der 65er-Tabelle: Loris ZimmermannSchiff ahoi

In Hennweiler spielte das Wetter nach Ettringen erneut nicht mit. Zu den Trainings und dem ersten 50er-Rennen am Vormittag herrschten noch optimale Bedingungen, das Thema Staubentwicklung war zu diesem Zeitpunkt noch eins. Obwohl sich in der Mittagspause schon dunkle Wolken zusammenzogen und 150km entfernt wohl schon heftige Unwetter übers Land gezogen waren, wurde in der Pause noch gewässert. Die 65er und 85er absolvierten ihr erstes Rennen auch noch im Trockenen, bei den Senioren kam es dann aber richtig dick. Etwa 3 Minuten nach dem Start fing es an zu tröpfeln, um dann schlagartig in ein heftiges Unwetter mit Hagelschauer, Blitz und Donner und Sturmböen über zu gehen. Selbstverständlich wurde der Lauf, wenn auch etwas spät, abgebrochen. Da sich das Wetter vorübergehend wieder deutlich besserte, wurde erst mal eine Pause von etwa einer Stunde gemacht, die insbesondere von den Fahrern der 50er-Klasse Gummistiefel-bewaffnet am See mitten auf der Strecke mit lustigen Wasserspielen genutzt wurde. Nachdem die Strecke wieder von den größten Seenplatten befreit war, entschied die Rennleitung noch einen Lauf in der Cup- und Prestige-Klasse zu starten, so daß jede Klasse dann einen Lauf hatte. Diese Entscheidung war insoweit weitsichtig, da es gegen Mitte des Cup-Laufes wieder anfing zu regnen, und die Prestige-Jungs im abschließenden letzten Rennen komplett bei strömendem Regen durchfahren mussten.

Klasse 50ccm: Schon im Zeittraining kündigte sich an, daß der Sieg in Hennweiler wohl erneut nur über Marlon Schmidt gehen würde. Über drei Sekunden Vorsprung auf Ben Merg und fast fünf auf Philipp Britz waren eine deutliche Ansage. Nach dem Start war dann auch folgerichtig Marlon Schmidt in der ersten Kurve vorn, verfolgt von Philipp Britz und Luca Höltenschmidt. Der Start musste aber wiederholt werden, da das Gitter von Merg nicht gefallen war, und er deswegen als Letzter ins Rennen gegangen wäre. Den Neustart gewann Britz, nach der ersten Runde war aber Schmidt in Front vor Merg und Britz. Diese Reihenfolge änderte sich auch nicht bis zum Zieleinlauf. Pech hatte Keanu Alm: Die Reparatur seines Kickstarters war erst beendet, als alle anderen Teilnehmer schon am Startgitter standen, ein Start im einzigen Wertungslauf an diesem Tag war daher nicht möglich.

Beste Dame: Bente Louisa SauerKlasse 65ccm: Christopher Robert holte sich die Trainingsbestzeit, Tom Oster war etwa 1,5 sec langsamer. Im Rennen drehte Oster den Spiess um: er war nach der ersten Kurve vorn, gefolgt von Loris Zimmermann und Robert. Robert holte sich in der ersten Runde noch Zimmermann, und die Reihenfolge blieb dann so bis zum Schluss. Der Laufsieg ging mit klarem Vorsprung an Oster und Robert konnte sich noch deutlicher vom Drittplatzierten Zimmermann und dem knapp Viertplatzierten Fynn Schwab absetzen.

Klasse 85ccm: Das Maß der Dinge war hier Nils Neumüller. Souverän holte er sich Startplatz 1 und auch im einzigen Lauf musste er zu keinem Zeitpunkt einen Gegner fürchten.Spannender gings um die weiteren Platzierungen zu: Auch wenn es nur zu wenigen Positionswechseln kam, so war der Pulk von Rang 2 bis 6 innerhalb von 6 Sekunden im Ziel. Anführer dieser Gruppe war Damien de Muyser vor Dennis Zmija-Kalinowski, René Dhonau, Yannick Scheurer und Nico Müller.

Klasse Prestige: In den beiden Trainings machte Jan Kallfelz mit den Bestzeiten auf sich aufmerksam. Nach dem Start sah es aber dann aus wie (fast) immer: Ludwig Säger in Führung. Dieses Mal verfolgt von Philipp Kappis und Kallfelz. Mit einem guten Start konnte sich Yannik Lund auf Rang 4 setzen, und diesen drei Runden lang gegen die stärkere Konkurrenz verteidigen. Bei strömendem Regen sah es schon nach einem sicheren Laufsieg für Säger aus, aber selbst dem Routinier unterlaufen bisweilen noch Fehler: Nach Runde 5 war jedenfalls Kappis vorne und auch Ramon Jäckle hatte sich nach einem durchwachsenen Start nach vorn gefahren und lag nun auf 2 vor Säger. Dies blieb die Reihenfolge bis zum Ende des verkürzten Laufes.

Auch beim Neustart der Senioren lief nicht alles glatt....Klasse Cup: Die Rheinland-Pfalz-Fahrer Andreas Knöll und Patrick Patela bogen als Führende in die erste Kurve ein. Nach Runde 1 waren dann die üblichen Verdächtigen in der Spitzengruppe zu finden: Benjamin Traxel, Jan-Thore Kaulbach und etwas überraschend Marvin Kasolka waren nun auch dabei. Knöll und Patela fielen zurück, Traxel setzte sich an die Spitze vor Kasolka und Kaulbach. Nach einem Fehler von Kasolka ging Kaulbach vorbei und blieb bis zur Zielflagge auf Rang 2.

Klasse Senioren: Christian Lehner war nach einem Trainingssturz in Schweyen nicht im Vollbesitz der körperlichen Kräfte, dennoch holte er sich knapp die Trainingsbestzeit. Nach dem Start zum einzigen Rennen kam es zu einem Massencrash nach der ersten Kurve, der Lauf musste daraufhin neu gestartet werden.Den Startsieg holte sich Thomas Pfeil vor Lutz Gerlach und Thomas Edelmann. Pfeil fiel zurück, Gerlach lag nun vorne und Ralf Oster schob sich auf Rang 2 im Gewittersturm. Einige Teilnehmer beendeten den Lauf schon vor dem Abbruch, nass bis auf die Knochen waren aber alle.

Gesamtergebnis Hennweiler - 11.09.2011:
50ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Ben Merg, 3. Philipp Britz, 4. Luca Höltenschmidt, 5. Lennart Meurer
65ccm: 1. Tom Oster, 2. Christopher Robert, 3. Loris Zimmermann, 4. Fynn Schwab, 5. Marvin Horst
85ccm: 1. Nils Neumüller, 2. Damien de Muyser, 3. Dennis Zmija-Kalinowski, 4. René Dhonau, 5. Yannik Scheurer
Prestige: 1. Philipp Kappis, 2. Ramon Jäckle, 3. Ludwig Säger, 4. Mario Dempewolf, 5. Nicolai Neumüller
Cup: 1. Benjamin Traxel, 2. Jan-Thore Kaulbach, 3. Marvin Kasolka, 4. Andreas Knöll, 5. Peter Barabasch
Senioren: 1. Lutz Gerlach, 2. Ralf Oster, 3. Thomas Pfeil, 4. Thomas Edelmann, 5. Christian Lehner

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Ettringen, 14. August, 8. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Gerade die 50er hatten es besonders schwer: Marlon SchmidtWetterpech

In Ettringen wurde dieses Jahr einiges getan: für die Streckenbewässerung wurden Rohre verlegt, so daß jeder Streckenteil jetzt relativ schnell bewässert werden kann. Derart gerüstet, wurde erstmalig von dem traditionellen Termin Anfang September abgerückt und die Veranstaltung auf Mitte August gelegt. Auch die Strecke war top präpariert, leider machte das Wetter aber allen Bemühungen einen Strich durch die Rechnung. Bei einem Augusttag nicht würdigen Temperaturen regnete es schon zum Training und die Strecke verwandelte sich zusehends in eine schlammige Piste. Da es auch während den ersten Läufen nicht wirklich besser wurde, wurde der zweite Lauf der 50er-Klasse gestrichen, die Läufe der restlichen Klassen gekürzt.

Klasse 50ccm: Den Startsieg holte sich Marlon Schmidt vor dem Tabellenersten Ben Merg. Merg lag nach Runde 1 aber in Führung. Schmidt konnte das Tempo von Merg mitgehen und blieb nahe an Merg dran. Bei den schlammigen Bedingungen hatten es die Kleinsten natürlich besonders schwer, und selbst Merg blieb nicht fehlerfrei. In Runde 13 stürzte er, Schmidt konnte das ausnutzen und zog wieder an Merg vorbei. Der Laufsieg und damit der Tagessieg ging an Schmidt, Merg wurde Zweiter. Aufgrund der relativ kurzen 50er-Strecke war der Drittplatzierte, Philipp Britz, von den beiden ersten bereits überrundet und Lisa Michels auf Platz 4 sogar schon zweimal. Viel Pech hatte Maurice Dorschner: In der letzten Runde kam er sehr kurz hinter der Ziellinie zu Fall. Der Sieger Schmidt fuhr eine halbe Sekunde nach Dorschner zum letzten Mal über die Transponderschleife und sah die karierte Flagge. Somit hätte Dorschner die etwa einen halben Meter begonnene Runde noch zu Ende fahren müssen, um in Wertung zu kommen. In dieser konfusen Situation war Dorschner aber wohl nicht klar, daß er diese Runde noch fahren muss, zumal er irrtümlicherweise auch vom Rennleiter abgewinkt war.

Klasse 65ccm: Der Holeshot von Lauf 1 ging an Loris Zimmermann vor Tom Oster und Christopher Robert. Der Tabellenführer Oster war aber schon nach Runde 1 vorne und Robert überholte Zimmermann in Runde 2. Oster setzte sich deutlich ab und holte den Laufsieg vor Robert. Für Zimmermann wurde es gegen Schluss auf Platz 3 noch eng, der Winninger Marvin Horst kam noch dicht an ihn ran. Auch im zweiten Durchgang war Zimmermann der Startsieger, gefolgt von Robert, Oster war schlecht aus dem Startgitter gekommen. Nach Runde 1 war Robert schon vor Zimmermann, und Oster war auf Platz 3 zu finden. Nach Runde 2 war Oster dann auch an Zimmermann vorbei, und ab dann begann für die Rennleitung die knifflige Frage: "Wer ist eigentlich vorn?" Oster stürzte am Doppelhang und fiel auf Platz 6 zurück. Robert machte einen kleinen Fehler, den Zimmermann ausnutzte um wieder auf 1 zu gehen. Nachdem Robert dann auch noch am Table vor dem Zielhaus in Runde 5 Bodenkontakt hatte, wäre Zimmermann eigentlich deutlich vorne gewesen. Aber auch er kam nicht als Führender aus dieser Runde, sondern der bis dahin Viertplatzierte Paul Nuoffer, der ebenfalls in dieser Runde den Dritten Horst überholt hatte. Um die Konfusion zu vollenden, hatte sich auch Oster wieder nach vorne geschoben und war nun Zweiter hinter Nuoffer. Am Ende holte sich Oster doch noch den Laufsieg, Nuoffer kam auf Rang 2 ins Ziel mit deutlichem Vorsprung vor Horst. Zimmermann wurde Vierter und Robert Sechster.

Beobachtet seine Schützlinge in den Schülerklassen: Christian Lehner (Senioren)Klasse 85ccm: Auch in Ettringen war Nils Neumüller dominierend. Im ersten Lauf hatte er 1:42 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Carmen Allinger, die damit ihre Saisonbestleistung erzielte. Allinger fuhr fehlerfrei und profitierte von den vielen Stürzen und Fehlern ihrer Konkurrenten. Der Tabellenführer Damien de Muyser, Dennis Zmija-Kalinowski, Nico Müller, Justin Schnur, Yannik Scheurer, Gastfahrer Billy Lux, René Dhonau, alle lagen sie mehr oder weniger oft im Schlamm. De Muyser und Dhonau waren am Ende dicht an Allinger dran, mussten sich aber mit den Plätzen 3 und 4 zufrieden geben. Im verkürzten zweiten Durchgang waren dann die Bedingungen etwas besser, da der Dauerregen aufgehört hatte und langsam die Sonne rauskam. Auch hier war Neumüller nach dem Start gleich vorn und dem Feld enteilt. Schnur lag nach einem guten Start auf Platz 2 und blieb dort auch bis zur Zielflagge mit sicherem Abstand zu Dhonau. Allinger beendete den Lauf auf Rang 5 hinter Müller.

Klasse Prestige: Ludwig Säger kam in Lauf 1 am besten aus dem Gitter, verfolgt von Nils Hagen und Gerrit Knipprath. Jan Kallfelz blieb am Start stehen und nahm das Rennen erst gar nicht auf. Knipprath fuhr nach Runde 1 raus, somit waren Säger und Hagen dem Feld weit voraus. Säger fuhr den Sieg ungefährdet nach Hause und hatte am Ende 10 Sekunden Vorsprung auf Hagen. Lange Zeit hielt sich Gast Riccardo Rennesland auf Platz 3, musste aber zur Mitte des Laufes wohl mit einem technischen Problem in die Helferzone und konnte am Ende nur den vorletzten Platz vorweisen. Platz 3 ging an Nicolai Neumüller. Im verkürzten zweiten Lauf war der Start natürlich umso wichtiger, und erneut gelang es Säger sich gleich an die Spitze zu setzen vor Hagen. Nach einem Crash von Hagen war Säger dann ziemlich einsam vorne und fuhr das Rennen kontrolliert zu Ende. Hagen schob sich von Rang 5 wieder an den Gästen Michael Kaiser und Frank Bremser vorbei und hing am Ende ziemlich dicht an dem jetzt Zweitplatzierten Neumüller, kam aber nicht mehr vorbei.

Kim-Carolin Scheller (Klasse 50ccm)Klasse Cup: Florian Neuroth, André Molsberger und Tabellenführer Benjamin Traxel starteten am schnellsten. Traxel übernahm die Führung, Neuroth und Molsberger fielen leicht zurück. Nach Runde 1 war Andreas Knöll auf Platz 2 zu finden und der Jüngste im Feld, Jan-Thore Kaulbach auf Platz 3. Trotz eines Sturzes schob sich Kaulbach weiter nach vorne auf 2, und nach einem Fehler von Traxel war Kaulbach dann in Führung. Dort blieb er auch bis zum Ende und holte sich den Laufsieg. Im zweiten Lauf wollte sich der Ettringer Henning Sixel besser in Szene setzen als in Lauf 1, dort lag er nach einem Startcrash mit Daniel Wehner nicht in den Punkterängen. In Lauf 2 jedenfalls hatte er den besten Start, verfolgt von Knöll, Charles Klimke und Kaulbach. Nach Runde 1 war Kaulbach auf Sixel aufgelaufen und machte Druck. Sixel liess sich davon beeindrucken und kam bei der Landung am Table vor dem Zielhaus zu Fall. Kaulbach holte sich erneut den Laufsieg und damit auch den Tagessieg. Knöll belegt Rang 2 vor Janosch Klonig. Traxel hatte in Ettringen nicht seinen stärksten Tag und lief auf Platz 4 ins Ziel ein.

Klasse Senioren: Auf der Heimstrecke in Ettringen sind Michael Spengler, Thomas Pfeil und Elmar Näckel immer stark. Für Spengler war aber nach einer Runde nach einem Sturz im Waschbrett schon Schluss, Näckel war angesichts der Wetterlage auch nicht richtig motiviert und lediglich Pfeil war mit Platz 2 richtig gut dabei. Der Laufsieg ging aber an Christian Lehner, der sich nach einem durchwachsenen Start ab Runde 5 an die Spitze gesetzt hatte. Platz 3 ging an Ralf Oster. Dieser holte sich den Startsieg im zweiten Lauf vor Volker Weingart und Pfeil. Weingart war kurzfristig in Führung, musste Oster aber vorbeigehen lassen und zur Mitte des verkürzten Laufes auch noch Pfeil. Lehner hatte erneut einen schlechten Start und kam gegen Ende noch an Weingart ran, aber nicht mehr vorbei.

Gesamtergebnis Ettringen - 14. 08.2011:
50ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Ben Merg, 3. Philipp Britz, 4. Lisa Michels, 5. Tom Nowacka
65ccm: 1. Tom Oster, 2. Paul Nuoffer, 3. Marvin Horst, 4. Loris Zimmermann, 5. Christopher Robert
85ccm: 1. Nils Neumüller, 2. René Dhonau, 3. Carmen Allinger, 4. Justin Schnur, 5. Damien de Muyser
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. Nicolai Neumüller, 3. Nils Hagen, 4. Frank Bremser, 5. Michael Kaiser
Cup: 1. Jan-Thore Kaulbach, 2. Andreas Knöll, 3. Benjamin Traxel, 4. Sebastian Kühn, 5. Florian Neuroth
Senioren: 1. Ralf Oster, 2. Thomas Pfeil, 3. Christian Lehner, 4. Volker Weingart, 5. Thomas Edelmann

Text und Bilder: Andreas Wack


Niederwürzbach, 30./31. Juli, 7. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Sieg in der 65er-Klasse: Christopher RobertWM-Flair

Erneut ging es nach Pfingstmontag auf die Niederwürzbacher Strecke "In der Lettkaul". Diesmal wurde die Veranstaltung jedoch an zwei Tagen abgehalten, die zu Verfügung stehende Zeit wurde mit einer Veteranen-Seitenwagen-Klasse ausgefüllt. Gespanne aus den 80er Jahren mit den damals dominierenden Yamaha-XS650-Motoren und auch 4-Zylinder-Hondamotoren prägten die beeindruckende Geräuschkulisse beim Start. Aber nicht nur hier verbreitete sich WM-Flair aus dem letzten Jahrtausend, auch in der Prestige-Klasse war eine amtierende Weltmeisterin am Start: Steffi Laier hatte ein WM-freies Wochenende und kam zurück zu ihren Wurzeln, wo sie schon vor 15 Jahren in der Schülerklasse gestartet war. In der am Samstag ausgetragenen Gästeklasse war im Zeittraining nach einem Motorschaden schon Schluss, mit einem aus Belgien abgeholten neuen Motor startete sie am Sonntag dann in der Prestige-Klasse.

Klasse 50ccm: Die schnellste Runde im Zeittraining drehte der Gastfahrer Lukas Hofstetter mit etwa einer Sekunde Vorsprung auf den SWC-Tabellenführer Ben Merg. Den Start zum ersten Lauf gewann aber der Niederwürzbacher Philipp Britz vor seinem Vereinskollegen Marlon Schmidt und Hofstetter. Trotzdem kam Merg als Führender aus der ersten Runde, dicht verfolgt von Hofstetter. Die beiden konnten sich vom Feld absetzen und es war eine spannende Angelegenheit, bis Hofstetter zu Boden ging. Nachdem dann in der letzten Runde auch noch der Kerzenstecker abfiel, blieb am Schluss nur noch Platz 16 übrig. Hinter dem Sieger Merg platzierten sich mit deutlichem Abstand Schmidt und Britz (3/5). Auch im zweiten Lauf war Merg nach der ersten Kurve nicht ganz vorn zu finden, Hofstetter, Schmidt und Britz hatten den besten Start. Gleich in der zweiten Kurve verschenkte Schmidt mit einem Dreher diese Position und lag nun auf 7. Merg konnte noch in der ersten Runde zwar zu dem führenden Hofstetter aufschliessen, im Verlauf des Rennens setzte sich Hofstetter aber immer weiter von Merg ab und gewann sicher. Schmidt schnappte sich noch Lennart Meurer (4/7), Maurice Dorschner (9/6), Florian Knerr (7/4) und Britz und beendete den Lauf auf Rang 3.

Klasse 65ccm: Schon im Zeittraining war zu erkennen, daß der Tabellenerste Tom Oster nach seinem Unfall in Walldorf noch nicht 100% fit ist. Es reichte für ihn nur zu Rang 6. Trainingsschnellster war Christopher Robert, der im Vergleich zur ersten Veranstaltung in Niederwürzbach deutlich an Speed zugelegt hatte. Jedenfalls war er jetzt der einzige, der den Zieltable sprang, Oster steckte hier zurück. In Lauf 1 war Robert von Anfang an vorn, Loris Zimmermann und Gast Bogdan Krajewski (3/6) folgten in sicherem Abstand. Nach einem kleinen Ausrutscher von Robert kamen diese beiden nochmal ran, am Ende siegte Robert aber mit 9 sec Vorsprung auf Zimmermann und 11 auf Krajewski. Oster musste sich mit Rang 5 hinter Paul Nuoffer (4/5) begnügen. In Durchgang 2 bot sich das gleiche Bild: fehlerfrei holte sich Robert jetzt mit größerem Abstand den Sieg vor Zimmermann und Oster.

Tabellenführer in der Klasse 85ccm: der Luxemburger Damien de MuyserKlasse 85ccm: Der Trainingsschnellste Nils Neumüller holte sich den Holeshot zu Lauf 1 vor dem französischen Gastfahrer Theo Laurent (4/12) und Nico Stepan. Schon in der 1. Runde schied Stepan aus, Laurent stürzte und Neumüller war dem Feld weit enteilt. Die nächsten Verfolger waren nun Nico Müller und Damien de Muyser. In Runde zwei tauschten sie die Plätze und setzten sich als Duo ebenfalls ab. Neumüller holte sich den souverän den Laufsieg mit einer halben Minute Vorsprung auf de Muyser und Müller (3/5). Beim Start zum zweiten Lauf zuckte Dennis Zmija-Kalinowski (7/8) etwas zu früh und blieb im Startbügel hängen. Nach der ersten Kurve war de Muyser vorn, schon nach einer halben Runde hatte sich Neumüller aber an die Spitze gesetzt und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Auch de Muyser nun auf 2 konnte sich von Stepan vor Yannik Scheurer (6/4) absetzen. Diese Reihenfolge blieb bis zum Schluss, spannender war der Kampf um Platz 5. Hier hielt Carmen Allinger (13/6) bis zur Zielflagge Leon Büttner (9/7), Zmija-Kalinowski, der sich nach vorne gefahren hatte, Merlin Münster (8/9) und Justin Schnur (5/10) hinter sich und lediglich Müller kam in der letzten Runde noch an ihr vorbei.

Klasse Prestige: Ludwig Säger und Niederwürzbach, seine Heimstrecke, sind meist eine unschlagbare Kombination. Auch Steffi Laier kam nicht ganz an die Trainingsbestzeit von Säger ran, beendete das Training aber auf dem respektablen 2. Platz mit einer Sekunde Abstand. Der Holeshot zu Durchgang 1 ging an Säger vor Philipp Kappis (5/3), Laier und Nils Hagen (3/5). Nicolai Neumüller (11/6) crashte in der ersten Runde und hatte damit alle Chancen auf einen vorderen Platz verspielt. Nach Runde 1 war Hagen schon auf 2 vorgefahren und Kappis lag noch knapp vor Laier. Säger baute inzwischen seinen Vorsprung aus, machte in Runde 3 in der Kurve am Sprecherturm aber einen dicken Fehler und konnte sich erst mit deutlichem Abstand auf Platz 6 hinter Dirk Spaniol (6/4) wieder einsortieren. Laier hatte sich derweil auf Rang 2 geschoben und schnappte sich dann auch noch Hagen, der nach überstandener Knie-OP nicht die Kondition hatte, um Laier zu halten. Laier gewann den Lauf, Säger mit der schnellsten Rennrunde gelang es noch wieder auf Platz 2 vor zu fahren. Im zweiten Lauf holte Säger erneut den Startsieg und blieb diesmal fast fehlerfrei. Seinen relativ deutlichen Vorsprung vor Laier verlor er durch eine Unachtsamkeit in der letzten Runde, am Ende hatte er aber doch den Lauf- und damit Tagessieg knapp in der Tasche. Rang 3 ging an Kappis vor Spaniol und Hagen.

Hatte sichtlichen Spass als "Schmiermaxe": Ben MergKlasse Cup: Der Tabellenerste Benjamin Traxel war im Zeittraining der Schnellste und nach Runde 1 war er im ersten Durchgang auch an der Spitze zu finden. Dahinter lagen Matthias Hollinger, Daniel Löffler, Jan-Thore Kaulbach und Jan Gross. Gross konnte sich nach und nach bis auf Rang 2 vorschieben, war in der vorletzten Runde relativ nah an Traxel dran, kam in der letzten Runde aber doch mit deutlichem Abstand hinter Traxel ins Ziel. Platz 3 ging an Hollinger vor Daniel Löffler und Maximilian Job. Kaulbach war gestürzt und beendete den Lauf auf Rang 7. Dafür holte er sich den Holeshot zu Lauf 2, musste aber die Führung in Runde zwei an Gross abgeben. Traxel hatte einen mittelprächtigen Start, arbeitete sich aber nach vorne und schnappte sich gegen Ende des Laufes auch noch Gross. Rang 3 ging an Kaulbach vor Löffler.

Klasse Senioren: Die Serie der Trainingsbestzeit riß auch in Niederwürzbach nicht ab, erneut war Christian Lehner der schnellste Mann im Training. Auch der erste Lauf ging an ihn, aber Lutz Gerlach war wie schon in Walldorf sein härtester Verfolger und ein Rückstand von 1,8 sec im Ziel ist nun nicht wirklich viel. Platz 3 mit deutlichem Abstand ging an Thomas Pfeil. Pech für den Tabellenvierten Ralf Oster: Nach einer Kollision mit Gastfahrer Herbert Schneider war der Kupplungshebel abgebrochen und der Lenker verbogen, und damit die erste Nullrunde in dieser Saison fällig. Gerard Schummer war im Zeittraining am Zieltable gestürzt und konnte an den Läufen nicht mehr teilnehmen. Im zweiten Durchgang das gleiche Bild: Lehner lag im Ziel knapp vor Gerlach, diesmal war auch der dritte Michael Spengler (4/3) noch dicht dran. Oster betrieb Schadensbegrenzung und konnte wenigstens noch einen vierten Platz mit nach Hause nehmen.

Gesamtergebnis Niederwürzbach - 30./31. 07.2011:
50ccm: 1. Ben Merg, 2. Marlon Schmidt, 3. Philipp Britz, 4. Florian Knerr, 5. Lennart Meurer
65ccm: 1. Christopher Robert, 2. Loris Zimmermann, 3. Tom Oster, 4. Bogdan Krajewski, 5. Paul Nuoffer
85ccm: 1. Nils Neumüller, 2. Damien de Muyser, 3. Nico Müller, 4. Yannik Scheurer, 5.Dennis Zmija-Kalinowski
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. Steffi Laier, 3. Philipp Kappis, 4. Nils Hagen, 5. Dirk Spaniol
Cup: 1. Benjamin Traxel, 2. Jan Gross, 3. Daniel Löffler, 4. Jan-Thore Kaulbach, 5. Matthias Hollinger
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Lutz Gerlach, 3. Michael Spengler, 4. Thomas Pfeil, 5. Manfred Heider

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Walldorf, 16./17. Juli, 6. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Zweitschnellster im Training: Michael Spengler (Senioren)Halbzeit

Zweigeteilt wie die Veranstaltung war auch das Wetter dieses Jahr in Walldorf. Konnten die Kinder und die Jugend am Samstag noch bei passablem trockenen Sommerwetter ihre Runden drehen, so mussten die Erwachsenen nach nächtlichem Regen und auch tagsüber weiter anhaltendem Nieselregen im schweren, nassen Sand zurecht kommen. Mit dem sechsten von insgesamt 11 Läufen war in Walldorf auch Halbzeit im SWC 2011 und somit ist Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Klasse 50ccm: Nach langer Verletzungspause war Marlon Schmidt wieder mit dabei und konnte auch gleich wieder mit Tabellenführer Ben Merg mithalten. Die Bestzeit im Zeittraining ging an Merg, Schmidt war eine Sekunde langsamer und beendete die Qualifikation auf Rang 2. Die nachfolgenden Florian Knerr (5/16), Philipp Britz (4/5), Lennart Meurer (7/4) und der Gast Lukas Hofstetter waren alle innerhalb einer Sekunde klassiert und liessen ein spannendes Rennen um die Plätze erwarten. Startsieger im ersten Lauf war Britz, der aber schon in der ersten Runde Hofstetter und Merg vorbei lassen musste. Bis zur vorletzten Runde konnte sich Hofstetter vor Merg halten, dann zog Merg vorbei und gewann mit knappem Vorsprung. Schmidt belegte mit größerem Abstand Platz 3 sicher vor Britz. Im zweiten Durchgang war Merg von Anfang an vorn, verfolgt von Hofstetter und Schmidt. In Runde 3 überholte Schmidt Hofstetter und wurde mit Platz 2 belohnt, auch der Rückstand zu Merg mit 5 Sekunden war nicht allzu groß. In der Tabelle führt Merg nun mit 50 Punkten Vorsprung, der Titelverteidiger wird wohl auch dieses Jahr den Meisterpokal in dieser Klasse in Empfang nehmen.

Klasse 65ccm: Tom Oster (3/2) war im Training gestürzt und konnte leicht lädiert in den Rennen nicht sein gewohntes Tempo anschlagen. Dies war die Chance, für den auf Platz 2 abonnierten Christopher Robert mal den Tagessieg zu holen. Allerdings waren dazu nicht nur Oster, sondern auch der Gastfahrer Henry Schönburg (2/1) zu schlagen. Im ersten Durchgang ging der Plan auf, Startsieger war zwar Loris Zimmermann (4/3) vor Schönburg und Robert, ab Runde 2 war aber Robert dann vorne bis zur Zielflagge. Auch im zweiten Rennen war schon fast alles klar, bis zur vorletzten Runde war Robert an der Spitze, aber dann wollten Kerze und Stecker keine innige Verbindung mehr eingehen. Bis der Fehler gefunden war, verging viel Zeit und die Reparatur war auch nicht von großer Dauer, eine halbe Runde später war der Stecker schon wieder ab. Unter diesen Bedingungen reichte es zwar für Robert noch zur Zieldurchfahrt und damit Wertung im Lauf, mehr als der vorletzte Platz mit fast zwei Runden Rückstand war aber nicht drin. Den Laufsieg holte sich Schönburg mit 10 Sekunden Vorsprung vor Oster und Zimmermann. Oster führt die Tabelle jetzt mit 65 Punkten Vorsprung an und wird wohl auch am Ende ganz vorne sein.

Schweres Gerät für schweren BodenKlasse 85ccm: Nach der Nullrunde in Niederwürzbach wegen Motorschaden im Training und zwei weiteren Laufausfällen kann sich Nils Neumüller keinen Nuller mehr leisten, wenn er die Meisterschaft noch holen will. Um zumindest mal technische Ausfälle zu vermeiden, sitzt Neumüller jetzt auf einer krachneuen Orangenen. Die Trainingsbestzeit ging aber nicht an Neumüller, sondern ganz knapp an Gastfahrer Eric Schönburg. Der erste Lauf endete nach einem schönen Zweikampf ebenfalls knapp in der gleichen Reihenfolge, Rang 3 ging mit großem Abstand an den Gast Lars Sadtler. Im zweiten Durchgang drehte Neumüller den Spiess um, war ab der ersten Runde vorne und holte sich den Lauf- und Tagessieg. Schönburg lief auf Platz 2 ein und Sadtler holte sich erneut den 3. Rang. In der Tabelle liegt Neumüller nur auf Platz 4 mit 25 Punkten Rückstand auf den Tabellenersten Damien de Muyser (8/4), auch Nico Müller (9/6) und Yannik Scheurer (4/18) sind noch vor ihm platziert. Aufgrund der Streichresultatsregelung ist Neumüller aber eigentlich schon punktemäßig gleichauf und bleibt Topfavorit in dieser Klasse.

Klasse Prestige: Der Tabellenführer Ludwig Säger war nach einem Crash im Zeittraining deutlich gehandicapt: im ersten Lauf biss er noch auf die Zähne und fuhr zu Ende, im zweiten gab er vorzeitig auf. Nils Hagen war auf seiner Heimstrecke am Start und holte sich die Bestzeit im Zeittraining. Etwas überraschend beendete der Jugendtrainer des MSC Walldorf, Alexander Karg (5/4), das Training als Zweiter. Der Holeshot von Lauf 1 ging, wie so oft, an Säger, Hagen und Karg reihten sich dahinter ein. Nach Kurve drei war der schöne Platz von Karg aber schon dahin, da er den Motor ausbremste und dann als Letzter in den weiteren Verlauf der Runde 1 einstieg. Derweil hatten sich Säger und Hagen schon deutlich vom restlichen Feld abgesetzt. Auf Rang 3 und 4 waren Nicolai Neumüller und Philipp Kappis (4/2) zu finden. Neumüller hatte sein gewohntes 4T-Gerät gegen eine geliehene 125er ausgetauscht und kam damit prima zurecht. Drei Runden war Säger vorne, dann zog Hagen vorbei. Gegen Ende des Laufes kam auch Neumüller immer dichter auf und schnappte sich Säger in der vorletzten Runde. Im zweiten Durchgang war Hagen nach dem Start direkt vorne, verfolgt von Säger und Kappis.Säger stieg in Runde drei aus. Neumüller fuhr an Kappis ran, hatte aber keine echte Chance an Kappis vorbei zu ziehen. Der Lauf endete somit Hagen vor Kappis und Neumüller. In der Tabelle bleibt Säger dennoch vorn mit 27 Punkten Vorsprung auf Kappis. Da dieser aber bislang immer gepunktet hat, werden noch deutlich Punkte abgezogen, der Vorsprung von Säger ist daher etwas größer. Die Chance, endlich mal einen SWC-Titel zu holen, ist für Säger zum Greifen nah.

Sturzpech in Lauf 2: Ralf Oster (Senioren)Klasse Cup: Aufgrund der geringen Streckenkapazität waren erneut Halbfinals in dieser Klasse erforderlich. Halbfinale 1 gewann Jan-Thore Kaulbach, Halbfinale 2 ging überraschend an André Molsberger, da Benjamin Traxel nach einem Startcrash mit Patrick Östringer und Florian Neuroth nicht mehr ganz nach vorne kam. Im Finale war Traxel dann ziemlich lang an der Spitze, bis ihn ein nicht mehr richtig geklemmter Gasgriff dann deutlich auf Platz 9 zurückwarf. Nutzniesser war der lange Zweitplatzierte Kaulbach, der so den Tagessieg holte. Platz 2 und 3 gingen an die Walldorfer Fahrer Sebastian Kühn und Mike Kreuzer, die sich über diese gute Platzierung im Ziel sichtlich freuten. Maximilian Job kam als Vierter ins Ziel und Molsberger konnte mit seinem besten Saisonergebnis auf Rang 5 die gute Leistung aus dem Halbfinale bestätigen. Trotz dieses Rückschlags führt Traxel immer noch mit deutlichem Abstand die Tabelle an und wird wohl den Titel holen.

Klasse Senioren: Wie immer fuhr Christian Lehner die schnellste Trainingsrunde und bestätigte seine Form auch in beiden Läufen. Den Start zum 1. Lauf gewann Ralf Oster, aber Lehner war rasch an ihm vorbei und konnte sich leicht absetzen. Oster hatte nun bis zur drittletzten Runde Lutz Gerlach im Nacken, der aber einfach keinen Weg vorbei fand und erst bei einem Überrundungsvorgang mit etwas Glück an Oster vorbeikam. Am Ende war Gerlach nicht mehr weit von Lehner entfernt und auch Oster lief etwa 7 Sekunden nach dem Sieger durchs Ziel. Den Start zum zweiten Lauf hatten Thomas Edelmann (6/9) und Volker Weingart (8/11) etwas verpeilt, das Gitter war schon etwa eine halbe Minute gefallen als beide am Start eintrafen. Edelmann kam noch auf 9 ins Ziel, Weingart auf 11. Der Startsieg ging an Gerlach, der sich drei Runden lang vor Lehner behaupten konnte, dann ging Lehner vorbei. Gerlach blieb zwar dicht dran, hatte aber nicht wirklich die Chance die Sache nochmal zu wenden. Für Oster reichte es nach mehreren Stürzen nur zu Rang 6. In der Tabelle führt Gerlach vor Pfeil und Oster, Lehner ist Vierter. Da aber die drei ersten in jedem Lauf gepunktet haben und Lehner eine Veranstaltung ausgelassen hat, ist er nach Berücksichtigung der Streichresultate fast punktgleich mit Gerlach.

Gesamtergebnis Walldorf - 16./17. 07.2011:
50ccm: 1. Ben Merg, 2. Marlon Schmidt, 3. Lukas Hofstetter, 4. Philipp Britz, 5. Lennart Meurer
65ccm: 1. Henry Schönburg, 2. Tom Oster, 3. Loris Zimmermann, 4. Tim Scharf, 5. Paul Nuoffer
85ccm: 1. Nils Neumüller, 2. Eric Schönburg, 3. Lars Sadtler, 4. Damien de Muyser, 5. Justin Schnur
Prestige: 1. Nils Hagen, 2. Nicolai Neumüller, 3. Philipp Kappis, 4. Alexander Karg, 5. Jeremy Rimmler
Cup: 1. Jan-Thore Kaulbach, 2. Sebastian Kühn, 3. Mike Kreuzer, 4. Maximilian Job, 5. André Molsberger
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Lutz Gerlach, 3. Thomas Pfeil, 4. Ralf Oster, 5. Jörg Marschner

Text und Bilder: Andreas Wack


Niederwürzbach, 13. Juni, 5. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Bester Niederwürzbacher bei den 50ern: Philipp BritzWelcome back

Der MSC Niederwürzbach ist einer der 4 Gründervereine des SWC und führte auch bis 2000 jedes Jahr ein SWC-Rennen durch. Aus diversen Gründen wurden in den letzten 10 Jahren aber andere Serien oder Meisterschaften bevorzugt. Noch unter dem alten Vorstand wurde Ende 2010 beschlossen, in 2011 aber wieder in den Kreis der SWC-Veranstalter zurück zu kehren und ein SWC-Rennen auf der Strecke "Lettkaul" zu organisieren. Bis zum März 2011 blieb der langjährige 1. Vorsitzende Norbert Dier in seinem Amt, gab es aber aufgrund schwerer Krankheit an seinen Nachfolger Michael Scheller ab. Auch in vielen anderen Positionen wurde neue Vorstandsmitglieder gewählt. Ende April verstarb Norbert Dier, ihm zu Ehren wurde am Renntag eine Schweigeminute abgehalten. Der Mix aus alten und neuen Vorstandsmitgliedern machte seine Sache recht ordentlich, an der Organisation der Läufe gab es nichts zu meckern.

Klasse 50ccm: Über die Hälfte der eingeschriebenen Teilnehmer dieser Klasse kommt aus Niederwürzbach, und alle waren natürlich entsprechend motiviert, auf ihrer Heimstrecke eine gute Leistung zu zeigen. Inklusive der Gastfahrer standen beachtliche 21 Kids am Startgatter. Im Zeittraining belegten gleich drei Würzbacher die ersten Plätze: Florian Knerr, Philipp Britz und Tom Nowacka machten dem Tabellenersten Ben Merg auf Quali-Rang 4 klar, wo sie zu Hause sind. In Lauf 1 war dann auch Britz zwei Runden lang vorne, musste sich aber Merg geschlagen geben und lief mit 10 sec Rückstand auf ihn ins Ziel ein. Nowacka und Knerr konnten ihre guten Trainingsleistungen nicht bestätigen. Mit deutlich langsameren Rundenzeiten reichte es für Nowacka (6/5) nur zu Rang 6, für Knerr (10/6) nach einem Sturz nur zu Platz 10. Rang 3 ging an den Winninger Lennart Meurer, der im zweiten Durchgang mit einem Sturz und einer leichten Verletzung aber nicht punkten konnte. Im zweiten Durchgang setzten sich Merg, Britz und der starke Gastfahrer Lukas Hofstetter (5/2) gleich an die Spitze, am Ende holte sich Merg den Lauf- und damit Tagessieg mit 6 sec Vorsprung auf Hofstetter und 25 sec auf Britz.

Klasse 65ccm: Keine Überraschung: Tom Oster dominiert weiterhin die Klasse 65ccm. 6,5 sec Vorsprung im Zeittraining auf den Zweitplatzierten Christopher Robert sind Welten. In den beiden Rennen war die Dominanz nicht ganz so dramatisch, dennoch gingen beide Laufsiege natürlich unbedrängt an Oster. Robert holte sich ebenso sicher die beiden zweiten Plätze ab. Rang drei ging einmal an Loris Zimmermann (3/4), und einmal an den französischen Gaststarter Bogdan Krajewski (5/3). Oster war übrigens der Einzige, der den Zieltable springen konnte. Für Niederwürzbach waren Lukas Priester (9/8), Jannik Scheller (13/10) und Felix Herbertz (14/-) am Start. Priester ist schon in der dritten Generation Crosser, Opa Julius und Papa Ulrich starteten auch schon für den MSC Niederwürzbach in den 50ern bzw. 90ern.

Gesamtsieger in der Klasse 85ccm: Nico MüllerKlasse 85ccm: Topfavorit Nils Neumüller musste nach den Laufausfällen in Hoxberg und Frankenthal jetzt gleich beide Läufe in den Wind schreiben. Ein Lagerschaden am Motor nach dem freien Training liessen einen weiteren Start nicht mehr zu. Die ideale Gelegenheit also für die anderen, um den Tagessieg zu holen. Startsieger im 1. Durchgang war jedoch der Gast Lars Sadtler (1/5), der auch bis zur Zielflagge vorne blieb vor dem Trainingsschnellsten Nico Müller. Rang 3 ging an Merlin Münster (3/6). Pech hatte Dennis Zmija-Kalinowski (8/3): Nach einem Sturz in der ersten Runde war sein 2. Platz dahin, am Ende lief er auf Rang 8 ein. In Lauf 2 setzte sich Müller gleich an die Spitze und gewann den Lauf knapp vor dem Luxemburger Damien de Muyser (5/2). Der Tabellenerste Yannik Scheurer verlor weiter an Boden: In Lauf 1 mit Platz 4 noch gut dabei, war er nach einem Sturz im Doppelhang und längerem Stillstand in Lauf 2 am Ende nur auf 11 zu finden. Dadurch ist Müller jetzt bis auf zwei Punkte in der Tabelle an Scheurer rangerückt. Man muss aber auch berücksichtigen, daß Scheurer letztes Jahr noch bei den 65ern fuhr und dort die Meisterschaft holte. Gleich im Premierenjahr 85er-Champ zu werden, erwartet niemand von ihm.

Klasse Prestige: Die Bestmarke im Zeittraining setzte Ludwig Säger knapp vor Kai Vogt, der wieder eine 2T pilotierte, und Nicolai Neumüller. Beide Läufe gingen klar an Säger, Vogt belegte mit 20 sec Rückstand Platz 2 im ersten Durchgang, im zweiten musste er mit Plattfuss vorzeitig aufgeben. Platz 3 war eine zeitlang eine enge Sache zwischen Neumüller und Jan Kallfelz, am Ende konnte sich Neumüller aber absetzen. In Lauf 2 holte sich Philipp Kappis (2/5) Rang 2 vor Kallfelz und Neumüller. "Die Orangen sind reif": Glück im Unglück für Maurice Kniebe (23/-). Er kam in der Anfahrt zum Steilsprung quer und die anschliessende Flugrichtung tat das ebenfalls. Die Landung in einer Baumkrone links der Strecke in etwa 3 Meter Höhe sorgte für wilde Flaggenzeichen der Streckenposten bis er samt seiner KTM wieder aus dem Baum gepflückt war. Weder Mensch noch Maschine war gottlob etwas passiert, da die dünneren Äste in der Baumkrone den Aufprall sanft abfederten. Nicht am Start war erneut Ramon Jäckle, der sich beim Supermoto an der Hand verletzt hatte sowie Titus Trampert, der sich im Zeittraining Prellungen zuzog und zu den Läufen nicht antrat.

Start Senioren: Oster 55, Pfeil 5, Lehner 14, Gerlach 44, Spengler 4, Weingart 2Klasse Cup: Die beste Quali-Zeit erreichte Jan Gross vor Matthias Hollinger und dem Tabellenersten Benjamin Traxel. Der Laufsieger von Durchgang 1 hieß dann aber, wie fast immer, Traxel. Gross war beim Start ebenso wie Daniel Löffler (9/4) in den Startbügel gefahren. Während Löffler noch relativ schnell wieder weg war und den Lauf noch auf 9 beendete, wurde bei Gross noch gekickt. Auch Anschiebeversuche von Papa Gross nutzten nichts, das Rennen war damit gelaufen. Platz 2 ging an Hollinger, der lange hinter Sebastian Kühn (3/7) auf Rang 3 lag, bei einer Überrundungsaktion aber Kühn überrumpelte. Startsieger in Lauf 2 war Jan-Thore Kaulbach (5/2) vor Patrick Östringer (13/8) und Traxel. Wie gehabt war Traxel nach Runde 2 vorne, der Laufsieg ging mit deutlichem Vorsprung an ihn. Die Nächstplatzierten hiessen Kaulbach und Hollinger. Kühn hatte Pech: mit plattem Vorderrad rettete er sich auf Position 7 ins Ziel.

Klasse Senioren: Erneut drehte Christian Lehner die schnellste Quali-Runde und konnte diese Leistung auch in beiden Läufen bestätigen. Mit zwei weiteren Laufsiegen schiebt er sich in der Tabelle immer weiter nach vorn und darf getrost als Titelkandidat gehandelt werden. Thomas Pfeil, Ralf Oster und Lutz Gerlach drehten gemeinsam ihre Runden und waren in dieser Reihenfolge am Ende auf den Plätzen 2 bis 4 innerhalb von drei Sekunden auch gemeinsam im Ziel. Im zweiten Durchgang konnte sich Gerlach auf Rang 2 etwas von Oster absetzen, Pfeil fiel nach seinem Startsieg nach und nach zurück und beendete den Lauf nur auf Rang 6. Pech hatte Volker Weingart (11/-): Mit Maschinendefekt musste er in Runde 4 aufgeben.

Gesamtergebnis Niederwürzbach - 13.06.2011:
50ccm: 1. Ben Merg, 2. Philipp Britz, 3. Lukas Hofstetter, 4. Maurice Dorschner, 5. Tom Nowacka
65ccm: 1. Tom Oster, 2. Christopher Robert, 3. Loris Zimmermann, 4. Bogdan Krajewski, 5. Paul Nuoffer
85ccm: 1. Nico Müller, 2. Lars Sadtler, 3. Damien de Muyser, 4. Merlin Münster, 5. Dennis Zmija-Kalinowski
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. Philipp Kappis, 3. Jan Kallfelz, 4. Nicolai Neumüller, 5. Alexander Karg
Cup: 1. Benjamin Traxel, 2. Matthias Hollinger, 3. Jan-Thore Kaulbach, 4. Janosch Klonig, 5. Sebastian Kühn
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Lutz Gerlach, 3. Ralf Oster, 4. Thomas Pfeil, 5. Thomas Edelmann

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide, Stefan Abel


Frankenthal, 14./15. Mai, 4. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Da kann die Jugend noch was lernen...SWC goes Kids-Cup

Mit Frankenthal wurde innerhalb von fünf Wochen das vierte SWC-Rennen ausgetragen. Die Starterzahl war daher nicht mehr so hoch wie in den Veranstaltungen zuvor, da sich das Verletztenlager leider schon wieder gefüllt hat, aber auch die schlechte Wetterprognose vielleicht den ein oder anderen vom Start abgehalten hatte. Die vereinzelten kurzen Schauer reichten jedoch nicht einmal aus, um auf die künstliche Streckenbewässerung zu verzichten. Bei der Zweitagesveranstaltung war am Sonntag noch Platz für den DMV-Kids-Cup, einige Fahrer davon nutzten das SWC-Rennen der 65er-Klasse am Samstag als Training für den Cup-Lauf am Sonntag. Die SWC-Fahrer Tom Oster und Marvin Horst stellten sich der Herausforderung und traten dafür auch im Kids-Cup an.

Klasse 50ccm: Endlich ging auch mal der Tagessieg an den Tabellenersten Ben Merg, da kein starker Gastfahrer anwesend war. Schon im Zeittraining deutete sich aber an, daß die anderen Teilnehmer nicht von vornherein den Sieg verschenken wollten. Philipp Britz lag mit seiner besten Runde nur 0,8 Sekunden zurück, und auch Florian Knerr (1,7 sec) und Lennart Meurer (2,4 sec) waren noch in Reichweite. Lauf 1 endete auch in dieser Reihenfolge, wobei sich Merg hier deutlich mit 20 Sekunden absetzen konnte. Durchgang zwei war schon spannender, Britz konnte an Merg dran bleiben und hatte im Ziel nur 5 Sekunden Rückstand. Trotz schnellster Rennrunde reichte es für Knerr nur zu Rang 3, dicht verfolgt von Meurer.

Klasse 65ccm: Obwohl in dieser Klasse 7 Kids-Cup-Fahrer am Start waren, war Tom Oster dennoch unangefochten der Trainingsschnellste. Auch im Rennen konnte er diese Leistung abrufen und zwei Laufsiege gegen die starke Konkurrenz von den Cup-Fahrern Bennet Schäfer (2/3) und Henri Heise (7/2) einfahren. In Lauf 1 waren die nachfolgenden besten SWC-Fahrer mit über 40 Sekunden Rückstand deutlich abgeschlagen, Loris Zimmermann (5/8) hatte auf Platz 5 einen knappen Vorsprung auf Christopher Robert. Im zweiten Lauf war Robert deutlich näher dran und holte sich Platz 4. Am Sonntag im Kids-Cup lief es für Oster nicht mehr so gut, mit einem mysteriösen Maschinendefekt in beiden Läufen belegte er in Lauf 1 nur Rang 6, im zweiten musste er schon in der Einführungsrunde aufgeben.

Titus Trampert: Arm nicht gebrochen, nur geprelltKlasse 85ccm: Nach Trainingsbestzeit musste Nils Neumüller im 1. Durchgang seine zweite Nullnummer in die Tabelle eintragen. Beim Start hatte er durch eine Berührung mit Yannik Scheurer wohl schon sein Hinterrad beschädigt, bei der Landung nach dem Mega-Table zerbröselte dieses in seine Einzelteile. Den Lauf führte bis zur vorletzten Runde Gastfahrer Domenico Felici an, nach seinem Ausfall ging der Sieg dann an den Fischbacher Nico Müller. Rang 2 ging nach einem schwachen Start und einer entsprechenden Jagd durchs Feld an Nico Stepan, vor René Dhonau und Merlin Münster. In Lauf 2 war der Neumüller'sche Hinterbau wieder repariert und ein deutlicher Laufsieg vor Münster die Folge. Da Nico Müller hier nach einem mittelprächtigen Start auch keinen Zug nach vorne zeigte und nur auf 11 einlief, hieß etwas überraschend erstmalig der Tagessieger Münster. Tabellenführer Yannik Scheurer kam mit der Strecke überhaupt nicht zurecht, zweimal Platz 12 ist schon mager. Das war auch das Ergebnis von Dennis Zmija-Kalinowski, da er den ersten Lauf mit Plattfuss vorzeitig beendete, dafür aber Rang 3 im zweiten erreichte.

Klasse Prestige: Im Training ließ der Frankenthaler Philipp Kappis mit über 2 Sekunden Vorsprung vor Christian Nolle, der zwar für Fischbach startet, auf der Frankenthaler Strecke aber jedes Staubkorn kennt, aufhorchen. Ludwig Säger konnte nur die sechstbeste Zeitrunde fahren und so waren, trotz des Fehlens von Nils Hagen, zwei spannende Rennen zu erwarten. Der Holeshot ging an Säger, vor Gast André Hoffmann, Kappis, Dirk Spaniol, Mario Dempewolf und Nolle. Recht schnell hatte sich das Feld dann sortiert mit Säger vor Kappis und Nolle. Kappis hatte beim Überrunden keine glückliche Hand: Obwohl Nolle etwa 50 Meter Rückstand auf ihn hatte, wurde er durch einen Pulk beim Überrunden so stark behindert, daß Nolle außen vorbei ziehen konnte. Nicolai Neumüller gab das Rennen nach einem Sturz auf. Mit Verdacht auf eine innere Verletzung wurde er ins Krankenhaus abtransportiert, der Verdacht erwies sich aber gottlob als unbegründet. Noch eine weitere Verletzung, allerdings schon im Zeittraining, stellte sich als nicht so schlimm heraus wie befürchtet: Titus Trampert war nach dem großen Table ins Straucheln gekommen, der vermutete Armbruch erwies sich jedoch nur als starke Prellung. Durchgang zwei wurde noch interessanter: Startsieger war nun Nolle, Säger nur auf Rang 4. Der vor ihm fahrende Kappis stürzte, in Runde 2 ging er an Hoffmann vorbei, legte sich Nolle zurecht und war ab der vorletzten Runde dann vorne.

Beständiger Punktesammler: Thomas Edelmann (Senioren)Klasse Cup: Da der Andrang nicht mehr ganz so groß war wie in den Veranstaltungen zuvor, konnten -auch dank der Streckenkapazität von 40 Fahrern- erstmalig in dieser Klasse zwei Läufe gefahren werden. Startsieger im 1. Durchgang war Jan-Thore Kaulbach, der Tabellenerste Benjamin Traxel lag nach Runde 1 aber schon an der Spitze. Der Zeittrainingsbeste Daniel Löffler crashte am Start, und pflügte mit Riesenschritten durchs Feld: in Runde 2 überholte er gleich 9 seiner Konkurrenten. Am Ende reichte es noch für Rang 3 hinter Traxel und Kaulbach. Im zweiten Durchgang war Traxel am Start zu schnell, fuhr in seinen Startbügel und war dadurch vorläufig mal Letzter. Nach der Startrunde schon auf 20 reichte es am Ende mit der deutlich schnellsten Rennrunde noch für Position 3. Der Start-Ziel-Sieg und damit auch der Tagessieg ging an Kaulbach. Mit einem deutlich verbesserten Start lief Löffler auf Platz 2 ein.

Klasse Senioren: Wieder war Christian Lehner Bester im Zeittraining, konnte in den Läufen aber keinen Sieg einfahren. In Lauf 1 kam er schlecht aus dem Start und musste sich von Position 11 nach vorne arbeiten. Auch Ralf Oster stand nach einer halben Runde in einer Spitzkehre und liess erst mal alle vorbei. Derweil war Thomas Pfeil in der Führung zu sehen, verfolgt von Lutz Gerlach. Gerlach konnte in Runde 6 an Pfeil vorbei ziehen. Jörg Marschner, der zuerst noch Michael Spengler überholte, dann Pfeil, konnte zum Ende des Laufes dicht auf seinen Teamchef aufschliessen, aber nicht mehr vorbei fahren. Lehner beendete den Lauf noch auf 5, Oster auf 6. Im zweiten war Lehner nach dem Start auf 5, verbesserte sich durch Überholvorgänge gegen Marschner, der mit einer defekten Handbremse gehandicapt war, Oster und Pfeil auf Rang 2, Gerlach war aber nicht mehr zu knacken. Mit diesen zwei Laufsiegen hat sich Gerlach jetzt die Tabellenführung erobert.

Gesamtergebnis Frankenthal - 14./15.05.2011:
50ccm: 1. Ben Merg, 2. Philipp Britz, 3. Lennart Meurer, 4. Florian Knerr, 5. Maurice Dorschner
65ccm: 1. Tom Oster, 2. Bennet Schäfer, 3. Henri Heise, 4. Bogdan Krajewski, 5. Christopher Robert
85ccm: 1. Merlin Münster, 2. Nico Stepan, 3. Nico Müller, 4. Damien de Muyser, 5. René Dhonau
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. Christian Nolle, 3. Mario Dempewolf, 4. Philipp Kappis, 5. André Hoffmann
Cup: 1. Jan-Thore Kaulbach, 2. Benjamin Traxel, 3. Daniel Löffler, 4. Janosch Klonig, 5. Andreas Knöll
Senioren: 1. Lutz Gerlach, 2. Thomas Pfeil,. 3. Christian Lehner, 4. Jörg Marschner, 5. Ralf Oster

Text: Andreas Wack; Bilder: Ronald Westheide


Fischbach, 7./8. Mai, 3. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Dominator in der 85er-Klasse: Nils Neumüller5 Tausendstel

Fischbach lockte mit schönem Frühsommerwetter und einer bestens präparierten Piste wieder viele Fahrer an die Strecke "Im Loch". Trotz der lange anhaltenden Trockenheit war durch ausreichende Bewässerung am Vorabend Staubentwicklung kein Thema. Durch die Aufteilung der Klassen auf zwei Tage waren im Zeitplan auch genügend Reserven für eine Gästeklasse an beiden Tagen sowie für Bewässerungspausen zwischendurch.

Klasse 50ccm: Bedingt durch den längerfristigen Ausfall von Marlon Schmidt war natürlich Ben Merg wieder der alleinige Favorit für den Tagessieg. Wie in Hoxberg war aber auch in Fischbach ein starker Gastfahrer am Start: Carl Ostermann. War im Zeittraining Merg noch 1.5 Sekunden schneller als Ostermann, so änderte sich das zu den Rennen. Im 1. Lauf war Merg nach dem Start vorn, verfolgt von Ostermann und Lennart Meurer. In Runde 4 legten sich Merg und auch Meurer hin. Ostermann holte den Laufsieg, Merg kam mit deutlichem Abstand auf Rang 2 ins Ziel und Meurer fiel auf 7 zurück. Auch im zweiten Durchgang war Merg drei Runden lang vorne, wurde aber beim Überrunden etwas behindert, so daß Ostermann vorbeiziehen konnte und auch diesen Lauf gewann. Gesamtdritter wurde der Niederwürzbacher Florian Knerr.

Klasse 65ccm: Tom Oster bleibt das Maß aller Dinge in dieser Klasse. Im Zeittraining setzte er die Bestmarke 3 Sekunden schneller als Christopher Robert, der Luxemburger Gastfahrer Arnaud Lemaire war 5 Sekunden dahinter. In Lauf 1 setzte sich die Dominanz fort. Von der Startlinie an war Oster vorne zu finden, zuerst verfolgt von Lemaire, der anfangs noch halbwegs folgen konnte, nach einem Sturz aber Rang 2 an Robert abgab. Pech hatte Loris Zimmermann: bereits nach der 1. Kurve war nach einem Umfaller sein Lauf beendet. In Lauf 2 das gleiche Bild: Oster gleich vorn, diesmal war Robert jedoch gleich auf Rang 2.

Platz 2 in der Cup-Klasse: Janosch KlonigKlasse 85ccm: Wie in der 65er-Klasse gibt es auch hier einen dominierenden Fahrer: Nils Neumüller. Im Training liess er erneut den Schweizer Joel Irniger und Eric Schönburg hinter sich, in beiden Läufen war er von Anfang bis Ende vorne. Wie im Training belegten Irniger und Schönburg jeweils die zweiten und dritten Plätze. Mit Motorschaden musste Carlos Barth frühzeitig schon im 1. Lauf die Veranstaltung mit einem Null-Punkte-Ergebnis verlassen, und auch für den Tabellenvierten Nico Müller lief es in Durchgang 1 nicht rund: Am Startcrash beteiligt, musste er sich mit einem verbogenen Kupplungshebel ins Ziel retten, mehr als Rang 26 war damit nicht drin.

Klasse Prestige: In der Klasse der Top-Fahrer wurde wieder Sport und Spannung vom Feinsten geboten. Den Start zum 1. Lauf gewann Ludwig Säger, vor Mario Dempewolf, Nicolai Neumüller und Jan Kallfelz. Gleich raus aus dem Rennen um die vorderen Plätze war Kai Vogt mit einem Sturz in der 2. Kurve und auch Nils Hagen kam nach einem Sturz erst als 17ter aus der Startrunde. Christian Nolle hatte einen durchwachsenen Start zu verzeichnen, schob sich Runde um Runde aber nach vorne und war gegen Ende des Rennens dann in Schlagdistanz zu Säger. Am großen Table vor dem Ziel riskierte Säger in der Flugphase einen Blick zurück, und entschied sich in der letzten Kurve Kampflinie zu fahren. Diese ist bekanntlich nicht immer die schnellste, Nolle stellte sich darauf ein und beide beschleunigten parallel auf der Zielgeraden. Vermutlich wäre ohne Transponderzeitnahme kein eindeutiger Sieger festzustellen gewesen: Nolle hatte laut Zeitnahme den Vorsprung von 0,005 Sekunden auf Säger, das entspricht etwa 7 Zentimeter. Im zweiten Durchgang machte Hagen seine Sache besser. Als Startsieger führte er das Trio Hagen-Säger-Nolle an. Rundenlang waren diese drei dicht beisammen, bis Hagen in einer tiefsandigen Spitzkehre den Motor ausbremste. Säger und Nolle waren beide in der gleichen Spurrille gefangen, und Säger entschied sich aus der Spur rauszufahren. Dank E-Starter hatte Hagen seinen Motor aber wieder schnell am Laufen, machte die Spur frei und so konnte auch noch Nolle an Säger vorbei. In der geänderten Reihenfolge ging es weiter bis zur vorletzten Runde. Bei einer Attacke auf Nolle hatte Säger Bodenkontakt, brauchte recht lange, bis er weiterfahren konnte und musste noch Philipp Kappis und Nicolai Neumüller passieren lassen.

Mit Platz 3 in der Prestige fast so erfolgreich wie sein Bruder: Nicolai NeumüllerKlasse Cup: Wieder waren zwei Halbfinale erforderlich. Das erste ging an Andreas Knöll, das zweite an Benjamin Traxel. Felix da Costa war leider schon zu Beginn seines Halbfinales aus dem Rennen, da er erst im Vorstart erschien, als gerade das Startgatter zu seinem Rennen fiel. Den Holeshot im Finale holte sich Knöll, der sich aber nicht lange darüber freuen konnte, weil er schon nach Kurve 1 seinen Motor ausbremste und nur als 20ter aus der Startrunde zurückkam. Derweil war der Trainingsschnellste Jan Groß an der Spitze zu finden, verfolgt von dem Walldorfer Marc Vogel und Benjamin Traxel. Vogel fiel zurück, Traxel blieb an Gross dran und ging in Runde 5 vorbei. Nach einem mittelmäßigen Start war dann gegen Ende des Rennens der Fischbacher Janosch Klonig auf Groß aufgelaufen und zog in der letzten Runde an ihm vorbei. Platz 4 ging an den 85er-Aufsteiger Jan-Thore Kaulbach vor Vogel. Knöll beendete das Finale auf 7. Erneut Pech und eine weitere Nullnummer hatte der Zweitplatzierte von Winningen, Thorsten Wolff, zu verzeichnen: nach Runde 1 auf Rang 5 zu finden, hatte er einen Sturz mit längerem Aufenthalt, leicht verletzt fuhr er den Lauf zu Ende, holte mit Rang 30 aber keine Meisterschaftspunkte.

Klasse Senioren: Der Gesamtvierte von Winningen, Warndt-Fahrer Christian Lehner, war aus privaten Gründen in Hoxberg nicht am Start, griff in Fischbach aber wieder an. Im Zeittraining ließ er alle Konkurrenten stehen, sein Vorsprung auf den Zweitschnellsten Ralf Oster betrug mehr als 5 Sekunden. Eine schnelle Zeittrainingsrunde macht aber noch keinen Gesamtsieg, er musste in den Rennen beweisen, daß er den Speed auch über 15 Minuten halten konnte. Im ersten Durchgang war er am Ende vorne, aber Jörg Marschner und Lutz Gerlach waren im Ziel nur etwa 4 Sekunden entfernt. Auch im zweiten Durchgang konnte sich Lehner nach einem durchwachsenen Start in Runde 2 an die Spitze setzen und den Laufsieg holen. In dieser Form darf man ihn getrost als weiteren Titelkandidaten neben Gerlach, Oster und Pfeil nennen. Nach eigener Aussage soll diese Saison in der Seniorenklasse nur ein Antesten nach seiner 20-jährigen Pause sein, sein Ziel ist die Prestige-Klasse.

Gesamtergebnis Fischbach - 7./8.05.2011:
50ccm: 1. Carl Ostermann, 2. Ben Merg, 3. Florian Knerr, 4. Philipp Britz, 5. Leon Sievert
65ccm: 1. Tom Oster, 2. Christopher Robert, 3. Arnaud Lemaire, 4. Henry Schönburg, 5. Marvin Horst
85ccm: 1. Nils Neumüller, 2. Joel Irniger, 3. Eric Schönburg, 4. Domenico Felici, 5. Yannik Scheurer
Prestige: 1. Christian Nolle, 2. Nils Hagen, 3. Nicolai Neumüller, 4. Ludwig Säger, 5. Mario Dempewolf
Cup: 1. Benjamin Traxel, 2. Janosch Klonig, 3. Jan Groß, 4. Jan-Thore Kaulbach, 5. Marc Vogel
Senioren: 1. Christian Lehner, 2. Lutz Gerlach, 3. Jörg Marschner, 4. Ralf Oster, 5. Thomas Pfeil

Text und Bilder: Andreas Wack


Hoxberg, 25. April, 2. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Da schaut man doch doppelt so gerne auf die Sekundentafel...Tradition

Die Kombination Ostermontag-Motocross-Hoxberg ist jedem halbwegs ambitioniertem Motocrosser in Südwestdeutschland bekannt. Zum Traditionstermin kamen wieder knapp 200 Teilnehmer, darunter natürlich auch viele Gäste, so daß es mit dem Koffer für Leihtransponder ziemlich eng wurde. Dies ist auch das Stichwort für das Fahrerlager: Obwohl durch die Kürzung der Strecke um die Passage im hinteren Waldteil das Fahrerlager merklich vergrößert wurde, mussten einige Teilnehmer auf der eigentlich als Parkplatz für die Zuschauer vorgesehenen Wiese ihre Zelte aufschlagen. Da das komplette Programm inklusive einer Gästeklasse an einem Tag durchgezogen werden musste, konnte die neue Transponderzeitnahme einen weiteren Vorteil ausspielen: Pausen für die Ergebniserstellung zwischen den Läufen sind nicht mehr erforderlich.

Klasse 50ccm: Der Winningen-Sieger und damit logischerweise auch Tabellenerste Marlon Schmidt hatte sich im Training während der Woche leider stark verletzt (Beinbruch), war daher in Hoxberg nicht am Start und wird frühestens zur zweiten Saisonhälfte wieder antreten können. Von daher waren zwei Laufsiege für Ben Merg zu erwarten, was auch durch seine Bestzeit im Zeittraining nochmal unterstrichen wurde. Im Rennen kam es jedoch anders. Im 1. Durchgang war Merg nach dem Start zwar vorn, aber Gastfahrer Clemens Gross ging in Runde 2 vorbei und blieb bis zum Zieleinlauf auch vorn. In Lauf zwei war Gross von Anfang an vorn, Rang 2 ging wieder an Merg. Mit zwei dritten Plätzen vervollständigte der Winninger Lennart Meurer das Podium.

Klasse 65ccm: Daß Tom Oster nicht nur auf seiner Heimatbahn in Winningen sondern auch im Sand von Hoxberg schnell unterwegs ist, war nach dem Zeittraining ziemlich klar: 5 Sekunden besser als der Trainingszweite, Gastfahrer Ruben Schmid, sind schon Welten. Diese Dominanz setzte sich auch in den Rennen fort. In beiden Läufen holte er sich einen deutlichen Start-Ziel-Sieg ab mit jeweils etwa einer halben Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Das war zweimal Henry Schönburg. Christopher Robert und Schmid belegten Rang 3 und 4 im ersten Durchgang, hatten im zweiten aber Pech und mussten bereits nach der Startrunde das Rennen abbrechen.

Ben Merg (Klasse 50ccm)Klasse 85ccm: Favorit Nils Neumüller holte sich im Training die Bestzeit vor den Gästen Joey Rock und dem Schweizer Joel Irniger. Dennoch stellte er sich im 1. Lauf nicht als Erster ans Startgatter: Mit Brechreiz und Übelkeit lag er flach im Wohnwagenbett. Der Holeshot ging an Yannick Scheurer, der sich jedoch nicht lang daran erfreuen konnte, da der Lauf nach einer Runde wegen ärztlicher Behandlung eines gestürzten Fahrers (Johannes Burger) abgebrochen wurde. Beim Restart kam Scheurer dann schlecht aus dem Gatter, wurde am Ende aber noch Vierter. Lange Zeit war die Spitze mit Rock, Irniger und Eric Schönburg dicht beisammen, Schönburg fiel aber in Runde 7 aus, und Rock konnte zum Ende dann doch noch einen klaren Vorsprung vor Irniger rausfahren. Zum zweiten Lauf hatte sich Neumüller wieder soweit erholt, daß er antrat und den Lauf sogar für sich entscheiden konnte.

Klasse Prestige: Nachdem Nils Hagen zum Saisonstart in Winningen ja nicht anwesend war, musste er jetzt Punkte auf den Tabellenersten Ludwig Säger gut machen. Die Trainingsbestzeit holte sich etwas überraschend aber weder Hagen noch Säger, sondern Nicolai Neumüller. Im ersten Durchgang dann aber das gewohnte Bild: Hagen gewann den Start knapp vor Säger, konnte seinen Vorsprung etwas ausbauen und holte sich relativ klar Lauf 1. Neumüller war nicht sonderlich toll ins Rennen gekommen und musste sich einige Plätze vorarbeiten. Am Ende sprang Platz 4 hinter Philipp Kappis raus. Auch im zweiten Durchgang sah alles nach einem Sieg von Hagen aus. Säger war zwar nach Kurve 1 vorn, nach einer halben Runde ging Hagen aber vorbei und setzte sich von Säger ab. Je weiter die Veranstaltung fortgeschritten ist, je länger das Rennen läuft und die Strecke zerbombter wird, umso weniger sollte man Konditionswunder Säger abschreiben. 4 Runden vor Schluss war Säger wieder an Hagen dran, konnte ohne grosse Gegenwehr vorbeiziehen und den Lauf und damit auch den Tagessieg für sich entscheiden. Dritter wurde Neumüller, jedoch mit deutlichem Abstand.

Sieger und Tabellenerster Tom Oster (Klasse 65ccm)Klasse Cup: Auch in Hoxberg war der Andrang in der Cup-Klasse gross, es mussten in zwei Halbfinale die Finalteilnehmer ausgefahren werden. Das erste Halbfinale ging an Jan Gross, das zweite an Benjamin Traxel, obwohl er im Startbügel hängen blieb und als Letzter ins Rennen ging. Das Finale musste nach 2 Runden wegen einem Crash und der notwendigen ärtzlichen Behandlung abgebrochen werden. Zum Neustart konnte Gross nicht mehr antreten, da er an dem Crash beteiligt war und sich leicht verletzt hatte. Nach der ersten Kurve führte Jens Wilhelm vor Florian Neuroth und Alexander Breininger, diese fielen aber sukzessive zurück. Traxel holte sich mit deutlichem Vorsprung seinen zweiten Sieg nach Winningen. Zweiter wurde der Fischbacher Janosch Klonig vor Jan-Thore Kaulbach.

Klasse Senioren: Einen Joker kann der MCC Warndt wohl immer ziehen: Der Gesamtvierte von Winningen, Christian Lehner, war aus privaten Gründen nicht am Start, wurde aber von seinem Vereinskollegen Gerard Schummer bestens vertreten. Mit der viertbesten Trainingszeit führte sich Schummer in seinem ersten SWC-Rennen gleich richtig ein. Das beste Zeittraining hatten aber wie zu erwarten die drei Titelfavoriten Thomas Pfeil, Ralf Oster und Lutz Gerlach. Genau so lautete auch der Einlauf im 1. Durchgang, für Schummer lief's mit Rang 6 nicht mehr ganz so gut. Auch im zweiten Durchgang waren die Favoriten vorn, diesmal aber in umgedrehter Reihenfolge: Gerlach vor Oster und Pfeil. In der Tabelle sind diese drei nur durch 8 Punkte getrennt, der Dritte Gerlach wird beim nächsten Lauf auf seiner Heimstrecke in Fischbach aber wohl weiter nach vorne rücken.

Gesamtergebnis Hoxberg - 25.04.2011:
50ccm: 1. Clemens Gross, 2. Ben Merg, 3. Lennart Meurer, 4. Philipp Britz, 5. Maurice Dorschner
65ccm: 1. Tom Oster, 2. Henry Schönburg, 3. Fynn Schwab, 4. Loris Zimmermann, 5. Paul Nuoffer
85ccm: 1. Joey Rock, 2. Joel Irniger, 3. Domenico Felici, 4. Yannik Scheurer, 5. Nico Müller
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. Nils Hagen, 3. Nicolai Neumüller, 4. Philipp Kappis, 5. Alexander Karg
Cup: 1. Benjamin Traxel, 2. Janosch Klonig, 3. Jan-Thore Kaulbach, 4. Florian Neuroth, 5. Maximilian Job
Senioren: 1. Lutz Gerlach, 2. Thomas Pfeil, 3. Ralf Oster, 4.Jörg Marschner, 5. Michael Spengler

Text: Andreas Wack; Bilder: Stefan Abel, Ronald Westheide


Winningen, 16./17. April, 1. Lauf zum Südwest-Cup 2011

Grundstein für die Meisterschaft gelegt: Ludwig Säger (Prestige)Auftakt

Aufgrund des relativ späten Ostertermins machte dieses Jahr nicht der ZC Hoxberg die Erstveranstaltung sondern Winningen. Etwa 185 Teilnehmer sind 2011 in den SWC eingeschrieben, zum Auftakt waren aber noch nicht alle Fahrer angetreten. Bei bestem Frühlingswetter wurde erstmals im SWC eine Transponderzeitnahme durchgeführt. Mit der Zeitmessung an sich lief alles reibungslos, leider hatten aber noch nicht alle Teilnehmer ihren Transponder erhalten oder hatten Probleme mit der Programmierung. Da MyLaps aber vor Ort war, konnten die Probleme gelöst werden. Die Resonanz der Fahrer zu dem neuen Zeitnahmesystem war durchweg positiv, durch den in der Nähe der Helferbox postierten Bildschirm konnten die Helfer jederzeit den aktuellen Stand des Rennens verfolgen. Wegen der geringen Streckenkapazität von nur 28 Fahrern mussten in der Cup- und auch Prestige-Klasse in 2 Halbfinalen die Finalteilnehmer ausgefahren werden.

Klasse 50ccm: Von den 15 eingeschriebenen Teilnehmern waren 12 in Winningen angetreten. Auch der amtierende Meister Ben Merg (Winningen) war am Start, konnte seinen Heimvorteil aber nicht nutzen. Im ersten Durchgang holte er sich zwar den Holeshot, ab Runde 2 war dann aber der Vorjahresdritte Marlon Schmidt (Niederwürzbach) auf Position 1 zu finden. Schmidt setzte sich von Merg ab und gewann sicher den 1. Lauf der neuen Saison. Auch der zweite Durchgang ging an Schmidt mit einem sauberen Start-Ziel-Sieg. Platz 2 ging wiederum an Merg, das Podium wurde von Philipp Britz (3/4) komplettiert.

Klasse 65ccm: Was in der 50er-Klasse nicht klappte, wurde hier wahr: Ein Winninger Fahrer holte sich den Gesamtsieg. Nach dem Aufstieg von Yannik Scheurer zu den 85ern war der Vorjahresvize Tom Oster das Maß aller Dinge. In beiden Läufen war er vom Start an vorne, sein Sieg war nie gefährdet. Christopher Robert (Warndt) holte in beiden Läufen Platz 2. In Lauf 1 war er ab der ersten Runde auf diesem Platz zu finden, im zweiten Durchgang musste er sich nach einem Sturz erst nach vorne arbeiten.

Sieger in der Cup-Klasse: Benjamin TraxelKlasse 85ccm: Einstand nach Maß! In seinem ersten SWC-Rennen in dieser Klasse ging der Gesamtsieg etwas überraschend an den 65er-Champ Yannik Scheurer (Fischbach). Im ersten Durchgang war er in der ersten Kurve vorn, musste dann aber den Meisterschaftsfavoriten Nils Neumüller (Frankenthal) davon ziehen lassen. Im zweiten Lauf hatte Neumüller einen miserablen Start, er konnte Scheurer, der wieder sehr gut aus dem Startgatter gekommen war, nicht mehr einholen. Der dritte Gesamtplatz ging an den Luxemburger Damien de Muyser, der für Hoxberg antritt. Mit 26 Teilnehmern war das Fahrerfeld gut besetzt und hätte fast die Streckenzulassung überschritten.

Klasse Prestige: Die "Königsklasse": Der Champion der beiden letzten Jahre, Nils Hagen (Walldorf), war wegen Terminüberschneidung mit dem Pokal Open Süd in Laubus-Eschbach nicht am Start, also die ideale Gelegenheit für Ludwig Säger schon mal 50 Punkte Vorsprung raus zu fahren. Da sich 30 Fahrer angemeldet hatten, musste in zwei Halbfinale die zwei Unglücklichen gesucht werden, die das Finale von außen betrachten durften. In Halbfinale 1 war dies der Cup-Aufsteiger Pascal Witte. In Halbfinale 2 hatte Mathias Heidger das Pech, in der Spitzkehre nach dem Ziel an der Streckenbegrenzung hängen zu bleiben und kickenderweise alle nach ihm Platzierten vorbei ziehen zu lassen. Nun aber zum Finale: Ludwig Säger (Warndt) ging mal gleich in Führung, ab der zweiten Runde war aber Gastfahrer André Hoffmann vorne und baute seinen Vorsprung aus. Gegen Mitte des Rennens ging auch noch Philipp Kappis (Frankenthal) an Säger vorbei und alles sah auch schon nach diesem Zieleinlauf aus. Im Getümmel der Überrundungen waren plötzlich aber alle drei wieder ganz dicht zusammen. In der drittletzten Runde ging Säger wieder an Kappis vorbei, damit war aber noch nicht Schluss. In einer spektakulären Aktion quetschte sich Säger am letzten kleinen Table 50 Meter vor dem Zieleinlauf auch noch an Hoffmann vorbei, der hauchdünne Tagessieg und 50 Punkte waren die Belohnung. Erwähnenswert auch die Platzierung von Rick Hoffmann, dem Bruder von André: Trotz des Handicaps an der rechten Hand kam er auf Rang 11 ins Ziel.

Start Prestige: 44 Lund, 17 Hector, 61 Kallfelz, 62 Säger, 777 Neumüller, 15 A. Hoffmann, 917 DempewolfKlasse Cup: Auch hier waren zwei Halbfinale erforderlich, allerdings waren hier 43 Fahrer am Start, so daß 15 davon nach dem Halbfinale einpacken konnten. Leider konnte keine der vier Damen ins Finale einziehen. Dies wäre auch Artur Schöpp fast nicht gelungen: nach dem Startcrash in Halbfinale 2 war er der absolut letzte, der sein Motorrad wieder zum Leben erweckte, mit 30 Sekunden Verspätung ging er auf die Verfolgung und wurde letztendlich mit Platz 12 und der Finalteilnahme belohnt. Im Finale lief er auf Platz 16 ein. Hier lag vom Start an vorne der Fischbacher Benjamin Traxel, verfolgt von Henning Sixel. Traxel baute seinen Vorsprung aus, Sixel fiel nach und nach zurück. Der Winninger Thorsten Wolff war nun der direkte Verfolger von Traxel, konnte aber nicht aufschließen. Auf Rang 3 lief Maximilian Job ein, dahinter der Winninger Andreas Knöll und dann Sixel. Traxel und Job sind zwar neu in der Cup-Klasse, beide standen aber schon 2004 bei den 65ern am Start und machten dann -zumindest im SWC- 6 Jahre Rennpause.

Klasse Senioren: Wie der Sohn, so der Vater, also sollten auch zwei Laufsiege für Ralf Oster drin sein. Im ersten Lauf konnte er den Plan umsetzen, im zweiten war er mittendrin im Startcrash und holte nur noch Rang 6. Dennoch ging auch Lauf 2 an einen Winninger Fahrer: Ziemlich überraschend hieß hier der Sieger Jacek Kalinowski. Bei Kalinowski gilt eigentlich immer hopp oder top, Sekt oder Selters. Diesem Ruf wurde er im 1. Lauf wieder gerecht, in dem er zwei Runden lang in den Büschen gesichtet wurde und nur auf Position 20 einlief. Der Tagessieg ging so an den mehrfachen Ex-Champ Thomas Pfeil (2/3) vor Gastfahrer Ilka Schütz (4/2). Im Zeittraining setzte allerdings ein ganz anderer die beste Marke: Nach jahrzehntelanger Abstinenz zeigte der Warndt-Fahrer und Neu-Senior Christian Lehner, daß er nichts verlernt hat. Im Rennen lief's dann mit Platz 3 und 8 nicht mehr so gut.

Gesamtergebnis Winningen - 16./17.04.2011:
50ccm: 1. Marlon Schmidt, 2. Ben Merg, 3. Philipp Britz, 4. Lennart Meurer, 5. Maurice Dorschner
65ccm: 1. Tom Oster, 2. Christopher Robert, 3. Ben Hess, 4. Fynn Schwab, 5. Marvin Horst
85ccm: 1. Yannik Scheurer, 2. Nils Neumüller, 3. Damien de Muyser, 4. Justin Schnur, 5. René Dhonau
Prestige: 1. Ludwig Säger, 2. André Hoffmann, 3. Philipp Kappis, 4. Jan Kallfelz, 5. Nicolai Neumüller
Cup: 1. Benjamin Traxel, 2. Thorsten Wolff, 3. Maximilian Job, 4. Andreas Knöll, 5. Henning Sixel
Senioren: 1. Thomas Pfeil, 2. Ilka Schütz, 3. Ralf Oster, 4. Christian Lehner, 5. Thomas Edelmann

Text und Bilder: Andreas Wack


Vorschau zu Saison 2011

Jubiläum

Kann den Titel verteidigen: Ben Merg (Klasse 50ccm)Der Südwest-Cup geht 2011 in seine nunmehr 25. Saison. Mit 11 Veranstaltungen zieht er auch dieses Jahr wieder viele Fahrer aus dem südwestdeutschen Raum an, so daß sich knapp 200 Teilnehmer eingeschrieben haben. Den stärksten Zulauf hat die Cup-Klasse mit über 60 Einschreibungen, aber auch die „Königsklasse“ Prestige kann mit 40 Teilnehmern aufwarten. Erfreulich auch die Entwicklung bei den Kleinsten: 15 50er-Kids wollen sich ans Startgatter stellen. Bei den Veranstaltern hat sich Niederwürzbach wieder dazu gesellt und macht gleich zwei Läufe, einen davon am traditionellen Pfingstmontagtermin. Auch in Frankenthal werden zwei SWC-Läufe stattfinden. Den Auftakt macht dieses Jahr aber Winningen am 17. April, am darauffolgenden Osterwochenende geht es am Montag in Hoxberg gleich weiter. Größte Neuerung im SWC 2011 ist die Einführung einer Transponderzeitnahme (MyLaps), was insbesondere bei schwierigen äußeren Bedingungen (Schlammrennen) die Qualität der Ergebniserstellung deutlich verbessern wird.
Klasse 50ccm: Der Champion 2010 Ben Merg (Winningen) bleibt noch ein weiteres Jahr in dieser Klasse und kann somit seinen Titel verteidigen. Der Vizemeister Jannik Scheller ist in die 65er-Klasse aufgerückt, damit hat der Tabellendritte Marlon Schmidt die nominell besten Chancen Merg den Titel zu entreissen oder zumindest Vize zu werden.
Klasse 65ccm: Der Meisterschaftssieger Yannick Scheurer (Fischbach) ist in die 85er-Klasse aufgerückt, der Vize Tom Oster könnte somit seine erste Meisterschaft bei den 65ern holen, zumal auch der Tabellendritte Lucca Zimmermann jetzt bei den 85ern antritt. Ganz so einfach werden es ihm aber Loris Zimmermann (Bruder von Lucca), Fynn Schwab und Christopher Robert nicht machen, auch diese Fahrer können jederzeit auf dem Podest stehen. Eventuell kann sich auch der Aufsteiger Jannik Scheller in den Top5 etablieren.
Klasse 85ccm: Der Champion Ramon Jäckle wechselt zu den Erwachsenen und stellt sich dort gleich der Prestige-Klasse. Leider muss er aber aufgrund eines Unterarmbruchs dort die ersten Rennen auslassen. Überflieger Felix Hoffmann hat sich aufgrund seiner Aktivitäten in DM und Youngster-Cup dieses Jahr nicht mehr eingeschrieben und dürfte altersbedingt auch nicht mehr mit der 85er antreten. Beste Titelchancen hat daher Nils Neumüller, der 2010 nur sporadisch angetreten war, dieses Jahr aber alle Läufe bestreiten will.
Klasse Prestige: In der „Königsklasse“ wird es dieses Jahr spannend. Der Sieger der beiden letzten Jahre, der Walldorfer Nils Hagen, hat sich eingeschrieben, wird seinen Schwerpunkt aber auf den DMSB-Pokal legen und muss aus heutiger Sicht auf zwei SWC-Läufe verzichten. Wenn alles optimal läuft, ist die dritte Meisterschaft in Folge aber dennoch nicht unmöglich, da es ja auch noch Streichresultate gibt. Ludwig Säger (Warndt) steht aber schon in den Startlöchern und wird alles daran setzen, am Ende ganz vorne zu stehen. Aber auch andere Fahrer haben Chancen auf dem Podest zu stehen: Supermoto-DM-Teilnehmer Dirk Spaniol hat bis auf einen Termin keine Überschneidung Supermoto mit SWC und hat sich daher nach jahrelanger Abstinenz eingeschrieben. Auch Bernd Lutz ist wieder an Bord ebenso wie Philipp Kappis, der 2010 im SWC ausgesetzt hatte. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen sicher auch Aufsteiger Ramon Jäckle, Nicolai Neumüller, Jan Kallfelz und Kai Vogt. Ganz besonders gespannt darf man auf das Abschneiden von Rick Hoffmann sein, der aufgrund seiner schweren Handverletzung einige Jahre ausgesetzt hat, nun aber in der Prestige angreifen will.
Klasse Cup: Merlin Dietzel, Yannik Lund, Pascal Witte und Sebastian Bader mussten in die Prestige aufsteigen. Die Nächstplatzierten Sebastian Kühn, Janosch Klonig, Florian Neuroth und Matthias Hollinger haben daher gute Chancen, ein Wort um die Titelvergabe mit zu reden. Vielleicht ist auch Tim Berger, der letztes Jahr in der Prestige keinen Fuss auf den Boden bekam und daher 2011 wieder in der Cup fahren darf, ein Kandidat für die Meisterschaft. Wie immer ist die Fluktuation in dieser Klasse groß, möglicherweise geht der Siegerpokal auch an einen neu eingeschriebenen Fahrer. Da sich auch vier Frauen eingeschrieben haben, wird der SWC eine Sonderwertung für die Damen durchführen.
Klasse Senioren: Der amtierende Champion Holger Recktenwald hat sich für 2011 nicht angemeldet, dafür sind aber Thomas Pfeil und Ralf Oster wieder dabei. Zusammen mit Lutz Gerlach dürften damit die Favoriten genannt sein. Weitere Top5-Kandidaten sind Michael Spengler, Jörg Marschner und Volker Weingart.

Ich wünsche allen Fahrern viel Spaß, vor allem aber eine unfall- und verletzungsfreie Saison 2011.


Hoxberg, 5. April und Winningen, 25. April, 1.+2. Lauf zum Südwest-Cup 2010

RekordDie 50er hatten's schon schwer...

Knapp 200 Fahrer haben sich dieses Jahr in den Südwest-Cup eingeschrieben, so viele wie noch nie zuvor. Diese Fahrer teilen sich anstatt wie bisher auf 7 nun auf 6 verschiedene Klassen auf. Die bisherigen Klassen "125" und "Open" wurden zu einer Klasse "Prestige" zusammengelegt, hier sind die richtig schnellen Jungs beheimatet. Die Anfänger-Klasse wurde umbenannt in die Klasse "Cup". In dieser Klasse starten mit über 60 Teilnehmern fast ein Drittel der Fahrer, aber auch in der Prestige sind es weit über 40 Teilnehmer. Dies bedeutet, daß hauptsächlich auf den etwas kleineren Strecken in der Cup- und eventuell auch in der Prestige-Klasse erst mal in zwei Halbfinalen eine Quali für das Finale geschafft werden muss. Ganz erfreulich ist, daß dieses Jahr wieder eine Klasse der Jüngsten auf ihren 50-Kubik-Automatik-Motorrädern zustande gekommen ist. Auch hier haben sich über 10 Teilnehmer eingeschrieben, die bis auf Julian Recktenwald (Fischbach) entweder für Niederwürzbach oder Winningen an den Start gehen. Nach nun zwei Veranstaltungen in Hoxberg und Winningen lassen sich schon klare Rückschlüsse ziehen, wer am Ende der Saison den Meisterschaftspokal in den Händen halten könnte.

Klasse 50ccm: Der Winninger Ben Merg und der Niederwürzbacher Jannik Scheller sind hier das Maß der Dinge. Alle Laufsiege gehen auf das Konto dieser beiden. Merg ist dennoch in der aktuellen Tabelle lediglich auf dem 3. Gesamtrang zu finden, da er gleich beim allerersten Lauf unter den nassen, tiefsandigen Streckenverhältnissen in Hoxberg einen Ausfall hatte, den zweiten dort aber gewinnen konnte. Beim Heimrennen in Winningen holte er sich den Tagessieg. Mit zweiten und dritten Plätzen in allen Läufen liegt Marlon Schmidt momentan noch auf Rang 2 der Tabelle.

4 Läufe - 4 Siege: Felix Hoffmann (85ccm)Klasse 65ccm: In seiner nunmehr 3. Saison in dieser Klasse hat der Franzose Yannik Scheurer große Chancen auf die Meisterschaft. Größte Konkurrentin ist die Schweizerin Nicole Irniger, die in Hoxberg den Tagessieg holte, da Scheurer im 2. Lauf in Führung liegend crashte und Irniger davon ziehen lassen musste. In Winningen war Irniger nicht am Start. Dort gingen beide Läufe und damit auch der Tagessieg an Scheurer. Den zweiten Platz holte sich bei seinem Heimrennen Tom Oster, der damit auch auf Rang 2 der aktuellen Tabelle liegt.

Klasse 85ccm: Zu Ende der Saison 2009 sah es so aus, als wäre Nils Neumüller der Topfavorit für diese Klasse, da die beiden Tabellenersten, sein Bruder Nicolai sowie Titus Trampert, in 2010 in die Prestige aufgestiegen sind. Mit der Rückkehr von Ramon Jäckle und der nicht unbedingt erwarteten Einschreibung des schnellen Felix Hoffmann sind die Karten neu gemischt. Hoffmann hat bislang alle Läufe deutlich gewonnen, wird aber ein paar SWC-Rennen auslassen, da es Überschneidungen mit dem ADAC-Junior-Cup und der DM gibt. Da auch Neumüller Junior-Cup-Läufe bestreiten will, sich Jäckle aber auf den SWC konzentriert, dürfte dieser nominell die besten Karten in der Hand halten.

Klasse Prestige: In der neu geschaffenen "Königsklasse" war die spannende Frage, wie sich die 250/4T gegen die großen 450/4T behaupten können. In Hoxberg war aufgrund des tiefen, schweren Bodens Leistung gefragt, und hier konnten sich vom Start weg Nils Hagen und Ludwig Säger mit der 450er von Jan Kallfelz auf der 250er absetzen. Im zweiten Durchgang holte sich Kallfelz trotz des Hubraumdefizits den holeshot, war nach wenigen Runden aber gegenüber Hagen machtlos. Auf der engen, winkligen Strecke in Winningen hätte dies anders aussehen können. Aufgrund der geringen Streckenkapazität waren zwei Halbfinale erforderlich. Leider war für Kallfelz bereits nach der ersten Kurve seines Halbfinales Schluss, da er in einen Startcrash mit Daniel Hoffmann verwickelt war und mit dickem linken Fuss und einem mindestens ebenso dicken Hals erstmal das Hospital aufsuchen musste. Der Finalsieg ging an Ludwig Säger vor Nils Hagen. Bester 250er-Fahrer in Winningen sowie in der Gesamttabelle auf Rang 3 ist Christian Nolle."Nils, da geht's lang!" (Nils Hagen, Prestige)

Klasse Cup: Trotz der über 60 Einschreibungen waren in Hoxberg keine Halbfinale erforderlich, die 40 Teilnehmer konnten regulär zwei Läufe fahren. Beide Läufe gingen an den Walldorfer Pascal Witte, der wohl über Winter fleissig trainiert hat. Jedenfalls fiel er letztes Jahr nicht durch Top-Platzierungen auf und konnte erst am Saisonende 2009 ein Top-Ten-Ergebnis erreichen. Auch in Winningen lag er im Finallauf klar vorne, bis ein Defekt ein "DNF" produzierte und der Winninger Lauf sicher sein Streichergebnis wird. Der Finallsieg ging an den Frankenthaler Merlin Dietzel, der aber in Hoxberg keinen guten Tag hatte und im 1. Durchgang dort nicht mal in den Punkterängen landete. Weitere Kandidaten für einen Laufsieg sind Matthias Hollinger, Florian Neuroth und Yannik Lund. Hollinger wird in naher Zukunft aber nicht eingreifen, da er sich in Hoxberg im 2. Lauf nach einem kapitalen Überschlag einen Schlüsselbeinbruch eingehandelt hat. An der Tabellenspitze ist so momentan der eifrige Punktesammler Sebastian Bader zu finden, sein bestes Ergebnis ist Platz 3 im Winninger Finale.

Klasse Senioren: Auch mit 250 Kubik kann man in der Seniorenklasse ganz vorne fahren, allerdings bevorzugt der Tabellenerste Holger Recktenwald die Version mit 2 Takten. In Hoxberg holte er sich beide Läufe, in Winningen zweimal den zweiten Platz. Hier auf seiner Heimstrecke war Ralf Oster nicht zu schlagen. Auch der Tabellendritte Lutz Gerlach kommt für den Meistertitel ohne weiteres noch in Betracht, auf den sandigen Strecken in Fischbach und Walldorf schlägt seine Stunde.